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Wie integriert man(n) Kinder in die Patchworkfamily ?

1. Juli 2012 um 12:13

Hallo,
ich habe ein grosses Problem, welches ganz entscheidenden Einfluss auf meine Beziehung hat bzw. sie sogar zum scheitern bringen könnte.
Seit zweieinhalb Jahren bin ich mit einer Frau zusammen, die eine achtjährige Tochter hat. Ich wiederum habe eine zwölfjährige Tochter, mit deren Mutter ich seit über zehn Jahren nicht mehr zusammen lebe. Das Verhältnis war die ganze Zeit grundsätzlich i.O. bis sehr gut, ich hab meine Tochter häufig gesehen und bei mir gehabt. In der Zwischenzeit hatte ich keine feste Beziehung, so dass meine Tochter nun zum ersten mal mit einer neuen Frau in Papas Leben konfrontiert wurde. Wir sind das ganze sehr behutsam angegangen und haben erst relativ spät und auch nur hin und wieder was mit den Kindern zusammen gemacht, weil in erster Linie bei meiner Tochter grosse Widerstände zu spüren waren. Und obwohl die gemeinsamen Aktivitäten - zu der ich sie dann im Prinzip genötigt habe - eigentlich ganz gut gelaufen sind, hat sich bei meiner Tochter nicht viel daran geändert. Sie reagiert auch schon mal mit Bauchschmerzen, wenn ein Treffen mit den beiden anderen bevorsteht. Sie würde sicher gerne Papa wieder für sich alleine haben (da gäbe es noch eine Menge mehr drüber zu schreiben, aber das würde jetzt den Rahmen sprengen).
Und ziemlich überraschend für mich (und auch für alle anderen, Oma, ihrer Mutter ...) will sie nun nicht mehr bei mir schlafen - Zitat gegenüber ihrer Mutter "er hat jetzt eine neue Familie".
Jetzt ist es so, das meine Freundin unbedingt mehr Zeit gemeinsam verbringen möchte. Wir wohnen nicht zusammen, auch das ist ein Thema, welches sie evt. ändern möchte (wenn auch nicht sofort). Sie möchte feste Termine machen; einmal jedes zweite WE, wenn meine Tochter bei mir ist.
Ich kann das zum Teil auch verstehen, habe aber die Befürchtung, das sich mein Kind dadurch noch mehr von mir abwendet. Mir wäre es am liebsten, wenn wir noch etwas geduldiger bleiben würden, zumal man mit Zwang und Druck oft genau das Gegenteil erreicht.
So, das ist es im Groben. Freue mich über Meinungen und vielleicht sogar Erfahrungsberichten, die andere mit einer solchen Situation gemacht haben.

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8. Juli 2012 um 23:32

Wow!
Funny hat genau das gesagt was zu tun ist. Jugentliche und Kids lieben klare Antworten und Anweisungen, sie haben viel mehr Verständnis als wir denken für Situationen die uns schwierig erscheinen. Erforderlich sind gute Gespräche. Sagen und zeigen wie wichtig uns die Kids sind. Sicher immer wieder ein Spagat in einer Patchworkfamilie - sagt ein Vater von 5 Jungs, 3 selber gemacht, 2 geschenkt bekommen,..! Wir hatten uns einen Mops zu gelegt, von meinem Sohn gehaßt, von den Kids meiner Frau geliebt. Heißt übrigens auch Funny... lach!

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9. Juli 2012 um 12:07

... und wenn mein Kind nicht mit mir über ihr Problem sprechen will ...
das ist leider das Problem, wenn ich ein Gespärch über ihre Sorgen und Ängste beginnen möchte, dann kommt nur : alles gut, kein Thema mehr - was aber nicht die Wahrheit sein kann ...
ich höre über die Oma (meine Mutter) und ihre Mutter (meine Ex) immer wieder mal, was sie in Bezug auf mich bedrückt. Allerdings auch nur teilweise, so bis ins letzte läßt sie auch die beiden nicht bei diesem Thema ran an sich ...
Ich hatte wirklich immer ein sehr gutes Verhältnis mit meiner Tochter; und sie hat mir sogar auch das ein oder andere erzählt, was wahrscheinlich nicht mal die heißgeliebte Mama weiss.
Wobei sie auch schon in früheren Jahren mir nur ungerne gesagt hat, wenn sie was bei mir gestört hatte (wie mir dann später zugetragen wurde). Vielleicht aus Respekt ... vielleicht aber auch aus "Angst", das Papa dann böse werden könnte - wofür ich ihr nach meinem Selbsbild zumindest eigentlich niemals einen Grund dafür gegeben habe ... manchmal ist es ja vielleicht auch nur die etwas lautere Stimme des Mannes ...
Wie dem auch sei, ich habe schon sehr oft versucht, ihr Mut zu machen, mir ihr Herz auszuschütten - den Schlüssel dafür find ich leider momentan nicht (
Ich hatte auch schon oft gesagt, das sich ALLE IMMER auf sie freuen würden und sie sich nicht zurückgestellt fühlen soll, weil sie nicht so oft dabei ist - aber sie scheint mir das nicht so recht abzunehmen oder aber sie will einfach niemanden neues in ihr Leben lassen ...

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11. Juli 2012 um 12:09

Geduld
Hallo Amnad,

nach dem ich mich getrennt hatte, hatte ich mir vorgenommen meinen Kindern nicht gleich einen neuen Partner zu präsentieren. So hab ich es auch gemacht.

Einen neuen Mann in meinem Leben haben sie erst nach ca.3 Jahren kennengelernt, und auch nur kennengelernt. In den darauf folgenden 5 Jahren gab es immer mal wieder gemeinsameTreffen, mit dem Mann, manchmal auch (eher selten) mit Mann und dessen Kindern. Für mich galt einfach....meine Kinder hattens schwer genug mit der zerbrochenen Familie. Ich fand das reichte an Kummer. Der positive Aspekt dabei war, die Beziehung blieb sehr lange frisch, da man sich nur jedes zweite Wochenende und immer mal während der Woche sah, wenn meine Kinder bei meinem Ex waren. Mir wars das wert und meine Kinder fandens schön....

Ich habe aber auch einen Partner gefunden, ders mitgemacht hat, da er erlebt hat, dass auch seine Kinder das gut fanden.

Auch eine Möglichkeit finde ich..

Lieben Gruß

Göttin Nyx

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