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Wie würdet ihr damit umgehen? ("Mama" bzw. "Papa" sagen als Stiefkind)

26. August um 11:20

Hallo zusammen!
Endlich habe ich meinen absoluten Traummann gefunden.
Wir sind noch nicht allzu lange zusammen, aber wir sehen unsere Zukunft sehr realistisch, haben beide genügend Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht gesammelt, um zu wissen, was wir wollen und was nicht. Daher sind wir beide sehr zuversichtlich, dass das eine Beziehung bis ans Ende unseres Lebens wird.

Mein Freund hat zwei Töchter 10 und 12 Jahre alt, die Mutter ist letztes Jahr aus der gemeinsamen Wohung ausgezogen - zu ihrem neuen Freund und hat die Mädels bei meinem Freund gelassen, sieht sie etwa alle ein bis zwei Wochen.
Meine Tochter wird im Januar 4 Jahre alt, ihr Papa ist letztes Jahr ganz unerwartet verstorben.

Wir versuchen beide viel Zeit mit unseren Kindern zu verbringen.
Vor zwei Wochen habe ich mir vormittags die 10jährige geschnappt und war mit ihr shoppen und was essen und nachmittags dann die Große. Beide haben gesagt, sie fanden den Tag total schön und wir kommen auch von Anfang an super miteinander klar.

Am nächsten Tag waren wir dann alle zusammen im Indoor - Spielplatz. War total schön, die Mädels haben viel zusammen gemacht, aber wir waren auch immer mal zu zweit oder zu dritt unterwegs, hat sich total nach Familie angefühlt.
Als wir heim wollten, fragte meine Tochter, ob die Große nicht bei uns schlafen kann, also tat sie das. War auch schön, richtig locker.

Während sie bei uns war, führte mein Freund ein Gespräch mit seiner Jüngsten, die dann meinte, ich wäre die "Halb - Mama". Als er fragte, wie sie darauf komme, antwortete sie, weil wir zusammen sind und sie mich mag. Seine Reaktion fand ich sehr gut darauf, er meinte, wenn sie mich anders anreden möchte, als mit meinem Vornamen wie bisher, soll sie einfach mit mir darüber reden. Aber seitdem ergab sich keine Gelegenheit mehr.

Nun sind die Mädels seit über einer Woche bei ihrer Mutter und mein Freund wohnt in der Zeit in der Wohnung bei mir und meiner Tochter.

Letztes Wochenende schlief sie bei der Oma und kurz vorm Einschlafen brach sie auf einmal in Tränen aus und sagte "Ich bin so traurig. Mein Papi ist gestorben und ich habe keinen Papi mehr. Und ich wollte den noch ganz lange lieben. Ich bin die Einzige, die keinen Papi mehr hat."
Meine Mutti meinte daraufhin, dass sie selbst ja auch keinen Papi mehr habe und da sagte die Kleine: "Ja, aber du hast ja auch keine Mama mehr." "Das stimmt. Aber vielleicht bekommst du ja mal einen neuen Papi, wie wär es denn mit dem XY? (mein Freund)" "Nein, der XY ist kein Papi, das ist nur ein Mann."
Fand es nicht so gut, wie meine Mum das angegangen ist, aber ist nun nicht mehr zu ändern.

Offensichtlich ist das meiner Tochter sehr im Kopf rumgegeistert, denn am nächsten Tag (den wir dann zu dritt verbrachten)fragte sie meinen Freund, ob er irgendwann mal ihr Papi wird. Er sagte dann, er würde gerne erstmal ihr Freund sein, da war sie dann zunächst zufrieden.

Abends im Bett sagte sie dann aber zu mir: "Ich hab keinen Papi mehr, der ist gestorben. Kann der XY mein Papi sein? Ich frag ihn morgen mal."
Er hat das gehört und sich nur gefragt, was man darauf antworten soll und ob das wohl insgeheim ihr Wunsch ist.

Wie würdet ihr darauf antworten?
Mit seiner Tochter steht mir das Gespräch ja wahrscheinlich auch noch bevor, da habe ich nur etwas Bedenken in Bezug auf die Reaktion der Mutter...

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26. August um 13:21
In Antwort auf taniwha

Hallo zusammen!
Endlich habe ich meinen absoluten Traummann gefunden.
Wir sind noch nicht allzu lange zusammen, aber wir sehen unsere Zukunft sehr realistisch, haben beide genügend Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht gesammelt, um zu wissen, was wir wollen und was nicht. Daher sind wir beide sehr zuversichtlich, dass das eine Beziehung bis ans Ende unseres Lebens wird.

