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Wenn ich hier im Forum so lese wird mir Angst und Bange.....

13. September 2005 um 9:02

Was einst alles möglich war

Wenn du nach 1978 geboren wurdest, hat das hier nichts mit dir zu tun.
Verschwinde!
Kinder von heute werden in Watte gepackt.

Wenn du als Kind In den 50er, 60er oder 70er Jahren lebtest. Ist es rückblickend kaum zu glauben, dass wir so lange überleben konnten' Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurt und ohne Airbag. Unsere Bettchen waren angemalt in strahlenden Farben voller Blei und Cadmium. Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel. Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen.
Auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm.

Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen. Wir bauten Wagen aus
Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, dass wir die
Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar. Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen. Niemand wusste, wo wir waren, und wir hatten nicht mal ein Handy dabei!

Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne, und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld außer wir selbst. Keiner fragte nach "Aufsichtspflicht". Kannst du dich noch an "Unfälle" erinnern? Wir kämpften und schlugen einander manchmal bunt und blau. Damit mussten wir leben, denn es Interessierte die Erwachsenen nicht.

Wir aßen Kekse, Brot mit Butter dick, tranken sehr viel und wurden trotzdem nicht zu dick. Wir tranken mit unseren Freunden aus der Flasche und niemand starb an den Folgen. Wir hatten nicht: Playstation, Nintendo 64, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video, Surround-Sound, eigene Fernseher, Computer, Internet-Chat-Rooms.
Wir hatten Freunde.

Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße. Oder wir marschierten einfach zu deren
Heim und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach hinein.
Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und keiner
holte uns. Wie war das nur möglich?

Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen. Außerdem aßen wir Würmer.
Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in unseren Mägen weiter, und mit den Stöcken stachen wir nicht besonders viele Augen aus. Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, musste lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen.

Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und
wiederholten Klassen. Das führte nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung. Ganz zu schweigen von Sorgentelefonen. Es gab kaum Telefone.

Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Und keiner konnte sich verstecken. Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hatte, war klar, dass die Eltern ihn nicht heraushauten. Im Gegenteil: Sie waren der gleichen Meinung wie die Polizei.

So etwas!

Unsere Generation hat eine Fülle von Innovativen, Problemlösern und Erfindern mit
Risikobereitschaft hervorgebracht. Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung.

Mit alldem wussten wir umzugehen.

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13. September 2005 um 10:59

Genauso war das!!!
Und es war schön so eine stressfeie Kindheit gehabt zu haben!!!

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13. September 2005 um 11:06
In Antwort auf cokkie_12728987

Genauso war das!!!
Und es war schön so eine stressfeie Kindheit gehabt zu haben!!!

Wer kann mir helfen
Ich bin nach 1960 geboren und gebe dir recht.Wir hatten euine schöne Kindheit,aber hört sich mein Artikel wirklich so an,als ob ich keine Hilfe brauche?
Finde ich schon gemein.Wenn diese beiträge nichts bringen,suche ich eben im Internet weiter.Schade

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13. September 2005 um 11:25
In Antwort auf sonne1010

Wer kann mir helfen
Ich bin nach 1960 geboren und gebe dir recht.Wir hatten euine schöne Kindheit,aber hört sich mein Artikel wirklich so an,als ob ich keine Hilfe brauche?
Finde ich schon gemein.Wenn diese beiträge nichts bringen,suche ich eben im Internet weiter.Schade

Liebe Sonne
sicher gibt es Probleme mit Kindern, die auch wichtig sind. Und die Hilfe benötigen. Da geb ich Dir voll Recht und hoffe Du findest den richtigen ansprechpartner. Was ich meine ist, das gehabe mit den Kindern heute... ich habe auch 2 (15 + 18), das ist so was von affich.

Mach Dich nicht schmutzig, nur die tollsten Klamotten etc. etc. Da geht mir der Kamm hoch. Woher kommen denn diese ganzen Allergien zum Beispiel bei unseren Kindern. weil unsere Kinder nicht mehr wissen was Dreck ist. Weil unsere Kinder in die Desinfektionskammer müssen, wenn sie mal einen Hund gestreichelt haben. Weil undere Kinder, die armen, ja schoooon mit 7 in die Schule müssen. Aber wenn Sie mit 12 rauchen.... das verheimlichen wir lieber. Wir sollten uns, anstatt uns über zu viel Unterricht der Kinder aufzuregen, aufregen über Politoker die es nicht schaffen Alkohol, Drogen und Tabak von unseren Kindern fern zu halten.

