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Weihnachten

19. Dezember 2017 um 20:54

Hallo, ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll und würde mich freuen, wenn ihr mir helfen könntet

Ich habe mich im Sommer nach 7 Jahren Ehe von meinem Mann getrennt. Gründe waren u.a. sein extrem höher Alkoholkonsum ( damit einhergehende Zerstörungen und Verluste) und seine mangelnde Bereitschaft, an der Erziehung unserer beiden Kinder (3 und 7) mitzuwirken. Es blieb alles an mir hängen. Ich habe Vollzeit gearbeitet; viel mit nach Hause genommen und weiter gearbeitet, nachdem die Kinder im Bett waren. Den Haushalt habe ich ebenfalls allein geschmissen. Zärtlichkeiten nahmen extrem ab. Zum Schluss gab es vielleicht 3 Mal im Jahr Sex und auch der war sehr unbefriedigend für mich, weil mein Mann eher die ganze Porno-Schiene fahren wollte. Romantik und Küsse und Umarmungen gab es nicht mehr in den letzten beiden Jahren. Ich habe gemerkt, wie ich mich immer weiter von ihm entferne. Eine Fehlgeburt im letzten Jahr sorgte dann dafür, dass ich alles in Frage gestellt habe. Er ist, während ich blutend im Bett lag, über das WE zu einem Kumpel gefahren, anstatt bei mir zu bleiben. Den Ausschlag zur Trennung gab aber wieder der Alkohol, nachdem er eines Morgens nackt in seinem Urin und Erbrochenem in der Küche lag, vorher ins Kinderzimmer ruiniert und die Kaffeemaschine zerstört hat. Meine Kinder weckten mich weinend und schrien voller Angst und Verzweiflung, Papa sei tot. So wollte ich nicht weiter leben. Ich trennte mich von ihm. Meine Familie nimmt mir das furchtbar übel. Ich sei eine schlechte Mutter und man sei enttäuscht von mir. Sie glorifizieren ihn, denn ich habe ihnen nie gesagt, was bei uns los ist. Ich habe versucht, mich zu rechtfertigen, aber alles ohne Erfolg. Ich bin die Böse. Er fährt meine Familie besuchen und ist gern gesehener Gast, ich bin ihnen egal. Vor einiger Zeit habe ich einen neuen Mann kennen- und lieben gelernt. Ich bin unendlich glücklich mit ihm und meine Kinder sind ebenfalls happy. Sie haben Ihren Papa lieb, meinen "Neuen" aber schnell ins Herz geschlossen. Dazu möchte ich sagen, dass mein Mann und ich eine harmonische Trennung hinter uns haben und uns prima verstehen; also auch nicht schlecht über einander reden, etc. Nun steht Weihnachten an und ich habe meine Mutter darüber informiert, dass es einen neuen Partner gibt. Sie meinte daraufhin, dass ich ja wüsste, wo sie wohnen und ich gern vorbeikommen "darf" , mein Partner allerdings nicht. Ich habe daraufhin gesagt, dass ich mich nicht erpressen lasse und dann eben nicht komme. Meine Mutter antwortete dann, dass wir dann eben Weihnachten alleine feiern. Jeder habe schließlich sein Leben. Mein Mann fährt also mit unseren Kindern allein zu meiner Familie. Natürlich wollte ich nicht die beiden Männer aufeinander treffen lassen, ich wäre mit meinem neuen Partner einfach gekommen, wenn mein Mann gegangen wäre. Aber so? Findet ihr es nachvollziehbar, wenn ich jetzt sage, dass ich nicht komme, wenn mein neuer Partner nicht akzeptiert wird?! Meine Großeltern, zu denen ich - bis zur Trennung - ein super Verhältnis hatte, werden auch da sein. Sie möchten meinen neuen Partner ebenfalls nicht sehen. Ich möchte mich nicht erpressen lassen und zeigen, dass mir mein neuer Partner wichtig ist. Und das auch meinen Partner gegenüber. Ich will zu ihm stehen! Anderes könnte es für meine Großeltern das letzte Weihnachten sein... Ich fühle mich schrecklich, obwohl ich so glücklich bin. Ich habe auch gesagt, dass ja alle bei uns feiern können oder wir uns auf neutralem Boden kennen lernen. Egal, sie möchten ihn nicht sehen. Was würdet ihr machen?

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19. Dezember 2017 um 21:14
In Antwort auf nikitas1983

Hallo, ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll und würde mich freuen, wenn ihr mir helfen könntet

