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Zwischen Schuldgefühlen und Verzweiflung-kleiner Bruder verbaut sich seine Zukunft

7. September 2012 um 13:43

Ich habe mich vor gewisser Zeit, in der Hoffnung, dass mir hier eventuell einige Tipps und Hilfen gegeben werden können, angemeldet. Eigentlich bin ich nicht der Typ der solche Foren wegen Privaten Problemen aufsucht, sich anmeldet und sich dann alles von der Seele schreibt,.. nun ich schätze dass dies eine Ausnahme ist. Denn es geht nicht anders. Bisher habe ich schon im Forum Young geschrieben, da ich noch keine 20 bin, aber es antwortet einfach keiner und die Situation wird unerträglich.
Aber soviel dazu, die lange Rede kommt jetzt:
Die Aussage Es begann alles damit, dass ich geboren wurde passt hier nicht ganz, es fing eher alles ab meinem 6.-7. Lebensjahr an, heute bin ich 17. Also gut 10 Jahre... Aber von vorne,wobei ich nicht einmal weis wo ich wirklich anfangen soll.. Nun vielleicht damit, dass es hier hauptsächlich um meinen Bruder geht. Er ist jetzt 14. Also 3 Jahre jünger als ich. Unsere Kindheit war nicht gerade prickelnd. Ach was rede ich da, sie war eine Katastrophe. Ich hatte nicht einmal eine. Ihr müsst wissen, unser Leben war seit unserem Umzug (wie oben erwähnt war ich 6 oder 7) in die neue Stadt die reinste Horrorfahrt. Mein Bruder und ich haben verschiedene Väter, beide haben sich kein bisschen um uns gekümmert. Einer hat es zumindest zusammengebracht Unterhalt zu zahlen, mehr aber auch nicht. In der neuen Stadt ist meine Mutter an die falschen Leute geraten.. nun, die Folge waren Alkoholsucht, Drogen, schwere Depression, Bulimie, Tablettenmissbrauch, etc. Die ganze Palette durch. Wir waren klein und haben durch eine Rosa rote Brille gesehen.. trotz dass wir in all den Jahren, bis zu meinem 13. Lebensjahr, alles (fast) Hautnah miterlebt haben, haben wir nie verstanden... Doch nagt es heute noch an uns. Was damals alles abgelaufen ist, möchte ich hier nicht auflisten. Unsere Mutter war oft in Entzugskliniken, selbst wir waren einmal dabei,.. doch hatte es nie etwas gebracht. Als ich 14 war, ist sie verstorben. Mit 35 Jahren.
Doch nun zu dem Thema, weshalb ich hier eigentlich schreibe:
Mein Bruder.
Schon mit 8 Jahren war mein Bruder hauptsächlich in Heimen. Zuerst nur halbtags, dann ganz. Im Gegensatz zu mir (ich war eher ruhig und hab alles in mich rein gefressen) war mein Bruder schon als kleines Kind schwer Erziehbar. Damals habe ich mich für ihn verantwortlich gefühlt. Ich habe mich um ihn quasi gekümmert als wäre ich seine Mutter, während unsere Mutter,.. naja. Während ich, je älter ich war, immer mehr Hass gegen meine Mutter gehegt hatte und mich von ihr abschottete, hat mein Bruder sich immer mehr an sie geklammert und gebettelt sie würde doch wieder gesund werden.. als sie starb fiel er härter zu Boden als ich. In seinen Augen war unsere Mutter ein Engel. Sie war immer die gute. In meinen Augen war sie ein Monster und das habe ich auch klar deutlich gemacht. Mit 13 Jahren wohnte ich bereits bei meinen Großeltern, während mein Bruder im Heim lebte und am Wochenende bei meiner Mutter war. Das war auch der Punkt, wo ich mich aus der Verantwortung gezogen habe. Ich wollte nicht länger für meine Mutter verantwortlich sein! Und auch nicht mehr für meinen Bruder! Unser einst so gutes Verhältnis (zu meinem Bruder) erreichte den Nullpunkt nach dem Tot unserer Mutter. Heute weis ich, dass ich für meinen kleinen Bruder hätte da sein müssen, auch wenn es mir selbst noch so mies ging. Doch ich war es nicht. Ich wollte endlich leben. Ich habe mich gefühlt, als hätte ich endlich wieder Luft zum Atmen. Die Trauer habe ich überspielt. Und sobald jemand von uns (Großeltern Bruder etc.') von unserer Mutter redete, habe ich das Weite gesucht. Wie ich oben schon erwähnt hatte, war mein Bruder mit 8 Jahren schon ein Extremfall. In der Schule war dies nichts anderes. Er ging auf 'Mitschüler und auf Lehrer los. Störte massiv den Unterricht und heimste sich