Forum / Meine Familie

Wo fangen meine Pflichten als Tante an, wo hören sie auf?

Letzte Nachricht: 22. September um 10:36
S
sharly
02.09.22 um 12:46

Aufgrund eines Vorfalls in der Familie wüsste ich gerne mal die neutrale Meinung anderer:
Meine Schwägerin hat 2 Kinder (w 9 Jahre, und m 20 Monate), Nummer 3 ist unterwegs. Nun ist nicht nur mir sondern auch ihren Schwestern und Bruder folgendes aufgefallen: Wann immer die Familie sich trifft, setzten die beiden sich stur an den Tisch, unterhalten sich, essen in Ruhe, und achten nahezu gar nicht mehr auf die Kinder. Bei meiner Nichte ist dies in ihrem Alter nicht allzu schlimm, der Kleine ist mit 20 Monaten natürlich aber noch stark auf Aufsicht angewiesen. Diese Aufsicht gewährleisten die beiden allerdings nicht, sondern sie gehen ganz selbstverständlich davon aus, dass andere sich in dieser Zeit mit dem Kind beschäftigen und auf den Kleinen aufpassen. Es kommt dabei in der Regel kein Danke, kein wertschätzendes Wort, nichts. Es wird einfach angenommen. Nahezu permanent klebt eine Tante, Onkel, Oma oder Opa an dem Kind und muss auf den Kleinen achtgeben. Erst wenn sie merken, dass kein anderer sich gerade zuständig fühlt, schreitet einer von beiden selbst ein (was häufig auch noch zu Streit unter den beiden führt, da ja jeder mehr tut als der andere&hellip.
Neulich kam es zu einer Situation: Wir saßen zum Grillen im Garten der beiden. Während mein Schwager grillte saß meine Schwägerin mal wieder am Esstisch. Nachdem zuvor schon nahezu permanent einer an dem Kleinen geklebt und mit ihm gespielt hat wollten natürlich nun auch wir anderen mal in Ruhe essen. Also spielte der Kleine zusammen mit seiner Schwester allein – in Sichtweite, aber es stand ausnahmsweise mal kein Erwachsener direkt daneben. Die beiden sind die Rutsche hochgeklettert, was einige Male gut ging. Zwar war ich etwas skeptisch, da die Streben des Gerüsts für das Alter meines Neffen eigentlich nicht ausgelegt sind. Ich saß mit dem Rücken zu den beiden, und da keiner der Eltern etwas dazu sagte dachte ich jedoch, es ist aus ihrer Sicht in Ordnung, und hielt es für falsch, mich hier einzumischen. Es kam natürlich, wie es kommen musste: Der Kleine fiel dann doch herunter, als seine Schwester ihm wohl am Arm hochziehen wollte, gerade dann, als sein Vater eingreifen wollte. Es gab ein riesiges Geschrei, da in den Augen meines Schwagers meine Nichte Schuld war, wo der Rest der Familie natürlich einschritt. Das Wichtigste von allem: Dem Kleinen ist zum Glück dabei nichts passiert.
Hinterher wurde Seitens der Eltern die Schuld bei allen gesucht: Es hätte ja kein Erwachsener dabeigestanden, und die beiden hätten allein gar nicht zu zweit klettern sollen. Das mag einerseits stimmen, andererseits halte ich das doch für ziemlich unfair. Wie bereits erwähnt, klebte vorher ständig jemand an dem Kleinen, war in seiner Reichweite, er bekam von mir Hilfe beim Essen, etc. In einer für Kinder vernünftig ausgelegten Umgebung muss es doch auch mal möglich sein, ein 20 Monate altes Kind spielen zu lassen, ohne dass ständig einer an ihm hängt, oder? Zumal ich es auch für eine Frechheit halte zu erwarten, dass immer jemand Lust darauf hat, anderer Eltern Kinder zu hüten, sei es nun innerhalb der Familie oder im Freundeskreis.
Versteht mich nicht falsch – natürlich beschäftige ich mich auch mal gerne mit den beiden, und achte selbstverständlich darauf, dass ihnen nichts passiert. Auch verstehe ich den Wunsch der Eltern, mal in Ruhe zu essen, mal ein paar Stunden keine Aufsichtspflicht haben zu wollen, etc. Aber dies immer wieder ungefragt und ganz selbstverständlich auf dem Rücken anderer auszutragen, empfinde ich als egoistisch. Es war deren alleinige Entscheidung, Kinder in die Welt zu setzten. Ich weigere mich schlichtweg, ganz selbstverständlich und ungefragt zum Babysitter für ganze Abende gemacht zu werden, wenn auch ich vielleicht einfach nur das Familientreffen genießen möchte, gestresst bin und mich vielleicht nicht so gut fühle. Es kann meiner Meinung nach einfach nicht sein, dass die Lebensentscheidung anderer mir ebenfalls Pflichten aufbürdet, schon gar nicht ungefragt. Egal ob nun als Tante, Oma, oder wie auch immer ich zu einem Kind stehe.
Wie steht ihr dazu? Haltet ihr meine Sichtweise für egoistisch, oder seht ihr das ähnlich? Wo fängt eurer Meinung nach die Verantwortung anderer Familienmitglieder an, wo hört sie auf?
 

