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Wie sag ich es Mutter ?

9. August 2007 um 9:25

Hallo

Ich als Einzelkind brauch mal bitte ein paar Tipps

Seid dem Tod meines Vaters vor 1,5 Jahren kümmere ich mich um meine Mutter. Das ist ja auch eigendlich selbstverständlich. Sie ist 70 Jahre 80% Sehbehindert, was nicht das eigendliche Porblem ist.

Kurz nach dem Tod hat sie ca. 2 Monate bei uns geschlafen da ihre Wohnung auf dem Kopf stand denn mein Mann hat mit ihr die Sachen meines Vaters ausgeräumt.
Wir haben sie 2006 für 3 Wochen mit unserem Wohnmobil in den Urlaub genommen, Wochenendfahrten macht sie mit uns mit,
jeden Mittag hole ich sie nach meiner Arbeit gegen 13 Uhr ab, dann isst sie mit uns und gegen 20 uhr bringe ich sie wieder Heim.
Artzbesuche, Einkaufen alles erledige ich mit ihr.
Nun zum eigendlichen Problem:
Dieses ewige Aufeinandersitzen geht mir auf den Geist, auch meinem Mann mittlerweile, ich weis wir haben den Fehler gemacht am Anfang zu sagen du bist nicht alleine du gehörst zu uns, aber da wussten wir noch nicht das sie sich so eingefahren an uns klammert.
Wenn sie hier ist löst sie mit der Lupe Sudoku oder andere Rätsel das kann sie auch zu Hause meiner Meinung nach, mir geht mein Privatleben verloren habe ich das Gefühl, denn man kann ja kein Gespräch führen ohne das sie es mitbekommt.
Ich habe versucht ihr den wöchentlichen Kirchenkaffeklatsch nahezuglegen das will sie nicht bei den Mumien sitzen, oder mit dem Rentnerverein Tagesfahrten machen dazu kann ich sie nicht überreden, auch mit ihren Kegelkollegen hat sie nur noch telefonisch Kontakt da sie zur zeit alle aus gesundheitlichen Gründen nicht kegeln. Der Bekanntenkreis ist da auch schon zu Ende.Sie hat keinen Führerschein.

Wie sage ich ihr nun das sie mal einen oder zwei Tage in der Woche nicht zu uns kommt ? Ohne sie dabei zu verletzen?


Liebe Grüße Fiene




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9. August 2007 um 23:21

Traurig!
Bist du dir eigentlich darüber im Klaren, was du da geschrieben hast? Du sagst, das es ein Fehler war, ihr zur seite zu stehen. Zu wem gehört den eine Mutter? Für mich ist es das einzig richtige zu sagen das sie nicht allein ist. Ich kann ja verstehen das du gestresst bist, denn die Seniorenbetreuung ist keine leichte Aufgabe.Mit 70 ist deine Mutter nicht mehr die jüngste und hat noch dazu eine starke Sehbehinderung, da ist es bestimmt nicht so leich neue Kontakte zu knüpfen. Und was soll die Aussage" Sie hat keinen Führerschein", denkst du, wenn sie einen hätte könnte sie noch fahren? Das bezweifle ich aber.

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10. August 2007 um 14:44
In Antwort auf akrobatin

Traurig!
Bist du dir eigentlich darüber im Klaren, was du da geschrieben hast? Du sagst, das es ein Fehler war, ihr zur seite zu stehen. Zu wem gehört den eine Mutter? Für mich ist es das einzig richtige zu sagen das sie nicht allein ist. Ich kann ja verstehen das du gestresst bist, denn die Seniorenbetreuung ist keine leichte Aufgabe.Mit 70 ist deine Mutter nicht mehr die jüngste und hat noch dazu eine starke Sehbehinderung, da ist es bestimmt nicht so leich neue Kontakte zu knüpfen. Und was soll die Aussage" Sie hat keinen Führerschein", denkst du, wenn sie einen hätte könnte sie noch fahren? Das bezweifle ich aber.

Wo bleibe ich dabei?
Anscheindend kann man nicht mitreden oder Verständnis erwarten wenn man nicht in derselben Situation ist?
Ich vergaß zu erwähnen, dass ich auch noch eine Ehe führe, einen Sohn und einen Job habe.
Natürlich kümmere ich mich um meine Mutter, leicht fällt es mir bestimmt nicht sie auf Abstand zu bringen , aber eine Ehe zu dritt ist mir dann doch zuviel.
Und mit dem fehlenden Führerschein will ich sagen das sie nicht unabhängig sein kann wie andere Menschen die einen besitzen. Sie hatte nie einen eben wegen ihrer Augen, damit lebt sie schon 70 Jahre also ist sie bis jetzt auch zurecht gekommen. Die Behinderung kommt nicht von jetzt auf nachher.

Neue Kontakte knüpfen mag nicht leicht sein stimmt, aber sein Leben nur auf zwei Wohnungen zu begrenzen finde ich auch verkehrt.

Ich möchte doch nur wieder mal ein bisschen Freiheit, ist das so schwer zu verstehen?

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11. August 2007 um 1:01
In Antwort auf fiene4

Wo bleibe ich dabei?
Anscheindend kann man nicht mitreden oder Verständnis erwarten wenn man nicht in derselben Situation ist?
Ich vergaß zu erwähnen, dass ich auch noch eine Ehe führe, einen Sohn und einen Job habe.
Natürlich kümmere ich mich um meine Mutter, leicht fällt es mir bestimmt nicht sie auf Abstand zu bringen , aber eine Ehe zu dritt ist mir dann doch zuviel.
Und mit dem fehlenden Führerschein will ich sagen das sie nicht unabhängig sein kann wie andere Menschen die einen besitzen. Sie hatte nie einen eben wegen ihrer Augen, damit lebt sie schon 70 Jahre also ist sie bis jetzt auch zurecht gekommen. Die Behinderung kommt nicht von jetzt auf nachher.

