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Wie "bestraft" man sein Kind?????

7. März 2004 um 17:10 Letzte Antwort: 6. Juni 2004 um 13:52

Also gleich vorweg, alle die Schläge, Po voll oder ahnliches vorschlagen können sich einen Kommentar verkneifen, dass steht nicht zu Debatte!!!

Aber im Ernst welche "Bestrafungen" wendet man zum Beispiel an, wenn das Kind (in dem Fall meins, fast 1 Jahr) den Brei vom Löffel runter pustet oder an den Haaren zieht. Wie mache ich ihr klar dass sie das nicht soll. Ich hab schon einige Berichte darüber gelesen, dass die Bestrafung mit dem "Vergehen" im Zusammenhang stehen muss. Theoretisch ist mir klar dass sie, wenn sie zum Beispiel mit Sand wirft eine weile aus dem Sandkasten raus muss. Aber es gibt so oft Momente wo mir keine Strafe einfällt die sie auf das was sie macht beziehen könnte (Beispiel Haare ziehen, Gläschen runter schmeissen, Papier ausräumen)damit ihr klar wird dass sie einige Dinge einfach nicht machen darf.

Ab wann versteht ein Kind eigentlich "NEIN"?

Würd mich über Tipps wirklich freuen, manchmal bin ich nämlich kurz vorm platzrn.

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7. März 2004 um 22:28

GAR NICHT!!!
bestrafen ist ja entsetzlich. Du kannst ein so kleines Kind doch nicht bestrafen!!! Mit einem Jahr weiß sie noch nicht, was sie tut, bzw. ist noch unkoordiniert. Du kannst ihr Sachen erklären. Wir sagen immer, z.B. "Haare ziehen macht der Mama aua." Du kannst auch sagen, nein, mach das nicht,aber in ruhigem Ton. Und den Kopf dazu schütteln. Wenn sie versteht, was du meinst, sofort loben. Das hast du aber toll gemacht, ja genau so ist es richtig etc.
Ein kleines Kind mindestens bis zwei (so weit reichen nämlich meine Erfahrungen jetzt) kann nicht so viel fassen, bzw. es macht halt drauflos, aber es geschieht nicht aus böser Absicht oder weil sie die Mama ärgern wollen. Im Gegenteil, sie freuen sich doch, wenn sie das Gefühl haben, der Mama zu helfen etc.
Ich finde es auch vollkommen daneben, ein einjähriges Kind aus dem Sandkasten zu nehmen, nur weil es mit Sand wirft. DAS IST DOCH GANZ NORMAL. Auch normal, dass es die anderen nervt, falls die den Sand in die Augen bekommen. Aber auch hier einfach sagen nein und Alternative aufzeigen, schau mal so macht man das mit der Schaufel und dann den ruhigeren Umgang damit vorführen.
Wenn ich mich recht erinnere, habe ich alle Regale in Krabbelhöhe ausgeräumt, von meiner vormals ätherisch-ästhetischen Ordnung Abschie dgenommen und Spielsachen reingetan, da sind sie heute noch.
Auch in der Küche gehören die unteren Regale meinem kind zum Spielen.
Also, bitte nicht bestrafen, nein sagen, mit dem Kopf schütteln, Alternativen zeigen und ruhig bleiben. Und wenn du merkst, daß du einfach keine Nerven mehr hast, nimm dir eine Auszeit, engagiere einen Babysitter, gehe zwei Stunden alleine irgendwo Kaffee trinken etc.
Liebe Grüße und viiieeel Geduld.

