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Wenn man nicht erwachsen wird..

6. Januar 2010 um 13:20

Ich bin 26 Jahre alt und stehe kurz vor Ende meines Studiums. Ich wende mich an euch, da ich schon seit einigen Jahren immer wieder in therapeutischer Behandlung befinde, jedoch ohne den Erfolg den ich mir davon erhofft hatte. An manchen Tagen geht es mir gut und ich denke, dass ich das schaffe, doch dann kommen diese dunklen, panikerfüllten Tage wo es gar nicht mehr geht.

Ich habe keine Freunde und ich hatte noch nie eine feste Beziehung. Ich habe keine besonderen Fähigkeiten, noch würde ich sagen ich leiste in der Arbeit das was ich könnte. Ich bin relativ ängstlich und meine Eltern unterstützen mich in Vielem und sind immer für mich da.

Ich fühle mich stehts träge und antriebslos, müde und habe das Gefühl dass ich mich nicht weiterentwickle. Um genau zu sein, fühle ich, dass ich immer noch ein Kind und keine erwachsene Frau bin. Das wird mir langsam deutlich, vor allem jetzt im ersten Beruf und auch im Studium-ich bin sehr unselbstständig und emotional hinten nach. Wärend andere Kollegen meines Alters wissen was sie tun und Dinge anpacken-fühle ich mich hilflos und wünschte meine Eltern würden mir helfen.

Da ich keine Freundschaften habe und keine Beziehungen-verbringe ich viel Zeit mit meinen Eltern oder alleine vor dem Fernseher-bei meinen Eltern fühle ich mich wohl und behütet-bekomme aber immer wieder Panik, weil ich merke, dass sie älter werden und irgenwann nicht mehr da sind, daher ich dann ganz auf mich allein gestellt bin. An den anderen Tagen flüchte ich mich nach der Arbeit vor den Fernseher-wobei ich manchmal Tagelang nur fernsehe-letargisch. Manchmal, wache ich aus dieser Litargie auf, jedoch ist dies immer seltener.

Schlimm ist für mich, dass andere Kollegen bereits Familien gründen, Karrieren beginnen, Verantwortung übernehmen und ich das nicht fühle, schaffe, kann. Das artet dann in immer schlimmeren Panikattacken aus.
Ich habe im Laufe meines Teenageralters gelernt mich so zu verhalten, dass andere meine Unsicherheit nicht merken-nach außen wirke ich laut Feedback anderer 'distanziert, arrogant', ohne es wirklich zu sein. Selbst als ich letztens einen Lebenscoach anrief im Radio war ich souverän und eloquent-schlimm war, dass auch er nicht erkannte, das dies ein Schutzwall war.

Ich weiß, dass das Problem die enge Bindung zu meinen Eltern ist, beziehungsweise ihr Verhalten zu mir. Meine Eltern hatten vor mir eine Tochter zur Welt gebracht die körperlich und geistig behindert war und immer unterentwickelt blieb daher von Anfang an im Spital versorgt werden musste. Ich denke meine Eltern haben ihre ganze Liebe und Fürsorge auf mich projiziert. Selbst im Teenageralter oder bis jetzt, ist es normal, dass sie etwas erledigen wenn ich sie darum bitte oder mir 'zu Hilfe eilen',...Ich kenne es nicht anders..trotz der Tatsache dass ich alleine wohne-haben sie die WOhnung für mich besorgt, weil ich sonst aus Angst nicht ausgezogen wäre..usw...

Ich weiß, dass das falsch ist..und ich erkenne es jetzt..aber es macht mir Angst..ich habe weder in der Arbeit noch sonst wo..das Gefühl erwachsen zu sein..wenn in der Arbeit was schiefgeht, denke ich unbewusst, na und, dann mache ich es in der nächsten besser und im schlimmsten Fall sind meine Eltern da, die mir helfen. Oder bei Freunden denke ich oft unbewusst, dass ich mir viel mehr erlauben kann, dass sie mich so lieben müssen wie ich bin-ich werde oft depressiv und fühle mich zurückgestoßen, wenn ich merke, dass sie sich mit anderen auch so gut verstehen wie mit mir..
dies ist wieder die Elternthematik

Ich hatte bis letztes Jahr iene Freundin die wesentlich älter war als ich-sie ist jetzt 44-wir verstanden uns unglaublich gut-weder meine Eltern noch die zwei Freundinnen verstanden warum-bis ich letztes Jahr selbst draufkam-sie war selbst ein 'wohlbehütetes Kind' deren Eltern alles für Sie taten-sie hat bis jetzt keine Beziehung und lediglich Freundschaften mit wesentlich jüngeren Personen wie mir-sie hat trotz ihres damals absolvierten Studiums keinen guten Job und ist mit ihrem Leben unglücklich-aus Sicht meiner Bezugspersonen ist sie immer noch 20. Das hat mich letztes Jahr geschockt, da ich mich in ihr wiedererkannt habe.Es gibt Tage an denen ich nicht mehr leben will, weil ich merke, dass mit mir das nicht stimmt-dies wird mit den Jahren schlimmer.

