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Werde nicht mehr fertig mit 11-jähriger Tochter / Trennung mit Wechselmodell

22. Januar 2014 um 19:41

hallo zusammen,

ich versuche es kurz zu machen mein Problem hier zu schildern.

seit 3 jahren bin ich getrennt - die gemeinsame tochter wächst bei mir und meinem ex-mann (mein Verhältnis zu ihm ist gezwungen freundschaftlich, er hätte am liebsten nichts mehr mit mir zu tun) im sog. wechselmodell auf. d.h. sie ist 2 tage bei mir, 2 tage bei ihm, freitags ist sie - allerdings seit ihrem 3. Lebensjahr schon - immer bei ihrer Oma, Wochenende jeweils abwechselnd.

nun kommt sie wohl mit ihren 11 jahren schon in die pupertät....von den Spielchen die geschiedenen Eltern gegeneinander auszuspielen mittels einem ein schlechtes gewissen zu machen usw. mal abgesehen bin ich kurz vor der kapitualtion angekommen.

sie ist -ob ich es wahrhaben will oder nicht - wohl ziemlich verwöhnt und gewohnt ihren kopf durchzusetzen.
durch ein schlechtes gewissen meinerseits, zu wenig Konsequenz und der ständigen angst sie könnte sich "für ihren vater entscheiden" gebe ich ihr viel zu viel nach, diskutiere wo es eigentlich nichts zu diskutieren gibt (Hausaufgaben z.b. Spange tragen, zu bett gehen...)

habe inzwischen das gefühl nicht mehr mit ihr fertig zu werden, sie ist frech und beleidigend, ich fühle mich total hilflos und überfordert....
in dieser Hilflosigkeit drohe ich oft mit dingen, die sie dann noch mehr gegen mich aufbringen - wie zb verbot reiten............

ich will nur ihr bestes und hab das gefühl völlig zu versagen, am liebsten würd ich manchmal einfach die Verantwortung abschieben wollen und sie ganz bei ihrem vater lassen....

keine Ahnung ob mein Problem überhaupt rübergekommen ist, aber vielleicht weiß ja doch jemand was durch eigene ähnliche Erfahrungen....bin für jeden tipp dankbar.

vielleicht noch erwähnenswert, dass mein ex finanziell sehr viel besser gestellt ist als ich und ihr viele wünsche erfüllen kann, auch mit marken-Sachen die ich ihr und mir nicht leisten kann und auch nicht will, dennoch hat man immer den wunsch mithalten zu wollen, sprüche "dann frag ich halt papa, papa kauft mir das...." tun einfach nur weh

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28. Februar 2014 um 18:32

Ich kann es genau nachfühlen
Ich kann genau verstehen, was du meinst. Obwohl das Kind bei dir lebt, kannst du es nicht erziehen. Zur Erziehung gehören Grenzen und Konsequenz. Das ist in deinem Modell anscheinend schlecht möglich, da dein Kind immer ein Schlupfloch hat. Vielleicht auch nur vermeintlich. Ist es denn wirklich so, das der Vater nicht hinter deiner Erziehung steht und sie dir wirklich ausspannen würde? Hast du ihm darüber gesprochen? Ganz ehrlich, wenn ich mir manchmal ansehe, was bei diesen gemeinsamen Erziehungsmodellen so herauskommt, frage ich mich wirklich, ob diese moderne Errungenschaft wirklich so genial ist. Ich glaube, ein Kind zusammen zu erziehen, wenn man ein Paar ist, ist schon schwierig. Getrennt erst recht. Ich denke die Ängste bei deiner Erziehung dürften nicht sein. Damit kannst du gar nicht mehr handeln. Vermutlich musst du das Thema mit dem Vater offen besprechen. Ich müsstet euch absprechen, was auch immer passiert, euch nicht von eurem Kind ausspielen zu lassen. Auch wenn es noch so verlockend ist. Die Entscheidung eine Zahnspange zu tragen sollte nicht bei der Tochter liegen. Dazu hat sie nicht die nötige Weitsicht. Sie gewähren zu lassen schadet ihr ja. Vielleicht kannst du mit dem Vater reden? Wenn nicht, versuche dir Unterstützung zu holen. Ich war damals in ähnlicher Situation. Irgendwie habe ich mein Kind allein erzogen aber eigentlich doch nicht. Papa war unsichtbar immer dabei. Erst jetzt ist mir klar geworden, dass ich es nicht einfach so hätte hinnehmen dürfen. Mit 17 ist meine Tochter dann über Nacht zu ihrem Papi "geflohen". Weil ich so aggressiv und böse war. Es ist ganz schwer. Männer werden so belobigt, wenn sie auch nur einen Finger für ihre Kinder rühren. Es wird nie so kritisch hingesehen, wie bei den Frauen. Ich habe damals von meiner Familie immer gehört: "sei doch froh, dass er sich kümmert, Mensch, andere lassen nichts von sich hören und bezahlen auch nichts" Heute denke ich: falsch. Wer erziehen will, okay. Aber dann auch vernünftig. Alles Gute.

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10. März 2015 um 14:39

Wechselmodell...
Hallo, Erdbberfrosch!

Ich weiß nur zu gut wie es dir geht. Auch ich habe mich vor fast 2 Jahren getrennt, lebe seit gut einem Jahr mit meinem Lebensgefährten zusammen. Ich habe drei Kinder (16,13 und 7) und die mittlerste versteht es fabelhaft, auch mir genau dieses Gefühl zu vermitteln.
"Drüben" wird alles relativ locker gesehen, mein Ex lebt dort mit seiner neuen und deren 3 Kindern zusammen. Diese gute neue Frau hat zudem noch einen Riesenproblem mit mir und fördert dieses Verhalten von meiner mittleren Tochter noch, in dem sie sie immer wieder in "verständnisvolle" Gespräche verstrickt, mit dem Ziel , dass ich und mein Freund schlecht da stehen...
Faktisch kümmern wir uns viel mehr um Orga, gemeinsame Zeit usw. als der Vater....Auch alleinige Zeiten mit ihm gibt es dort drüben nur für meinen ältesten Sohn (gemeinsamer Stadionbesuch), alle anderen laufen "so mit"...
Tja, dieses Gefühl der Ohnmacht, immer wieder das ... mit Grenzen zu sein und der unbequemere Teil zu sein, ist manchmal ziemlich frustrierend. Auch 12 Termine bei der Erziehungsberatung von uns als Eltern hat faktisch gar nichts gebracht. Er möchte überhaupt keinen Kontakt...gemeinsame Gespräche finden nicht statt. Nur die Stunde bei der EZB....

Das Gefühl "dann entscheidet sie sich vielleicht für drüben" habe ich akzeptiert und versuche, das auch als Möglichkeit immer wieder im Auge zu haben. der Psychologe hat gesagt, Kinder brauchen diese Reibung und ich "mache alles richtig" ...Aber Theorie und Praxis....


Lg
Sonneundmeer72

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13. März 2015 um 15:23

Vater gegen Mutter nach der Trennung
Ich habe jetzt auch die gleiche Problemen nach meine Trennung,aber das Kind ist noch nur noch 6 Jahre alt.Ich finde ist die Situation ist unmöglich,wenn die Papas Ihre Pluspunkten sammeln.Es ist egal,ob das für Kind schadet oder nicht,wichtig ist sich ,als was besseres ,als Mutter stellen.
Warum kann Hand in Hand arbeiten für Wohl des Kindes.
Viel Kraft für Mutter !!!

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