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8. März 2004 um 20:37

Also...
...ein NEIN,sollte auch ein NEIN sein.Nicht nur so ein lasches Nein dass darfst du nicht.Es sollte schon ein Unterschied da sein.Hm,sagen wir mal eher strenger als normal und dem Kind auch zeigen,dass man es nicht mag.
Ich hab meiner Tochter beim Haare ziehen an ihren auch mal gezupft um ihr zu zeigen,dass es weh tut.Und dass hat sie dann auch verstanden.
Und Brei und essen rumwerfen gab es bei mir eigentlich gar nicht.
Und ich hab auch keine Schränke für mein Kind im Wohnzimmmer oder irgend einem anderen Zimmer frei geräumt,weil sie ihr Zimmer hatte und das war von Anfang an klar.Sicher hat sie auch mal ihr Spielzeug im Wohnzimmer gehabt,aber nichts dort deponiert,was nicht hingehört hat und ich musste auch nichts in Sicherheit bringen.Ein konsequentes NEIN,war ein NEIN und es hat funktioniert.Bis heute und sie ist inzwischen 11!

LG Sunny65

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8. März 2004 um 22:00
In Antwort auf deike_11966316

Also...
...ein NEIN,sollte auch ein NEIN sein.Nicht nur so ein lasches Nein dass darfst du nicht.Es sollte schon ein Unterschied da sein.Hm,sagen wir mal eher strenger als normal und dem Kind auch zeigen,dass man es nicht mag.
Ich hab meiner Tochter beim Haare ziehen an ihren auch mal gezupft um ihr zu zeigen,dass es weh tut.Und dass hat sie dann auch verstanden.
Und Brei und essen rumwerfen gab es bei mir eigentlich gar nicht.
Und ich hab auch keine Schränke für mein Kind im Wohnzimmmer oder irgend einem anderen Zimmer frei geräumt,weil sie ihr Zimmer hatte und das war von Anfang an klar.Sicher hat sie auch mal ihr Spielzeug im Wohnzimmer gehabt,aber nichts dort deponiert,was nicht hingehört hat und ich musste auch nichts in Sicherheit bringen.Ein konsequentes NEIN,war ein NEIN und es hat funktioniert.Bis heute und sie ist inzwischen 11!

LG Sunny65

Genau
So wie du, Sunny, sehe ich das auch.
Man muss seinem Kind Grenzen aufzeigen.
Ein Nein muss dann auch mal schärfer ausgesprochen werden, wenn es in normalem Ton nicht funktioniert.
Und das sollte genügen.
Dann ist alles andere überflüssig.

parfum

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9. März 2004 um 11:58
In Antwort auf omid_12083546

GAR NICHT!!!
bestrafen ist ja entsetzlich. Du kannst ein so kleines Kind doch nicht bestrafen!!! Mit einem Jahr weiß sie noch nicht, was sie tut, bzw. ist noch unkoordiniert. Du kannst ihr Sachen erklären. Wir sagen immer, z.B. "Haare ziehen macht der Mama aua." Du kannst auch sagen, nein, mach das nicht,aber in ruhigem Ton. Und den Kopf dazu schütteln. Wenn sie versteht, was du meinst, sofort loben. Das hast du aber toll gemacht, ja genau so ist es richtig etc.
Ein kleines Kind mindestens bis zwei (so weit reichen nämlich meine Erfahrungen jetzt) kann nicht so viel fassen, bzw. es macht halt drauflos, aber es geschieht nicht aus böser Absicht oder weil sie die Mama ärgern wollen. Im Gegenteil, sie freuen sich doch, wenn sie das Gefühl haben, der Mama zu helfen etc.
Ich finde es auch vollkommen daneben, ein einjähriges Kind aus dem Sandkasten zu nehmen, nur weil es mit Sand wirft. DAS IST DOCH GANZ NORMAL. Auch normal, dass es die anderen nervt, falls die den Sand in die Augen bekommen. Aber auch hier einfach sagen nein und Alternative aufzeigen, schau mal so macht man das mit der Schaufel und dann den ruhigeren Umgang damit vorführen.
Wenn ich mich recht erinnere, habe ich alle Regale in Krabbelhöhe ausgeräumt, von meiner vormals ätherisch-ästhetischen Ordnung Abschie dgenommen und Spielsachen reingetan, da sind sie heute noch.
Auch in der Küche gehören die unteren Regale meinem kind zum Spielen.
Also, bitte nicht bestrafen, nein sagen, mit dem Kopf schütteln, Alternativen zeigen und ruhig bleiben. Und wenn du merkst, daß du einfach keine Nerven mehr hast, nimm dir eine Auszeit, engagiere einen Babysitter, gehe zwei Stunden alleine irgendwo Kaffee trinken etc.
Liebe Grüße und viiieeel Geduld.

