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Wenn man die Familie nicht mehr ertragen kann

19. November um 14:48

Hallo an alle Leser,

ich bin Jonas, 23 Jahre alt. Ich komme aus einer schwierigen Familie. Mein Vater war über meine gesamte Kindheit an Drogen und Alkoholabhängig. Meine Mutter, die sich räumlich erst sehr spät von ihm getrennt hatte, war eine tickende Zeitbombe. Sie hat sich erst von ihm getrennt, als ich 12 wurde. Ich habe einen großen Bruder, 4 Jahre älter als ich. Wir alle haben stark unter meinem Vater gelitten, mein Bruder und ich leider auch unter meiner Mutter und unseren Großeltern. 

Ich wollte als Kind immer den Kontakt zu meinem Vater halten, obwohl er unberechenbar war und man nie wusste, ob er heute trinkt, oder nicht.
Meine Mutter fuhr mich dann oft trotzdem zu ihm, obwohl die Wahrscheinlichkeit sehr hoch war, dass er im Verlauf des Abends einen gewissen Pegel erreichen würde. Wenn ich dann bei ihm war trank er viel Wein und war innerhalb weniger Stunden bis Minuten kaum wiederzuerkennen. Er sprach extrem abwertend über meine Mutter, wurde laut und aggressiv. Ich war gerade mal 10 oder 11, da hat er mich betrunken festgehalten und mein Ohr geleckt.. ich habe geschrien und geweint, aber er lies nicht ab. Sowas spielte sich immer wieder ähnlich ab. Mal schlimmer mal weniger "schlimm". 

Ich war immer ziemlich schlau und meine Lehrer haben viel von mir gehalten. Die Frage war immer: "Warum nutzt der Junge seine Fähigkeiten nicht und hält nie was durch?" Ich war von der 6-9 Klassenbester, hatte aber die meisten Fehlzeiten aus dem kompletten Jahrgang. Aus der Gymnasialen Oberstufe wurde der MSA und daraus schnell der Hauptschulabschluss. Schulisch ging es immer weiter Berg ab. 

Je älter ich wurde desto mehr habe ich das Leben als solches hinterfragt. Ungerechtigkeit ist für mich schwer auszuhalten und dazu kommt, dass ich mit der Zeit ein Verhalten angeeignet habe, welches viele als nicht Gesellschaftsfähig beschreiben würden. Ich sage grundsätzlich was ich denke und fühle. 

Aber weiter mit meiner Familie.. Mama trennte sich von Papa, da wurde ich 12. nach wie vor ging ich noch oft zu ihm um mich seelisch missbrauchen zu lassen. Zuhause bei Mama gab es immer viel Streit und Krach, weil wir alle durch die Umstände speziell wurden. Mein Bruder wurde immer materieller, hat sich abgekapselt, indem er früh zu unseren Großeltern zog. Ich hingegen blieb bei meiner Mutter. Ich bin in der Schule also immer schlechter geworden, war so gut wie nie da. Meine Großeltern haben meine Eltern ersetzt, in dem sie sich um mich und meinen Bruder kümmerten. Hilfe verstehen meine Großeltern unter Geld. Sie haben mir haufenweise Geld gegeben um mir ein schönes Leben zu gestalten. Ich habe mit diesem Geld nur nie was anfangen können, ich hasse Geld! Geld ist die Quelle allen Übels. Geld hat mich nur immer weiter in dieses Loch fallen lassen. Ich wusste nicht wer ich bin und was ich auf dieser Welt überhaupt für eine Aufgabe habe. Ist eine Frage, die wohl niemand beantworten kann, stelle sie mir dennoch. Ich wurde älter, entwickelte mich äußerst negativ was Schule und allgemein Karriere anging. Ich habe nie was durchgehalten, keine weiterführende Schule und auch keine Ausbildung. Es hieß immer, Leute wie dich braucht man in jeder großen Firma. Charaktertyp, kein Ja-Sager und hochemphatisch. Ich konnte mir immer mehr erlauben, als andere. Wahrscheinlich nur, weil man gehofft hat, dass ich noch irgendwann aufwachen würde. Ich wachte aber nie auf. Alles zog vorbei wie eine Straßenbahn. Zuletzt meinte mein Chef zu mir: Jonas, wir können dich nicht mehr länger halten, auch wenn du für 2-3 Leute gearbeitet hast. Ich bin dann so oft zu spät gekommen oder hab die Berufsschule geschwäntzt. Ich habe Probleme mit riesigen Menschenmassen, gerade wenn diese Masse in meinem Alter ist.. dadurch war es für mich schwer konstant am Unterricht teilzunehmen. Auf der Arbeit das gleiche.. Ich habe einen Perfektionismus entwickelt, der es mir nicht leicht macht, meinen Alltag zu gestalten. Dazu kommen Ängste und Sorgen. 