Gruß Volker

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13. September 2005 um 11:32
In Antwort auf cokkie_12728987

Genauso war das!!!
Und es war schön so eine stressfeie Kindheit gehabt zu haben!!!

Warum...
bieten wir dies unseren Kindern nicht mehr.
Warum desinfizieren wir sie wenn sie mal einen Hund angefasst haben.
Warum müssen Kinder ein weisses Höschen tragen und schön sauber bleiben.
Warum dulden wir wenn sie sich auf den Boden werfen und schreien.
Warum warum warum.....

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13. September 2005 um 14:11

Hallo Wuusa...
sollte das jetzt ein Loblied auf unsere Generation sein ?

*Früher war alles besser*... Tut mir leid aber, das ist eine persönliche Bankrotterklärung, die nichts anderes aussagt, dass man sich mit den heutigen Gegebenheiten nicht auseinandersetzen möchte.

Auch heute noch fahren viele Kinder ohne Sicherheitsgurte und Kindersitzen. Früher verunglückten dadurch sehr viele Kinder und ich empfinde es nicht als Makel der Neuzeit, dass man seine Kinder damit schützt.

Auch die Phrasen, dass man eine Flasche Bleichmittel ohne weiteres öffnen konnte, empfinde ich als sarkastisch. Als Kleinkind hatte mein Vater Heizöl in eine Hohes C Flasche gefüllt, die ich getrunken habe. War keine besonders prickelnde Erfahrung.

Dass Seifenkistenbauen der Vergangenheit angehören soll, halte ich für ein Gerücht, denn genau SO wachsen meine Kinder auf. Zumindest mein Sohn trägt heute genau die Blessuren davon, die du in deinem Beitrag so heroisch darstellst.

Meine Kinder stopfen sich das Essen auch hinein, aber sie leiden nicht an Herzverfettung, weil das beim täglich Spielen einfach wieder abtrainiert wird.

Und ob es früher die Eltern nicht interessiert, ob man sich den Schädel angeschlagen hat oder nicht, halte ich ebenfalls für eine Verklärung unserer Generation. Denn so stellst du unsere Eltern als desinteressierte Monster dar.

Und über einen mangelnden Freundeskreis können meine Kinder auch nicht klagen... Trotz Gamboy oder Playstation !

Bei uns im Haus wird angeklopft, weil wir keine Klingel haben. Und ja ich verbitte mir, dass die Freunde meiner Kinder plötzlich in meiner Küche stehen und ich fast einen Herzschlag erleide.

Aber dennoch geht es bei uns zu wie im Taubenschlag.

Mir persönlich ist es wichtig zu ergründen, was meinen Kindern fehlt und ich sehe es auch als meine Pflicht an dem nachzugehen woran es liegt. Mir ist die Zukunft meiner Kinder wichtig und ich finde es im Nachinein auch nicht richtig, dass zumindest bei mir, meine Eltern da nicht für mich in die Bresche gesprungen sind und meine Probleme hinterfragt haben.

Ich finde es erbärmlich, dass Eltern die Kinder derart an die Wand fahren lassen. Wenn Kinder gegen das Gesetz verstossen, ist es eigentlich schon viel zu spät. Heute ist Prävention in allem mehr als wichtig.

Ja unsere Generation war unfehlbar, deshalb verschließt man in der Generation unserer Kinder die Augen und sieht nicht, dass die Kinder nichts anderes sind als der Spiegel ihrer Eltern.

Und wenn du in Punkto Alkohol und Drogen den Politikern Versäumnisse vorwirfst, ist es mit deiner eigenen Verantwortung, bezüglich deiner Kinder, auch nicht so weit her.

