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Welche Schule?

23. November 2005 um 8:35 Letzte Antwort: 23. November 2005 um 11:30

Man liest immer wieder, dass die Kinder sehr oft in die falsche Schule gehen (sehr oft sind die Kinder überfordert und manchmal unterfordert).
Seit 2 Jahren verlangt die Schule für das Gymnasium und für die Realschule die Durchnschnittsnote 2,33.
Wie habt Ihr entschieden, wenn die Note nicht gereicht hat? Mein Kind ist deutlich durchschnittlich, manchmal auch die Note 4.
Falls sie den Probeunterricht schafft, soll sie in die Realschule gehen? Oder lieber 1 Jahr in die Hauptschule schicken und dann noch beobachten?
Welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?
Seid Ihr glücklich mit Euren Entscheidungen?

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23. November 2005 um 10:59

Da hast du Recht!
Das ist mir eben auch aufgefallen, dass die Hauptschule nicht die richtige Schule für Nadine wäre. Sie wird für Ihr Benehmen immer gelobt, ist auch nicht zu schüchtern. Sie selber möchte auch lieber in die Realschule. Die Noten passen aber nicht. Wie gesagt ist sie zu durchschnittlich, manchmal auch eine 4. Der Lehrer ist zwar super aber macht sehr komplizierte Proben (mit abstrakten Fragen, wie er das nennt). Daher haben die Kinder selten eine 1 oder eine 2 (Minderheit der Klasse). Eine Gesamtschule gibt es hier nicht.
Ich habe doch recht zu verzweifeln. Wie habt Ihr das geschafft, dass die Kinder nicht in die Hauptschule gegangen sind?.

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23. November 2005 um 11:30

Fragen!
Ich habe noch keine Kinder, erinnere mich aber gut an meine eigenen Erfahrungen. Außerdem habe ich schulpflichtige Verwandschaft

Mir ist aufgefallen, dass solche Entscheidungen heute offensichtlich gerne gemacht werden, ohne die Wünsche der Kinder zu berücksichtigen. Warum fragst du deine Tochter (Sohn?) nicht einfach, welche Schule sie gerne besuchen möchte? Mit zehn/elf Jahren wird sie da doch eine eigene Meinung haben...

Ich habe von meiner Grundschullehrerin damals eine Empfehlung für die Haupt- oder Realschule erhalten, wollte jedoch um jeden Preis aufs Gymnasium (weil dort meine ganzen Freunde angemeldet waren...). Erst dort habe ich dann einen richtigen Lern-Ehrgeiz entwickelt, und schließlich mit einem 1-er Abi die Schule verlassen. Diese Motivation hätte ich sicher nicht entwickelt, wenn man mir eine Entscheidung aufgezwungen hätte.

Bei meinem Freund war es umgekehrt. Seine Eltern wollten ihn gerne aufs Gymnasium schicken, er wollte jedoch lieber die Hauptschule besuchen und einen handwerklichen Beruf erlernen. Nach einigen Jahren Hauptschule hat er sich dann für den Wechsel aufs Gymnasium entschieden und diesen auch problemlos geschafft. Er sagt heute, dass er sich niemals von einem schlechten Grundschüler in einen guten Gymnasiasten verwandelt hätte, wenn er in der Hauptschule nicht erfahren hätte, wie motivierend das Gefühl ist, zu den Besten zu gehören.

Auch meine beste Freundin hat den Wechsel von der Hauptschule aufs Gymnasium geschafft. Sie ist Türkin und wurde aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse in die Hauptschule geschickt. Anschließend wechselte sie aufs Gymnasium und studiert heute Medizin in Heidelberg

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