Verweise ein. Mein Bruder ist sehr sensibel, jedoch lässt er niemanden an sich ran. Wenn man ihn auf etwas anspricht wie den Tot unserer Mutter, macht er dicht, oder wird sofort gewalttätig oder zumindest aggressiv und ist kurz vorm austicken. Nun ist er 14. Mittlerweile ist er größer als ich und wiegt 100 kg. Wenn er ausrastet, hat kaum jemand eine Chance... Aber nicht dass ihr jetzt denkt ich hätte angst vor meinem Bruder! Nein das habe ich nicht. Das Verhältnis zwischen uns ist nicht gerade das beste.. in seinen Augen bin ich die tolle. Die große Schwester die ihre Mittlere Reife hat und nun in ihrer eigenen Wohnung lebt. Die Schwester, die mit dem Tot nicht zu kämpfen hatte. Die Schwester, die den Vornamen ihrer Mutter ausspricht anstatt Mama zu sagen. Die Schwester die das tolle Leben hat, während seines den Bach runter geht.... Es tut weh so hingestellt zu werden, als wäre man ein Gott. Mir ging es doch nicht anders als ihm! In den drei Jahren wo unsere Mutter nun tot ist habe ich so viel durchgemacht! Aber das vergisst er alles,... für ihn zählt nur dass, das ich angeblichen Perfekt bin, obwohl das nie einer behauptet hat und wird. Und jetzt rede ich schon wieder um den heißen Brei herum.. tut mir leid.
Also, mein Bruder:
Ist mit 14 Jahren auf dem stand eines 8 Jährigen. Für ihn zählt nur dass, was er WILL. Was wirklich ist vergisst er.. Er ist sehr,.. naiv. Wenn ich das so sagen kann.
Ihn interessiert die Schule nicht. (Klar, jeder würde sagen, das ist die Pubertät! Nein das ist sie nicht, denn es geht schon seit der ersten Klasse so!). Mein Bruder ist sehr aggressiv, auch wenn er eigentlich ein lieber Kerl ist. Aber schon die kleinste Aufregung versetzt ihn in rage. Hauptsächlich geht er auf jüngere los, wobei er aber auch schon auf Lehrer und Erzieher vom Heim losgegangen ist. Er kommt mir so verloren vor... Wie gesagt hat er damals unsere Mutter auf ein Podest gehoben, dass gar nicht existierte. Heute macht er das immer noch. Und wann immer er unsere Mutter braucht, holt er sie hervor. Und zwar auf diese Weise Meine schei*ß Drogenmutter die mein Leben versaut hat!. Das Bild von ihr richtet sich danach, wie er sie braucht. Geht es ihm schlecht und er braucht für etwas das er angestellt hat einen Grund, so ist es die Böse Mutter. Ansonsten ist sie immer die liebe gute und niemand darf etwas schlechtes über sie sagen. Er denkt nicht darüber nach was er sagt. Er richtet sich teilweise alles so hin, wie er es braucht, und daraus bilden sich enorm viele Widersprüche. Wenn man ihn dann darauf anredet und sagt, hey des kann aber ned sein dass dies und jenes, dann kommt Ist mir doch egal. Ist doch nicht mein Problem Ich weis nicht ob man das gerade irgendwie nachvollziehen kann. Es ist einfach nur so viel, dass mir das Aufzählen so schwer fällt, dass ich die Hälfte wieder vergesse oder nicht weis wie ich es beschreiben soll... Auf jeden Fall wurde jetzt mein Bruder für depressiv erklärt! Mit 14! Der Witz an der Sache ist: Seine Therapeutin verschreibt ihm Tabletten und lässt nichts mehr von sich hören! Also Normalerweise wird man, trotzt Tabletten, weiterhin therapiert! Denn Tabletten lösen die Probleme ja nicht! Nun, diese Therapeutin hat ihm die Tabletten verordnet, und ihn nicht weiter therapiert!! In meinen Augen hat mein Bruder keine Depression! In meinen Augen wollte die Therapeutin ihn einfach nur ruhig stellen! Wie gesagt er ist wirklich schwierig... und die Erzieher im Heim machten es auch nicht gerade besser! Sie redeten meinem Bruder (ohne Witz!) ein Ja wenn du das Gefühl hast, du kannst heute nicht aufstehen, dann bleibst du von der Schule zu hause. Mein Bruder war 2 Monate nicht mehr in der Schule! Er ist ja depressiv, da ist das NORMAL! Normal?! Was soll hier bitte noch normal sein?! Und klar, mein Bruder machte es sich einfach und schob alles auf die Depression. Er ruhte sich darauf aus. Egal was war Ich kann nicht ich bin depressiv! Und die im Heim spielten das Spiel mit, weil sie in meinen Augen