Mein Freund hat zwei Töchter 10 und 12 Jahre alt, die Mutter ist letztes Jahr aus der gemeinsamen Wohung ausgezogen - zu ihrem neuen Freund und hat die Mädels bei meinem Freund gelassen, sieht sie etwa alle ein bis zwei Wochen.
Meine Tochter wird im Januar 4 Jahre alt, ihr Papa ist letztes Jahr ganz unerwartet verstorben.

Wir versuchen beide viel Zeit mit unseren Kindern zu verbringen.
Vor zwei Wochen habe ich mir vormittags die 10jährige geschnappt und war mit ihr shoppen und was essen und nachmittags dann die Große. Beide haben gesagt, sie fanden den Tag total schön und wir kommen auch von Anfang an super miteinander klar.

Am nächsten Tag waren wir dann alle zusammen im Indoor - Spielplatz. War total schön, die Mädels haben viel zusammen gemacht, aber wir waren auch immer mal zu zweit oder zu dritt unterwegs, hat sich total nach Familie angefühlt.
Als wir heim wollten, fragte meine Tochter, ob die Große nicht bei uns schlafen kann, also tat sie das. War auch schön, richtig locker.

Während sie bei uns war, führte mein Freund ein Gespräch mit seiner Jüngsten, die dann meinte, ich wäre die "Halb - Mama". Als er fragte, wie sie darauf komme, antwortete sie, weil wir zusammen sind und sie mich mag. Seine Reaktion fand ich sehr gut darauf, er meinte, wenn sie mich anders anreden möchte, als mit meinem Vornamen wie bisher, soll sie einfach mit mir darüber reden. Aber seitdem ergab sich keine Gelegenheit mehr.

Nun sind die Mädels seit über einer Woche bei ihrer Mutter und mein Freund wohnt in der Zeit in der Wohnung bei mir und meiner Tochter.

Letztes Wochenende schlief sie bei der Oma und kurz vorm Einschlafen brach sie auf einmal in Tränen aus und sagte "Ich bin so traurig. Mein Papi ist gestorben und ich habe keinen Papi mehr. Und ich wollte den noch ganz lange lieben. Ich bin die Einzige, die keinen Papi mehr hat."
Meine Mutti meinte daraufhin, dass sie selbst ja auch keinen Papi mehr habe und da sagte die Kleine: "Ja, aber du hast ja auch keine Mama mehr." "Das stimmt. Aber vielleicht bekommst du ja mal einen neuen Papi, wie wär es denn mit dem XY? (mein Freund)" "Nein, der XY ist kein Papi, das ist nur ein Mann."
Fand es nicht so gut, wie meine Mum das angegangen ist, aber ist nun nicht mehr zu ändern.

Offensichtlich ist das meiner Tochter sehr im Kopf rumgegeistert, denn am nächsten Tag (den wir dann zu dritt verbrachten)fragte sie meinen Freund, ob er irgendwann mal ihr Papi wird. Er sagte dann, er würde gerne erstmal ihr Freund sein, da war sie dann zunächst zufrieden.

Abends im Bett sagte sie dann aber zu mir: "Ich hab keinen Papi mehr, der ist gestorben. Kann der XY mein Papi sein? Ich frag ihn morgen mal."
Er hat das gehört und sich nur gefragt, was man darauf antworten soll und ob das wohl insgeheim ihr Wunsch ist.

Wie würdet ihr darauf antworten?
Mit seiner Tochter steht mir das Gespräch ja wahrscheinlich auch noch bevor, da habe ich nur etwas Bedenken in Bezug auf die Reaktion der Mutter...

 

ich bin ganz geradeaus: ihr seid nicht mama und papa der anderen kinder. dein kind vermisst ihren papa ungemein. das ist verständlich. das ist ein ganz kleines kind mit gebrochenen herzen. 

ich finde es seltsam, dass du behauptest, dass ihr beide wisst, dass eure beziehung für ein leben lang halten wird. woher willst du das wissen? ist das nicht eher die rosa-rote brille? 

wichtig ist nicht, ob man mama oder papa sagt, sondern ob man eine verbindung zu dem kind aufbauen kann. 