Mein Vater ist heute wieder gesund, trockener alkoholiker und arbeitet auch wieder in dem Unternehmen meiner Großeltern, seiner Eltern. Ich habe meinen Vater als ich 14 halb tot in seinem Bett gefunden, die Wohnung war voller leerer Flaschen und alles stank unerträglich. Trotzdem lag ich mich zu ihm, weil ich ihn immer sehr geliebt habe. Naja, wie gesagt. Jetzt ist er wieder gesund, glaube seitdem ich 17 bin. Für mich war mein Vater eine Figur, ich wusste nicht wer er wirklich ist; weil ich es nie wahrnehmen konnte. Und dieser Mann war dann wieder gesund und alle waren froh, denn wir hatten ihn eigentlich schon für tot erklärt. Es war EXTREM, wie er gelebt hatte. Es wäre also kein Wunder gewesen, wenn er eines morgens nicht mehr aufgewacht wäre. 

keiner lies ihn rein, keiner wollte über ihn reden oder was hören. Nur ich. Ich war immer derjenige, welcher sich um seinen Vater sorgte. Seitdem ich denken kann, sorge ich mich um meine Familie. Ich versuche das Miteinander zu ändern, dass wir gut klarkommen. Ich versuchte die Einstellungen meiner Familie zu ändern, aber diese ist einfach viel zu festgefahren. Es kam mal vor, dass er zu mir meinte: Verpiss dich doch zu deinen drogenfreunden und das vor meinen Großeltern mit einem Pegel. Ich war 16. ich trete mich um und warf ihn ein Regal und bin danach direkt rausgerannt. Er kam hinterher und ich meinte: "Hast du noch nicht genug?" Er erwiderte: "Ws fängt jetzt erst an." Ging auf mich los. Er war betrunken, deswegen war es mir ein leichtes ihn auf den Boden zu bekommen und ihn unten zu halten. Sowas hat mich stark gezeichnet.. Das tat mir am allermeisten weh. 

Gesunde Phase meines Vater

Jetzt bin ich 17-18 und mein Vater gesund. Das Verhältnis zu meiner Mutter stark gestört, weil wir alle stark gelitten haben und keiner Verständnis für den anderen aufbringen konnte, obwohl wir alle unter der selben Sache gelitten haben. Ich habe mit Drogen mein Geld gemacht, habe aber lediglich Gras konsumiert. Ich hatte etwas Koks bei meinem Vater liegen, welches ich aber nicht verkauft habe oder hätte. Ich habe es für jemanden aufbewahrt. Er fand es und nahm es zu sich und erzählte meinen Großeltern ich würde mit koks dealen und wäre schuld für seinen Rückfall. Meine Großeltern, welche mir ihre Firma angeboten hatten, als mein Vater noch krank war, wollten dann nichts mehr mit mir zutun haben. Ich bin ein schlechter Mensch und was würde ich meinem Vater antun.. ich wusste nicht mehr wo mir mein Kopf stand. Meine Familie hat oft Dinge ausgesprochen ohne vorher zu überlegen, welche Auswirkungen das auf eine so junge Seele haben kann. Die Einsicht ihrerseits, dass das Ausgesprochen nicht ganz angebracht war, kam spät. Eine Entschuldigung habe ich noch nie gehört. Ich bin definitiv kein Vorbild, aber ich bin kein Monster, der seinen Vater zurück in die Drogen reißen wollte! Ich weinte viel, meine ganze Kindheit an und bis heute hält es an.

es ging immer weiter, Probleme und Konflikte wurden totgeschwiegen, bis ich irgendwann nicht mehr wusste, was ist echt und was nicht? 

meine Großeltern, springen mit einem Menschen so um. Heute bin ich der Retter in der Not und morgen ... ja was bin ich da? Ein Taugenichts
Niemand hat sich gefragt, warum ich Dinge nicht zu Ende bringen kann. Ich war einfach nur ein Taugenichts und faul. 

ich weiß noch wie mein Herz damals weh tat, wenn Papa so war oder Mama ihre Aussetzer hatte. Bis heute hatte ich dieses Gefühl nie wieder. Es war so, als würde mein Herz brennen und jemand würde mit einem Messer reinstechen. 