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_flor_19942
03.09.22 um 14:59

Also ich liebe Kinder. Mein Mann und ich sind in der Familienplanung. Ich beschäftige mich an so Festen gerne mal mit den Kindern, aber nie würde ich mir die Aufsichtspflicht ungefragt aufbürden lassen. Da bin ich 100% deine Meinung.
SIE sind die Eltern. Es ist IHRE Verantwortung...
Ich verstehe, dass Sie "mal ein paar Stunden keine Aufsichtspflicht haben zu wollen". Aber sie haben sich nunmal für Kinder entschieden und das ist ein 24/7 Job. Wenn sie eine Pause wollen, dann müssen sie eine Betreuung organisieren und bezahlen oder wenigstens fragen, ob jemand kurz auf den kleinen aufpasst.

Das sie das als selbstverständlich erachten, finde ich unter aller Sau.. 0.o

Was sagen denn die anderen dazu? vor allem die Familie?

Also du bist mir ihrem Bruder verheiratet?

Ich finde deine Sichtweise überhaupt nicht egoistisch. Es sind nicht deine Kinder. Du hast da keine Verantwortung zu tragen. Eben schon gar nicht, wenn sie dich nicht danach fragen für die Betreuung. Und für Leute, die das Übernehmen von so grosse Aufgaben als selbstverständlich ansehen, krümme ich keinen Finger.
Ich bin extrem hilfsbereit, wenn ich merke, dass das Gegenüber die Hilfe anerkennt und dankbar ist. Mir reicht jeweils ein "danke". Es geht mir dabei ums Prinzip.. Weiss du wie ich meine?

Ich hoffe, dass sich das klärt. Da müssten aber alle "zusammenspannen" und denen mal sagen, dass SIE Eltern sein wollen und gefälligst die Auffsichtspflicht haben. Also jemand organisieren müssen, wenn sie Pause wollen.


 

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S
sharly
04.09.22 um 16:34

Vielen lieben Dank für deine Antwort  
Es beruhigt mich zu wissen, dass auch Personen außerhalb der Familie das so sehen. 
Ja, du liegst richtig, ich bin mit ihrem Bruder verheiratet. Ich weiß, dass er und auch zumindest seine jüngste Schwester, sowie ihr Partner, das genauso sehen. Seine andere Schwester ebenfalls, auch wenn sie da sehr zurückhaltend ist. Sie steht meiner Schwägerin auch am nächsten. 
Wie meine Schwiegereltern das sehen weiß ich nicht wirklich. Meine Schwiegermutter hat hier zwar schon des Öfteren Andeutungen gemacht dass sie der Meinung ist,meine Schwägerin seie dahingehend zu verwöhnt. Sie deutet immer wieder mal an, dass meine Nichte ein sehr ruhiges und genügsames Kind war, und sie mit dem Kleinen nun merkt, was Eltern-Sein auch bedeuten kann. Sagen würde sie es ihr wohl aber nicht. Meine Schwägerin ist generell ein sehr Ich-bezogener Mensch, und es wäre nicht sas erste Mal, dass meine Nichte und Neffe als Druckmittel herhalten würden. Bevor sie die Enkel also eine Weile gar nicht sehen darf, wird sie das eher schlucken. Sie kümmert sich sehr oft um die beiden, nimmt sich aber auch öfter zurück (ich habe dann den Eindruck, dass es in diesen Momenten auch ihr zu viel wird.) Mein Schwiegervater ist da sehr ähnlich und generell ein Mensch, der seinen Ärger meist eher schluckt, des Friedens Willen. Eigentlich hat die ganze Familie schon vermehrt der Kinder wegen über Dinge hinweg gesehen, die uns stören und wir nicht in Ordnung finden. Sowohl meine Schwägerin als auch ihr Mann sind beide leider eher unreflektiert und Dickköpfig...

