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Wegen der Kosten keine Scheidung?

11. April 2006 um 20:45

Hallo zusammen,
ich habe jemanden kennengelernt, der seit 1 Jahr von seiner Frau getrennt lebt.Sie hat ihn damals wegen eines anderen verlassen.Sie sind seit 10 Jahren verheiratet, haben jedoch keine Kinder.Nun ist das Thema natürlich auch mal auf die Frage gekommen, warum sie denn überhaupt noch verheiratet sind.Ich muss dazu sagen, sie treffen sich auch noch regelmässig, obwohl sie einen Freund hat, mittlerweile den dritten in diesem Trennungsjahr.Sie telefonieren regelmässig, er hilft ihr wenn sie z.B. schwere Möbel zu tragen hat und hört sich ihr Geheule an, wenn mit ihrem neuen Freund wieder mal Stress ist.Naja, er meinte sie wollten halt "Freunde bleiben" Auf die Frage nach einer Scheidung meinte er, die könne er sich im Moment nicht leisten.Man muss dazu sagen, beide arbeiten und verdienen ungefähr gleich viel.Ich hab mir da auch bislang nichts bei gedacht, aber jetzt meinte eine Freundin von mir, ich solle lieber aufpassen, das sei doch Quatsch und nur eine Ausrede mit dem Geld, das die Scheidung kosten würde.Darum meine Frage an Euch, kann es wirklich sein, das er eine Scheidung aus finanziellen Gründen scheut, oder hängt er einfach noch an seiner ex bzw. noch-Ehefrau.

Ich danke euch

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11. April 2006 um 23:23

Meine Meinung dazu ist
wenn die beiden wirklich noch so gut miteinander können und scheidung wirklich ein thema ist wird sie ihn bei dem verfahren nicht ruinieren.
auf alles kann man sich einigen...erst recht wenn man noch so gut mit dem anderen auskommt dürfts da keine probs geben.

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12. April 2006 um 11:43

Zu den Scheidungskosten
Ich nehme jetzt einfach mal an, daß es den bundesdeutschen Raum betrifft. In Deutschland ist es so, daß ein Ehepaar, welches seit einem Jahr oder länger getrennt lebt, beide sowieso auf Steuerklasse 1 rutschen. Von daher gibts weder Vor- noch Nachteile zur Scheidung.

Die Kosten für eine Scheidung hängt von den Ansprüchen beider ab. Theoretisch geht es mit nur einem Anwalt, und wenn sich beide im Klaren darüber sind, was sie wollen, könnten sie sich (theoretisch) die Kosten teilen. Die Kosten für den Anwalt können sich von paar Hundert Euro bis paar Tausend Euro belaufen, je nachdem was alles an Regelfällen bei der Scheidung anfällt. In der Juristik heißt das "Streitwert". Dazu zählt z.B. Sorgerecht, Kindesunterhalt, Ehegattenunterhalt, Immobilien, sonstige Vermögensgegenstände. Als Faustregel kannst Du nehmen: wird viel geklärt, kostet es viel. Ist nichts zum Klären da, oder wurde vorab ggfs. schon beim Notar alles schriftlich fixiert, kostet es natürlich weniger.

Die Kosten für das Gericht sind im Vergleich mit denen des Anwaltes minimal. Und selbst die Sozialversicherung (Kontenklärung) klärt die Konten der Scheidungspartner kostenlos.

Im Grunde kann es schon sein, daß sich Dein Bekannter um eine Scheidung ziert, und eher die horrende Kosten dafür vorschiebt, von denen er vielleicht mal über Bekannte oder Kollegen gehört hat, ohne selbst je beim Anwalt gewesen zu sein. Deine Freundin hat hier gar nicht mal so unrecht. Doch wäre ich da sehr vorsichtig mit voreiligen Schlüssen. Du kannst Deinen Bekannten ruhig mal fragen, was der Anwalt ihm gesagt hätte, was an Scheidungskosten auf ihn zukommen würde. Anwälte sind auf Nachfrage hin verpflichtet, die Kosten vorab zu nennen. Das geht ja auch ganz gut, da die Kosten auf dem voraussichtlichen "Streitwert" basieren. Je nachdem was er Dir darauf antwortet, weißt Du es.

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12. April 2006 um 12:35

Tja,
es gibt wirklich Ehepaare, die aus finanziellen Gründen sich nicht scheiden lassen. Wenn beide Seiten vernünftig sind ist es dann doch völlig in Ordnung.