Ich bin für meine Kinder verantwortlich. Ich habe dafür Sorge zu tragen, dass meine Kinder nicht dem Alkohol oder den Drogen verfallen. Ich habe dafür Sorge zu tragen, dass meine Kinder nicht in Gesetzeskonflikt geraten.
Ich habe Sorge dafür zu tragen, dass meine Kinder zu Menschen werden, die sich mit ihrer Art und Weise erfolgreich in die Gesellschaft einbringen.

Auch meine Kinder haben alle Freiheiten. Genauso ist ihr Weg von Erfolg, aber auch von Misserfolg gekrönt. Aber sie tun eines und das ist sehr wichtig. Sie tragen Verantwortung.

Mit etwas umgehen zu können, beinhaltet auch, dass man eine Sache einfach umgeht.

So einfach ist das.

Im übrigen ist dieses Schreiben schon zig Mal um die Welt gegangen und ich kann bis Heute nicht erkennen, was das eigentlich für einen Sinn haben soll.

Unsere Kinder sind heutzutage demotiviert.

Sigrun Hopfensperger schrieb mal ein schönes Zitat...

*Demotivation ist das Resultat aus der Aneinanderreihung vieler kleiner Undankbarkeiten und Nichtbeachtung.*

Meine Kinder sind hochmotiviert, weil ich dankbar bin, dass ich solche Kinder habe.

In diesem Sinne

Erdbeermarmelade

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13. September 2005 um 16:17
In Antwort auf macsen_12952545

Liebe Sonne
sicher gibt es Probleme mit Kindern, die auch wichtig sind. Und die Hilfe benötigen. Da geb ich Dir voll Recht und hoffe Du findest den richtigen ansprechpartner. Was ich meine ist, das gehabe mit den Kindern heute... ich habe auch 2 (15 + 18), das ist so was von affich.

Mach Dich nicht schmutzig, nur die tollsten Klamotten etc. etc. Da geht mir der Kamm hoch. Woher kommen denn diese ganzen Allergien zum Beispiel bei unseren Kindern. weil unsere Kinder nicht mehr wissen was Dreck ist. Weil unsere Kinder in die Desinfektionskammer müssen, wenn sie mal einen Hund gestreichelt haben. Weil undere Kinder, die armen, ja schoooon mit 7 in die Schule müssen. Aber wenn Sie mit 12 rauchen.... das verheimlichen wir lieber. Wir sollten uns, anstatt uns über zu viel Unterricht der Kinder aufzuregen, aufregen über Politoker die es nicht schaffen Alkohol, Drogen und Tabak von unseren Kindern fern zu halten.

Gruß Volker

Hmm
ich bin 1978 geboren
ja wir hatten eine schöne freie kindheit..dass stimmt,ausgesehn wie die schweine haben wir auch immer..und das tun meine kinder auch heute!!
ich finde man kann einfach die zeit von damals und heute nicht mehr vergleichen..alles ist anders.ich erziehe meine kinder so wie ich erzogen wurde..naja fast..ich bin nicht ganz so streng wie meine eltern.
aber dennoch..ich finde auch vieles übertriben heut zu tage..aber anderseits ist die gesellschaft so nun und wenn man anders wie die anderen ist dann ist man sofort nicht normal..schade so ein denken aber so is es nunmal..und daran wird auch der beitrag nichts ändern volker.
ich verstehe was du sagen willst..aber wir entwickeln uns weiter und immer anders von generation zu generation..so ist das leben nuneinmal.
meine kinder spielen auch viel allein und den ganzen tag drausen (am wochenendez.b.wenn keine schule is)aber man hat heute viel mehr sorgen um die kinder wie damals..weil es ebend viel mehr gewaltverbrechen und sonstige sauerein gibt..leider..wie schön wäre es könnten die kinder so unbekümmert wie wir aufwachsen.
lg muni (mama von 3 kindern)

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13. September 2005 um 21:02

Darf ich antworten?
Also ich bin nach 1978 geboren! Trotzdem würde ich gern meinen Senf zu deinem Beitrag geben.

Stell dir vor, ich bin mit meinem Bruder auch mehr oder weniger auf dem Lande aufgewachsen. Und so ein bissl, was du da beschreibst, beschreibt auch unsere Kindheit, und du hast recht, wir haben es auch überlebt.

