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Wo ist die Bindung geblieben??

25. Juni 2010 um 22:38 Letzte Antwort: 25. Juni 2010 um 23:07

Ich habe mich hier schon einmal etwas belesen, aber ich habe nur Themen gefunden, die in der SS geschrieben wurde, ich aber habe ein anderes Problem.

Meine KLeine ist jetzt 9 1/2 fast 10 Monate alt.

Schon in der SS bemerkte ich des öfteren, dass mir ab und an die Bindung zu der kleinen fehlt. Ich dachte, das würde sich erstmal ändern, wenn die kleine Maus da is, aber dem war und ist leider nicht so.

Als sie dann auf die Welt kam, war ich zwar überglücklich, aber vielmehr darüber, endlich die Schwangerschaft überstanden zu haben. Klar freute ich mich auch, dass die kleine nun unsere Familie bereichert.

Aber damals und auch heute gibt es bei mir oft Situationen, wo ich mir denke, manchmal wäre es wohl besser, wenn sie nicht da wäre. Ich fühle mich tatsächlich berfordert mit ihr. Am meisten, wenn sie ihre Schrei oder Trotzphasen hat, die mseist abends vorm schlafen gehen auftauchen.

Ich denke mir auch oft, dass ich irgendiwe keine Bindung zu ihr habe, dass irgendwie die Mutterliebe fehlt.

Andererseits aber, wenn sie lacht, fröhlich ist und ich sehe, dass es ihr gut geht und sie rundum zufrieden ist, dann ist all das "böse" vergessen.

Ist das noch normal??????

Brauche echt mal ein paar gute antworten, ich mach mich echt verrückt und zweifel teilweise stark an mir selbst.

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25. Juni 2010 um 23:07

Das ist richtig
du sagst, die bindung wächst, sobald sie mit mir komunizieren kann, der meinung bin ich teilweise auch. Ich denke mir dann immer, wenn sie mir doch wenigstens sagen könnte, was sie hat. Wenn ich mir aber andere Mütter anschaue, ob nun alleinerziehend oder nicht, mit vielleicht zwei oder drei kindern und dann feststelle, dass die das hinbekommen, dann zweifel ich echt an mir.

Ja, ich kann mir auch gut vorstellen, dass es vielen so geht wie mir, diese aber nicht den Mut haben, es auch mal anzusprechen. Aber wenn ich es nicht anspreche, wie kann ich dann hilfe erwarten??

Ich überlege auch schon die ganze zeit, an was meine unsicherheit und gereiztheit liegen kann und ich bin bei meinen Überlegungen zu der Erkenntnis gekommen, dass es zwei gründe haben muss, bzw mehrere. Zum einen denke ich, dass ein großer Teil aus meiner Vergangenheit stammt. Meine leibliche Mutter hat mich als ich noch ganz klein war (vorm 2 lebensjahr) ins heim gegeben und ich habe sie nie kennenlernen dürfen. Eine Freundin meinte auf grund dessen, dass bei mir das sogenannte Urvertrauen fehlen würde, welches Babys eben bis zum 2. Lebensjahr entwickeln. Des weiteren denke ich mir, dass es mit der "Entstehung" der kleinen zusammenhängt. Ich war quasi kaum mit meinem Schatz zusammen, schon ist die kleine entstanden.
Also mehr oder weniger total überrumpelt, obwohl ich mir schon länger ein Kind wünschte.
Und vielleicht ist es auch ein Grund, dass die Ärzte mir die kleine nicht, wie normalerweise, auf die Brust gelegt haben, sondern sofort nach der Geburt für kurze Zeit in den Brutkasten bzw unter ne Wärmelampe.

Meint ihr, dass könnten die Gründe sein, weshalb ich eine nicht so starke Bindung zu der kleinen hab?

Ich habe ständig Angst, dass ihr etwas passieren kann, aber ich bin teilweise auch richtig genervt von ihr.

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