Jetzt bin ich 23 und leben über meinen Großeltern. Ich habe vor kurzem zum ersten Mal in meinem Leben Verständnis entgegengebracht bekommen. Ich habe ihnen gesagt, dass ich mich wie in einer Schizophrenie fühle, Depression habe und ein extrem geringens Selbstwertgefühl besitze und man hat mir zugehört und mich ernstgenommen. Nach 23 Jahren, zum ersten Mal. 

Mein Vater ist grundsätzlich ein guter Mensch. Wir arbeiten manchmal zusammen, für die Firma meiner Oma und dabei verstehen wir uns auch gut. Naja, soweit ich ihn an mich ranlasse. Selbst wenn es Monate lang kein streit gibt, wenn mir eine Sache nicht passt, die er macht oder sonst wer in meiner Familie, dann sage ich es. Heute nach 3 Monaten streitpause, sagte ich zu ihm, er soll sein Maul halten. Wegen einer Kleinigkeit, aber ich spüre ganz viel Hass, wenn ich mir vor Augen führe, was er mir und meiner Familie angetan hat. Ich sage meinem Bruder, er soll sein Handy weglegen und sein Bewusstsein nicht auf die falschen ideale unserer heutigen Gesellschaft lenken. Meiner Mutter sage ich immer was in mir vorgeht, sie kann es nur leider oft nicht greifen. Mein Vater hält mich heute für Hochbegabt, ich soll doch einen Test an der Mensa machen um meinen IQ ermitteln zu lassen. Intelligenz hat viele Seiten und ich werde meiner Intelligenz keine Nummer geben lassen. Ich weiß, dass ich einiges weiß. Das reicht mir. 

Damit will ich sagen, meine Familie sucht überall die Fehler für mein Verhalten, nur nicht bei sich selbst. Noch nie. Entweder waren Drogen, falsche Freunde oder einfach nur mein Wesen schuld. Warum ein Mensch unnahbar wird und böse spricht bzw. Direkt und nicht durch die Blume. 

Meine Frage an euch: 

Habt ihr ähnliche Erfahrung in eurer Familie und ist es eine Option den Kontakt zu den Eltern bzw. zu meinem Vater und meinen Großeltern auf ewig zu beenden? Ich fühle nichts schönes, wenn ich diese Menschen in meiner Gegenwart habe. Auch wie man meinen Bruder behandelt, der auch seine Narben hat und durch all die Scheisse schwer gezeichnet ist. Er entflieht in seine Handy Welt und ist oft auch nicht so zuverlässig, wie es meine Großeltern gern hätten. Gerade wenn er bei Veranstaltungen mithelfen soll, kommt manchmal kurz vor knapp was dazwischen. Wahrscheinlich die Angst, mit Menschen arbeiten zu müssen. Mein Bruder öffnet sich mir leider nicht wirklich. Ich versuche immer mit meinen Fühlern herauszufinden, was in ihm vorgeht. Er ist so ein toller Mensch. Ich bekomme jeden Tag mit wie man über ihn spricht und genauso sprechen sie auch über mich, wenn ich mal ne schlechte Phase habe. Ich halte es aber nicht aus, auch wenn ich die Achtung meiner Familie habe, von meinen Großeltern. Ich halte es nicht aus wenn sie schlecht über ihn sprechen und Fehler suchen, wobei jeder Mensch wissen müsste, warum wir anders sind und warum es uns eben nicht so leicht fällt jeden Tag die gleiche Leistung abrufen zu können. Ich sage dann, spinnt ihr? Wie redet ihr? Ja, dein Bruder ist unzuverlässig und von uns bekommt der nichts mehr. Ich:" und ich bin nicht unzuverlässig?" Ich mache mich schlecht, um meinen Großeltern zu zeigen, was die da eigentlich machen. Dann heißt es, ja echt warst du? Dann haben mir das Opa und Papa aber verheimlicht. Das stimmt nicht, sie weiß sogar am besten über das Fehlverhalten Bescheid, weil sie die Dienstpläne schreibt. Sie wollten meinen Bruder nicht arbeiten lassen, aber mich. Mein Bruder hat selber Probleme und braucht jeden Euro. Sie haben ihn von sich aus nicht in Betracht gezogen zu arbeiten, obwohl er sozial top ist und auch ein tolles äußeres Bild verkörpert. Ich bin der einzige in meiner Familie, der alles hinterfragt. Leider fehlt mir jemand in meiner Familie, mit dem ich das gleiche Denken teilen kann. Immer nur im gewissen Maß. Wahrscheinlich aus Selbstschutz.