Du darfst nur eins nicht vergessen, damals gab es kaum oder auf jeden Fall viel weniger Autos, man konnte eben noch auf der Straße spielen, ohne dass so ein hirnverbrannter Raser daherkommt und einen über den Haufen fuhr. Früher gab es noch nicht so viele Sexualstraftäter die aus Hinterhalten die Kinder wegentführten und umbrachten, heutzutage gibt es mehr als die Welt gebrauchen kann! Stellt dein Kind heute was an, dann bist du dran, nicht das Kind, denn die sind noch nicht straffähig vor dem Gesetz. Heute gibt es übertragbare unheilbare Krankheiten wie Aids und Hepatitis! Schon mal daran gedacht, was alles bei einer unbedachten kindlichen Blutsbrüderschaft passieren kann?

Du hast recht, vieles war damals, auch für die Eltern, wohl einfacher, oder man hat sich halt nicht so viele Gedanken gemacht. Heute kannst du dir als Eltern das nicht mehr erlauben, nicht bei den Gefahren die an jeder Ecke lauern. Man muss sich an die Zeit von heute anpassen, leider. Ich würde meine Kinder auch ganz gern sorglos alleine nach draußen schicken, leider kann ich das nicht! Es ist traurig aber wahr! Daran kann man nix ändern.

Liebe Grüße,

Christa

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14. September 2005 um 21:44

Wow
hallo erstmal
ganz herrlich....ich habe mich sofort an meine kindheit erinnert gefühlt
ich bin bj 77 aber im osten aufgewachsen. wie auch du(sie)sind wir sehr sehr fern von elektronischem spielzeug,fernseher,gluckenmüttern und sich einmischenden erwachsenen aufgewachsen. es gab auch öfter als beliebt eine watschen. das gehörte dazu. es war eben so und wir kinder wußten das....bestimmte reaktionen hatten konsequenzen.

ich schaudere wenn ich sehe wie heute ein kind aufwächst. ich muss zugeben, dem druck standzuhalten ist sehr schwer.
selber habe ich zwei kinder und finde es sehr schade, daß auch ich es nicht schaffe zu sagen"wenns dunkel wird, kommst du heim"
meine angst ist zu groß, davor, daß ich sie nie wieder sehen würde, daß ich über die medien erfahren müßte man hätte sie gefunden, irgendwo, misshandelt etc. ich mag gar nicht darüber nachdenken.damals, meine eltern, machten darüber gar keinen kopf...ch war ein schlüsselkind, beide eltern berufstätig, auch das war gang und gebe. sie kamen meist erst am späten nachmittag heim, das essen war soweit vorbereitet, die hausaufgaben waren schnell erledigt und dann, raus...be wind und wetter....abends dann waschen, alle zusammen abendessen,,,aber nix mit fruchtzwergen oder nutella....es gab mal eine zuckerstulle...das war schon ein highlight..aber es war schön..es war einfach...ZUHAUSE

ich finde es schrecklich, was heute im schulsystem abgeht. da werden die eltern gefragt, ob es für sie okay ist, dass die kids in der 3.klasse noten bekommen würden oder ob wir es lieber hätten, wenn weiterhin statt noten, schriftliche bewertungen erfolgen.
oh mann....uns hat doch auch keiner gefragt ob es unseren kinderseelen schadet wenn wir für eine schlechte leistung, eine schlechte note bekommen....dann wurde eben gelernt bis der arzt kommt..aber dan konnte man es auch-100%, wenn wir zappelig oder flappsig waren, dann wurde nicht psychologisch nachgeforscht, ob eventuell ads oder gar ahds dahinter steckt, dann bekam man einen rüffel , mußte vor die tür und siehe da, es ging....heute denkt man sich strategien aus, wie man jedes einzelne kind extra fördert, wo bleibt da die klasse?wo der zusammenhalt?wenn jedes kind extra behandelt wird, jedes kind von jedem ferngehalten wird, weil es ja nicht so gut ist wenn x mit y zusammenrasselt

warum besinnt man sich nicht wieder auf die alten werte?
es war so schön, jetzt im nachhinein betrachtet...heute wächst nur noch der druck, ob ich auch alles richtig mache?wie stand es in der "eltern"? was muss ich doch gleich nochmal beachten, wenn ich mit meinem kind kommuniziere?

auf gut deutsch....scheiße
kinder werden heute viel zu schnell erwachsen, das macht mich traurig....aber ich gebe mir mühe hier noch etwas ostalgie leben zu lassen

lg

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15. September 2005 um 16:48

Toll
sehr beeindruckend
aber schon 1000fach bei autsch.de gelesen.

