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Zweisprachigkeit in der Erziehung

29. April 2010 um 15:07 Letzte Antwort: 13. Mai 2010 um 19:44

Hallo ihr lieben,
habe einen Sohn 2,5 J.alt. Ich versuche mit ihm, wenn ich allein bin russisch zu sprechen, ansonsten familiesprache ist deutsch ( Papa ist deutscher). Lebe seit 10 J. in Deutschland, habe langsam Wortfindungsstörungen, wenn ich rusisch spreche. Deswegen bin oft verzweifelt, ob ich mit Zweisprachigkeit alles richtig mache?! Suche Glechgesinnte, die selben Sorgen und Probleme haben zum Austausch.
Bitte meldet euch!
Vielen Dank

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30. April 2010 um 0:50

Hallo
wir sind sinti und wollen auch, dass unsre kinder zweisprachig aufwachsen. leider beherrscht nur mein mann unsre sprache richtig vollständig, weshalb er zwar mit den kindern unsre sprache spricht, aber mit mir nur deutsch redet und unsre kleine (21 mon.) mittlerweile auch fast nur deutsche wörter, obwohl sie alles versteht, wenn sie in unsrer sprache angesprochen wird...

ich sage meinem mann immer, er soll doch auch mit mir unsre sprache sprechen, damit ich es besser lerne, aber er macht es nicht ;(

das einzige was man hier wohl machen kann ist, die kinder öfter mal zu bekannten zu bringen, wo sie mit andren kindern zusammenkommt, die auch unsre sprache sprechen., damit sie auch später ein wenig sicherer ist wenn sie sich mit andren verständigen will...

natürlich sollte man seine kinder nicht isolieren von der deutschen sprache aber sie wird im alltag so oft damit konfrontiert, ich denke nciht, dass sie da einen nachteil hat...

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9. Mai 2010 um 3:16

Immer konsequent bleiben
Ich habe 2 Kinder, die sind bis letztes Jahr zwei und ab dieses Jahr (wegen Umzug) dreisprachig aufgewachsen. Ich habe nur auf meine Muttersprache mit denen gesprochen, und mein Mann nur auf seine (Deutsch). Als wir in DE waren, war es ein bisschen schwer, weil sie sonst mit jedem nur Deutsch reden konnten, und wei sie gesehen haben, dass ich auch Deutsch verstehen und sprechen kann. Trotzdem habe ich immer gesagt, dass ich sie so nicht verstehe, als sie mit mir Deutsch reden wollten und es hat doch geklappt. Beide haben relativ frueh (und gut) beide Sprachen sprechen koennen (sie sind erst 4 und 2 und koennen alles auf beide Sprachen sagen). Jetzt wollen sie selber, dass jeder nur seine Muttersprache mit denen spricht, wenn mein Mann etwas auf Englisch (die 3 Sprache) oder ich etwas auf Deutsch sage, dann sagen sie uns gleich "kannst du bitte normal reden?".
Wenn du mal ein Wort aus der Muttersprache nicht ffindest, dann kannst du deine Meinung ruhig umformulieren, Wichtig ist dass sie die Grammatik und die Aussprache deiner Muttersprache so frueh wie moeglich lernen: Wortschatz kann man auch spaeter erweitern, aber eine muttersprachliche grammatikalische Kompetenz oder eine akzentfreie Aussprache kann man leider nur als kleines Kind lernen.

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9. Mai 2010 um 3:27

Wenn ich deine Tochter waere...
wuerde ich dich "niemals verzeihen" wenn du mir deine Muttersprache nicht beibringen wolltest.
Echt, die deutsche Sprache werden alle Kinder schneller oder langsamer lernen. Wenn sie in den KIGA gehen, dauert es gar nichts bis sie das gelernt haben...
Wenn ich du waere, wuerde ich schon damit anfangen, bevor sie in den KIGA geht, denn sie wird wahrscheinlich danach selber nur noch Deutsch mit allen sprechen wollen.
Ich kenne nur Leute, die sich beschweren, weil ihre Eltern die eigene Sprache NICHT beigebracht haben (und absolut keine die sich beschweren, weil sie zu viele Sprachen beherrschen!)

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13. Mai 2010 um 19:44

Mal so, mal so
ähnlich wie matomasi sind wir auch nicht wirklich konsequent und wechseln zuhause auch häufig von der einen sprache in die andere. meine jungs sprechen trotzdem deutsch und arabisch akzentfrei und fließend, aber hie und da schleichen sich allemal noch kleine fehler ein (dem/den, usw.).
englisch beherrschen sie auch, seit sie in die schule gehen, denn es ist unterrichtssprache.

die kinder mehrsprachig zu erziehen haben wir nie in zweifel gezogen, obgleich die ägypt. verwandtschaft anfangs dagegen war. sie meinten, die kinder wären damit überfordert und könnten hinterher weder das eine, noch das andere.

wichtig ist, finde ich, dass sie in beiden sprachen auch mit ausreichend material versorgt werden. mit büchern, liedern, hörspielen und - es ist nun mal, wie s ist - fernsehen. dass die sprache, die nicht landessprache ist, auch genügend input liefert.


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