Home / Forum / Meine Familie / Kinder und Erziehung / Zahnschmelz fehlt - helfen Flourtabletten?

Zahnschmelz fehlt - helfen Flourtabletten?

14. Juni 2003 um 9:45 Letzte Antwort: 7. März 2007 um 19:09

Hallo zusammen,

ich hoffe, ich bin hier richtig. Mein Sohn, 5 Jahre jung, hat an den vorderen/oberen Zähnen keinen Zahnschmelz. Sie sehen entsprechend aus, gelb bzw. dreckig, trotz oft und heftig putzen und tagsüber öfter mal Zahnpflegekaugummi.
Meine Zahnärztin pinselt öfter mal was drüber und hofft, daß dies nur bei den Milchzähnen ist. Ich hoffe es auch. Aber bis die Milchzähne ausfallen, wollen wir die Zähne nur ungern weiter so darben lassen.
Deswegen war ich in der Apotheke und fragte nach Globuli, die eventuell Calcium (Knochenaufbau) enthalten und helfen könnten. Die Verkäuferin riet mir zu Flour-Tabletten, die mein Junior ja schon seit seinem zweiten Lebensjahr nicht mehr genommen hat, da ich Salz mit Flour verwende und die Zahnpasta auch Flour hat.

Nun meine Frage an Euch: Schadet zu viel Flour nicht, soll ich wieder die Tabletten geben? Oder habt ihr einen anderen Rat?

Wäre für jeden Hinweis dankbar.

Gruß
Ariane

Mehr lesen

17. Juni 2003 um 22:34

Heftiges Putzen....
Hallo Ariane,
kann Deine Sorgen verstehen. Flour in einer niedrigen Dosierung ist gut aber zu hoch, kann es auch zu Schäden führen. Ratsam ist es sicher für die kommenden Zähne. Aber Du putzt mit Flourzahnpasta und kochst sicher auch mit flourisiertem Salz! Also Vorsicht ist geboten. Maximal 1-2 Tabletten in der Woche!!!!
Ab 6 Jahren, bzw. wenn die Milchzähne ausfallen und die kommenden Zähne rausspitzen, kann ich Dir nur wärmstens empfehlen mit Elmex Gelee zu putzen. Gibt es nur in der Apotheke und ist auch gut teuer aber es ist auch sehr ergiebig! Kuck mal auf deren Seite, ist sehr informativ.
Noch etwas, viel putzen ist in Ordnung aber keinen festen Druck ausüben, wie es Kinder gerne machen, das schädigt den Zahnschmelz. Eine ganz weiche Zahnbürste und leicht putzen. Mit einer harten Zahnbürste und festem Druck scheuerst Du den Zahnschmelz von den Zähnen.... Wie Schleifpapier! Also, die weiche Zahnbürste, da das leichte andrücken erst gelernt werden muss, die Kinder haben dafür noch nicht viel Gefühl, auch wenn Mama nachputzt, der Schaden ist schon entstanden.
Also, nur Mut und ich hoffe für Dich, dass die bleibenden Zähne besser sind.
Liebe Grüsse
Forumsel

Gefällt mir
31. Mai 2004 um 23:10

Zahnschmelzschaden
Liebe Ariane,
habe gerade Deinen Beitrag gelesen, und der hätte auch von mir sein können, denn ich habe genau die gleichen Erfahrungen gemacht. Deine Frage ist jetzt ein Jahr alt. Hat Dein Sohn inzwischen schon die Backenzähne (die 6er) bekommen oder andere bleibenden Zähne? Meine Tochter, geboren 26.2.98 hat inzwischen die bleibenden Backenzähne bekommen, und obwohl jeder angenommen hatte, daß die bleibenden das Problem nicht haben werden, sind diese extrem schlecht und schoben sich schon ganz verfärbt und mit wenig Zahnschmelz durch und waren gleich sehr kariös. Die zwei neuen unteren Schneidezähne waren in Ordnung, aber jetzt kommen die oberen, und ich bange jeden Tag. Das bißchen, was bislang zu sehen ist sieht nicht richtig gut aus.
Hast Du inzwischen mehr rausbekommen? Fluor ist ja auch immer heikel. Und es gibt zu allem tausend Meinungen.
Meld Dich doch bitte gerne mal zum Thema! Vielen Dank und lieben Gruß,
Stefanie