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15. September 2005 um 21:20

Alles hat seine Zeit!!!
Und der Opa ging 30 Kilometer zur Schule, selbst im Winter!!!

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16. September 2005 um 15:11

Sehr treffend!
Hallo!
Der Beitrag ist wirklich treffend. Ich bin auch ein Kind der siebziger. Nun habe ich selbst einen Sohn und so manche Probleme mit ihm. Aber ich gebe zu, auch mein Sohn wird manchmal in Watte gepackt. Andererseits versuche ich eine gesunde Balance zu finden zwischen früher und heute, was gar nicht so einfach ist. Heute können Kinder nicht mehr einfach auf der Straße spielen wie früher. Heute gibt es mehr vergewaltiger, mehr Kidnapper etc. als früher. Es ist einfach die Angst um unsere Kinder, daß ihnen von anderen (Erwachsenen) Leid zugefügt wird, die uns unsere Kinder in Watte packen lässt.

Liebe Grüße

Bini30

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16. September 2005 um 22:26

Noch früher...
konnten die Kinder gar nicht in Watte gepackt werden, denn es gab ja keine, war ja nichts da, wir hatten ja nichts...

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17. September 2005 um 16:52

Die Zeiten ändern sich und das ist gut so
Ich bin Jahrgang 69 und hatte eine schöne Kindheit,wie auch du sie beschrieben hast.Meine Eltern waren beide berufstätig,ich ein sogenanntes Schlüsselkind,Essen gab es in der Schulküche(bin im Osten aufgewachsen) zumindest in der Woche und am Wochenende unternahmen wir viel als Familie.Es gab viele Freunde und den ganzen Tag frische Luft,bei jedem Wetter.Es hat uns nicht geschadet.Ich erinnere mich gerne daran.Heute bin ich selber Mutti von Sohn16,Sohn41/2,Tochter21/2 und Tochter8Monate.Meine Kinder haben auch alles was heute zum Kindsein gehört,PC,Gameboy usw.Ich versuche ihn aber auch Werte zu vermitteln.Es müssen keine Markensachen sein,sie lernen sparen,Respekt vor Erwachsenen...wie älteren Menschen in der Bahn einen Platz anzubieten oder einfach zu grüssen.Für uns war das so, heute leider bei vielen in Vergessenheit geraden.Meine Kinder sollen Kinder sein und so lange es geht ihre Kindheit genießen.Sie machen sich genauso schmutzig wie wir früher,sie spielen draußen auch mit Freunden,sie Steiten und vertragen sich ohne das wir uns ständig einmischen.Aber auch Grenzen müssen sie kennen...mußten wir auch.Gewalt gibt es seid Menschenbeginn-kranke Menschen(vielleicht brauchen wir bessere Gesetze,die solche Verbrecher härter bestrafen),nur früher wurde nicht alles so breitgeredet wie es heute der Fall ist.Aufklärung finde ich gut und wichtig aber man muß es nicht übertreiben.Ich habe auch Angst um meine Kinder jeden Tag,meine Mutter hatte sie auch um uns aber diese Angst darf nicht unser Leben bestimmen.Jede Zeit hat ihre guten Seiten,lassen wir unsere Kinder einfach Kinder sein,das sie auch gerne an ihre Kindheit denken so wie wir es tun...es liegt an uns Eltern.

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20. September 2005 um 14:49
In Antwort auf erdbeermarmelade

Hallo Wuusa...
sollte das jetzt ein Loblied auf unsere Generation sein ?

*Früher war alles besser*... Tut mir leid aber, das ist eine persönliche Bankrotterklärung, die nichts anderes aussagt, dass man sich mit den heutigen Gegebenheiten nicht auseinandersetzen möchte.

Auch heute noch fahren viele Kinder ohne Sicherheitsgurte und Kindersitzen. Früher verunglückten dadurch sehr viele Kinder und ich empfinde es nicht als Makel der Neuzeit, dass man seine Kinder damit schützt.