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26. August um 19:23

Mama und Papa sagen ist Ausdruck einer bestimmten Bindung (oder auch dem Wunsch nach dieser Bindung), wenn diese Anrede freiwillig vom gewählt wird. Wir haben eine ähnliche Problematik, meine Tochter sagt 'Daddy' zu meinem Mann, 'Papa' zu ihrem leiblichen Vater. Er hat ihr da ins Gewissen geredet und gesagt, das mache ihn traurig, wenn sie meinen Mann Daddy nennen würde. Sie war vollkommen durch den Wind. Diese Eifersucht ziehmt sich nicht für Erwachsene - wir sollten uns einen Ast freuen, wenn unser Kind Personen hat, zu denen es eine Eltern-Kind-(ähnliche)Bindung aufbaut. Lass die Wahl den Kindern, wenn sie es möchten, sollen sie es tun - Ihr seid dazu da, ihnen die Freiheit zu geben und eventuelle Eifersüchteleien vom anderen Elternteil abzufedern. 

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27. August um 6:35
In Antwort auf taniwha

Hallo zusammen!
Endlich habe ich meinen absoluten Traummann gefunden.
Wir sind noch nicht allzu lange zusammen, aber wir sehen unsere Zukunft sehr realistisch, haben beide genügend Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht gesammelt, um zu wissen, was wir wollen und was nicht. Daher sind wir beide sehr zuversichtlich, dass das eine Beziehung bis ans Ende unseres Lebens wird.

Mein Freund hat zwei Töchter 10 und 12 Jahre alt, die Mutter ist letztes Jahr aus der gemeinsamen Wohung ausgezogen - zu ihrem neuen Freund und hat die Mädels bei meinem Freund gelassen, sieht sie etwa alle ein bis zwei Wochen.
Meine Tochter wird im Januar 4 Jahre alt, ihr Papa ist letztes Jahr ganz unerwartet verstorben.

Wir versuchen beide viel Zeit mit unseren Kindern zu verbringen.
Vor zwei Wochen habe ich mir vormittags die 10jährige geschnappt und war mit ihr shoppen und was essen und nachmittags dann die Große. Beide haben gesagt, sie fanden den Tag total schön und wir kommen auch von Anfang an super miteinander klar.

Am nächsten Tag waren wir dann alle zusammen im Indoor - Spielplatz. War total schön, die Mädels haben viel zusammen gemacht, aber wir waren auch immer mal zu zweit oder zu dritt unterwegs, hat sich total nach Familie angefühlt.
Als wir heim wollten, fragte meine Tochter, ob die Große nicht bei uns schlafen kann, also tat sie das. War auch schön, richtig locker.

Während sie bei uns war, führte mein Freund ein Gespräch mit seiner Jüngsten, die dann meinte, ich wäre die "Halb - Mama". Als er fragte, wie sie darauf komme, antwortete sie, weil wir zusammen sind und sie mich mag. Seine Reaktion fand ich sehr gut darauf, er meinte, wenn sie mich anders anreden möchte, als mit meinem Vornamen wie bisher, soll sie einfach mit mir darüber reden. Aber seitdem ergab sich keine Gelegenheit mehr.

Nun sind die Mädels seit über einer Woche bei ihrer Mutter und mein Freund wohnt in der Zeit in der Wohnung bei mir und meiner Tochter.

Letztes Wochenende schlief sie bei der Oma und kurz vorm Einschlafen brach sie auf einmal in Tränen aus und sagte "Ich bin so traurig. Mein Papi ist gestorben und ich habe keinen Papi mehr. Und ich wollte den noch ganz lange lieben. Ich bin die Einzige, die keinen Papi mehr hat."
Meine Mutti meinte daraufhin, dass sie selbst ja auch keinen Papi mehr habe und da sagte die Kleine: "Ja, aber du hast ja auch keine Mama mehr." "Das stimmt. Aber vielleicht bekommst du ja mal einen neuen Papi, wie wär es denn mit dem XY? (mein Freund)" "Nein, der XY ist kein Papi, das ist nur ein Mann."
Fand es nicht so gut, wie meine Mum das angegangen ist, aber ist nun nicht mehr zu ändern.

Offensichtlich ist das meiner Tochter sehr im Kopf rumgegeistert, denn am nächsten Tag (den wir dann zu dritt verbrachten)fragte sie meinen Freund, ob er irgendwann mal ihr Papi wird. Er sagte dann, er würde gerne erstmal ihr Freund sein, da war sie dann zunächst zufrieden.