Sorry, hast mich wohl missverstanden
Ich meinte mit bestrafen nicht wie es klingt. Grenzen aufzeigen wäre wohl das bessere Wort gewesen....

Davon abgesehen bin ich davon überzeugt dass meine Kleine genau weiß was sie tut wenn sie mir an den Haaren zieht. Das macht sie nämlich nur wenn wir morgens im Bett liegen und ich noch vor mich hin schlafe. Wenn sie also aufmerksamkeit will. Tagsüber kann ich auf dem Boden liegen da fällt ihr garnicht ein mir an den Haaren zu ziehen, oder wenn ich sie trage, denn da beschäftige ich mich ja mit ihr. Und sie macht das auch mit einem Ruck und reißt daran. Mir tut das einfach furchtbar weh. Reden funktioniert überhaupt nicht. Sie ist ein kleiner Dickkopf.

Generell ist es mir egal dass sie Sachen ausräumt, ich finde es sogar gut für die Feinmotorik (CD's etc) und unsere Wohnung ist auch weitgehend Kindersicher (bis auf die Küche aber da ist sie nie allein). Aber ich finde es einfach furchtbar wenn sie mit dem essen so rumsaut.

Und im Sandasten, da muss ich dir wiedersprechen, ich finde Kinder müssen lernen aufeinander rücksicht zu nehmen. Besonders wenn auch kleinere in der Nähe sind. Ausserdem geht es auch darum sie zu schützen. Meine Eltern haben zum Beispiel einen alten Pudel, wenn es dem zuviel wird schnappt er. Ich möchte aber nicht das sie gebissen wird. Wie kann ich ihr also klar machen das sie den Hund nicht ärgern soll???
Was machst du denn um dein Kind zu schützen? Du wirst es doch auch nicht auf die Strasse rennen lassen oder? Reicht da reden????

Liebe grüße

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9. März 2004 um 12:15

Hallo an alle
wie schon unten geschrieben habe ich mich wohl leider undeutlich ausgedrückt.
Ich will meine Tochter nicht bestrafen in Form von Maßregeln (deshalb auch die Sache mit den Schläge am Anfang, ich hatte vorher einige Foren zu dem Thema gelesen und war erschrocken wie viele es ganz offensichtlich ok fanden ihr Kind zu schlagen, deshalb kam es vielleicht ein bisschen falsch rüber).

Aber ich denke es gibt Situationen wo ein Kind wissen muss das es jetzt eine Grenze überschritten hat, die einfach da ist und die es einzuhalten gilt damit das zusammen leben in einer Gemeinschaft funktioniert, bzw weil es sich sonst selbst in Gefahr bringt. Bei mir gehören Essmanieren halt dazu, aber das war ja nur ein Beispiel und es geht mir dabei auch nicht nur um jetzt, sondern auch für die Zukunft.

Meine Tochter gehört zu den Menschen die alles selber machen wollen. Als sie zum Beispiel krabbeln gelernt hat wollte sie partout immer vorwärts aus unserem Ehebett aussteigen. Wir haben ungefähr 1 Million mal gesagt, "nein rückwärts", haben sie umgedreht und rückwarts runterkrabbeln lassen. Hat aber nichts genüzt, gelernt hat sie es erst als sie allein auf das Bett raufkrabbeln konnte, und dann runtergefallen ist, als ich mal nicht aufgepasst habe. Danach hat sie sich immer umgedreht ohne dass ich was sagen musste und jetzt brauch ich bei neuen Höhen (Stufen, Sofa etc) nur sagen "wie gehst du runter" und schon dreht sie sich um und geht rückwärts runter.
Aber ich kann sie doch nicht auf eine Strasse rennen lassen nur damit sie lernt dass Autos sie anfahren können (Etwas übersogen, ich weiß aber trotzdem). Versteht ihr was ich meine??

