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Was soll ich tun wegen meiner Familie?

29. Mai 2011 um 18:27

Hey Leute ich habe mich zu euch gewendet da ich echt nicht mehr weiter weiß. Und wie ich bis her gelebt habe, will ich es aber nicht Aber mir fehlt einfach der Mut, um was zu ändern!

Also der ganze Mist fing durch die Krankheit meiner Mum an. Sie erkrankte, als ich 6 Jahre alt war an Krebs. Das prägte meine Kindheit und ich naja ich wurde dadurch verschlossener und versteckte meine Gefühle wie Trauer und Sehnsucht immer. Ich wollte nicht, dass meine Mum noch mehr leidet, und war deswegen immer bei ihr. Nur dadurch habe ich es verlernt, wie man auf andere zu geht und über Probleme redet. Es ist bei mir, wie eine Blockade die ich überwinden muss.

Naja die Krankheit meiner Mum wurde immer schlimmer und immer wieder musste sie einen Rückfall erleiden. Im Sommer 2007 starb sie dann auch Es war für mich persönlich schwer das alles mit anzusehen, da sie öfters Anfälle hatte und naja vor meinen Augen eigentlich verkümmerte. Die meiste Zeit war ich auch mit ihr alleine. Da mein Dad und mein großer Bruder nie da waren, bzw. sie hatten beide mit was anderes zu tun Deswegen hatte ich auch schulisch nicht so großartig Freunde, da sie mich alle irgendwie komisch fanden, weil ich mich immer so versteckt habe. Ich wollte nicht, dass die anderen erfahren was zu Hause bei mir los war!

Naja jedenfalls starb sie am 01.08.2007... Es war mitten in den Sommerferien und für mich war das ein Schock. Die Zeit danach war ich ziemlich leblos und alleine. Mein großer Bruder war bei Kumpels und mein Vater war immer weg. Abends weinte ich ziemlich lange und hatte Träume, aber das hat niemand mitgekriegt, bzw. es wollte keiner. Ich konnte den Tod einfach nicht begreifen Ich wusste es zwar schon 1 Jahr lang, dass sie sterben wird Aber naja ich war 13

Dann ging jedenfalls irgendwann die Schule los und ich wurde gemobbt. Ich war ein leichtes Opfer, weil ich ja nie mein Mund aufgekriegt habe und sowieso schon am Boden war. Zu meinem Vater konnte ich nicht gehen Wir beide hatten noch nie so ein enges Verhältnis. Ich weiß aber das ich mir nach den tot meiner Mum nicht sehnlichst gewünscht habe, dass ich mit ihn enger werde. Dass ich von ihm mehr beachtet werde Das Wir mehr, was zusammen machen. Aber nein er hat mich immer alleine gelassen.

3 Monate nach dem meine Mum fortgegangen ist, wusste ich es auch, warum er nie da war! Er hatte eine neue Freundin. Für mich ist das einfach unbegreiflich und dadurch habe ich mich noch mehr verschlossen. Ich tat die ganze Zeit gute Miene zum bösen Spiel. Aber niemand hat mitgekriegt, dass ich eigentlich wirklich unten war. Als 13-14 Jährige so was zu erleben ist hart. Es gab Tage, wo ich überhaupt gar nicht damit klarkam. Ich wollte einfach nicht mehr auf diese Welt leben.

Ich war einfach alleine und verraten worden. Mein eigener Vater war seine Freundin und deren Kind wichtiger. Immer nur stand sie in Vordergrund. Und deswegen hasse ich ihn zum Teil. Es ist mir für mich einfach unbegreiflich, wie man sein eigenes Fleisch und Blut so verkümmern lassen kann. Und mir hat man es angesehen, dass ich gelitten habe. Die Schüchternheit und das Verstecken von Gefühlen DAS ist nicht normal. Da kann er sich nicht rausreden! Und naja seine Freundin ist zwar nett aber ihre Art finde ich komisch.

Sie flipp wegen jeden scheiß gleich aus und ihr Sohn (8 Jahre) nervt mich auch bis unendlich. Er will immer in Mittelpunkt stehen, er steht es ja auch dank meinen Eltern immer! Wenn er irgendwas will, dann bekommt er es meistens. Und egal wie fertig ich mit den Nerven war, er musste sich mit mir rumstreiten. Das verstehe ich zwar, dass man als 8-Jähriger das nicht versteht, aber mein Dad hätte es sehen müssen. Ich habe so schon kaum Kraft, wie soll ich mich dann noch mit ein 8-Jährigen rumstreiten.

Also nun ja Nun gehts weiter mit meinem Roman!

Voriges Jahr zogen wir dann alle nach Cottbus. Ich wechselte die Schule und das Mobbing hörte dann endlich auf. Ich kam langsam zu mir selbst und bekam langsam eine Persönlichkeit. Jetzt lasse ich mir zwar nicht mehr alles gefallen Aber ich fühle mich trotzdem alleine. Enge Freundschaften hatte ich noch nie. Ich kann zwar jetzt über meine Probleme reden, aber mir fehlt einfach eine Person die ich von Herzen Liebe. Die mich auffängt, wenn ich falle.