Auch die Phrasen, dass man eine Flasche Bleichmittel ohne weiteres öffnen konnte, empfinde ich als sarkastisch. Als Kleinkind hatte mein Vater Heizöl in eine Hohes C Flasche gefüllt, die ich getrunken habe. War keine besonders prickelnde Erfahrung.

Dass Seifenkistenbauen der Vergangenheit angehören soll, halte ich für ein Gerücht, denn genau SO wachsen meine Kinder auf. Zumindest mein Sohn trägt heute genau die Blessuren davon, die du in deinem Beitrag so heroisch darstellst.

Meine Kinder stopfen sich das Essen auch hinein, aber sie leiden nicht an Herzverfettung, weil das beim täglich Spielen einfach wieder abtrainiert wird.

Und ob es früher die Eltern nicht interessiert, ob man sich den Schädel angeschlagen hat oder nicht, halte ich ebenfalls für eine Verklärung unserer Generation. Denn so stellst du unsere Eltern als desinteressierte Monster dar.

Und über einen mangelnden Freundeskreis können meine Kinder auch nicht klagen... Trotz Gamboy oder Playstation !

Bei uns im Haus wird angeklopft, weil wir keine Klingel haben. Und ja ich verbitte mir, dass die Freunde meiner Kinder plötzlich in meiner Küche stehen und ich fast einen Herzschlag erleide.

Aber dennoch geht es bei uns zu wie im Taubenschlag.

Mir persönlich ist es wichtig zu ergründen, was meinen Kindern fehlt und ich sehe es auch als meine Pflicht an dem nachzugehen woran es liegt. Mir ist die Zukunft meiner Kinder wichtig und ich finde es im Nachinein auch nicht richtig, dass zumindest bei mir, meine Eltern da nicht für mich in die Bresche gesprungen sind und meine Probleme hinterfragt haben.

Ich finde es erbärmlich, dass Eltern die Kinder derart an die Wand fahren lassen. Wenn Kinder gegen das Gesetz verstossen, ist es eigentlich schon viel zu spät. Heute ist Prävention in allem mehr als wichtig.

Ja unsere Generation war unfehlbar, deshalb verschließt man in der Generation unserer Kinder die Augen und sieht nicht, dass die Kinder nichts anderes sind als der Spiegel ihrer Eltern.

Und wenn du in Punkto Alkohol und Drogen den Politikern Versäumnisse vorwirfst, ist es mit deiner eigenen Verantwortung, bezüglich deiner Kinder, auch nicht so weit her.

Ich bin für meine Kinder verantwortlich. Ich habe dafür Sorge zu tragen, dass meine Kinder nicht dem Alkohol oder den Drogen verfallen. Ich habe dafür Sorge zu tragen, dass meine Kinder nicht in Gesetzeskonflikt geraten.
Ich habe Sorge dafür zu tragen, dass meine Kinder zu Menschen werden, die sich mit ihrer Art und Weise erfolgreich in die Gesellschaft einbringen.

Auch meine Kinder haben alle Freiheiten. Genauso ist ihr Weg von Erfolg, aber auch von Misserfolg gekrönt. Aber sie tun eines und das ist sehr wichtig. Sie tragen Verantwortung.

Mit etwas umgehen zu können, beinhaltet auch, dass man eine Sache einfach umgeht.

So einfach ist das.

Im übrigen ist dieses Schreiben schon zig Mal um die Welt gegangen und ich kann bis Heute nicht erkennen, was das eigentlich für einen Sinn haben soll.

Unsere Kinder sind heutzutage demotiviert.

Sigrun Hopfensperger schrieb mal ein schönes Zitat...

*Demotivation ist das Resultat aus der Aneinanderreihung vieler kleiner Undankbarkeiten und Nichtbeachtung.*

Meine Kinder sind hochmotiviert, weil ich dankbar bin, dass ich solche Kinder habe.

In diesem Sinne

Erdbeermarmelade

Ja, da ist nichts mehr hinzuzufügen @erdbeermarmelade
thanx 4 the statement

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20. September 2005 um 14:50

@heather hihi
dich treff ich auch überall da, wo ich mich angesprochen fühle...

