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Wer darf entscheiden?

17. April 2015 um 14:09

Hallo, Ihr lieben!

Ich habe bis jetzt erst ein paar Diskussionen von Euch gelesen und bin sehr entlastet darüber, dass es außer mir noch andere Menchen gibt, die Schwierigkeiten mit dem Leben in einer Patchworkfamilie haben.

Kurz zu meiner Situation, ich bin seit 11Jahren mit meinem Freund zusammen. Aus der vorangegangenen Beziehung hat er zwei Töchter (14 und 11Jahre alt). seit über 10Jahren wohnen wir zusammen so dass die Mädchen es eigentlich kaum anders als mit ihrem Vater und mir zusammen kennen. Mein Freund und ich haben zwei gemeinsame Söhne (4 und 6Jahre alt). Die Töchter leben bei ihrer Mutter zu welcher ich seit ca 2Jahren ein zunehmend schlechtes Verhältnis habe (es war nie wirklich gut, aber wir konnten uns an den wenigen Berührungspunkten gegenseitig "aushalten")
Die Erziehung der Mädchen ist ein besonderer Punkt, der immer wieder zu Konflikten führt aber besonders belastend erlebe ich in dem letzten Jahr, dass Entscheidungen getroffen werden, ohne, dass ich ein "wirkliches" Mitspracherecht habe. HIer hat es mit verschieben und "splitten" von Wochenenden angefangen (die Mädchen waren früher 1xin der Woche mit Übernachtung und an jedem zweiten Wochenende bei uns) und gipfelt in meinem Erleben jetzt darin, dass die ältere von beiden jeden zweiten Monat komplett bei uns wohnen möchte. Für mich ist das sehr schwierig, besonders, weil meine Ideen und Gedanken zu einem gemeinsamen gelingen genau so wenig gehört und besprochen werden, wie meine Befürchtungen. Inzwischen läuft diese Regelung schon ein paar Montate und ich bin zunehmend genervt von diesem Konstrukt. Ich komme mir vor wie eine Angestellte, die neben der Arbeit noch eben den Haushalt und alles, was damit zusammenhängt für nun 5 Personen macht. Die Tochter selbst bringt sich in den Alltag kaum ein, braucht keine Aufgaben übernehmen und genießt einen ganz besonderen Status - im Gegensatz zu unseren beiden Söhnen, bei denen es mir wichtig ist, dass sie sich um einen Teil selber kümmern und selbstständig Dinge übernehmen.
In meinem Erleben ist dieser Umgang mit der "Erstgeborenen" meines Freundes unglaublich ungerecht den Kindern und mir gegenüber. Ich weiß, ich habe mich für einem Mann mit Kindern entschieden, da war aber klar, dass die beiden bei ihrer Mutter leben. Auch in den ersten Jahren gab es Konflikte darum - immer und immer wieder....
Die neuste Entwicklung (und der Grund, warum ich mich auf die Suche nach einem Forum gemacht habe) ist, dass die Tochter dieses Konstrukt gerne weiterleben möchte - ich bin total dagegen, da mich das sehr belastet. (Meinem Freund erscheint dieses phasenweise auch zu viel neben zwei Jobs - dies kann der will er sich aber nicht oder in nur seehr seltenen Momenten eingestehen.) Gemeinsame Zeit gibt es kaum, da er sich nach Feierabend viel um seine Tochter - etwas um unsere Söhne und quasi nicht um unsere Beziehung kümmert oder bemüht.
Die Mutter der Mädchen ist auch gegen dieses Konstrukt, möchte ihre Tochter bei sich haben (kann wahrscheinlich schlecht loslassen oder ist auf den großzügig berechneten Unterhalt angewiesen)
Mein Freund lebt den Ansatz, dass einzig das Kind alleine entscheiden kann und darf, wo es leben möchte und dass die Erwachsenen (in diesem Fall die Mutter und ich) dies zu akzeptieren haben.

Ist das so? Was sagt Ihr dazu?
Ich bin verwirrt und erschrocken über so wenig Miteinander..

Ich würde mich sehr über Rückmeldungen, Erfahrungen und Ideen von Euch freuen..

Viele Grüße..

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