Abends im Bett sagte sie dann aber zu mir: "Ich hab keinen Papi mehr, der ist gestorben. Kann der XY mein Papi sein? Ich frag ihn morgen mal."
Er hat das gehört und sich nur gefragt, was man darauf antworten soll und ob das wohl insgeheim ihr Wunsch ist.

Wie würdet ihr darauf antworten?
Mit seiner Tochter steht mir das Gespräch ja wahrscheinlich auch noch bevor, da habe ich nur etwas Bedenken in Bezug auf die Reaktion der Mutter...

 

Ich habe 3 Stiefkinder. Sie nennen mich beim Vornamen. Es war auch nie Thema mich anders zu nennen. Sie haben ja eine Mutter die sie mom nennen. 

Die Kinder sind bei uns aufgewachsen und haben natürlich eine enge Bindung zu mir. Diese Bindung hängt ja nicht davon ab wie die Kinder mich nennen. 

Sie sehen mich als Bonusmutter, Freundin, Vertraute. Ich bekomme auch jedes Jahr Muttertagsgeschenke usw. 

Ich würde einfach warten wie sich alles entwickelt. Wenn der Wunsch von den Kindern kommt jemanden nicht beim Vornamen, sondern Mama, Papa oder aehnliches zu nennen würde ich sie machen lassen. Ich würde das aber nicht irgendwie forcieren. 

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27. August um 10:16

oh die arme Maus, das bricht mir fast das Herz das zu lesen  mein herzliches Beileid, das muss so schlimm sein!

"Mama und Papa sagen ist Ausdruck einer bestimmten Bindung (oder auch dem Wunsch nach dieser Bindung), wenn diese Anrede freiwillig vom gewählt wird"

Diese Aussage finde ich super! Ich kenne auch eine Patchwork Familie. Mutter hat zwei Kinder, von 2 verschiedenen Vätern. (Mittlerweile haben Mutter und Vater noch ein gemeinsames Kind)
Da ist es halt so, dass beide biologischen Väter überhaupt nicht am Leben der Kinder teilnehmen. (Der eine lebt im Ausland, der andere ist in der Psychiatrie)
Als die Mutter ihren heutigen Mann kennengelernt hat, war der Sohn 1 Jahr alt und die Tochter 4. Nach ca. einem Jahr hat die Tochter von sich aus bestimmt, dass sie ihm jetzt Papi sagt. Nichts wurde forciert, das hat sich für die Kleine wohl einfach ergeben, weil er sich eben wie ein "richtiger" Papi um sie kümmert. Für den Sohn, der sich sowieso nur an den Stiefvater erinnern kann, ist es sowieso klar. Aber trotzdem wissen beide, dass sie noch jeweils einen 2. Vater haben. Die sehen sie etwa 1x im Jahr wenn überhaupt, und irgendwie können sie das super trennen und sind nicht irgendwie traurig. Denn sie haben ja einen super Papi. Für sie ist es so normal.

In deinem Fall taniwha, ist es halt eine etwas andere Situation. Aber ich würde deine Tochter selber entscheiden lassen. Und sie gar nicht aktiv fragen. Wenn sie Papa sagen möchte ist ok, wenn nicht ist auch egal. Das Thema gar nicht erst ansprechen.

Bezüglich seiner Kinder, da würde ich ehrlich gesagt "ablehnen" wenn sie mal Mami sagen. Sie haben ihre Mama ja noch...

Und deiner Mutter sagen, sie soll deiner Tochter nicht solche "Versprechungen" machen. Sonst wird ihr Herzchen nochmals gebrochen, falls es mit deinem Freund doch nicht klappt.

 

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27. August um 14:26
In Antwort auf taniwha

Hallo zusammen!
Endlich habe ich meinen absoluten Traummann gefunden.
Wir sind noch nicht allzu lange zusammen, aber wir sehen unsere Zukunft sehr realistisch, haben beide genügend Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht gesammelt, um zu wissen, was wir wollen und was nicht. Daher sind wir beide sehr zuversichtlich, dass das eine Beziehung bis ans Ende unseres Lebens wird.

Mein Freund hat zwei Töchter 10 und 12 Jahre alt, die Mutter ist letztes Jahr aus der gemeinsamen Wohung ausgezogen - zu ihrem neuen Freund und hat die Mädels bei meinem Freund gelassen, sieht sie etwa alle ein bis zwei Wochen.
Meine Tochter wird im Januar 4 Jahre alt, ihr Papa ist letztes Jahr ganz unerwartet verstorben.