Ich wende mich an euch weil ich das wirklich von ganzem Herzen ändern möchte-ich habe große Angst davor irgend wann wie diese Freundin 40 zu sein und immer noch 'unterentwickelte' 13 zu sein. Ich habe in der studentischen Beratungsstelle letztens gesprochen und die Psychologen empfehlen mir immer wieder unterschiedliche Therapieformen. Das verunsichert mich sehr. Geht es anderen hier vielleicht ähnlich..fühle mich damit nämlich ziemlich allein..

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31. Oktober 2010 um 13:28

Wenn man nicht erwachsen wird
ich durchstöberte eben das Internet nach" Krankheitsbildern" wie ich es nenne die zu meiner Person passen, las deinen Artikel und dachte, da schreibt jemand über mich.
Ich kann so verstehen wie du dich fühlst.
Auch ich habe erst vor kurzem erkannt was genau das Problem ist. Ich hatte schon früh Probleme mich anzupassen. Verantwortung, Leistung erbringen. Das ist Druck für mich den ich nicht bewältigen kann. Ich habe privat kaum Kontakt zu Menschen und das obwohl ich gar nicht so unbeliebt bin.
Ich bin 28 und noch immer in der Ausbildung.
Dies macht mir Ausnahmsweise mal Spaß und ich werde sie auch Erfolgreich absolvieren, jedoch habe ich Angst vor der Arbeitswelt danach. Trotz dass ich fast nur 2er auf dem Zeugnis habe, würde ich am Liebsten noch 2 Jahre Ausbildung ranhängen, denn meine Klasse ist lustig und wir haben kaum Verantwortung. Es passt gerade ausgezeichnet zu meiner Person. Man findet mich lustig und ich komme wirklich super mit den erheblich jüngeren aus. Das ist ein Problem da ich in der Realität also mit Menschen in meinem Alter nicht klarkomme, da diese "erwachsen" sind und ganz andere Interessen pflegen.

Ich kann nicht ertragen, wenn Freundinnen einen Freund kennenlernen und dann noch schwanger werden, weil ich dann immer eine Freundin verliere. Es geht dann nur noch um Babys und alles womit ich nichts anfangen kann.

Es ist ein Teufelskreis. Ich liebe Babies, aber ich bin noch lange nicht soweit. Jetzt wohne ich auch wieder bei meiner Mutter. Wir verstehen uns eigentlich nicht so gut, aber ich fühle mich trotzdem geborgen bei ihr und habe auch Angst was ist wenn sie nicht mehr da ist???

Ich lasse niemanden in mein Zimmer da es wie ein Kinderzimmer aussieht. Ich schaue neben Krimis und Thriller auch gerne Kindersendungen.

Der Witz ist, dass man es mir nicht anmerkt. Ich bin attraktiv und wirke selbstbewusst. Aber in Wirklichkeit bin ich verloren wie sonst niemand.

Ich habe früh angefangen im Bordell zu arbeiten.
Mit 19. Hier wieder der Witz. Ich brauchte das Geld nicht. Aber Sex wollte ich auch nicht. Aber irgendetwas zog mich dorthin.
Heute weiß ich, dass es zu meinem Krankheitsbild nur logisch erscheint. Weil dort viele Frauen arbeiten die fast alle das gleiche Problem haben. Man kann dort ein Mensch sein der man eigentlich gar nicht ist oder wie in meinem Fall, ich kann sein so wie ich bin. Nur dass ich immer schon ein Problem mit der Arbeit hatte. Also ja eigentlich kontraproduktiv.
Aber Menschen wie ich kommen natürlich dort besser klar als in der Realen Welt. Ich habe keinen Druck eine Leistung erbringen zu müssen und alle diese Mädchen haben mehr oder weniger einen Knall.

Sobald ich einen normalen Job mache, kommen all die Probleme.