Öfters Weine ich auch sehr oft, wegen meiner Familie. Mir wird immer wieder bewusst, dass ich keine mehr habe. Alle haben sich abgewandt und ich stehe in der Mitte alleine.

Manchmal frage ich mich, ob ich mich nicht mit meinem Dad und großen Bruder reden soll. Aber irgendwie traue ich mich das nicht alleine. Mir fällt eine Person, die mir sagt Ich stehe hinter dir!. Ich habe zwar schon überlegt, ob ich mit der Arbeitskollegin meines Vaters sprechen soll. Sie war nach und vor den Tod meiner Mum manchmal da und hat im Haushalt geholfen. Ich kam eigentlich gut mit ihr klar. Nur jetzt habe ich gut wie gar keinen Kontakt mehr zu ihr.
Ich hoffe ihr könnte mir irgendwas raten, was ich machen könnte.

Denn so will ich nicht weiter machen. Ich weiß ich muss endlich den Mund aufmachen, aber es ist schwer... Und ich weiß An den ganzen Mist haben nicht nur, die andern Schuld, sondern auch ich Ich bereue es auch, dass ich mich so verkümmern gelassen habe. Dass ich mich selbst aufgegeben habe, deswegen will ich jetzt endlich mal handeln. Ich könnte zwar sagen, ja es sind ja nur noch 3 Jahre, dann kann mich mein Vater mal, aber naja 3 Jahre sind eine lange Zeit.

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30. Mai 2011 um 23:20

Mach es!
Liebe Chrissi,

ich finde, du warst bisher richtig stark!
Du schreibst selbst, dass du gerne mit deinem Dad über deine Gefühle sprechen würdest, aber dich nicht traust.

Trau dich!

Du hast in deinem Diskussionsbeitrag hier deine Gefühle sehr gut beschrieben. Wenn du dich nicht traust, deinen Vater anzusprechen, kannst du ja auch den Beitrag ausdrucken und ihm geben. Lass ihm aber Zeit, ihn zu lesen und darüber nachzudenken, wie er darauf reagieren will.
Du kannst nicht viel verlieren, oder?

Ich glaube auch, dass es gut ist, wenn du jemanden dazunimmst, dem du vertraust.
Und wenn sich die Arbeitskollegin deines Vaters dazu bereiterklären würde, wäre das sicher kein Fehler.
Wenn du ihre Telefonnummer hast, kannst du dich ja mit ihr verabreden und sie fragen, ob sie dir bei einem Gespräch mit deinem Vater beistehen würde. Du kannst ihr ja auch deinen Beitrag zeigen, das ist manchmal wirklich einfacher, als es auszusprechen.

Wenn Sie nicht so positiv darauf reagiert, oder dir das vielleicht unangenehm ist, dann gibt es in Cottbus noch eine Stelle, wo jemand ist, der dir zuhört und auch helfen kann:

Cottbuser Jugendrechtshaus e.V.
Gerichtstraße 1
03048 Cottbus

Wenn du auf der Suche nach Freunden bist, dann hilft aus meiner Erfahrung am Besten, in einen Sportverein zu gehen. Dort ergeben sich Freundschaften viel einfacher. Ich kann Judo empfehlen, da hat jeder etwas davon, egal ob dick oder dünn, groß oder klein.
Aber wichtig ist auf alle Fälle etwas zu unternehmen, bei dem du andere in deinem Alter triffst und Freundschaften knüpfen kannst.

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17. Juni 2011 um 20:11

...
vielleicht solltest du schauen mit wem du dicker bist, deinem bruder, deinem vater?
oder wende dich an einen verwandten ? oma, opa? tante , ?

--- wenn das keine lösung bringt, dann

schreibe deinem papa einen brief in dem du dass ausdrückst, was du so nicht sagen kannst !!!

oder
sprich das thema halt an, im beisein von deinem bruder einem verwandten oder einer freundin, einer muss es tun oder es wird weiter totgeschwiegen und keiner verarbeitet das ableben deiner mutter komplett.

---

schreib deinem papa einen brief....


ps. du bistn hübsches mädel.. ein kompliment

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17. Juni 2011 um 20:13
In Antwort auf igosouth

...
vielleicht solltest du schauen mit wem du dicker bist, deinem bruder, deinem vater?
oder wende dich an einen verwandten ? oma, opa? tante , ?

--- wenn das keine lösung bringt, dann

schreibe deinem papa einen brief in dem du dass ausdrückst, was du so nicht sagen kannst !!!

oder
sprich das thema halt an, im beisein von deinem bruder einem verwandten oder einer freundin, einer muss es tun oder es wird weiter totgeschwiegen und keiner verarbeitet das ableben deiner mutter komplett.

---

schreib deinem papa einen brief....


ps. du bistn hübsches mädel.. ein kompliment

...
und ich schließ mich selbstverständlich dem vorredner in dem punkt an, dass du bisher ziemlich stark warst.. klar du möchtest dich auch einmal fallen lassen.. und aufgefangen werden.. diesen weg kann dir aber nur die gemeinsame verarbeitung des todes deiner mutter eröffnen...

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