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Was soll eine Studentin finanziell in der Familie leisten?

2. Februar 2005 um 12:48 Letzte Antwort: 11. Februar 2005 um 17:02

Hallo, meine Tochter studiert im 1.Semester und hat incl.Halbwaisenrente über 500 Euro für sich.Da sie noch zuhause lebt, geht nach wie vor das Kindergeld an mich.Mir stellt sich die Frage, ob sie noch etwas abgeben könnte.Das Hotel Mama ist ja recht günstig und daher wohnt sie auch noch hier.Was meint ihr dazu?Ich bin neugierig auf eure Antworten, denn meine Tochter meint, das Geld steht ihr ganz allein zu und ich habe für alles andere zu sorgen

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2. Februar 2005 um 12:59

Eine Frage der Einstellung
Bei uns zu Hause musste nie jemand etwas zahlen, egal wieviel er oder sie verdient hat. Ich weiß, es gibt bestimmt zig Gründe die dafür sprechen, dass sich die Kinder an den Kosten beteiligen, wenn sie über ausreichend Geld verfügen, aber ich fand das immer komisch. Es wirkt so, als wolle man da was gegeneinander aufrechnen: Ich hab dich jahrelang erzogen und gefüttert, jetzt zahl gefälligst dafür.
Letztlich ist das Geld doch so wie es ist gut aufgeteilt: Dir das Kindergeld und ihr die Waisenrente.

lg
kratzamkopp

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2. Februar 2005 um 17:48
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Eine Frage der Einstellung
Bei uns zu Hause musste nie jemand etwas zahlen, egal wieviel er oder sie verdient hat. Ich weiß, es gibt bestimmt zig Gründe die dafür sprechen, dass sich die Kinder an den Kosten beteiligen, wenn sie über ausreichend Geld verfügen, aber ich fand das immer komisch. Es wirkt so, als wolle man da was gegeneinander aufrechnen: Ich hab dich jahrelang erzogen und gefüttert, jetzt zahl gefälligst dafür.
Letztlich ist das Geld doch so wie es ist gut aufgeteilt: Dir das Kindergeld und ihr die Waisenrente.

lg
kratzamkopp

So ist es ja nicht
Hallo kratzamkopp, danke für Deine Antwort.Sicher hast Du nicht ganz unrecht und ich weiß ja auch noicht so wirklich, wie es laufen könnte.Meine Tochter bekommt ja die Halbwaisenrente und Bafög, finanziert davon Klamotten, ihr Auto(was ja sein muß) und URLAUB!Ich muß mir mein Geld schon einteilen und habe seit Jahren keinen richtigen Urlaub gehabt, aber mir wird vorgeworfen, dass ich ja rauche und besser klarkommen würde, wenn ich das nicht täte kann man wohl sehen, wie man möchte, oder?!

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2. Februar 2005 um 18:00

Eben, das ist es...verhältnismäßig
Hi Robse, auch Dir danke ich für die Antwort.Wir haben vor über 6 Jahren ein Grundstück mit Haus gekauft, die Kosten sind nicht gerade gering, die wir aufbringen müssen, zumal in unserem Wohnort auch Wasser und das Propangas zum heizen recht teuer sind.Meine Tochter weiß das auch, aber sie meint eben, dass ihr die weit über 500 Euro (Halbwaisenrente + Bafög)einfach zustehen und basta!!!Sie fährt schon seit 2 Jahren (da ging sie noch aufs Gymnasium)ein Auto,fährt regelmäßig in Urlaub, wohnt bisher kostenlos bis aufs Kindergeld hier und hat ja alles was sie braucht.Gehen wir einkaufen, dann wird immer mal was eingepackt, was für sie persönlich ist!Ich war und bin immer zu gutmütig gewesen, aber da sie auch nicht besonders viel hilft, packt mich manchmal das große Grauen!!!Da wir mit Propangas heizen ist das eigentlich immer ein Streitpunkt bei uns, das kostet einfach ne Menge.Da meine Tochter aber Nachts nicht im kalten liegen möchte, läuft auch nachts die Heizung bei ihr, durchgehend und das auf Stufe 5-6.....ich hatte eigentlich nur gewollt, dass sie sich lediglich mit 30 Euro an diesen Kosten beteiligen soll, aber ich wurde nur blöd angeguckt!!!Ich habe noch einen 11jährigen Sohn, der mich natürlich auch Geld kostet, alles was die Große doch schon längst bekommen hat.Ist es da wirklich so verwerflich, ein wenig Mitarbeit und etwas Geld zu fordern?Mich macht das Verhalten krank, da ich diesen Starrsinn nicht begreifen kann. Ich bin 47 und habe immer gearbeitet und mein ganzes Geld geht für uns drauf.......was Tochter mit ihrem Geld so treibt, kannst Du in meiner Antwort bei kratz....(??) lesen