Ich arbeite nun nicht mehr im Bordell und kämpfe mich durch um auch normal zu sein, aber es ist schwierig.
Ich bin ja nicht blöd nur unfähig.
Ich habe einmal eine Therapie gemacht und habe mich so unverstanden gefühlt. Ich wäre eine so Selbstbewusste Frau und müsse meinen Weg eben noch finden.....

Wenn das Leben ein Abenteuerspielplatz wäre........

Kommst du zufällig aus Berlin???
Ich bin ganz schön froh, deinen Artikel gefunden zu haben.

Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende. Und Kopf hoch!
Was wäre wenn es uns nicht gäbe?

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5. Dezember 2010 um 1:34

Hey
Ich verstehe dich sehr gut. Ich bin 21 und habe extreme Angst, von zu Hause auszuziehen. Dazu wäre es vielleicht wichtig etwas meinen Hintergrund zu kennen. Ich wohne alleine mit der Mutter und sie ist sehr tyrannisch. Anders kann ich es gar nicht sagen. Immer wenn sie nach Hause kommt, zucke ich zusammen und fürchte mich davor, was sie wieder sagt. Jedesmal beschwert sie sich über dies und das, schreit mich an wegen den belanglosesten Dingen (Beispiel: "Wieso lernst du überhaupt noch im Wohnzimmer um Mitternacht? Das ist mein Haus und das will ich nicht. Geh gefälligst in dein Zimmer....Das ist ja nicht normal, immer lernst du für die Uni. Hast nie Zeit zum reden." Dann geh ich in mein Zimmer, gebe Ohropax rein dass ich das Geschrei nicht höre von wegen: "Undankbar! Ich mache alles und du bist keine Hilfe etc." und dann kommt sie immer in mein Zimmer oder rüttelt an der Tür...Dann ist sie wieder supernett und gibt mir einen Gutenachtkuss. Ich weiss dan gar nicht mehr wieso ich ein Problem mit ihr habe. Im gleichen Zug weiss sie dann aber wieder nicht, was ich überhaupt für ein Fach studiere. Es ist die reinste Gefühlsachterbahn zwischen Erniedrigung und Geliebtwerden. Ich bin ja mit ihr aufgewachsen, sie war immer meine Bezugsperson und ich liebe sie eigentlich. Ich fühle mich total schlecht wenn ich sie so verurteile, Aber es wird immer unerträglicher und ich merke, wenn ich nicht ausziehe werde ich ernsthaft krank. Ich bin schon bei einem Psychologen wegen Angstattacken und konnte mich einigermassen auffangen, aber in diesem Umfeld merke ich, wie ich keine Kraft mehr aufbringen mag. Ich blicke auf meine Kindheit zurück und bin nur noch traurig. Mein Vater wäre fürsorglich und lieb, bei ihm könnte ich das Vertrauen finden, das mir fehlt. Aber er war im Gefängnis als ich ein Kind war und ich habe eine totale Distanz ihm gegenüber aufgebaut, dass ich diese Zeit überhaupt überstehen konnte. Auch kann man teilweise nicht so gut mit ihm reden, da er es zwar immer gut meint mit mir aber oft nicht so tiefe Gespräche führen will.
Ich habe mir in meiner Fantasie eine heile Familie gebaut, habe immer alles ertragen, war stark, habe weggesteckt. Immer hatte ich diesen Gedanken :"Dir geht es doch gut. Du hast eine nette Familie etc." Seit ich 21 bin ist plötzlich ein Schalter umgekippt. Ich bekam diffuse Panik und zog mich total zurück. Ich konnte niemandem mehr ins Gesicht sehen und mit ihm sprechen, ohne dass sich mein Herz zusammenzog und ich wegrennen wollte. Ich hatte und habe Angst, dass man irgendwie merken könnte wie verletzlich und abhängig ich bin. Wie unfähig.
Bei der Arbeit kam ich in total peinliche Situationen da mir der eine Chef totale Panik einjagte und ich mich komisch verhielt, wenn er in meiner Nähe war. Gleichzeitig konnte ich aber bis heute ein Bild von mir gegen aussen aufrecht erhalten, dass witzig, offen und fröhlich rüberkommt. Ich habe viele Freunde, aber nur oberflächlich. Sonst würde es schon problematisch werden. Die näheren Freunde kennen meine Situation.
Ich weiss das klingt jetzt unlogisch. Aber ich bin zwei Personen in einer. Die eine ist mutig, spricht andere an, hält souverän Vorträge und die andere ist abhängig, will sehnsüchtig geliebt und gehalten werden, hat grosse Angst und traut sich nichts zu.
In letzter Zeit habe ich mich total viel mit meiner Kindheit auseinandergesetzt und ich war so verloren, weil einfach nichts so ist wie ich es mir eingeredet habe. Ich fühle mich hilflos und alleine und kann mir aber gleichzeitig nicht vorstellen, von zu Hause wegzugehen. Ich traue mir diese Kraft nicht zu. Ich habe das Gefühl ich bin niemand 'Richtiges' der so sein kann wie die anderen und die Dinge in die Hand nehmen kann. Lustig ist auch, dass ich am Liebsten Kinderfilme schaue, mich kindlich anziehe und kindliche Frisuren mache. Das fällt jetzt nicht so auf gegen aussen aber ich weiss dass es nicht ganz normal ist. Bei mir ist es so, dass ich mir wünsche, ein Kind zu sein das beschützt wird und dem nichts passieren kann.