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_flor_19942
05.09.22 um 18:51
In Antwort auf sharly

Vielen lieben Dank für deine Antwort  
Es beruhigt mich zu wissen, dass auch Personen außerhalb der Familie das so sehen. 
Ja, du liegst richtig, ich bin mit ihrem Bruder verheiratet. Ich weiß, dass er und auch zumindest seine jüngste Schwester, sowie ihr Partner, das genauso sehen. Seine andere Schwester ebenfalls, auch wenn sie da sehr zurückhaltend ist. Sie steht meiner Schwägerin auch am nächsten. 
Wie meine Schwiegereltern das sehen weiß ich nicht wirklich. Meine Schwiegermutter hat hier zwar schon des Öfteren Andeutungen gemacht dass sie der Meinung ist,meine Schwägerin seie dahingehend zu verwöhnt. Sie deutet immer wieder mal an, dass meine Nichte ein sehr ruhiges und genügsames Kind war, und sie mit dem Kleinen nun merkt, was Eltern-Sein auch bedeuten kann. Sagen würde sie es ihr wohl aber nicht. Meine Schwägerin ist generell ein sehr Ich-bezogener Mensch, und es wäre nicht sas erste Mal, dass meine Nichte und Neffe als Druckmittel herhalten würden. Bevor sie die Enkel also eine Weile gar nicht sehen darf, wird sie das eher schlucken. Sie kümmert sich sehr oft um die beiden, nimmt sich aber auch öfter zurück (ich habe dann den Eindruck, dass es in diesen Momenten auch ihr zu viel wird.) Mein Schwiegervater ist da sehr ähnlich und generell ein Mensch, der seinen Ärger meist eher schluckt, des Friedens Willen. Eigentlich hat die ganze Familie schon vermehrt der Kinder wegen über Dinge hinweg gesehen, die uns stören und wir nicht in Ordnung finden. Sowohl meine Schwägerin als auch ihr Mann sind beide leider eher unreflektiert und Dickköpfig...

Hmm.. ich in nicht so Fan von "Andeutungen" machen... ich suche gerne das Gespräch und kläre die Dinge...

"Ärger meist eher schluckt, des Friedens Willen" .. das tönt ziemlich ungesund.. aber das muss jeder für sich entscheiden...

"Eigentlich hat die ganze Familie schon vermehrt der Kinder wegen über Dinge hinweg gesehen, die uns stören und wir nicht in Ordnung finden" .. leider trägt das ja zum Problembei.. wenn alle das Spiel mitspielen, wird sich nie was ändern... auch wenn es teilweise unschöne Konfrontationen sind, ich würde nicht auf heile Welt machen, wenn es nicht so ist.. Ich würde das Gesrpäch suchen (die Kinder müssten in der Zeit frembetreut werden, um ungestört auf erwachsener Ebene kommunizieren zu können.) und als "einheintliche Front" kommunizieren, dass das so nicht geht. Sie wollten nunmal Eltern sein und sollten jetzt mit den Konsequenzen leben und klarkommen.