Gefällt mir
6. Februar 2005 um 20:15
In Antwort auf an0N_1218193399z

Zahnschmelzschaden
Liebe Ariane,
habe gerade Deinen Beitrag gelesen, und der hätte auch von mir sein können, denn ich habe genau die gleichen Erfahrungen gemacht. Deine Frage ist jetzt ein Jahr alt. Hat Dein Sohn inzwischen schon die Backenzähne (die 6er) bekommen oder andere bleibenden Zähne? Meine Tochter, geboren 26.2.98 hat inzwischen die bleibenden Backenzähne bekommen, und obwohl jeder angenommen hatte, daß die bleibenden das Problem nicht haben werden, sind diese extrem schlecht und schoben sich schon ganz verfärbt und mit wenig Zahnschmelz durch und waren gleich sehr kariös. Die zwei neuen unteren Schneidezähne waren in Ordnung, aber jetzt kommen die oberen, und ich bange jeden Tag. Das bißchen, was bislang zu sehen ist sieht nicht richtig gut aus.
Hast Du inzwischen mehr rausbekommen? Fluor ist ja auch immer heikel. Und es gibt zu allem tausend Meinungen.
Meld Dich doch bitte gerne mal zum Thema! Vielen Dank und lieben Gruß,
Stefanie

Zahnschmelzschaden
Liebe Ariane,

ich kreuze durchs Internet um mich Schlau zu machen, und habe endlich einen Anhaltspunkt gefunden. Meine 6 jährige Tochter hat ebenfalls wie das Mädchen von Stefanie diese verfärbten und fast zahnschmelzlosen bleibenden Backenzähne bekommen. Mir kann niemand Antwort geben, woher dieser Mangel und diese Schädigung stammen. Für mich ist es sehr wichtig, dass ich weiss, was schief gelaufen ist. Kannst du mir weiter helfen? Wäre sehr dankbar für noch so jeden kleinen Hinweis.

Wünsche dir alles Gute und meld dich mal

Sabine

Gefällt mir
17. Februar 2005 um 10:03

Zahnverfärbungen
Hallo , habe gerade durch Zufall deinen Beitrag gelesen. Eine Frage dazu. Sind die Zähne ganz normal ausgefallen oder gab es hier ein beschleunigtes Abstoßen der Milchzähne? Gab es beim Verlust der Milchzähne irgendein anderes Phänomen? Gab es eine normale Handentwicklung?
Zähne und Hände stehen in engem Entwicklungskontakt? Ist das sonstige Bindegewebe normal entwickelt?
Überlege bitte genau.
Grüße

Gefällt mir
7. März 2007 um 19:09

Stillen und Karies
( Zitat aus: Internetseite der TK - Stillen)

Wie der Name bereits sagt, haben die Milchzähne ihren Namen durch die Begebenheit, dass sie herausbrechen, während das Kind noch Muttermilch bekommt.

Viele Zahnärzte äußern Bedenken, wenn sie hören, dass ein Kind längere Zeit gestillt wird und bereits Zähne hat. Vor allem, wenn das Kind auch noch nachts gestillt wird.

Stillen und Muttermilch werden dabei fataler Weise gleichgesetzt mit Flaschenfütterung und künstlicher Säuglingsnahrung.

Dabei unterscheiden sich die Trinktechniken an Flasche und Brust ganz erheblich. Während des Stillens umspült die Muttermilch nicht ständig die Zähne, wie es bei einem mit der Flasche gefütterten Kind der Fall wäre. Die Muttermilch gelangt erst weit hinter den Zahnleisten in den Mund und wird dort direkt reflexartig vom Kind geschluckt. Die Muttermilch läuft nicht einfach so aus der Brust, wie es bei der Flasche normal ist, sondern das Kind muss aktiv arbeiten und schlucken.

Stillkinder schlafen - nicht zuletzt, weil sie weniger Atemwegserkrankungen haben - seltener mit offenem Mund und atmen mehr durch die Nase. Wenn Kinder mit offenem Mund schlafen, trocknen die Zähne (und bevorzugt die Schneidezähne) und der Speichel kann die Zähne nicht mehr so wirksam mit Mineralstoffen versorgen. Gleichzeitig haben Kariesbakterien ein leichteres Spiel. Sehr oft lassen sich massive Kariesprobleme bei Kindern feststellen, die mit offenem Mund schlafen.

Muttermilch enthält Laktose. Laktose ist ein Zweifachzucker, der normalerweise nicht im Mund, sondern im Magendarmtrakt in die beiden Einfachzucker Glukose und Galaktose aufgespalten wird. In der Muttermilch gibt es neben der Laktose noch Antikörper, Laktoferrin und vieles mehr, was vor Streptococcus mutans (Bakterium, das Karies verursacht) schützt.

Archäologische Funde zeigen, dass es damals nur selten Karies gab und noch seltener bei Kleinkindern. Da Muttermilch und Stillen damals die einzige Möglichkeit war, Säuglinge zu ernähren, kann das Stillen nicht der Grund sein, dass heutige Kinder in vielen Fällen Karies entwickeln. Wenn gestillte Kinder Karies bekommen, dann nicht wegen, sondern trotz des Stillens.

Unverzichtbar ist eine gründliche Zahnpflege ab dem ersten Zahn und eine ausgewogene Ernährung.



Gefällt mir