Du siehst, ich habe nicht denselben Hintergrund aber doch einige Parallelen.

Vielleicht können wir uns ja gegenseitig helfen

Ich glaube auf jeden Fall ganz fest daran, dass sich diese Situation ändern kann, wenn ich mich für mich einsetze. Auch wenn ich manchmal die Hoffnung verliere, sie kommt immer wieder!

Wegen der studentischen Beratungsstelle: Das Problem hatte ich auch. Die Therapieform spielt meiner Meinung nach zwar nicht gross eine Rolle, sondern ob man daran glaubt und dort eine gute Unterstützung kriegt, aber trotzdem eine kleine Aufzählung:

Verhaltenstherapie: Eher Arbeit auf Symptomebene, es geht darum, Kompetenzen zu erwerben, die dich stärken und weiterbringen. Zwar werden auch Probleme aufgegriffen und diskutiert, aber nicht so tiefgehend wie die untenstehende Variante.

Psychoanalytische Richtung (Meist tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie): Hier geht es eher um die Aufarbeitung deiner Geschichte, deiner Hintergründe und die Akzeptanz deiner Person. Der Erwerb von Kompetenzen sollte automatisch mit grösserer Selbstsicherheit erfolgen, oder man könnte eine Verhaltenstherapie anschliessen.

So, das war jetzt aber lang.

Ganz liebe Grüsse

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6. Dezember 2010 um 22:33
In Antwort auf eadan_12253003

Wenn man nicht erwachsen wird
ich durchstöberte eben das Internet nach" Krankheitsbildern" wie ich es nenne die zu meiner Person passen, las deinen Artikel und dachte, da schreibt jemand über mich.
Ich kann so verstehen wie du dich fühlst.
Auch ich habe erst vor kurzem erkannt was genau das Problem ist. Ich hatte schon früh Probleme mich anzupassen. Verantwortung, Leistung erbringen. Das ist Druck für mich den ich nicht bewältigen kann. Ich habe privat kaum Kontakt zu Menschen und das obwohl ich gar nicht so unbeliebt bin.
Ich bin 28 und noch immer in der Ausbildung.
Dies macht mir Ausnahmsweise mal Spaß und ich werde sie auch Erfolgreich absolvieren, jedoch habe ich Angst vor der Arbeitswelt danach. Trotz dass ich fast nur 2er auf dem Zeugnis habe, würde ich am Liebsten noch 2 Jahre Ausbildung ranhängen, denn meine Klasse ist lustig und wir haben kaum Verantwortung. Es passt gerade ausgezeichnet zu meiner Person. Man findet mich lustig und ich komme wirklich super mit den erheblich jüngeren aus. Das ist ein Problem da ich in der Realität also mit Menschen in meinem Alter nicht klarkomme, da diese "erwachsen" sind und ganz andere Interessen pflegen.

Ich kann nicht ertragen, wenn Freundinnen einen Freund kennenlernen und dann noch schwanger werden, weil ich dann immer eine Freundin verliere. Es geht dann nur noch um Babys und alles womit ich nichts anfangen kann.

Es ist ein Teufelskreis. Ich liebe Babies, aber ich bin noch lange nicht soweit. Jetzt wohne ich auch wieder bei meiner Mutter. Wir verstehen uns eigentlich nicht so gut, aber ich fühle mich trotzdem geborgen bei ihr und habe auch Angst was ist wenn sie nicht mehr da ist???