Ich habe mich im Sommer nach 7 Jahren Ehe von meinem Mann getrennt. Gründe waren u.a. sein extrem höher Alkoholkonsum ( damit einhergehende Zerstörungen und Verluste) und seine mangelnde Bereitschaft, an der Erziehung unserer beiden Kinder (3 und 7) mitzuwirken. Es blieb alles an mir hängen. Ich habe Vollzeit gearbeitet; viel mit nach Hause genommen und weiter gearbeitet, nachdem die Kinder im Bett waren. Den Haushalt habe ich ebenfalls allein geschmissen. Zärtlichkeiten nahmen extrem ab. Zum Schluss gab es vielleicht 3 Mal im Jahr Sex und auch der war sehr unbefriedigend für mich, weil mein Mann eher die ganze Porno-Schiene fahren wollte. Romantik und Küsse und Umarmungen gab es nicht mehr in den letzten beiden Jahren. Ich habe gemerkt, wie ich mich immer weiter von ihm entferne. Eine Fehlgeburt im letzten Jahr sorgte dann dafür, dass ich alles in Frage gestellt habe. Er ist, während ich blutend im Bett lag, über das WE zu einem Kumpel gefahren, anstatt bei mir zu bleiben. Den Ausschlag zur Trennung gab aber wieder der Alkohol,  nachdem er eines Morgens nackt in seinem Urin und Erbrochenem in der Küche lag, vorher ins Kinderzimmer ruiniert und die Kaffeemaschine zerstört hat. Meine Kinder weckten mich weinend und schrien voller Angst und Verzweiflung,  Papa sei tot. So wollte ich nicht weiter leben. Ich trennte mich von ihm. Meine Familie nimmt mir das furchtbar übel. Ich sei eine schlechte Mutter und man sei enttäuscht von mir. Sie glorifizieren ihn, denn ich habe ihnen nie gesagt, was bei uns los ist. Ich habe versucht,  mich zu rechtfertigen,  aber alles ohne Erfolg. Ich bin die Böse. Er fährt meine Familie besuchen und ist gern gesehener Gast, ich bin ihnen egal. Vor einiger Zeit habe ich einen neuen Mann kennen- und lieben gelernt. Ich bin unendlich glücklich mit ihm und meine Kinder sind ebenfalls happy. Sie haben Ihren Papa lieb, meinen "Neuen" aber schnell ins Herz geschlossen. Dazu möchte ich sagen, dass mein Mann und ich eine harmonische Trennung hinter uns haben und uns prima verstehen; also auch nicht schlecht über einander reden, etc.  Nun steht Weihnachten an und ich habe meine Mutter darüber informiert,  dass es einen neuen Partner gibt. Sie meinte daraufhin, dass ich ja wüsste,  wo sie wohnen und ich gern vorbeikommen "darf" , mein Partner allerdings nicht. Ich habe daraufhin gesagt, dass ich mich nicht erpressen lasse und dann eben nicht komme. Meine Mutter antwortete dann, dass wir dann eben Weihnachten alleine feiern. Jeder habe schließlich sein Leben. Mein Mann fährt also mit unseren Kindern allein zu meiner Familie. Natürlich wollte ich nicht die beiden Männer aufeinander treffen lassen, ich wäre mit meinem neuen Partner einfach gekommen, wenn mein Mann gegangen wäre. Aber so? Findet ihr es nachvollziehbar,  wenn ich jetzt sage, dass ich nicht komme, wenn mein neuer Partner nicht akzeptiert wird?! Meine Großeltern,  zu denen ich - bis zur Trennung -  ein super Verhältnis hatte, werden auch da sein. Sie möchten meinen neuen Partner ebenfalls nicht sehen. Ich möchte mich nicht erpressen lassen und zeigen, dass mir mein neuer Partner wichtig ist. Und das auch meinen Partner gegenüber. Ich will zu ihm stehen! Anderes könnte es für meine Großeltern das letzte Weihnachten sein... Ich fühle mich schrecklich, obwohl ich so glücklich bin. Ich habe auch gesagt, dass ja alle bei uns feiern können oder wir uns auf neutralem Boden kennen lernen. Egal, sie möchten ihn nicht sehen. Was würdet ihr machen?

Hallo Nikitas,

gib Dir einen Ruck und spiel das Spiel mit.
Setz Dich ein paar Stunden mit Deiner Familie zusammen - natürlich ohne den neuen Partner! Es geht nicht immer so, wie man will. Denk auch an Deine Kinder.

Der neue Partner wird das verkraften und sich seinerseits mit seiner Familie vielleicht zusammentun. Und später abends trefft ihr euch dann.  Machs nicht kompliziert.  Für Deine Familie ist das nicht leicht alles.
Das muss sich erstmal alles einspielen.

Schöne Feiertage

Gruß  Freitag

 

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20. Dezember 2017 um 7:18

Wie eng ist denn das sonstige Verhältnis zu deiner Familie? Ihr scheint euch ja sowieso nicht sehr nahe zu stehen, wenn du ihnen nie von der schlechten Beziehung erzählt hast.

Mir wären ihre Erpressungsversuche auf jeden Fall viel zu blöd, ich würd das Spiel auch nicht mitmachen und wäre extrem sauer, dass sie lieber deinen Exmann als dich einladen. Für sie scheint Familie ja dann auch nicht sonderlich viel zu bedeuten, wenn sie dich so schnell aufs Abstellgleis schieben.
Ich würde sie erstmal gar nicht mehr besuchen, solange sie deinen neuen Partner nicht akzeptieren. Das geht einfach nicht - da geht der Partner vor.

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20. Dezember 2017 um 7:52

ich denke, es wäre zumindest schlauer gewesen, das Kennenlernen des neuen Partners nicht gerade auf die größte Familienfeier ever zu legen. Da gehört ein Fremder nun einmal nicht hin - und das ist er für Deine Familie im Moment.

So mies ich auch (jeder Menge eigener Erfahrungen sei "Dank" ) allgemein auf das Thema "Familie akzeptiert Partner nicht" zu sprechen bin - aber in dem Falle bist aus meiner Sicht DU es, der die Familie erpresst hat mit "entweder ein Fremder und ich zu Weihnachten oder ich komme nicht".

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22. Dezember 2017 um 13:00

Ne, ich habe schon früher gefragt, ob sie ihn kennen lernen wollen. Nicht erst zu Weihnachten. Ist schon vier Wochen her.

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22. Dezember 2017 um 16:22
In Antwort auf nikitas1983

Ne, ich habe schon früher gefragt, ob sie ihn kennen lernen wollen. Nicht erst zu Weihnachten. Ist schon vier Wochen her.


na auch nach 4 Wochen würde er doch noch lange nicht zur Familie gehören, auch nachdem man jemanden 2x (oder 3x oder 4x) gesehen hat, ist er immer noch ein Fremder, oder nicht?!?

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