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2. Februar 2005 um 19:49
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Eben, das ist es...verhältnismäßig
Hi Robse, auch Dir danke ich für die Antwort.Wir haben vor über 6 Jahren ein Grundstück mit Haus gekauft, die Kosten sind nicht gerade gering, die wir aufbringen müssen, zumal in unserem Wohnort auch Wasser und das Propangas zum heizen recht teuer sind.Meine Tochter weiß das auch, aber sie meint eben, dass ihr die weit über 500 Euro (Halbwaisenrente + Bafög)einfach zustehen und basta!!!Sie fährt schon seit 2 Jahren (da ging sie noch aufs Gymnasium)ein Auto,fährt regelmäßig in Urlaub, wohnt bisher kostenlos bis aufs Kindergeld hier und hat ja alles was sie braucht.Gehen wir einkaufen, dann wird immer mal was eingepackt, was für sie persönlich ist!Ich war und bin immer zu gutmütig gewesen, aber da sie auch nicht besonders viel hilft, packt mich manchmal das große Grauen!!!Da wir mit Propangas heizen ist das eigentlich immer ein Streitpunkt bei uns, das kostet einfach ne Menge.Da meine Tochter aber Nachts nicht im kalten liegen möchte, läuft auch nachts die Heizung bei ihr, durchgehend und das auf Stufe 5-6.....ich hatte eigentlich nur gewollt, dass sie sich lediglich mit 30 Euro an diesen Kosten beteiligen soll, aber ich wurde nur blöd angeguckt!!!Ich habe noch einen 11jährigen Sohn, der mich natürlich auch Geld kostet, alles was die Große doch schon längst bekommen hat.Ist es da wirklich so verwerflich, ein wenig Mitarbeit und etwas Geld zu fordern?Mich macht das Verhalten krank, da ich diesen Starrsinn nicht begreifen kann. Ich bin 47 und habe immer gearbeitet und mein ganzes Geld geht für uns drauf.......was Tochter mit ihrem Geld so treibt, kannst Du in meiner Antwort bei kratz....(??) lesen

Sag nochmal...
Ich würde gerne noch 2 Sachen wissen...

1. Was heißt "weit über 500 Euro"? Sind das 550? oder 750?

2. Was heißt das, wenn beim Einkaufen "für sie persönlich" was dabei ist? Handelt es sich dabei um Kleinigkeiten, z.B. im Supermarkt mal eine Tüte Gummibärchen mehr? Oder sind es größere Sachen (räumt sie das Tchibo-Regal mit den Bhs aus?)

Was mir etwas bedenklich scheint (bitte! nicht falsch verstehen) ist die Rechnung, die Du aufstellst:
Sie soll zahlen, weil Du findest, sie helfe nicht genug im Haushalt mit.
Wenn sie mehr helfen würde, würdest du sie dann nicht darum bitten?
Bitte wirf nicht zwei Sachen durcheinander: So wie es hier steht, heißt das - konsequent weitergedacht: Wenn sie nicht hilft, muss sie wenigstens zahlen. Willst du das?

Kannst du nicht vielleicht die anderen Kleinigkeiten (die Sachen, die sie sich vom Einkaufen mitbringt) erstmal streichen? Bei uns war es völlig normal, dass nach dem Einkaufen abgerechnet wurde und z.B. Zigaretten oder Schoki oder sonstiges, daheim Unerwünschtes, selbst bezahlt werden musste.
Vielleicht kommen ja so die 30 Euro wieder rein, ohne dass ihr anfangen müsst, um die Pfennige zu fuchsen.

Liebe Grüße
ernest

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2. Februar 2005 um 22:51
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So ist es ja nicht
Hallo kratzamkopp, danke für Deine Antwort.Sicher hast Du nicht ganz unrecht und ich weiß ja auch noicht so wirklich, wie es laufen könnte.Meine Tochter bekommt ja die Halbwaisenrente und Bafög, finanziert davon Klamotten, ihr Auto(was ja sein muß) und URLAUB!Ich muß mir mein Geld schon einteilen und habe seit Jahren keinen richtigen Urlaub gehabt, aber mir wird vorgeworfen, dass ich ja rauche und besser klarkommen würde, wenn ich das nicht täte kann man wohl sehen, wie man möchte, oder?!