Ich werde immer älter, die Jahre gehen ins Land und ich schaffe es nicht mich weiterzuentwickeln. Liegt das an meiner Familie? Mein Fokus wird so oft durch meine Familie durcheinander gebracht. Durch die Krankheit meiner Oma durch die Arbeit im Familienunternehmen und durch meinen Vater und meinen Gefühlen ihm gegenüber. 

Ich würde die Tür so gerne schließen und nie wieder öffnen. 

danke fürs lesen! 
 

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23. November um 1:50

Hallo Jonas,

Dein Post ist zwar schon ein paar Tage alt, aber vielleicht liest Du dies ja trotzdem noch.

Mein Vater war auch Alkoholiker, hat meine Mutter immer mit anderen Frauen betrogen und meine Mutter und mich (bin Einzelkind) (psychisch und körperlich) misshandelt. Meine Mutter war immer sehr labil und konnte sich um nichts wirklich kümmern. Deshalb habe ich mich seit meiner Kindheit immer um meine Eltern und andere Angelegenheiten gekümmert.

Meine Mutter hat sich leider erst von meinem Vater getrennt, als ich schon 20 war und nicht mehr "zu Hause" wohnte. Zu meinem Vater habe ich zuerst noch den Kontakt gehalten. Ich hasste ihn zwar für das, was er meiner Mutter und mir angetan hatte, aber naja, er war immerhin mein Vater. Bei unseren Treffen machte mein Vater allerdings immer nur meine Mutter schlecht und gab ihr und mir die Schuld für das Scheitern unserer Familie. Da ist mir irgendwann der Kragen geplatzt und ich habe den Kontakt zu ihm abgebrochen. Mittlerweile ist mein Vater gestorben. Den Kontaktabbruch habe ich aber nie bereut.

Ich glaube, Kinder wie Du und ich haben von klein auf gelernt, dass sie sich um andere kümmern "müssen", nicht aber, auch einmal an sich selbst zu denken. Ich würde Dir empfehlen, das zu tun, was Dir im Augenblick gut tut. Wenn Du das Gefühl hast, dass Du keinen Kontakt zu Deiner Familie möchtest, dann brich ihn halt ab. Das muss ja nicht zwingend heißen, dass es für immer sein muss. Und Du musst es ja auch nicht abrupt machen. Du könntest den Personen aus Deiner Familie, zu denen Du keinen Kontakt mehr möchtest, auch vorher erklären, dass Du zumindest vorerst Abstand von ihnen brauchst.

Das mit dem fehlenden Verständis der Familie kann ich auch nachvollziehen. Meine Familie kann auch nie anerkennen, wie ich unter der Situation zu Hause gelitten habe und dass ich Folgen davon bis heute spüre. Ich bekomme Sachen zu hören wie: "Du leidest nur darunter, weil Du es versäumt hast, Dir beizeiten ein dickes Fell zuzulegen!" Ich finde solche Reaktionen unmöglich, aber auch mir ist es bis jetzt nicht gelungen, da ein Umdenken zu bewirken. Die Beziehung zu meiner Mutter ist bis heute auch angespannt. Ein Lösung für viele meiner Probleme mit meiner Familie habe ich bis heute nicht gefunden.

