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Wie kann ich meine Kinder 3 und 4,5 auf den Tod der Oma vorbereiten?

28. September 2011 um 18:38

Hallo,

vielleicht hat jemand von euch eine brauchbare Idee:

Meine Mutter ist vor 5 Jahren an Brustkrebs erkrankt und hat nun seit 1 Jahr wieder einen Rückfall mit Metastasen in Leber und Knochen. Jetzt hat sie 1 Jahr wöchentlich eine Chemo bekommen aber es hilft nichts,die Tumore werden größer und meine Mama ist fast austherapiert.
Mal davon abgesehen das es mich fertig macht meine Mutter so zu sehen (sie ist erst 59 J) bekommen es aber auch meine Kinder mit. Der Großen 4,5 J habe ich schon einbißchen erklährt aber es ist natürlich auch schwer die eigenen Gefühle kindgerecht zu formulieren und das ganze "fachchinesich" den Kindern begreifbar zu machen.
Natürlich ist es auch nicht so das sie morgen schon sterben wird (wir hoffen das wir noch 6-12 Monate haben ) aber wie kann ich meine Kinder auf den Tag X richtig vorbereiten.

Sind vielleicht Mütter hier die es auch schon erlebt haben...wie habt ihr es gemacht. Oder vielleicht Erzieherinnen die mir einen Rat geben können. Für Literatur Tipps bin ich jederzeit offen.

Danke fürs lesen
Schnullerkett

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2. Oktober 2011 um 21:04

Hallo
schwieriges thema.

ich glaube, so kleine kinder brauchen keine wirklich fachlichen erklärungen für sowas. es reicht vielleicht schon, wenn du ihnen erklärst, dass manchmal menschen krank werden und dann nicht im krankenhaus geheilt werden können und dann weiterhin schmerzen haben und damit sie nicht so leiden müssen, holt der liebe gott ihre seelen zu sich in den himmel, wo sie dann keine schmerzen mehr haben. kinder von atheisten, die überhaupt gar nicht wissen, wer oder was der liebe gott ist, werden es natürlich schwerer verstehen, weil man ihnen dann erst erklären muss, wer der liebe gott ist. weiß also nicht, inwiefern es sinnvoll ist, ihnen zu sagen, dass alle menschen später an diesen ort kommen und sich wiedertreffen und dann für immer glücklich sein werden.

würde das erstmal den kindern ganz allgemein erzählen. nicht auf die krankheit der oma bezogen. denke, wenn sie wissen, die oma stirbt bald, wird sie die angst, dass oma vielleicht bald stirbt schon im vorfeld belasten. würde es ihnen aber, wenn ihr wisst, dass der zeitpunkt in unmittelbare nähe gerückt ist sagen, damit sie der oma vielleicht doch nochmal sagen können, wie lieb sie sie haben und vielleicht auch von der oma selber, (wenn diese das möchte) auch hören, dass sie keine angst haben brauchen und die oma als engel trotzdem immer bei ihnen sein und auf sie aufpassen wird. so haben die kinder auch eine möglichkeit abschied zu nehmen und sich damit abzufinden, auch wenn ihnen noch nicht wirlich bewusst ist, was verlust und trauer bedeuten. auch deine mutter, wird so von den kindern abschied nehmen können, ohne sie mental zu überfordern. natürlich, wenn das alles zu viel istz, kannst du da smit den engeln auch deinen klindern selber so sagen, wenn du es möchtest. aber was auch immer du deinen kindern sagen wirst, es wird trotzdem für euch alle eine unabsehbar schwere zeit werden. dein leben wird nicht mehr so wie vorher sein und ich wünsche dir wirklich alle kraftd er welt, dass du irgendwann, auch wenn dir jetzt rein gar nicht dnach ist, trotz all dem schmerz irgendwann im leben doch wieder lächeln kannst.

meine tochter ist 3 jahre alt und ich beobachte, daß sie schon mehr weiss, als ich dachte. sie legte ihrem cowboy woody in einen schuhkarton und spielte, dass der gestorben wäre. ich meinte "vielleicht ist er aber jetzt wieder gesund" da meinte sie ganz nüchtern: "der ist too-hoot..." als ob sie sagen wollte 'der kann nicht einfach wieder gesund sein und rauskommen, das weißt du doch!'

als mein mann letztens vom angeln kam und sie einen de rfische sah, fragte sie auch, ob der tot sei.

also was ich sagen will ist, wir haben gar nciht so viel über das thema gesprochen, aber sie weiß schon selber, dass menschen oder auch tiere sterben können und dann auch nicht mehr wieder kommen.

du kannst deinen kindern also schon ein bisschen drauf vorbereiten, indem du deine kidner ein bisschen über den tod aufklärst.

ich wünsche dir weiterhin viel kraft für die bevorstehende zeit.

lg DIVA

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4. Oktober 2011 um 10:08

Hallo
Mein Opa ist gestoben als mein Sohn 3 Jahre alt war. Er war allerdings auch schon ziemlich alt, ich hatte meinem Sohn vorher schon gesagt, dass der Uropa schon sehr alt ist, und dass alte Leute halt irgenwann sterben.

Als es dann soweit war (mein Opa ist nicht voher krank gewesen, es ist einfach in dem heißen Sommer 2010 passiert), da hat mein Sohn es sofort kapiert. Meine Mutter rief mich an, um es mir mitzuteilen. Mein Sohn bekam das telefonat ein wenig mit, und obwohl ich gar nichts gesagt hatte. Als ich aufgelegt hatte, sagte mein Sohn zu mir :"Die oma hat angerufen, weil der Uropa gestorben ist," Wir waren auf der Beerdigung und mein Sohn hat eine Blume ins Grab geworfen. Das wollte er unbedingt. Er war traurig über den tod seines Uropas, aber er hat es alles viel besser verstanden als ich gedacht hätte. Ich habe ihm gesagt, dass wir den Uropa im Himmel wiedersehen. Das war keine "ausrede"für meinen Sohn, ich glaube wirklich fest daran.

Vielleicht sagst du deinen Kindern am besten, dass die Oma sehr krank ist, und dass manche Krankheiten so schlimm sind, dass man daran sterben kann. Ich würde auch nicht von einem Zeitraum sprechen. Eher davon, dass die Oma nicht mehr lange leben wird. Dass deine Mutter noch viel zu jung zum Sterben ist, ist den Kindern in dem Alter noch nicht klar. Daswegen wird es für die keinen Unteschied machen, ob die Oma 59 oder 89 ist.

Ich wünsch dir und deiner Familile ganz viel Kraft!

LG Attica

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