Wir versuchen beide viel Zeit mit unseren Kindern zu verbringen.
Vor zwei Wochen habe ich mir vormittags die 10jährige geschnappt und war mit ihr shoppen und was essen und nachmittags dann die Große. Beide haben gesagt, sie fanden den Tag total schön und wir kommen auch von Anfang an super miteinander klar.

Am nächsten Tag waren wir dann alle zusammen im Indoor - Spielplatz. War total schön, die Mädels haben viel zusammen gemacht, aber wir waren auch immer mal zu zweit oder zu dritt unterwegs, hat sich total nach Familie angefühlt.
Als wir heim wollten, fragte meine Tochter, ob die Große nicht bei uns schlafen kann, also tat sie das. War auch schön, richtig locker.

Während sie bei uns war, führte mein Freund ein Gespräch mit seiner Jüngsten, die dann meinte, ich wäre die "Halb - Mama". Als er fragte, wie sie darauf komme, antwortete sie, weil wir zusammen sind und sie mich mag. Seine Reaktion fand ich sehr gut darauf, er meinte, wenn sie mich anders anreden möchte, als mit meinem Vornamen wie bisher, soll sie einfach mit mir darüber reden. Aber seitdem ergab sich keine Gelegenheit mehr.

Nun sind die Mädels seit über einer Woche bei ihrer Mutter und mein Freund wohnt in der Zeit in der Wohnung bei mir und meiner Tochter.

Letztes Wochenende schlief sie bei der Oma und kurz vorm Einschlafen brach sie auf einmal in Tränen aus und sagte "Ich bin so traurig. Mein Papi ist gestorben und ich habe keinen Papi mehr. Und ich wollte den noch ganz lange lieben. Ich bin die Einzige, die keinen Papi mehr hat."
Meine Mutti meinte daraufhin, dass sie selbst ja auch keinen Papi mehr habe und da sagte die Kleine: "Ja, aber du hast ja auch keine Mama mehr." "Das stimmt. Aber vielleicht bekommst du ja mal einen neuen Papi, wie wär es denn mit dem XY? (mein Freund)" "Nein, der XY ist kein Papi, das ist nur ein Mann."
Fand es nicht so gut, wie meine Mum das angegangen ist, aber ist nun nicht mehr zu ändern.

Offensichtlich ist das meiner Tochter sehr im Kopf rumgegeistert, denn am nächsten Tag (den wir dann zu dritt verbrachten)fragte sie meinen Freund, ob er irgendwann mal ihr Papi wird. Er sagte dann, er würde gerne erstmal ihr Freund sein, da war sie dann zunächst zufrieden.

Abends im Bett sagte sie dann aber zu mir: "Ich hab keinen Papi mehr, der ist gestorben. Kann der XY mein Papi sein? Ich frag ihn morgen mal."
Er hat das gehört und sich nur gefragt, was man darauf antworten soll und ob das wohl insgeheim ihr Wunsch ist.

Wie würdet ihr darauf antworten?
Mit seiner Tochter steht mir das Gespräch ja wahrscheinlich auch noch bevor, da habe ich nur etwas Bedenken in Bezug auf die Reaktion der Mutter...

 

Es tut mir leid, dass er gestorben ist, das erstmal vorweg. 

Dann sag ich mal, wie es bei mmeiner Nichte läuft. Ihre Eltern haben sich getrennt und irgendwann hatte ihre Mama einen neuen Freund, inzwischen verheiratet und weitere 3 Kinder zusammen bekommen. Alle 4 Kinder, auch die Älteste (9) aus erster Ehe, nennen den neuen Mann Papa! Anders als in deinem Fall, hat meine Nichte zwei Papas. Papa ist der, der mit erzieht, der andere ist halt der Vater. Ihn sieht sie in unregelmäßigen Abständen. 

Ich finde das schön so. Es fühlt dich für alle gut an und sie Leben nunmal als Familie zusammen. 
In deinem Fall wäre es doch auch schön für alle, wenn es sich do für alle richtig und gut anfühlt  

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29. August um 13:11
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Hallo zusammen!
Endlich habe ich meinen absoluten Traummann gefunden.
Wir sind noch nicht allzu lange zusammen, aber wir sehen unsere Zukunft sehr realistisch, haben beide genügend Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht gesammelt, um zu wissen, was wir wollen und was nicht. Daher sind wir beide sehr zuversichtlich, dass das eine Beziehung bis ans Ende unseres Lebens wird.