einfach nur Angst vor ihm haben. Meine Großeltern und ich haben wirklich ALLES! Versucht. Aber es war von Anfang an schon so, dass die im Heim nicht wirklich mit uns kooperiert haben. Doch meinen Bruder aus der gewohnten Umgebung reißen wollten wir auch nicht, da es nur in einem weiteren Desaster geendet hätte. Der Höhepunkt der Aktion war, dass während mein Bruder nicht mehr in die Schule ging, es im Heim ärger gab. Das ende vom Lied war: Er ist auf einen Erzieher los und wurde letztendlich zu unserer Oma abgeschoben (Ihr müsst wissen dass meine Oma unter der Woche allein im Haus ist, da mein Opa seine Arbeit in einer anderen Stadt hat, sprich es ist eine Art Wochenend -beziehung) Meine Oma, sowieso schon mit allem überfordert, hatte nun meinen Bruder daheim, ganze 3 Monate! Ich war jedoch nicht da, ich habe bereits mit meiner Ausbildung begonnen und wohnte eine Stunde entfernt von daheim. Oma war also auf sich alleine gestellt... und was es alles für ärger gab. Noch heute fand ich es unverantwortlich von den Erziehern, doch niemand, bis auf meine Oma, sagte etwas. Die Erzieher machen alles richtig Ja von wegen! Nach den drei Monaten war er wieder im Heim, kurze Zeit darauf machte mein Bruder eine Therapie. Es lief gut! Er schien sich zu bessern! Er öffnete sich endlich und redete!! Selbst die Therapeutin in der Klinik sagte, dass er keine Depression hat, die Tabletten nimmt er jedoch immer noch. (da in der Klinik nicht genügend zeit dazu war sie kontrolliert aus schleichen zu lassen so wurde es mir gesagt) Auf jeden Fall ging es ihm besser! Er lachte mehr, sein ganzes Wesen wirkte ausgeglichener. Auch unser Verhältnis wurde wieder besser! Und nun ist die Therapie vorbei. Er ist wieder im Heim und kommt jedes Wochenende zu uns nach Hause. Und es ist alles wie IMMER. Er scheint gar nichts mitgenommen zu haben. Er fällt in seine alten Verhaltensmuster. Muss jeden Tag zum Direktor. Schlägt kleinere,... einfach alles. Und ich frage mich Wieso?! Er hat die Auflage, wenn er noch einmal im Heim austickt, kommt er in ein Heim für Schwer erziehbare.. ihn juckt es nicht! Er denkt nicht darüber nach was er macht! Er ist 14! Und es interessiert ihn nicht was mit seinem Leben passiert! Es interessiert ihn nur, dass seine schei*ß Drogen Mutter sein leben versaut hat! Doch hat er doch sein Leben in der Hand! Und wenn man ihm des sagt kommt nur Ja ist mir doch egal! Mein Leben ist sowieso schei*ße! Dann verbaut ich mir halt meine Zukunft na und?! Ich frage mich ernsthaft, wieso man mit 14 sein Leben so wegwirft?! Ihn stört wirklich gar nichts mehr... und wir alle wissen einfach nicht mehr weiter. Was sollen wir denn noch machen?! Meine Großeltern haben wirklich alles versucht! In all den Jahren waren sie immer für uns da! Sie haben meinem Bruder wirklich versucht zu helfen! Sie haben so viel für uns getan. Und nun sind auch sie am Ende mit ihrem Latein. Alle sind einfach nur noch am Verzweifeln. Teilweise mache ich mir wirklich schreckliche Vorwürfe. Ich hätte einfach mehr für ihn Dasein müssen, vielleicht sehe die Situation nun anders aus?! Ich weis einfach nicht, wie ich zu ihm durchdringen soll. Wie man diesen Jungen noch zur Vernunft bringen soll! Vor einer Woche ist es eskaliert. Ihr müsst wissen, nachdem ich das erste mal hier geschrieben habe, habe ich danach versucht mich nicht mehr all zu sehr damit zu beschäftigen da ich merkte, dass ich daran kaputt gehen. So habe ich mich abgelenkt, mit meinem Bruder normal geredet und Probleme einfach außer acht gelassen. Ich glaubte die Sorgen teilweise los zu sein, bis vor einer Woche. Es war im Auto, unsere Großeltern waren einkaufen, ich habe im Wagen gelesen, mein Bruder und sein Kumpel saßen neben mir. Mein Bruder hat die ganze Zeit rumgekaspert, hat ständig irgendetwas herum geschrien, sodass es wirklich nicht mehr auszuhalten war. Er erinnerte mich an einen fünf Jährigen, der einfach nicht weis wie er sich verhalten soll... Ich sagte ein paar mal im Ruhigen Ton, er soll endlich