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2. Februar 2011 um 22:39

Ich weiß...der beitrag ist schon alt...
...aber ich muss sagen...ich bin nach 1978 geboren, um genau zu sein 1986 und bei mir war es in der jugend nicht anders....meine eltern und auch die eltern meiner freunde hatten alle den schlüsseln von draußen in der tür stecken und dann sind wir eben da rein, wenn mal was wichtiges war....klar gab es auch den ein oder anderen "unfall" (ich selbst hab mir mal das knie bis zur kniescheibe aufgeschagen, oder fast die zuge abgebissen)...da gabs dann ein pflaster drauf und gut war (oder im fall der zuge ein wassereis)...
wir haben damals gegenseitig auf uns aufgepasst und dann eben auch auf unsere jüngeren geschwister....unsere eltern wollten nie wissen wo wir waren, es reichte das wir pünktlich zu hause waren (dann wenn es dunkel wird) und ich sehe das dort wo wir wohnen auch heute naoch...die kinder werden rausgeschickt und spielen den ganzen tag draußen....
ich selbst versuche meinen sohn genauso groß zu ziehen....natürlich ist es nicht schlecht, dass es heut zu tage die möglichkeiten eines fahrradhelmes gibt oder auch andere sachen und ich finde es auch nicht verkehrt diese sachen zu nutzen...aber in gewisser weise hat mein sohn auch diese freiheit und auch meine jüngern geschister (der jüngste ist jetzt 10) haben diese auch....die haben keinen eigenen fehrnseher oder ähnliches...das was sie an spielekonsolen haben wollen, müssen sie sich selbst zusammensparen, so wie wir früher und genauso wie wir, geben sie ihr geld lieber für süßigkeiten oder andere sachen aus....diese art aufzuwachen betrifft also nicht nur die generation vor 1978, sondern, es liebt wohl daran, wie die eltern es sehen....

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4. Februar 2011 um 12:01
In Antwort auf qamar_12548831

Ich weiß...der beitrag ist schon alt...
...aber ich muss sagen...ich bin nach 1978 geboren, um genau zu sein 1986 und bei mir war es in der jugend nicht anders....meine eltern und auch die eltern meiner freunde hatten alle den schlüsseln von draußen in der tür stecken und dann sind wir eben da rein, wenn mal was wichtiges war....klar gab es auch den ein oder anderen "unfall" (ich selbst hab mir mal das knie bis zur kniescheibe aufgeschagen, oder fast die zuge abgebissen)...da gabs dann ein pflaster drauf und gut war (oder im fall der zuge ein wassereis)...
wir haben damals gegenseitig auf uns aufgepasst und dann eben auch auf unsere jüngeren geschwister....unsere eltern wollten nie wissen wo wir waren, es reichte das wir pünktlich zu hause waren (dann wenn es dunkel wird) und ich sehe das dort wo wir wohnen auch heute naoch...die kinder werden rausgeschickt und spielen den ganzen tag draußen....
ich selbst versuche meinen sohn genauso groß zu ziehen....natürlich ist es nicht schlecht, dass es heut zu tage die möglichkeiten eines fahrradhelmes gibt oder auch andere sachen und ich finde es auch nicht verkehrt diese sachen zu nutzen...aber in gewisser weise hat mein sohn auch diese freiheit und auch meine jüngern geschister (der jüngste ist jetzt 10) haben diese auch....die haben keinen eigenen fehrnseher oder ähnliches...das was sie an spielekonsolen haben wollen, müssen sie sich selbst zusammensparen, so wie wir früher und genauso wie wir, geben sie ihr geld lieber für süßigkeiten oder andere sachen aus....diese art aufzuwachen betrifft also nicht nur die generation vor 1978, sondern, es liebt wohl daran, wie die eltern es sehen....