Ich bin der Meinung sie weiß genau was nein heisst aber das hindert sie nicht etwas trotzdem zu tun.

Freu mich über weitere Tipps

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9. März 2004 um 22:19
In Antwort auf polona_12077377

Sorry, hast mich wohl missverstanden
Ich meinte mit bestrafen nicht wie es klingt. Grenzen aufzeigen wäre wohl das bessere Wort gewesen....

Davon abgesehen bin ich davon überzeugt dass meine Kleine genau weiß was sie tut wenn sie mir an den Haaren zieht. Das macht sie nämlich nur wenn wir morgens im Bett liegen und ich noch vor mich hin schlafe. Wenn sie also aufmerksamkeit will. Tagsüber kann ich auf dem Boden liegen da fällt ihr garnicht ein mir an den Haaren zu ziehen, oder wenn ich sie trage, denn da beschäftige ich mich ja mit ihr. Und sie macht das auch mit einem Ruck und reißt daran. Mir tut das einfach furchtbar weh. Reden funktioniert überhaupt nicht. Sie ist ein kleiner Dickkopf.

Generell ist es mir egal dass sie Sachen ausräumt, ich finde es sogar gut für die Feinmotorik (CD's etc) und unsere Wohnung ist auch weitgehend Kindersicher (bis auf die Küche aber da ist sie nie allein). Aber ich finde es einfach furchtbar wenn sie mit dem essen so rumsaut.

Und im Sandasten, da muss ich dir wiedersprechen, ich finde Kinder müssen lernen aufeinander rücksicht zu nehmen. Besonders wenn auch kleinere in der Nähe sind. Ausserdem geht es auch darum sie zu schützen. Meine Eltern haben zum Beispiel einen alten Pudel, wenn es dem zuviel wird schnappt er. Ich möchte aber nicht das sie gebissen wird. Wie kann ich ihr also klar machen das sie den Hund nicht ärgern soll???
Was machst du denn um dein Kind zu schützen? Du wirst es doch auch nicht auf die Strasse rennen lassen oder? Reicht da reden????

Liebe grüße

Nicht strafen sondern konsequent sein
Hallo,

ich denke, du beantwortest deine Frage schon selbst, indem du nicht auf das Strafen, sondern auf das Grenzen setzen abhebst

Vielleicht stellst du deine Frage noch mal unter der Fragestellung, wie setze ich meinem Kind Grenzen oder wie versteht es diese, dann entsteht auch keine ideologische Diskussion über das Thema Strafen.

Ich selbst habe das Buch von Dreikurs gelesen, als meine Kinder klein waren und fand dort viele gute Infos. Titel: Kinder fordern und heraus.

Ansonsten kann ich dir empfehlen an einem Elterntrainingskurs z.B. nach Triple P teilzunehmen. Dort macht man sich seine Reaktionen bewusst und vor allem welche Auswirkungen sie auf das Kind haben. Dadurch kann man aus seinem Verhaltensrepetoire solche Reaktionen aussuchen, die zur Situation passen. Du kennst selbst alle richtigen Verhaltensweisen, nur verwenden wir Eltern sie nach dem Versuch-und-Irrtum-Prinzip. Nach einem solchen Training kann man viel effizienter reagieren und kommt weitgehend ohne Strafen aus.

Ich selbst habe auch an einem Elterntraining teilgenommen, das viele Elemente des Triple P verwendet. Da ich allerdings drei Kinder mit ADS habe, musste das Training, für das ich mich entschied, intensiver und zeitaufwändiger sein. Für allgemeine Erziehungsfragen ist das Triple P allerdings ausreichend. Ich persönlich habe sehr profitiert und kann das wirklich nur empfehlen.