aufhören. Es ging weiter. Er fing an seinen Freund spaßeshalber mit einer CD hülle zu schlagen und als der Geräuschpegel ins Unerträgliche ging hab ich mir halt einfach ohne Vorwarnung die Hülle genommen und gesagt er soll endlich aufhören! Ob er nicht merkt dass er sich wie ein kleines Kind benimmt! Und wenn er so weiter macht wird er nie von jemanden ernst genommen! Er ist 14 und führt sich auf wie n Geisteskranker! - Es ist einfach so über meine Lippen gekommen, ich hab wirklich gezittert vor Wut.. Er hat nach der CD gefragt, und ich hab gesagt er soll ruhig sein, dann bekommt er sie wieder. Doch er war nicht ruhig. Immer wieder hat er mich genervt und wie halt es dann kleine Kinder versuchen: mich gezwickt, meine Sachen weggenommen, herumgeschrien,.. Gott das war so.. erbärmlich? Ich weis es nicht.. Auf jeden Fall sind dann unsere Großeltern wieder gekommen und dann wurde es immer schlimmer. Sie haben mir recht gegeben, was meinem Bruder gar nicht gepasst hat. Es ist dann in einem Massiven Streit ausgegangen. Mein Bruder hat mich angeschrien und ich hab es wirklich in seinem Blick und seiner Haltung gesehen, dass er kurz davor war auf mich los zu gehen.. Eine dumme Eigenschaft von mir ist ist, dass wenn ich Wütend bin, ich immer vor Wut und Zorn zu heulen Anfang. Auch in dieser Situation. Mein Bruder hat das dann natürlich als schwäche gesehen.. Doch auch wenn ich teilweise kurz vorm hyperventilieren war (gott ich hab mich so aufgeregt) hab ich ihm endgültig meine Meinung gesagt. Einfach alles was ich die ganze Zeit mit mir herum getragen hab.. Er sah nicht sehr verletzt auch, und fünf minuten später hat er wieder gelacht. Aber zuvor hat er etwas gesagt, was mich in den Abgrund gestürzt hat: Ja ist mir doch egal ob meine Schwester heult! Sie ist ja nicht mal meine Schwester sondern HALBschwester. Sie ist mir egal... Und es war nicht das erste mal. Schon einige male zuvor hat er so etwas gesagt. Du bist für mich als Schwester gestorben. Du bist mir egal. Er wünschte sich er hätte keine Schwester. Ich bin nicht seine Schwester... So schwarz auf weiß mag das kaum weh tun, aber wenn du dieses trotzige grinsen siehst, wenn du siehst dass er weiss wie sehr er dir damit weh tut... Ich muss aufpassen dass ich nun nicht schon wieder heule... Als wir daheim waren habe ich noch ungelogen weitere fünf Stunden geheult bis ich eingeschlafen bin. Ich konnte mich einfach nichtmehr beruhigen. Doch mir ist die ganze Zeit nur ein gedanke durch den Kopf geschossen:
Nein das wars! In Zukunft kann er schaun wo er bleibt! Das war einmal zu viel! Ich muss mir von diesem kleinen Idioten das nicht sagen lassen! Wenn er keine Schwester will, gut dann soll er schauen wo er bleibt! Irgendwann kommt der Zeitpunkt an dem er aufwacht und merkt dass er ganz alleine dasteht! Mich hat das einfach so verletzt,.. doch dann dachte ich mir auch KANN ICH das? Ich war schon viel zu selten für ihn da, kann ich ihn jetzt endgültig im Stich lassen? Nein. Das kann ich nicht, doch weis ich nicht wie ich mich ihm gegenüber verhalten soll. Sobald ich ihn sehe kommt in mir eine so rasende Wut hoch, ich verabscheue ihn regelrecht dafür, was er gesagt/ getan hat.. Ich weis dass manche nun sagen werden er weis doch nicht was er sagt... aber es weis es. Er weis welche Wirkung diese Worte haben. Am Liebsten würde ich ihn die Konsequenz daraus spüren lassen, doch fühle ich mich immernoch für ihn verantwortlich. Das schlimmste der Sache ist jedoch dass ich merke, dass ich allmählich einer depressiven ähnle. Ich schlafe kaum noch, hab kein Elan, kann mich kaum konzentrieren, würde am liebsten nur noch heulen und schlafen, mir fehlt die Kraft zu allem. Ich habe das Gefühl in ein tiefes Loch zu fallen, Lache kaum noch, finde nichts erfreuliches mehr... so wie früher. Ich fühle mich total abgestumpft und das Leben rast an mir vorbei obwohl ich mittendrin steh und meinen Weg eigentlich kenn. Deswegen schreibe ich jetzt auch hier. Weil ich wirklich einfach nichtmehr weiter weis.