Ich lasse niemanden in mein Zimmer da es wie ein Kinderzimmer aussieht. Ich schaue neben Krimis und Thriller auch gerne Kindersendungen.

Der Witz ist, dass man es mir nicht anmerkt. Ich bin attraktiv und wirke selbstbewusst. Aber in Wirklichkeit bin ich verloren wie sonst niemand.

Ich habe früh angefangen im Bordell zu arbeiten.
Mit 19. Hier wieder der Witz. Ich brauchte das Geld nicht. Aber Sex wollte ich auch nicht. Aber irgendetwas zog mich dorthin.
Heute weiß ich, dass es zu meinem Krankheitsbild nur logisch erscheint. Weil dort viele Frauen arbeiten die fast alle das gleiche Problem haben. Man kann dort ein Mensch sein der man eigentlich gar nicht ist oder wie in meinem Fall, ich kann sein so wie ich bin. Nur dass ich immer schon ein Problem mit der Arbeit hatte. Also ja eigentlich kontraproduktiv.
Aber Menschen wie ich kommen natürlich dort besser klar als in der Realen Welt. Ich habe keinen Druck eine Leistung erbringen zu müssen und alle diese Mädchen haben mehr oder weniger einen Knall.

Sobald ich einen normalen Job mache, kommen all die Probleme.

Ich arbeite nun nicht mehr im Bordell und kämpfe mich durch um auch normal zu sein, aber es ist schwierig.
Ich bin ja nicht blöd nur unfähig.
Ich habe einmal eine Therapie gemacht und habe mich so unverstanden gefühlt. Ich wäre eine so Selbstbewusste Frau und müsse meinen Weg eben noch finden.....

Wenn das Leben ein Abenteuerspielplatz wäre........

Kommst du zufällig aus Berlin???
Ich bin ganz schön froh, deinen Artikel gefunden zu haben.

Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende. Und Kopf hoch!
Was wäre wenn es uns nicht gäbe?

Huhu

wenn du etwas erreichen oder ändern willst in deinem leben... du kannst es nur selbst, wenn du aktiv wirst.

wenn du keine freunde hast, wird sich daran nichts ändern, wenn du allein vor dem fernseher hängst oder nur mit deinen eltern unterwegs bist.

es wird doch sicher irgendetwas geben, was dir spaß macht ? sei es sport irgendwelcher art, musik, kunst, basteln...

du könntest einem verein gleichgesinnter beitreten und zumindest würden sicher nette neue kontakte ergeben, auch wenn sich nicht gleich die besten freunde sind... aber wer weiss, was sich daraus ergibt ? mal eine einladung zu einer party, wo du deinen traummann findest ?

aber das allerschwierigste dabei ist einerseits die einsicht, dass sich nur etwas ändert, wenn du selbst aktiv wirst und andererseits die überwindung des inneren schweinehundes.

ich habe in diesem jahr inlinerfahren gelernt, weil es mich immer schon faszinierte und ich auch als kind gern schlittschuh gelaufen bin.

anfangs war ich auch noch sehr linkisch... aber ich hab mir nichts draus gemacht, all die anderen haben auch irgendwann mal damit angefangen.

auch wollte ich anfangs nicht alleine gehen, sondern suchte immer ein opfer, was mich begleitet. als mir das aber zu nervig mit der abstimmung wurde, bin ich eines tages allein gegangen.

ich hab eine schöne strecke um einen see herum gefunden und genieße es mittlerweile sehr, es auch einfach allein zu machen. durch sport wird ein glückshormon im körper ausgeschüttet und man fühlt sich hinterher richtig gut. angenehmer nebeneffekt war, dass ich allerhand abgenommen habe, somit nebenbei ein anderes problem gelöst habe, was mich jahrelang belastet hat.

Und ich hab mich so manches mal gequält, wenn es windig war oder anfing zu regnen, aber hinterher konnte ich doppelt stolz auf mich sein, was mein selbstwertgefühl gestärkt hat.

Kurzum: wenn dir dein leben nicht gefällt: ändere es. nur du kannst es. aber du musst dir gedanken machen, wie du das erreichen kannst (keine ausreden suchen, warum es nicht geht !) und du musst dich überwinden - das schwerste.

viel kraft !