Viele Grüße
Dagmar

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9. März 2004 um 22:36
In Antwort auf polona_12077377

Sorry, hast mich wohl missverstanden
Ich meinte mit bestrafen nicht wie es klingt. Grenzen aufzeigen wäre wohl das bessere Wort gewesen....

Davon abgesehen bin ich davon überzeugt dass meine Kleine genau weiß was sie tut wenn sie mir an den Haaren zieht. Das macht sie nämlich nur wenn wir morgens im Bett liegen und ich noch vor mich hin schlafe. Wenn sie also aufmerksamkeit will. Tagsüber kann ich auf dem Boden liegen da fällt ihr garnicht ein mir an den Haaren zu ziehen, oder wenn ich sie trage, denn da beschäftige ich mich ja mit ihr. Und sie macht das auch mit einem Ruck und reißt daran. Mir tut das einfach furchtbar weh. Reden funktioniert überhaupt nicht. Sie ist ein kleiner Dickkopf.

Generell ist es mir egal dass sie Sachen ausräumt, ich finde es sogar gut für die Feinmotorik (CD's etc) und unsere Wohnung ist auch weitgehend Kindersicher (bis auf die Küche aber da ist sie nie allein). Aber ich finde es einfach furchtbar wenn sie mit dem essen so rumsaut.

Und im Sandasten, da muss ich dir wiedersprechen, ich finde Kinder müssen lernen aufeinander rücksicht zu nehmen. Besonders wenn auch kleinere in der Nähe sind. Ausserdem geht es auch darum sie zu schützen. Meine Eltern haben zum Beispiel einen alten Pudel, wenn es dem zuviel wird schnappt er. Ich möchte aber nicht das sie gebissen wird. Wie kann ich ihr also klar machen das sie den Hund nicht ärgern soll???
Was machst du denn um dein Kind zu schützen? Du wirst es doch auch nicht auf die Strasse rennen lassen oder? Reicht da reden????

Liebe grüße

Neulich
habe ich auch einen Artikel gelesen über Kindererziehung. Das Triple P scheint wohl schon sehr gut zu sein und dessen Erziehungsprinzipien. Auf einen Nenner gebracht_Liebe und Strenge sind die besten Prinzipien, nach denen man sein Kind erziehen kann.
Aber die betonen in dem Artikel auch, daß zuallererst LIEBE kommen muß, ohne Liebe sind alle Erziehungsprinzipien und alles Grenzen setzen Schall und Rauch.
Mein Sohn hopst auch auf mir herum, wenn ich eigentlich noch länger schlafen möchte, aber er schon aufstehen möchte. Gut, dann stehe ich halt auf. So ist das mit einem kleinen Kind.
Wenn ich etwas partout nicht mag, werde ich auch schon mal lauter und natürlich sage ich nein und schüttle den Kopf.
Bei der Straße bin ich besonders vorsichtig und wiederhole wie eine alte Gebetsmühle dieselben Sätze (daß er jetzt an die Hand muß,daß Autos gefährlich sind etc.) Meistens gibt er mir schon, obwohl er ansonsten frei laufen möchte, von selbst die Hand, wenn wir an eine Straße/Ampel kommen.
oder auf dem Spielplatz passe ich auch auf wie ein Heftelsmacher und ich sage ihm immer bei bestimmten Dingen "Aufpassen". Habe auch mal gelesen, daß man immer positiv formulieren sollte. also nicht fall da nicht runter, sondern "Halte dich gut fest". So was sage ich immer auf einer Rutsche "halte dich mit beiden Händen fest", wenn er z.B. frei balancierend da runter möchte. Etc. etc. Wenn er sich dann richtig festhält, lobe ich ihn. Das wird übrigens auch beim Triple P betont (laut Artikel), daß es viel wirksamer ist, über Belohnung zu erziehen, als über Verbote. Du mußt einfach das "richtige" Verhalten durch Lob verstärken.
Bei Hunden freue ich mich mit ihm,weil er die so liebt,aber sage auch da immer mit ernster Miene aufpassen und sage ihm auch, daß Hunde beißen können. Er scheint es zu begreifen. Ich wiederhole diese Dinge auch immer.
Ich habe auch schon in den Situationen draußen die Nerven verloren, muß ich zugeben und ihn z.B. unsanft in den Kinderwagen gesetzt, wenn er beim Bahnübergang nicht reinwollte. Mein Gott, ich bin auch nicht perfekt.
Aber ich finde im Großen und Ganzen klappt es gut so.
Ich mag einfach den Law- and Order -Ansatz in der Erziehung nicht und die Typen, die auf den Grenzen bestehen, als sei das das erste Erziehungsziel. Und wenn man seinem Kind nur das Zimmer zum Spielen läßt (gerade in den ersten Lebensjahren, wo sie doch überall dabei sein wollen und auch überall spielen möchten/sollen), ist das einfach daneben.
Bei mir kommt das Gefühl zuerst, weißt du, was ich meine? Das kommt auch bei den Kindern an und wenn ein Kind geliebt wird und von innen raus satt ist, wird es sich auch von alleine, wie es eben seinem Reifegrad entspricht, "manierlich" benehmen.