Also
ich finde, da sie zu Hause wohnt und dort quasi alles umsonst bekommt, kann sie 250 Euro abgeben. Allerdings würde ich davon 100 Euro im Monat auf ein Sparbuch packen - sie muß ja nichts davon wissen
wenn sie dann irgendwann eine eigene Wohnung braucht oder mal wirklich klamm ist, bekommt sie das Sparbuch
So habens meine Eltern gemacht...und mal ehrlich - ich hab keine 500 Euro im Monat zum ausgeben - mit der Hälfte sollte sie locker langkommen - sie hat doch nichts weiter zu finanzieren - bis auf ihr Auto
Jule

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3. Februar 2005 um 6:55

Eigenes Geld - dann auch bezahlen
Ich finde den Vorschlag von Robse gut. Rechne IHREN Anteil aus (Miete: Ihr Zimmer voll, Küche und Bad anteilig zum Ortsüblichen Mietsatz; Wasser, Müll, Heizung, Strom anteilig, Verpflegung natürlich auch) Dann wird Sie sehen, was sie bezahlen müßte, wenn sie eine Mietwohnung hätte und dann kann man sich auf einen Anteil einigen. Wenn ich Dich richtig verstehe, seid ihr drei zu Hause, also kaufst Du zweimal ein, dann ist sie einmal dran, dann hat sie wenigstens auch mal die Kosten vor Augen (zumindest von der Verpflegung)

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3. Februar 2005 um 7:02
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Eine Frage der Einstellung
Bei uns zu Hause musste nie jemand etwas zahlen, egal wieviel er oder sie verdient hat. Ich weiß, es gibt bestimmt zig Gründe die dafür sprechen, dass sich die Kinder an den Kosten beteiligen, wenn sie über ausreichend Geld verfügen, aber ich fand das immer komisch. Es wirkt so, als wolle man da was gegeneinander aufrechnen: Ich hab dich jahrelang erzogen und gefüttert, jetzt zahl gefälligst dafür.
Letztlich ist das Geld doch so wie es ist gut aufgeteilt: Dir das Kindergeld und ihr die Waisenrente.

lg
kratzamkopp

Nö, das ist Ansichtssache
Also, wenn Du das gefühl hast, ein Kostgeld wäre ein Ausgleich, was man schon alles in ein Kind hineingesteckt hat, dann hast Du entweder keine Kinder oder kannst nicht rechnen (bzw. überschlagen) oder beides (nicht böse gemeint, nur als veranschaulichung). Ein studierendes Kind sollte wirklich so weit denken können, daß es DAS mit Sicherheit nicht ist. Abgesehen davon, daß das Teilen der Hausarbeit eigentlich schon viel früher anfangen sollte, bin ich der Meinung, daß jeder seine Kosten selbst tragen SOLLTE (zumindest dazu bereit sein sollte) wobei ein Entgegenkommen der Eltern natürlich gut ist und mit Sicherheit auch vonnöten. Es gibt Menschen, die ziehen in eine eigene Wohnung und sind über die kosten plötzlich erschrocken.

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3. Februar 2005 um 14:13
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Nö, das ist Ansichtssache
Also, wenn Du das gefühl hast, ein Kostgeld wäre ein Ausgleich, was man schon alles in ein Kind hineingesteckt hat, dann hast Du entweder keine Kinder oder kannst nicht rechnen (bzw. überschlagen) oder beides (nicht böse gemeint, nur als veranschaulichung). Ein studierendes Kind sollte wirklich so weit denken können, daß es DAS mit Sicherheit nicht ist. Abgesehen davon, daß das Teilen der Hausarbeit eigentlich schon viel früher anfangen sollte, bin ich der Meinung, daß jeder seine Kosten selbst tragen SOLLTE (zumindest dazu bereit sein sollte) wobei ein Entgegenkommen der Eltern natürlich gut ist und mit Sicherheit auch vonnöten. Es gibt Menschen, die ziehen in eine eigene Wohnung und sind über die kosten plötzlich erschrocken.

Ansichtssache = Einstellung, oder nicht?
ich habe geschrieben, dass es sicherlich zig Gründe gibt, warum eine Beteiligung sinnvoll ist. Meine Eltern haben es bei uns vier Kindern nicht gemacht und ich werde es auch bei meinen Kindern nicht machen. Finanziell geht es uns ganz gut, so dass ich keinen Sinn darin sehe, von meinen Kindern einen Teil zu fordern. Allerdings gebe ich Robse und dieKatze recht, dass es auch immer eine Frage der eigenen Finanzen ist und auf jeden Fall in diesem Zusammenhang gesehen werden sollte.

Warum ist ein Kind, welches studiert und noch Hause lebt teurer als ein Teenager den man voll finanzieren muss? Da sie Bafög und Waisenrente bezieht wird sie wohl Kleidung und Freizeit selbst finanzieren. Das ist ein ziemlicher Brocken, der bei einem Teenager noch immer zu zahlen ist.