Wie gesagt, wir hibbeln gerade selber und sind mitten in der Familienplanung. Ich liebe Kinder und die sollte natürlich nicht darunter leider, aber den Eltern nichts sagen oder nur Andeutungen machen, hilft niemanden was.... :/

Ich hoffe dein Mann und die Familie raffen sich auf und finden den Mut, das Gesrpäch zu suchen oder die nötigen Konsequenzen zu ziehen. So wie es ist, würde ich es nicht mehr tolerieren....
Ist aber natürlich sehr dreisst von deiner Schwängerin die Kinder als Druckmittel zu benutzen... :/

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B
beate44
19.09.22 um 14:05

Ich finde, das Ereigniss das sich ereignet hat, wäre genau der richtige Moment gewesen um das konkret zu klären. Wie machen die Eltern das denn zu Hause ?
Wenn ich "Tante" wäre, bei mir würde sich da nichts abspielen. 

Wie habe ich mir das denn vorszustellen? Werden die Verwandten konkret dazu aufgefordert auf die Kinder aufzupassen oder machen es die Verwandetn ungefragt ?
Falls Letzteres der Fall ist : Ihr erlaubt es ja. Ihr macht es mit.

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S
sharly
22.09.22 um 10:11
In Antwort auf _flor_19942

Hmm.. ich in nicht so Fan von "Andeutungen" machen... ich suche gerne das Gespräch und kläre die Dinge...

"Ärger meist eher schluckt, des Friedens Willen" .. das tönt ziemlich ungesund.. aber das muss jeder für sich entscheiden...

"Eigentlich hat die ganze Familie schon vermehrt der Kinder wegen über Dinge hinweg gesehen, die uns stören und wir nicht in Ordnung finden" .. leider trägt das ja zum Problembei.. wenn alle das Spiel mitspielen, wird sich nie was ändern... auch wenn es teilweise unschöne Konfrontationen sind, ich würde nicht auf heile Welt machen, wenn es nicht so ist.. Ich würde das Gesrpäch suchen (die Kinder müssten in der Zeit frembetreut werden, um ungestört auf erwachsener Ebene kommunizieren zu können.) und als "einheintliche Front" kommunizieren, dass das so nicht geht. Sie wollten nunmal Eltern sein und sollten jetzt mit den Konsequenzen leben und klarkommen.

Wie gesagt, wir hibbeln gerade selber und sind mitten in der Familienplanung. Ich liebe Kinder und die sollte natürlich nicht darunter leider, aber den Eltern nichts sagen oder nur Andeutungen machen, hilft niemanden was.... :/

Ich hoffe dein Mann und die Familie raffen sich auf und finden den Mut, das Gesrpäch zu suchen oder die nötigen Konsequenzen zu ziehen. So wie es ist, würde ich es nicht mehr tolerieren....
Ist aber natürlich sehr dreisst von deiner Schwängerin die Kinder als Druckmittel zu benutzen... :/

Entschuldige bitte die späte Antwort.

Was das Dinge klären angeht, da bin ich voll bei dir. Leider ist es in der Familie inzwischen so Gang und Gäbe, dass einige Dinge erst angesprochen werden, wenn sich so einiges staut. Gerade bei der ältesten Schwägerin, die, mal nett ausgedrückt, nicht die reflektierteste Person ist. Dass ihr Mann, der Vater des Kleinen, genauso tickt macht es da nicht besser. Beide sind ziemliche Sturköpfe, entschuldigen sich so gut wie nie für Fehlverhalten, und sind sehr Ich-bezogen. Da ist wochenlanges Schweigen und Kinder vorenthalten, wenn wirklich mal jemand den Mund aufmacht, leider eine sehr wahrscheinliche Konsequenz anstatt dass sie ernsthaft reflektieren. Letztlich knicken dann meist wieder die Großeltern ein, denen es natürlich sehr wichtig ist, Kontakt zu den Enkeln zu haben. Leider wird sich so nie etwas ändern...
Vor allem in Hinblick auf das dritte Kind, welches nächsten Monat kommt, habe ich da starke Bedenken...

Ich wünsche euch für die Familienplanung alles erdenklich Gute <3
 

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S
sharly
22.09.22 um 10:36
In Antwort auf beate44

Ich finde, das Ereigniss das sich ereignet hat, wäre genau der richtige Moment gewesen um das konkret zu klären. Wie machen die Eltern das denn zu Hause ?
Wenn ich "Tante" wäre, bei mir würde sich da nichts abspielen. 