Viele Grüße

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4. Juni 2004 um 18:30

Hallo Temptress,
Da bin ich ganz Deiner Meinung.
Ich habe, wenn man das Bestrafung nennen will, eher zu anderen Mitteln gegriffen. Wenn sie gebissen haben, habe ich ihnen einfach gesagt, sie sollen sich mal selber in den Finger beissen, damit sie wissen, dass das wehtut. Natürlich haben sie dann nur ganz leicht zugebissen, aber sie hatten eine Vorstellung davon, wie sich das anfühlt. Oder ich habe an den Haaren mehr oder weniger fest, je nach Alter und Provokationsfaktor der Zwerge zurückgezogen.Zu demselben Mittel (leichtes Haareziehen)habe ich gegriffen bzw. greife ich immer noch, wenn sie einfach an Pflanzen Blätter unsinnig abrupfen. Wenn sie irgendwas angefingert haben, gabs erst mal 12500000mal das "Nein!"-Spiel. Entweder sie haben die Sachern dann in Ruhe gelassen oder sie haben einen Klaps auf die Pfoten bekommen, was dann zumindest für die näüchste Woche zum Erfolg geführt hat. Aber nach maximal 3 Durchgängen hatte es auch mein sturster Sohn kapiert.Mein Ältester hat das "Nein" bei einer kaputten Steckdose im Haushalt meiner Mutter nicht ernst genommen, da konnte ich mir dann den Klaps sparen, weil die Steckdose zuerst zugeschlagen hat und ihm einen gründlichen Schlag verpasst hat. Zum Glück ist ihm nichts Schlimmes passiert bei der Aktion. Die einzige Situation, wo ich sagen kann, dass meine 4 Kinder einen mehr oder weniger leichten Klaps auf den Po bekommen haben, war Weglaufen und Nichtreagieren beim Stopbrüllen im Straßenverkehr. Ich kann sie ja nicht gegen ein Auto rennen lassen, damit sie es lernen, dass es im Strassenverkehr gefährliche Situationen gibt. In dieser Situation hat der Klaps auch nichts damit zu tun, durch Schmerz zu bestrafen, da er sowiso meist Pampersgepolstert war. Es war eher das Signal: "Bis hierher und nicht weiter!". Und als gezielte Bestrafung wir dieser Klaps bei uns auch nicht eingesetzt, sondern als Reaktion auf eine höchst gefährliche Aktion, die das Kind selber noch gar nicht überblicken kann.
Und je älter sie werden, desto weniger oft brauchen sie diese Bestätigung. Jetzt gehts bei allen schon (fast immer) mit Klartext reden, um ihnen die Ernsthaftigkeit meines Anliegens klarzumachen.