Sich über die Kosten erschrecken ist wohl jedem passiert (wenn ich da an meinen ersten eigen finanzierten Lebensmitteleinkauf denke... ). Nur diese Bürde bleibt wohl niemandem erspart und ich denke, es macht keinen Unterschied, ob sie mit 18, 20 oder erst 25 erfolgt. Ich gehe bei mir nicht davon aus, das mein Umgang mit Geld ein anderer wäre, wenn meine Eltern einen anteiligen Betrag gefordert hätten.

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3. Februar 2005 um 14:18
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So ist es ja nicht
Hallo kratzamkopp, danke für Deine Antwort.Sicher hast Du nicht ganz unrecht und ich weiß ja auch noicht so wirklich, wie es laufen könnte.Meine Tochter bekommt ja die Halbwaisenrente und Bafög, finanziert davon Klamotten, ihr Auto(was ja sein muß) und URLAUB!Ich muß mir mein Geld schon einteilen und habe seit Jahren keinen richtigen Urlaub gehabt, aber mir wird vorgeworfen, dass ich ja rauche und besser klarkommen würde, wenn ich das nicht täte kann man wohl sehen, wie man möchte, oder?!

Auf der Nase rumtanzen lassen
würde ich mir auch nicht grade.
Also ich habe es definitiv zu würdigen gewusst, dass meine Eltern keinen anteiligen Betrag von mir gefordert haben bzw. mich auch später bei meinem Studium ein wenig unterstützt haben (sie haben das Kindergeld behalten und dafür meinen Mietanteil getragen). Bei uns war Geld oder die Unterstützung nie ein Thema, was aber auch bedeutet, dass ich nie etwas eingefordert hätte...dann wäre nämlich ganz schnell schluss gewesen!

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7. Februar 2005 um 17:34

Zu meinem eigenen Beitrag!
Hallo und herzlichen Dank für die vielen nützlichen Antworten.Auf alles jetzt hier einzugehen, würde sicher den Rahmen sprengen.Eine Anmerkung: wir sind zu viert und nicht zu dritt.Ich denke, das ist hier ein Thema, wo ich mich wirklich sehr unsicher fühle.Als ich 18 war habe ich schon eine eigene Wohnung gehabt und nichts finanziert bekommen, sondern mußte alles von meinem *Lehrlingslohn*bezahlen.Klar möchte ich meine damalige Situation nicht auf meine Tochter ummünzen, nur eben mal erwähnen, dass ich sowas nicht kenne.Wie die Made im Speck, ich weiß nicht, ob das gut istwir malochen hier wie die Irren, müssen jeden Cent umdrehen und Prinzessin räumt mal den Geschirrspüler leer und spart ihr Geld , wobei sie hier ja nun wirklich alles nutzen kann.Mit 20 müßte sie ganz einfach eine andere Einstellung haben und sagen: los Leute, ich helfe euch hier und bin auch bereit ein klein wenig finanziell zu allem beizutragen und seien es nur die 30 Euro, das ist doch wirklich nur ein Klacks.Aber ich sehe einfach keinen guten Willen.Da ist sie stur wie ein Ziegenbock!!!Das ärgert mich schon.....

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11. Februar 2005 um 17:02

Klare Ansage
Liebe Katze,

ich glaube nicht, daß Du mit Deiner Tochter weiter verhandeln solltest. Ich halte es für besser, wenn Du Dir mit Deinem Mann darüber klar wirst, was Du genau von Deiner Tochter möchtest (wieviel Geld und welche Arbeiten). Dieses Ergebnis mußt Du ganz klar und konsequent vor Deiner Tochter vertreten und von Deiner Tochter fordern, auch wenn es Dir schwerfällt. Nicht bitten oder gar betteln, sondern klar ansagen. Wichtig ist die Konsequenz. Verhandeln ist deshalb nicht mehr angezeigt, weil sie ja eh schon auf stur schaltet, wenn ich richtig verstanden habe.
Kansequent vertreten bedeutet, daß nichts mehr für sie getan wird, wenn sie ihren Beitrag nicht erfüllt. Nebenbei gesagt finde ich 30 Euro weitaus zu wenig. Das Maß wäre für mich eine eigene Existenz in einer WG und davon etwas abgelassen.
Bei der Arbeit ist es ebenso. Ihr seid drei Erwachsene und ein Kind, also teilen sich drei Erwachsene die Arbeit und das Kind hilft mit.
Wir tun unseren Kindern keinen Gefallen damit, wenn wir ihnen alles abnehmen.
Viel Erfolg
zauberlilie

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