Home / Forum / Meine Familie / Weiß nicht weiter mit meiner 9-jährigen Tochter

Weiß nicht weiter mit meiner 9-jährigen Tochter

30. Januar 2014 um 8:23

Hallo, momentan habe ich große Probleme mit meiner Tochter. Sie ist 9 Jahre alt und hat noch eine 8-jährige Schwester. Meine Große ist sehr verschlossen, redet nie über ihre Gefühle. Wenn ich sie frage, macht sie zu und sagt gar nichts.
Sie hört überhaupt nicht auf mich, ich habe das Gefühl, sie provoziert mich geradezu, belügt mich. Zum Beispiel hat sie mir erzählt, dass sie in der Schule keine Hausaufgaben mehr aufschreiben. Jetzt kam raus, dass sie die Hausaufgaben nur noch sporadisch gemacht hat. Das gab natürlich ein ziemliches Theater mit mir. Dann gestern habe ich die Hausaufgaben kontrolliert und obwohl sie sie notiert hatte, hat sie wieder nur die Hälfte gemacht, so dass sie bis spät abends dran saß.
Sie weiß zum Beispiel auch, dass Süßigkeiten essen im Kinderzimmer nicht erlaubt ist, gestern abend habe ich tonnenweise Süßigkeiten Papier aus ihren BETT!!! geholt. Sie patscht mit meinen Schminksachen herum, letzte Woche hat sie meine BAdezimmerfliesen mit Make up beschmiert. Ich sage ihr, sie soll ihre Sachen in die Wäschetonne schmeissen, am nächsten Tag finde ich die Klamotten versteckt in die Ecke gestopft. obwohl sie nur eine Tür weitergehen muss. Ich sage ihr, pack deine Schulsachen ein, am nächsten morgen liegen die immer noch verstreut in ihrem Zimmer. Sie trödelt, ist unkonzentriert. Ich muss ihr wirklich alles sagen, nichts klappt von alleine. Ob sie es dann macht, ist wieder eine andere Sache. Ich weiß nicht, was sie mir damit sagen will! Ich habe sogar schon darüber nachgedacht, einen Psychologen zu befragen, habe aber Angst, dass das mehr schadet als nützt. Habt ihr einen Rat für mich?

Mehr lesen

3. Februar 2014 um 9:32

Ich kann Dir
jetzt nur ein paar Lösungsvorschläge machen. Zu den Hausaufgaben : mach sie mit ihr gemeinsam. Vielleicht braucht sie dabei Hilfe , weil sie vielleicht etwas nicht versteht oder sie brauch einfach deine Unterstützung/Nähe.
Zur dreckigen Wäsche : räum sie mit ihr gemeinsam weg. Auch in dem Alter vergessen Kinder sowas immer noch gern weil sie durch etwas "wichtigeres" gerade abgelenkt sind, das ist völlig normal. Wegen den Süßigkeiten im Kinderzimmer, warum ist das für Dich schlimm? Ich finde das nicht schlimm wenn ein Kind ein Buch oder Comicheft liest und dazu mal was süßes nascht. Stell ihr ( falls noch nicht vorhanden) nen kleinen Mülleimer unterm Schreibtisch. Und wenn es dann immer noch nicht klappt mit dem entsorgen von Papiermüll dann stell die Süßigkeiten so weg das sie dich fragen muss wenn sie welche möchte. So hast du dann auch mehr Kontrolle darüber wann und wie viel sie nascht. So hoffe das Dir das irgendwie weiter hilft. Viel Glück