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15. Februar 2014 um 8:41

Krasse parallelen
ich bin nur durch zufall hier gelandet. eigentlich wollte ich nach einem gendefekt suchen,
der die kindliche kunst des lernens auch im erwachsenenalter aktiv läßt. das macht sich natürlich auch im verhalten bemerkbar...

jedenfalls hab ich deinen artikel überflogen und sehr viele dinge gelesen die mich verdammt an mich erinnern.
Ich hab ziemlich heftig adhs. für viele eine belastung ist es für mich ein segen.
ich will meinen, vielleicht hast du adhs!?
jedenfalls hab ich es und ich höre dinge von dir die ich nur allzugut kenne.
was der unterschied zwischen uns beiden ist -> adhs oder nicht, das wissen anderst zu ticken sollte einem keine angst machen.
wie andere zu sein ist sicher schön... aber wenn man schon außen steht,
sollte man die einzigartige möglichkeit wahrnehmen auch anderst zu sein.
ob du das genießt was du tust, liegt in deinem eigenen ermessen...

ich kann tagelang rumflacken und mich mit tv und videos vollknallen bis mir die birne schmilzt
oder ballerspiele zocken bis sich die netzhaut ablöst
oder beides gleichzeitig ich tue das für mich.
genauso pflege ich auch hin und wieder bekanntschaften zum gegenseitigen zeitvertreib.

versuch einfach deinem leben einen einklang zu verpassen.
öffne dich neuen dingen, spiel mal am computer.
lies ein buch, "die kunst des krieges" von sunzi birgt auch strategien die man im
job und in der beziehung anwenden kann. -und da ist "den gegner dort angreifen
wo er gerade nicht ist" noch die schwächste anekdote die doch so bekannt ist.-
hin und wieder hängst du auch mal mit irgendwelchen leuten rum.
-ich zum beispiel bin ein rarer gast. man sieht mich einfach sehr selten aber wenn ich dann mal da bin dann richtig-
jeder kennt irgendwen irgendwie, also red dir nicht ein du hättest keine potentielle freunde.

ich weiß nicht ob der beitrag noch was bringt, dich erreicht, oder deinen aktuellen umständen entspricht.

die ethische lehre des daos/daoismus besagt, dass sich alle menschen am großen dao (Die Lehre des Weges) ausrichten sollen.

-hat nichts mit religion zu tun!-

durch das beobachten und nicht-eingreifen in die welt, soll man sich des Daos gewahr werden und den eigenen platz im kosmos einnehmen.
natürlichkeit und spontanität (und die dadurch erworbene erkenntnis des eigenen weges, durch tun und nicht tun) sind leitende prinzipien
daoistischer ethik. durch eine feine intuition kann man sich dem lauf der dinge anpassen und den zustand einer !heiteren gelassenheit! erlangen.

da alles im wandel ist, geht es auch darum, sich stets den bedingungen bestmöglich anpassen zu können. das
nicht-eingreifen bzw. das nicht-erzwingen und damit letztlich das nicht-handeln
werden als "Wu Wei" (enthaltung eines gegen die natur gerichteten handelns) bezeichnet.

ein blinder aktionismus soll durch innere ruhe und angemessenes tun ersetzt werden.
selbstbezogenheit ist hinderlich am handlungsprinzip des "Geschehenlassens".

wer sich nicht auf dem Dao befindet geht den weg des "Yu Wei" (die "kunst" sich das leben schwer zu machen).


seinen charakter zu verändern oder zu verbiegen steht entegegen der lehre des dao und kostet sehr viel kraft, vorallem mental.
das ist auch der grund für deine panikattacken, die hatte ich allerdings schon mit 13 jahren.
seitdem ich 5 jahre alt wurde und sich mein charakter formte brach das adhs aus
-welches auf einen geburtsunfall zurückzuführen ist in der ich mich selbst mit der nabelschnur zu strangulieren drohte.
der sauerstoffentzug schädigte nur die dopamindrüse-, abdann kämpfte ich gegen freunde, feinde, meine eltern und vorallem gegen mich.
ich versuchte wilde strategien zu entwickeln um mich zu integrieren und übersah in mich hineinzuhören.
obwohl ich so gern dabeisein wollte, wollte ich tief in mir eigentlich meine ruhe.
letztlich erkannte ich die angst etwas verpassen zu können. es ist eigentlich nur in unseren köpfen, das vergessen wir oft.

nur wer bereit ist innere zufriedenheit zu erlangen, erlangt sie auch wirklich!


hätte nicht gedacht, dass es frauen gibt denen es
auch so geht
mach einfach das beste daraus, das leben kann so wunderbar sein wenn man das tun kann was man möchte^^

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