Wie habe ich mir das denn vorszustellen? Werden die Verwandten konkret dazu aufgefordert auf die Kinder aufzupassen oder machen es die Verwandetn ungefragt ?
Falls Letzteres der Fall ist : Ihr erlaubt es ja. Ihr macht es mit.

Da hast du auf alle Fälle Recht, es wäre eigentlich die perfekte Möglichkeit gewesen, das Thema anzusprechen. Leider war das Ganze durch einen Mords Streit zwischen meinem Mann und meinem Schwager überschattet, da mein Mann seine Nichte sehr vehement verteidigt hat. Und wie es so ist in der Familie: Die Schwiegereltern und anderen Schwägerinnen halten dann lieber den Mund, anstatt es noch schlimmer werden zu lassen. Mein Schwager, also der Vater des Kleinen, ist ein wahnsinniger Sturkopf, der sich laut ihrer eigenen Aussage wohl in 4 Jahren Beziehung noch nicht einmal ein einziges Mal bei seiner eigenen Frau entschuldigt hat - wie weit die Einsicht dann dem Rest der Familie gegenüber ausfallen dürfte, kannst du dir dann sicher denken... Ich vermute, meine Schwiegereltern und Schwägerinnen werden das als Kampf gegen Windmühlen ansehen, der bestenfalls noch darin endet, dass die Enkel/ Nichte/ Neffe ihnen vorenthalten wird. Mein Mann und ich haben das schon mehrfach angesprochen, sehen uns aber alleine ebenfalls auf verlorenem Posten. Der Rest der Familie hat einfach zu viel Angst vor einer Konfrontation, unter der auch zwnagsweise die Kinder leiden werden.

Wie die beiden das zu Hause handeln kann ich nicht genau sagen, sondern nur vermuten. Wenn wir zusammen sind und sie bemerken, dass gerade keiner der anderen nach dem Kind schaut, kommt es zwischen ihnen häufig zu Diskussionen. Da fallen dann nahezu immer Sätze wie "Du kannst jetzt auch mal schauen," oder "Ich renn dem Kind shcon den ganzen Tag hinterher". Jeder der beiden versucht dann quasi immer dem anderen den Ball zuzuspielen. Nicht selten endet es auch darin, dass mein Schwager abhaut und sich für den Rest des Treffens nicht mehr blicken lässt. Manchmal nimmt er den Kleinen dann mit, manchmal nicht...
Bei meinem Mann und mir spielt da zum Glück nichts ab. Wir haben eine sehr kleine Wohnung, es ist uns schlichtweg nicht möglich, 10 Erwachsene und 2 Kinder unter zu bekommen.

Es wird in der Regel niemand konkret aufgefordet. Sie setzten sich einfach an einen Platz, und bleiben dort dann sitzen wie festgewachsen, meist ohne Blick auf den Kleinen. Wären nicht die Schwiegereltern oder wir Tanten und Onkel anwesend, der Kleine hätte schon zig mal etwas demoliert oder sich selbst verletzt. Da die meisten Treffen bei meinen Schwiegereltern stattfinden sind die natürlich durchaus darauf bedacht, dass ihre Einrichtung heil bleibt... Demnach sind meine Schwiegermutter und/ oder seine Tante nahezu ständig an ihm dran. Dass mein Mann der Pate des Kleinen ist schürt natürlich noch mehr die Erwartung, dass er sich zu kümmern hat, in solchen Situationen. Aber auch als Paten sind wir der Meinung, dass wir uns nicht ungefragt nach den Wünschen der Eltern die Verantwortung für ein Kind aufzwängen lassen müssen. Ich persönlich kann dies auch gar nicht immer, da ich gesundheitlich eingeschränkt bin.
Die Eltern werden nur dann aktiv wenn sie bemerken, dass gerade kein anderer bei ihm ist, meist dann auch entweder zu spät oder "kurz vor knapp" - und das führt dann häufig zu oben beschriebener Situation.
Ich kann kaum beschreiben, wie wütend mich das ganze macht. Sagt man nichts, spielt man deren Spiel mit. Sagen wir etwas, sind wir die "bösen Paten". Das Ganze wird nur klappen, wenn der Rest der Familie endlich auch den Mund aufmacht, was wohl aber nicht passieren wird...
 

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