Bestrafung ist bei uns eher ein Wiedergutmachen von Schäden. Wenn mein Großer die Trinkflasche eines Schulkameraden so durch die Gegend schmeisst, dass der Verschluss danach kaputt ist, muß er eben den neuen Verschluss von seinem Taschengeld zahlen. Wird die Küche mit Smacks ausgelegt, weil jemand zu schnell an die Packung wollte, muß derjenige eben saubermachen. Stellen sie im Garten, der nicht uns alleine gehört, etwas an, müssen sie eben je nach "Schwere des Vergehens" entweder den einen oder auch mehrere Tage im Haus bleiben. Wird das Bad beim Baden überschwemmt, wird eben das nächste Mal nur geduscht. Für das Löschen sämtlicher Programme am Fernseher, weil sie unerlaubterweise mit der Fernbedienung herumgespielt haben, gabs als Folge eine Woche kein Fernsehen, obwohl Fernsehverbot bei uns keine gängige Strafe ist und sonst nur ausgesprochen wird, wenn durch verzögertes Zimmeraufräumen einfach keine Zeit mehr bleibt, um vor dem Schlafengehen noch Sandmännchen zu schauen. Nicht aufgeräumte Spielsachen wandern einfach in eine Kiste in den Keller und sind dann eben ein paar Wochen nicht da, bis das Aufräumen wieder klappt. Da ist es auch schon passiert, dass wir 3 Wochen ein "spielzeugfreies Kinderzimmer" hatten.
Solche Aktionen regen meiner Meinung mehr zum Nachdenken an als körperliche Bestrafungen, die eigentlich gar keinen Bezug zum gebauten Bockmist haben.
Ich denke, wenn man sich so wie diese kalt duschende Mutter mit körperlicher Übermacht an seinem Kind vergreift, setzt das eine Gewaltspirale in Gang, die nur sehr schwer wieder zu bremsen ist. Spätestens in der Pubertät ist das Kräfteverhältnis körperlich ausgeglichen und es gibt mordsmäßige Probleme beim Durchsetzen elterlicher Interessen, weil dann die körperliche Übermacht nicht mehr da ist.
Sorry, ist leider sehr lang geworden.

Liebe Grüße

Igelbaby

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5. Juni 2004 um 18:28

Konsequenz und Verantwortung
Wenn meine Tochter den Brei vom Löffelchen runterpustet, nehme ich ihr das Essen weg. Wer mit dem Essen nur noch spielt, dürfte satt sein. Also braucht sie dann nichts mehr zu essen. Also ab aufs Zimmer.

Wenn sie mir an den Haaren zieht, nehme ich ihre Hände, drücke sie da weg und dann ziehe ich sie auch mal. Damit sie merkt, wie sich das anfühlt.

Bei einer 1jährigen würde ich letzteres allerdings nicht machen. Da würde ich nur die Hände aus meinen Haaren drücken und deutlich "Nein, das tut mir zu weh" sagen.

Mensch, was erwartest Du eigentlich von einem Kleinkind? Sie ist doch noch fast ein Säugling...

Murmel

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6. Juni 2004 um 13:52

Noch schlimmer!
Meine ex Freundinn erzählte mir mal, wie sie ihre damals 8 Jährige Tochter bestrafte! Sie hatte beim spielen ihre Kleider zerissen und ist 2 Stunden zu spät gekommen. Da ist meine Freundinn ins Badezimmer und hat in die Wanne kaltes Wasser eingefüllt. Dann hat sie ihre Tochter gepackt, ins Badezimmer getragen und hat sie nackt ausgezogen. Erst wurde ihr mal mit 10 Schlägen der blanke Popo versohlt und dann hat sie sie in die Wanne mit kaltem Wasser gesetzt. Sie musste dort 10 Minuten sitzen bleiben! Ihre Tochter hat geschlottert vor kälte! Als sie dann endlich rausgehoben wurde, musste sie sofort ins Bett.
Nachdem sie mir dies erzählte, hab ich ihr einen Eimer mit kaltem Wasser über den Kopf geleert und hab ihr gesagt, dass wenn sie so einen Mist nocheinmal tut, ich sie beim Jugendamt melde!

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