Ich bedanke mich schon jetzt für Antworten.. und dafür, dass ihr euch den ganzen Text durchgelesen habt. Es ist etwas viel geworden.. das tut mir leid.
glG

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8. September 2012 um 13:51

Du glaubst gar nicht wie dankbar und erleichtert ich bin dass..
.. mir jemand geantwortet hat. Ich hatte die hoffnung schon beinahe aufgegeben, aber es tut seltsam gut wenn jemand endlich etwas darauf schreibt - egal was. Ich danke dir für deine lieben Worte und Ratschläge. Ich weis dass du recht hast. Ich kann nicht mehr geben als ich besitze.. aber allein die Tatsache dass kein Tag ohne Streit vergeht wenn mein Bruder da ist, veranlasst mich dazu es mir zu wünschen. Zu wünschen dass doch endlich soetwas wie ruhe einkehren kann, dass nicht jede noch so unbedeutende Kleinigkeit in einem Mords Streit ausartet... Es fällt mir schwer den Gedanken meinen Bruder allein zu lassen auch nur ansatzweise zu denken.. Er war für lange Zeit meine einzige Familie.. Aber ist er schon lange nichtmehr der kleine Junge, der er damals war..
Wenn ich darauf hoffe, dass er einen schritt auf mich zu macht,.. nun ich denke da kann ich warten bis ich alt und grau bin. Er versucht zwar wieder normal mit mir zu reden, aber mehr als ein paar Wörter wie Ja, Nein, etc bringe ICH nicht heraus. Er hat sich bis jetzt für kein einziges seiner Wörter entschuldigt.. Ich neige dazu alles viel schwärzer zu sehen als es eigendlich ist, aber bei diesem Thema weis ich einfach, dass es Momentan nicht besser wird. Ich frage mich oft, ob es jemals besser wird. Ich weis dass wenn mein Bruder volljährig ist und er sein eigenes Leben irgendwo führt (sei es gut oder schlecht), der Kontakt wird abbrechen. Mein Bruder ist jemand, mit dem kann man kein normales Gespräch führen, entweder er kaspert und albert herum und zieht alles ins Lächerliche, oder er blockt ab. Wenn man frägt wie es ihm geht. Bekommt man eine antwort, jedoch nicht die frage wie es mir geht. Wenn man von sich aus nicht weiter redet und frägt, besteht das Gespräch nur noch aus Stille. Wenn er sich dann mal meldet, dann nur wenn er etwas braucht. Mir fällt es schwer meinen Bruder in einer Positiven Zukunft zu sehen. Ich wünsche es ihm mehr als alles andere! Aber so schnell wird er nicht einsehen, dass der Weg den er Momentan geht nicht richtig ist. Es ist wirklich einfach nur zum Haare ausreißen. Ich werde deinen Ratschlag versuchen anzunehmen und Geduld haben... auch wenn ich nicht gerade die Geduldigste Person bin und mir bei dem Gedanken an abwarten und Tee trinken mulmig wird. Jedoch weis ich auch, dass es anders nicht gehen kann.. was wirklich mehr als traurig ist.

Ich danke dir wirklich von ganzem Herzen,
du weist gar nicht wie gut es mir tut, einen kleinen Ansatzpunkt zu haben und nichtmehr ganz im dunklen zu stehen.

glG

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