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Wie einem geliebten Menschen verzeihen, der mich verletzt hat, aber denkt im Recht zu sein?

6. März 2016 um 16:15

Hallo zusammen,

mir fällt es schwer sich hier zu öffnen und euch (u. das Internet) an meinem Leben in einer sehr individuellen und sehr persönlichen Lebenssituation teilhaben zu lassen.

Hintergrund:

Im letzten Sommer habe ich mich von meiner Verlobten getrennt (langjährige Beziehung), mit ihr bin ich nun jedoch wieder zusammen und glücklicher als je zu vor. Die Trennung und die erneute Annäherung waren sehr emotional für uns beide, für sie verständlich wesentlich intensiver als für mich. Ich habe meinen Fehler schon am Tag ihres Auszuges bereut.

Das eigentliche Problem fokussiert sich jedoch nicht auf meine Beziehung, sondern wie meine Familie damit umgegangen ist.

Problem:

Mir sehr nahe Familienangehörige haben sich für die Trennung ausgesprochen und diese sogar begrüßt. Wenn es doch dabei geblieben wäre Was mich jedoch sehr verletzt hat, ist die Tatsache, dass (emotionale) Grenzen übertreten wurden.
Als meine Partnerin und ich den Neustart begannen, kamen von meiner Familie Aussagen wie:

Du bist nicht mehr, der den wir einmal kannten

Das ist nicht dir richte Frau für dich, such dir eine andere!

Die Frau bringt dich noch ins Grab!

Ich weiß nicht was es ist, wovor man sich fürchtet oder ängstigt: Gesichtsverlust der Familie, ist mir auch egal. Ich kann damit leben in den Augen meiner Familie ein Versager zu sein.
Ich bin ein Mann, der seinen schwersten Fehler nun bereut und ihn ausbadet. (Mich belastet, die räumliche Trennung sehr)

Was mir nur so extrem schwerfällt ist, damit umzugehen, dass diese mir nahmen Familienangehörigen so anmaßend gegenüber meiner Panterin und mir waren und sind.

Sie haben eine Grenze überschritten, einen Fehler gemacht, aber sich nicht dafür bei mir entschuldigen.

Sie entschuldigen sich nicht, wahrscheinlich sehen sie nicht mal einen Fehler auf ihrer Seite, von Reue ganz zu schweigen. Ich bin schwer enttäuscht von Leuten, die immer von sich behaupten christlich zu sein, zu Fehlern zu stehen, sich zu entschuldigen etc. Ich möchte das Wort Gutmenschen verwenden.

Ja, ich bin enttäuscht von meiner Familie.

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Sie haben dies schon öfter Fehler gemacht und diese dann nicht zugegeben geschweige denn sich zu entschuldigen als diese endlich raus kamen.
Ein Beispiel: Sind sie mit einem Ersatzschlüssel in unserer Abwesenheit heimlich in der Wohnung eingedrungen.

In dieser vergleichbaren schon krassen, aber harmloseren Situation kam die Rechtfertigung: ja, wir müssen ja sehen wie ihr so lebt!

Meine Frage:

Ich strebe nach Harmonie mit meinem Umfeld und dass ich im Reinen mit meiner Familie bin. Jedoch kann ich das in diesem Fall nicht.

-Wie einem geliebten Menschen verzeihen, der mich verletzt hat, aber denkt im Recht zu sein?

-Wie kann man so anmaßend sein?

Gruß CiL

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12. März 2016 um 23:11

Danke
für deine Rückmeldung.

Ich habe mich schon längst entschieden nur mich verletzt dieser Bruch in der Familie.

Stell dir vor, deine Kinder kommen stehen vor der selben Entscheidung und wollen mit dir nicht mehr reden oder dich nicht mehr sehen, obwohl sie dich lieben, aber merken "Mama rafft es nicht"

Es ist für mich einfach emotional, weil ich irgendwie auch möchte sie zu überzeugen. (ich möchte nicht aufgeben, nicht verlieren)

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