Mein Freund hat zwei Töchter 10 und 12 Jahre alt, die Mutter ist letztes Jahr aus der gemeinsamen Wohung ausgezogen - zu ihrem neuen Freund und hat die Mädels bei meinem Freund gelassen, sieht sie etwa alle ein bis zwei Wochen.
Meine Tochter wird im Januar 4 Jahre alt, ihr Papa ist letztes Jahr ganz unerwartet verstorben.

Wir versuchen beide viel Zeit mit unseren Kindern zu verbringen.
Vor zwei Wochen habe ich mir vormittags die 10jährige geschnappt und war mit ihr shoppen und was essen und nachmittags dann die Große. Beide haben gesagt, sie fanden den Tag total schön und wir kommen auch von Anfang an super miteinander klar.

Am nächsten Tag waren wir dann alle zusammen im Indoor - Spielplatz. War total schön, die Mädels haben viel zusammen gemacht, aber wir waren auch immer mal zu zweit oder zu dritt unterwegs, hat sich total nach Familie angefühlt.
Als wir heim wollten, fragte meine Tochter, ob die Große nicht bei uns schlafen kann, also tat sie das. War auch schön, richtig locker.

Während sie bei uns war, führte mein Freund ein Gespräch mit seiner Jüngsten, die dann meinte, ich wäre die "Halb - Mama". Als er fragte, wie sie darauf komme, antwortete sie, weil wir zusammen sind und sie mich mag. Seine Reaktion fand ich sehr gut darauf, er meinte, wenn sie mich anders anreden möchte, als mit meinem Vornamen wie bisher, soll sie einfach mit mir darüber reden. Aber seitdem ergab sich keine Gelegenheit mehr.

Nun sind die Mädels seit über einer Woche bei ihrer Mutter und mein Freund wohnt in der Zeit in der Wohnung bei mir und meiner Tochter.

Letztes Wochenende schlief sie bei der Oma und kurz vorm Einschlafen brach sie auf einmal in Tränen aus und sagte "Ich bin so traurig. Mein Papi ist gestorben und ich habe keinen Papi mehr. Und ich wollte den noch ganz lange lieben. Ich bin die Einzige, die keinen Papi mehr hat."
Meine Mutti meinte daraufhin, dass sie selbst ja auch keinen Papi mehr habe und da sagte die Kleine: "Ja, aber du hast ja auch keine Mama mehr." "Das stimmt. Aber vielleicht bekommst du ja mal einen neuen Papi, wie wär es denn mit dem XY? (mein Freund)" "Nein, der XY ist kein Papi, das ist nur ein Mann."
Fand es nicht so gut, wie meine Mum das angegangen ist, aber ist nun nicht mehr zu ändern.

Offensichtlich ist das meiner Tochter sehr im Kopf rumgegeistert, denn am nächsten Tag (den wir dann zu dritt verbrachten)fragte sie meinen Freund, ob er irgendwann mal ihr Papi wird. Er sagte dann, er würde gerne erstmal ihr Freund sein, da war sie dann zunächst zufrieden.

Abends im Bett sagte sie dann aber zu mir: "Ich hab keinen Papi mehr, der ist gestorben. Kann der XY mein Papi sein? Ich frag ihn morgen mal."
Er hat das gehört und sich nur gefragt, was man darauf antworten soll und ob das wohl insgeheim ihr Wunsch ist.

Wie würdet ihr darauf antworten?
Mit seiner Tochter steht mir das Gespräch ja wahrscheinlich auch noch bevor, da habe ich nur etwas Bedenken in Bezug auf die Reaktion der Mutter...

 

In meinem Bekantenkreis funktioniert genau diesselbe Konstellation einer PatchworkFamily , wie Eure , schon seit vielen Jahren ...
Die Kinder haben immer Papa und Mama in ihrer Ursprungsfamile zu Ihren Eltern gesagt ...nun sind sie eben auch Dad(dy)  und Mum(my)
Mittlerweile haben sie auch schon ein gemeinsames Kind und letztens hörte ich heraus , dass Daddy und Mummy von Allen benutzt wird ..
hat sich über die Jahre wohl so eingebürgert ...

alles Liebe für Euch

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