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Wie kann ich meinem alkoholkranken Vater helfen?

21. November 2006 um 22:16

...mein Vater ist seit über 30 Jahren Alkoholiker. Seit 6 Jahren leben meine Eltern getrennt. Meine Mutter hat keinen Kontakt mehr zu ihm. Ich und meine Geschwister sehen ihn vielleicht einmal im Jahr. Seit der Trennung haben wir ihn einfach verdrängt. Bei jedem Wiedersehen waren wir zutiefst erschüttert, schockiert. Der Zustand meines Vaters verschlimmert sich mehr und mehr.
Doch nun habe ich das Gefühl, es würde bald jede Rettung zu spät kommen. Denn diesen Monat haben wir ihn wieder gesehen. Und er sieht so krank aus wie nie zuvor! Ich habe ihn fast nicht wiedererkannt. Er ist sehr krank. Beim Abschied sah ich Tränen in seinem Gesicht!! Und weinen habe ich ihn nur beim Tod seiner Eltern gesehen!! Es erschien mir wie ein Abschied für immer!!!
Er hat noch nie einen Versuch gestartet etwas an seinem Zustand zu ändern. Er war nie in einer Klinik.
Ich habe große Angst. Seit diesem Treffen habe ich auch wieder psychosomatische Beschwerden. Ich will ihm irgendwie helfen. Was könnte ich tun? Kann man ihn zwangseinweisen lassen? An wen könnte ich mich wenden? Gibt es irgendeine Einrichtung, die mir Ratschläge geben könnte?
Ich wäre über jeden Rat dankbar.

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22. November 2006 um 21:40

Hallo
Ich denke das du deinem Vater nicht wirklich helfen kannst, denn ein Suchtkranker Mensch kann sich nur selbst helfen. Aber dafür muß er erstmal eingestehen das er Krank ist.
Du kannst dich an alle Selbsthilfegruppen in deiner Umgebung wenden, schau einfach mal im Netz nach welche bei euch zu finden sind.
Ob du deinen Vater zwangsweise in eine Klinik einweisen kannst weiß ich leider nicht.

LG die akrobatin

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26. November 2006 um 18:25

Hallo!
Zwangseinweisen kann ihn nur ein Richter!Habe lange mit alkoholkranken Menschen gearbeitet!Wie der Schreiber vor mir schon sagte,kann sich Dein Vater nur selbst helfen!Nach meiner Erfahrung,wird Dein Vater seine Sucht leugnen und auch das er krank ist wird er niemals zu geben!Er wird auf jeden Fall eine Leberzirose haben!Leider kann ich Dir keine Hoffnung auf Genesung geben!Noch schlimmer ist eigentlich,daß ihm ein SEHR qualvoller Tod bevorsteht!
Du kannst versuchen mit ihm zu reden und ihm Deine Sorgen mitteilen und auch Deine Einschätzung daß er eine Entgiftung machen sollte!Aber nach 30Jahren,wird dies wahrscheinlich keinen Erfolg haben!Würde es ihm schlecht damit gehen,dann glaube mir,hätte er schon längst etwas dagegen unternommen.Alkoholiker, die aber seit so langer Zeit trinken,haben jeden Blick für die Realität verloren!Dein Vater würde Dir wahrscheinlich auf die Frage,wie viel er am Tag trinkt sagen:"Ach so 2-3 Flaschen höchstens 5 am Tag!"Die Wirklichkeit kann man als Außenstehender kaum fassen!
Du kannst VERSUCHEN ihm zu helfen,wobei ich den Eindruck habe,daß Du zu labil bist.Also sollte Dich Dein Weg dorthin führen wo Du evtl.Hilfe bekommst!Anonyme Alkoholiker!Entzugskliniken,Caritas!
Oder aber Du geniesst die Zeit die Dir mit Deinem Vater noch bleibt und begleitest ihn in eine wahrscheinlich schlimme Zeit!

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