Neue Kontakte knüpfen mag nicht leicht sein stimmt, aber sein Leben nur auf zwei Wohnungen zu begrenzen finde ich auch verkehrt.

Ich möchte doch nur wieder mal ein bisschen Freiheit, ist das so schwer zu verstehen?

Ich verstehe dich schon!
Auch kann ich bei diesem Thema mitreden, denn ich habe meine Mutter nach dem Tod meines Vaters auch betreut. Leider hat sie ihn nur um 1,5 Jahre überlebt. Sie hatte sich zum Schluß völlig aufgegeben. Ich habe in der Zeit ihren Haushalt und meinen kompelt übernommen. Dazu mußte ich auch noch für meine Familie ( Ehemann und 5 Kinder, das jüngste damals gerade 2 Jahre) dasein. Ich weiß also wovon du sprichst und vor allem weiß ich wie schwer das ist. Ich kann auch volkommen verstehen das du deinen freiraum brauchst. Eigentlich hat mich nur deine Aussage gestört, das du es als Fehler ansiehst "deiner Mutter gesagt zu haben, das sie nicht allein ist und zu euch gehört."

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11. August 2007 um 10:26
In Antwort auf akrobatin

Ich verstehe dich schon!
Auch kann ich bei diesem Thema mitreden, denn ich habe meine Mutter nach dem Tod meines Vaters auch betreut. Leider hat sie ihn nur um 1,5 Jahre überlebt. Sie hatte sich zum Schluß völlig aufgegeben. Ich habe in der Zeit ihren Haushalt und meinen kompelt übernommen. Dazu mußte ich auch noch für meine Familie ( Ehemann und 5 Kinder, das jüngste damals gerade 2 Jahre) dasein. Ich weiß also wovon du sprichst und vor allem weiß ich wie schwer das ist. Ich kann auch volkommen verstehen das du deinen freiraum brauchst. Eigentlich hat mich nur deine Aussage gestört, das du es als Fehler ansiehst "deiner Mutter gesagt zu haben, das sie nicht allein ist und zu euch gehört."

Das schlechte Gewissen ist immer dabei
Wie soll ich es beschreiben? habe mich da wohl falsch ausgedrückt, ein Fehler ist es sicherlich nicht einem Menschen zu sagen das er nicht alleine ist und wir sie auffangen bzw. integrieren. Sie hat sich in dem moment aber föllig auf uns konzentriert und zurückgezogen von ihren Freunden soweit es welche gibt.
Die Kegelfreunde sind auch alle an die 70 mit meinem Vater sind im letzten jahr noch 2 andere Männer gestorben, deren Frauen auch aleine sind, ich verstehe nicht wieso sie sich da nicht mal auf die 14 Tage mit treffen kann?
Sie sagte mir sie wäre lieber mit uns zusammen als mit Fremden, aber das sind doch keine Fremden! Sie muss doch auch das Bedürfnis haben mal was Anderes zu sehen als uns , bzw unseren täglichen Ablauf zu verfolgen?
Bei meiner Mutter existiert neben uns kein Leben mehr, verstehst du wie ich das meine? Aktivitäten gehen nur mit uns oder gar nicht. Wir müssen sie mitnehmen oder sie bleibt zu Hause, von ihr kommt keine Initiative sich mal mit Leuten in ihrem Alter zu treffen.
Bis jetzt habe ich auch versucht ihr noch was anderes zu bieten, aber langsam möchte ich auch nochmal wieder mit meinen Männern als Familie was unternehmen.In ihrem Beisein ist das so gut wie unmöglich da man immer aufpassen muss wo sie geht und ob da nicht ein Hinderniss ist.Es ist fast so wie mit einem Kleinkind.

Natürlich hört sich das jetzt alles sehr hart an, aber meine Gefühle fahren Achterbahn das kann ich dir versichern, das schlechte Gewissen ist immer dabei.

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11. August 2007 um 10:34

Ich weis nicht...
Ob sie mich verstehen kann. Sie selber hat ihre Schwiegermutter versorgt. Meine Oma lebte alleine und meine Eltern kümmerten sich drum. Meine Mutter kochte jeden tag für sie mit. Aber der Unterschied das meine Oma zu hause blieb meine Eltern alleine urlauben konnten bzw. ihre Freizeit doch ohne sie einrichten konnten. Sie kennt vielleicht nicht wie es ist wenn man jemanden den ganzen Tag um sich hat?

Ich habe ihr gestern gesagt das es so nicht weitergeht und wir etwas Abstand brauchen, ich habe vorgeschlagen das wir uns ein über den anderen Tag sehen.Wir haben uns nichts mehr zu erzählen sitzen nebeneinenader schweigend rum. Ihr Kommentar: Wenn du meinst.
Da kam nichts von oki das kann ich verstehen, ich habe ihr gesagt das ich sie genauso lieb habe wie sonst aber auch mal etwas Luft brauche.Auf emine Frage ob sie meine Situation vertehen würde meinte sie : ja.
Als sie mich fragte ob das von meinem Mann käme oder von mir sagte ich ihr das er genauso denken würde. Da meinte sie nur sie wäre enttäuscht das er es ihr nicht sagen könnte.
Ich habe ihr erklärt das ich es für richtig hielt als ihre Tochter die ihr näher steht es ihr zu sagen.
Mal sehen wie sie gleich drauf ist, wo sie mal drüber geschlafen hat.

Danke für eure Antworten.

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