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14. April 2006 um 16:46

Blödsinn
man kann die trennung auch notariell abfassen, wenn man sich einig ist - und DAS ist ganz und gar nicht teuer. ich wette, er hat immer noch was mit ihr......
gruß von nemesis/dunkle-mondin.de

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14. April 2006 um 18:48

Wegen der Kosten keine Scheidung?
Tja, das ist für den neuen Partner immer eine schwierige Situation, man weiß nicht genau wie man es einschätzen soll. Sind die zwei nur noch verheiratet, weil die Scheidung so viel kostet oder weil sie doch nicht endgültig den offiziellen Schlussstrich ziehen wollen.

Ich kenne diese Situation leider gut genug. Meine Freundin war während unserer ganzen Beziehung auch noch mit ihrem Ex verheiratet und durch das gemeinsame Kind hatten sie auch weiterhin Kontakt zueinander. Am Anfang kann ich mir sehr gut vorstellen, dass die finanzielle Geschichte bei einer Scheidung erstmal ein Hinderniss ist. Schließlich hat man sich getrennt, muss eine eigene Wohnung bezahlen, eigene Einrichtung kaufen und den kompletten Umzug inkl. eventueller Renovierung der neuen Wohnung bezahlen. Das man da dann nicht auch noch das Geld für eine Scheidung hat, kann ich verstehen.

Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt an dem man wieder das nötige Kleingeld haben sollte und dann sollte sich auch was tun. Bei mir war es damals so, das sich nichts getan hat und neue Gründe kamen, warum eine Scheidung nicht möglich ist. Obwohl ich nicht das Gefühl hatte meine damalige Freundin würde zu ihrem Ex zurückgehen, hat mich dieser ''Zustand'' mehr und mehr gestört. Unter anderem ein Grund warum wir uns letztendlich nach 3 Jahren getrennt haben. Ich hoffe, bei dir/euch läuft es besser! Alles Gute!

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19. April 2006 um 16:43
In Antwort auf oage

Meine Meinung dazu ist
wenn die beiden wirklich noch so gut miteinander können und scheidung wirklich ein thema ist wird sie ihn bei dem verfahren nicht ruinieren.
auf alles kann man sich einigen...erst recht wenn man noch so gut mit dem anderen auskommt dürfts da keine probs geben.

Der Meinung war ich auch mal,
leider muss ich aber heute feststellen, dass dem eben nicht so ist. Denn wenn die Noch-Ehefrau nich arbeiten geht, weil sie es nicht will und nie nötig hatte und zudem weiß, dass sie im Falle einer Scheidung auch von einem Teil der zusätzlichen Erträge ihres Mannes aus der Firma gut leben kann, dann spielt es keine Rolle, ob sie sich beide noch als Freunde gut verstehen oder nicht. Warum soll sie denn auf etwas verzichten, was ihr von gesetzeswegen zusteht.

Ich erlebe es ständig und es macht als Geliebte des Noch-Ehemannes wirklich keinen Spaß mit anzusehen wie jemand nur die Hand aufhalten kann. Es sind ja meistens auch Kinder im Spiel, denen man natürlich die bisherige Lebensqualität erhalten will. Logisch.
Auch ich bin immer der Meinung gewesen, wenn die Noch-Ehefrau schon so "verständnisvoll" ist, dass ihr Mann mit ihr nicht mehr leben will, dann sollte sie auch so viel Verständnis haben, dass dieser, da er sich Tag für Tag abrackert auch etwas davon haben will. Das heißt, sie sollte schon irgendwo auch fair sein.

Leider sieht die Realität da etwas anders aus. Ich selbst würde mich nie von einem Mann abhängig machen wollen. Auch nicht von meinem Freund. Ich finde es ihm gegenüber unfair und bin auch der Meinung, dass jeder in der Lage ist, wenn er sich genug bemüht, für sich selbst zu sorgen. Das natürlich jeder für die gemeinsamen Kinder aufkommen muss, das ist selbstverständlich. Ich bin es leid immer wieder mit anzusehen, dass Leute, die nichts dafür tun alles in den Allerwertesten geblasen kriegen ohne auch nur einen Finger krumm zu machen.
Ja ich weiß, jetzt könnten sich wieder welche melden und sagen: Naja sie führt ja den Haushalt und hütet die Kinder.
Ist ja alles richtig, aber in der heutigen emanzipierten Welt sollte Frau endlich aufhören sich dem Mann unterzuordnen und ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Es ist nicht immer leicht und alle wissen, dass in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit es alles andere als einfach ist einen Job zu bekommen. Ich wäre ja noch bereit einiges zu akzeptieren, wenn sie wenigstens ein 400,- EUR Job ausüben würde oder irgendwas tut, aber nichts. Nicht mal im ansatz bemüht sie sich darum.

Sorry, ich wollte das einfach mal loswerden. Zerrupft mich in der Luft, aber das ist meine Meinung.

Gruß Sonnenschein

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