Einige Ansichten von Dir kann ich aber nicht so ganz teilen.
Ich glaube nicht, dass Geld die Wurzel allen Übels ist. Auch ich stelle unsere Konsumkultur in Frage und schätze sehr viele Dinge, die für Geld nicht zu haben sind. Genau genommen lebe ich ziemlich minimalistisch und bin glücklich damit. Meines Erachtens kann man aber schlecht ohne Geld leben und Geld kann auch Quelle von Freiheit und Sicherheit sein. Ich kann aber Deine Kritik an Deinen Großeltern verstehen. Mein Mutter will mir auch ständig Geld geben oder mit mir shoppen gehen, während ich von ihr gern einfach nur Liebe und Verständis hätte.
Was verstehst Du unter den "Idealen der heutigen Gesellschaft"? Ich sehe unsere heutige Gesellschaft als sehr heterogen und finde es schwierig, von "der" Gesellschaft zu sprechen. Für sehr viele Sachen kann man Gleichgesinnte finden und man muss ja nicht alles mitmachen. Darüber hinaus finde ich es übergriffig, dass Du Deinem Bruder vorschreiben möchtest, wie, wann und wofür er sein Handy benutzen soll. Sowas muss Dein Bruder selbst entscheiden können.

Wegen Deiner psychischen Probleme solltest Du Dir meiner Ansicht nach professionelle Hilfe suchen.

Was sind eigentlich Deine beruflichen Zukunftspläne? Wenn ich Dich recht verstehe, arbeitest Du in der Firma Deiner Großeltern. Was ist da die Planung? Willst Du die Firma einmal übernehmen? Wenn nein, wäre es vielleicht gut, woanders zu arbeiten, um Dich etwas von Deiner Familie zu emanzipieren. Probier es doch noch einmal mit einer Ausbildung oder vielleicht magst Du auch lieber das Abitur nachmachen und studieren. Wenn Du Deine psychischen Probleme professionell angehst, klappt es vielleicht auch mit der Leistung und dem Durchhaltevermögen. In dieser Hinsicht kann ich Dir leider wenig sagen. Ich war immer das Musterkind, weil ich meinen Eltern nicht noch zusätzliche Probleme verursachen wollte, habe Abitur gemacht und studiert. Mir ist aber auch klar, dass man Situationen schlecht beurteilen kann, wenn man sie selbst nicht so wie jemand anderes erlebt hat. Daher werde ich Dir jetzt nicht mit irgendwelchen "schlauen" Sprüchen wie "Reiß Dich mal zusammen!" kommen. Wenn jemand psychische Probleme hat, kann er manchmal einfach nicht so "funktionieren", wie andere das gern hätten.

Kurz zusammengefasst: Ich finde, Du solltest mehr auf Deine Gefühle und Bedürfnisse hören. Zudem denke ich, dass Du versuchen solltest, eine Zukunftsvision für Dich zu schaffen. Wie soll Dein Leben idealerweise in 5, 10 oder 20 Jahren aussehen? Was möchtest Du gern einmal machen und oder haben? Wenn Du sowas gefunden hast, solltest Du darauf hinarbeiten. Wenn Dir das schwerfällt, such Dir Hilfe (z.B. von einem Psychologen).

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und dass Du den für Dich richtigen Weg einschlägst.

Lizzy

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23. November um 22:13

Hallo Lizzy,

Danke für deine Antwort.

Ich nehme die heutige Entwicklung der Menschen als äußerst kritisch wahr. Großteile der Kinder werden darauf getrimmt, dass man im Leben nur was erreicht hat und jemand ist, wenn man Geld hat. Die Medien haben einen zu starken Einfluss auf alle Menschen. Besonders auf die Kinder und Jugendlichen. Auch auf mich. Das meinte ich mit den falschen Idealen unserer heutigen Gesellschaft. Ich hinterfrage das gesamte Systeme. Ich brauch Hilfe. 

Du hast natürlich recht, nicht alle sind so. Es gibt genug Menschen, die halt anders denken. Ich habe nur leider immer mit diesen Menschen zutun gehabt. Es liegt an mir das zu ändern, mir fehlt nur derzeit wirklich die Kraft. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass mir eine klares Ziel helfen würde. Ich studiere BWL, aber eigentlich möchte ich mit Menschen arbeiten. 

Das mit der Firma ist für mich kein Thema mehr, ich möchte mein eigenes Ding machen. Ich werde am Montag versuchen einen kurzfristigen Platz bei einem Psychologen zu bekommen. Ein Wunder, dass ich da noch nicht war. Deine Meinung tut gut, danke. Bei unseren Treffen machte mein Vater auch grundsätzlich uns dafür verantwortlich. Ist halt eine Krankheit, die ihn das denken lässt. 

Ich habe Dein Erleben und Dich fühlen können. 

Danke für Deine Antwort und Deine Zeit! 

 

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