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

20. Februar 2014 um 12:42

Kinder erinnern uns an unsere eigenen ungelösten Probleme
Naja, man erlebt Dich als verlängerten Arm der Schule, deren Misserfolgspädagogik von Dir fortgesetzt wird.
Dafür sind die Reaktionen Deiner Tochter doch ziemlich normal.
Selbst der Gesetzgeber hat die Eltern nicht als pädagogische Vollzugshilfe definiert sondern als vertreter der Interessen ihrer Kinder.
Hast Du Dir schon mal überlegt, was die Interessen Deines Kindes sind, die Du vertreten sollst?
Du beschreibst hier nur SCHABLONEN, in die sich Dein Kind einfügen soll, und Deine Entrüstung darüber, dass es das nicht tut. War das in Deiner Kindheit nicht verflixt ähnlich?
Du scheinst mir hin und her gerissen, ob Du Deinem Kind eine Freiheit gewähren sollst, die Du Dir selbst bis heute nicht zugestanden hast. Und es ist so schwierig, weil Du selber nicht weißt, wie man mit FREIHEIT umgeht.
Dabei hast Du die großartige CHANCE, es MIT Deiner Tochter zu lernen.
Du drängst sie, eine Statistenrolle in Deinem Leben zu spielen; dabei ist jeder Mensch doch nur auf dieser Welt, um die Hauptrolle in seinem Leben zu spielen.
Entdecke doch Euer beider Hauptrollen!
Erkenne Dich als Königin in Deinem Königreich und Deine Tochter als Königin in ihrem Königreich; dann könnte Ihr die Probleme auf einem HÖHEREN NIVEAU von Majestät zu Majestät klären. In der Ich-kann-Schule mache ich es gern wie der Jesuit A.Eymieu vor über hundert Jahren in Marseille: Der behandelte - mit gutem Erfolg - die Leute stets so, als ob sie schon so gut wären, wie er sie haben wollte.
Mit herzlichem Gruß
Franz Josef Neffe

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

24. März 2014 um 10:32

Hier heißt es Nerven behalten, auch wenns schwer fällt
Hallo und guten Morgen. Habe gerade durch Zufall den Beitrag gesehen. Es ist ja schon etwas Zeit vergangen, ist denn der Zustand geblieben oder hat sich schon etwas verändert? Ich kann nur sagen, und ich weiß wie nervig diese Antwort ist; ruhig bleiben! Alles andere bringt gar nichts. Im Gegenteil. Auf der anderen Seite sollte man sich wirklich fragen warum die eigene Tochter so reagiert. Eifersucht. Ärger in der Schule. Mobbing, fühlt sich zu Hause übergangen etc. Wir hatten vergleichbare Probleme mit unserem 9 jährigen Sohn. Klar haben auch wir geschimpft, das Gespräch mit der Lehrerin gesucht, Verbote erteilt usw. Nur wurde es nicht besser. Im Gegenteil. Da ich aber immer der Meinung war das solche Probleme immer einen Grund haben, habe ich nie aufgegeben und weiter nach Antworten gesucht. Irgendwann kam mir dann die Idee ein paar Mitschüler so hintenrum mal zu fragen wie es in der Schule so läuft, und siehe da, die Mitschüler haben mir dann erzählt das es wohl häufig Probleme mit der Lehrerin gab. Viel meckern, ignorieren, schreien, blöde Sprüche, wie bei einer gut gemachten Hausaufgabe: Oh wie ist dir das denn passiert, hast du dein Hirn wiedergefunden uvm. Da unser Sohn eher ruhig ist und alles in sich hineinfrisst, war er nun der Meinung das er wirklich an allem Schuld ist. Und da wir ihm ja nun auch noch zugesetzt haben, war er von dieser Meinung nicht mehr abzubringen. Wir haben uns dann professionelle Hilfe gesucht, haben dazu auch das Schulamt eingeschaltet, wobei der Therapeut hier mitgeholfen hat. Bei den Gesprächen mit dem Therapeuten kamen so einige Sachen ans Licht und das war zwar schmerzhaft aber auch gut, denn nun können wir gemeinsam daran arbeiten und uns alle ändern. Viele eigenen Fehler bemerkt man vorher gar nicht und ein guter Therapeut kann hier wirklich helfen, denn Kinder haben eine ganz sensible Seele, und wenn diese einen Schaden erlitten hat wird es schwierig.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

24. April 2014 um 20:14

Ruhiges Gespräch
Manchmal streitet man dann in der Hitze des Gefechts ... vielleicht wäre es ja schön, einfach mal einen ruhigen Augenblick zu suchen oder etwas mit ihr speziell zu unternehmen ... vielleicht geht es um Aufmerksamkeit?
Und dann kann man einige Probleme in Ruhe bereden. Das wird bestimmt gut!
Liebe Grüße

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Du willst nichts mehr verpassen?
facebook