@aluengel
ich bin 85-ger jahrgang und könnte jetzt auch nciht sagen, dasses bei uns anders war.

wir lebten in einem wohnhaus von der wohnungsbaugesesschaft und dort wo wir wohnten, waren noch mindestens 10 andere blocks, wo sehr viele familien mit kindern lebten und alle kinder, egal welcher nationalität fanden sich täglich scharenweise zusammen um miteinander zu spielen.

wir waren auch den ganzen tag draussen...wir kletterten auf bäume und bauten baumhäuser, wir setzten uns vor schuttberge und bewarfen uns mit steinen, um "krieg" zu spielen...mit unseren fahrrädern machten wir wettrennen, wir rannten den ganzen tag draussen rum ohne hunger und erschöpfung.

wenn ich durst hatte, rannte ich schnell die treppen hoch in den zweiten stock in unsre wohnung und soff erstmal n halben liter wasser ausm hahn. dann rannte ich wieder runter zu meinen freunden...

und so macnhes mal wussten unsere eltern nicht wo wir waren. wir besuchten zbsp. mehrmals im jahr meine oma aus münchen, die gut 500 km von uns weg wohnte. neuperlach war ekin ungefährliches viertel. doch jeder wohnblock hatte einen eigenen spielplatz, was meine schwester und mich dazu verführte, einmal jeden spielplatz besuchen zu wollen. wir krabbelten durch gebüsche und spazierten durch das viertel, obwohl wir völlig fremd waren.

wäre und etwas passiert, hätten unsere eltern nie gewusst, wo sie uns suchen müssten.

wir haben oft Baumhäsuer oder hütten gebaut. manchmal auch große lagerfeuer selbst gemacht und natürlich alles reingeschmissen was das feuer am leben erhalten konnte lol
einmal haben wir ein polster reingeworfen ins feuer und das wurde dann aus uneerfindlichen gründen grün oder blau.
-was wir weniger gefährlich als mehr "total cool" fanden.

eine umherfliegende glut von dem blauen feuer flog einem jungen direkt unters augenlid. er verbrannte sich ziemlich.
doch zu den eltern zu gehen fiel uns gar nicht ein. wir hatten viel zu viel schiss, dass wior ärger bekommen, weil wir unerlaubt feuer machten.

machmal wurde von baufirmen bergeweise sand oder kies einfach neben der straße abgeliefert. ein unvorstellbar toller spielplatz für uns! wir setzen uns hinter den berg und bewarfen gegeinander mit steinen. "krieg spielen" war das. wenn man dran denkt, was da hätte passieren können!
meine schwester wurde unterhalb des auges genäht. sie sagte, sie wäre hingefallen. eigentlich war es aber so, dass ein junge ihr beim "kriegspielen" den stein ins gesicht geworfen hatte. sie hat ihn aber nicht verraten, weil sie wusste, dass es keine absicht war, sondern blos ein "unfall" bei diesem spiel.

ich bin mal von einem klettergerüst gestürzt und voll auf den auch gelandet. beim sturz fiel ich mit meinem kompletten arm auf ein brett, das dort lag. ich konnte wochenlang meinen arm nicht bewegen. aber irgendwie hab ich das meinen eltern nie erzählt.

irgendwie war dieser gedanke zu meinen eltern zu gehen mir fern.

ich habe mir oft wehgetan. bin an der stirn, unterm auge und am fuß genäht worden...hatte sogar mal eine gehirnerschütterung von einem sturz und musste drei tage ins kh. meine schwester hat mir beim durchkitzeln mal so ins gesucht getreten, dass ich mir die halbe zunge abgebissen habe...

und noch unzählige dinge, die uns beim spielen passiert sind, könnte ich nun aufzählen.und die haben wir uns sichelrich nicht zugezogen, weil wir so verwöhnte medien kinder waren, sodern weil wir draussen spielten und tobten bis es dunkel war.

es waren die 90ger und wir hatten einen eigenen fernseher und supernintendo mit supermario und yoshi...

aber wir saßen sicherlich nicht den ganzen tag vorm kasten, denn dazu war es druassen viel schöner. jeden tag dachten wir uns neue abenteuer aus und verausgabten uns nicht selten bei unseren spielen.

ich könnte also nicht sagen, dass mir die beschreibung der threadstellin fremd wäre, weil ch kein 78ger jahrgang bin.

natürlichist das heute alles anders. es wird mehr auf die kinde rgeachtet, weil man einfach mehr weiss als früher und das ist doch eigentlich auch gut so.

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