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Was kostet eine Scheidung??

24. April 2005 um 14:42

Hallo zusammen,

würde mich freuen wenn ihr mir mit euren Antworten etwas helfen könntet. Ich bin mit meiner Freundin schon seit einiger Zeit zusammen. Sie ist auf dem Papier de facto noch verheiratet, lebt so lange wir uns kennen, aber schon alleine. Das offizielle Trennungsjahr ist auch abgelaufen. Nun meine Fragen: Brauchen Eheleute, die sich scheiden lassen wollen, zwingend einen Rechtsbeistand? Wenn ja, reicht auch ein Rechtsbeistand für beide Parteien aus, wenn es keine Trennungsstreitigkeiten gibt? Was kostet denn eine Scheidung an sich in finanzieller Hinsicht? Kann man das ungefähr sagen? Wie lief das bei euch ab?

LG Muxx

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24. April 2005 um 16:38

Hallo Muxx,
einen Rechtsanwalt braucht auf jeden Fall derjenige, der den Scheidungsantrag stellt. Derjenige, der quasi nur seine Zustimmung gibt, braucht keinen Anwalt, wenn er keinerlei Anträge stellen möchte. D.h. wenn derjenige beispielsweise einen Versorgungsausgleich wünscht, braucht er hierfür schon einen Anwalt. Ein Anwalt kann natürlich immer nur eine Partei vertreten. Die Scheidungskosten rechnen sich nach dem Einkommen. Das Einkommen beider wird mal 3 genommen, und hinzu kommen noch 1000 Euro (ich glaub dieser betrag hängt irgendwie mit den Gerichtskosten zusammen). Daraus ergibt sich dann der Streitwert, wonach die Anwalts- sowie die Gerichtskosten errechnet werden. Gib doch mal bei google Online-Scheidung ein. Da müßtest du etwas dazu finden.

Hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.

Liebe Grüße,YingYang

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25. April 2005 um 9:08
In Antwort auf yingyang032

Hallo Muxx,
einen Rechtsanwalt braucht auf jeden Fall derjenige, der den Scheidungsantrag stellt. Derjenige, der quasi nur seine Zustimmung gibt, braucht keinen Anwalt, wenn er keinerlei Anträge stellen möchte. D.h. wenn derjenige beispielsweise einen Versorgungsausgleich wünscht, braucht er hierfür schon einen Anwalt. Ein Anwalt kann natürlich immer nur eine Partei vertreten. Die Scheidungskosten rechnen sich nach dem Einkommen. Das Einkommen beider wird mal 3 genommen, und hinzu kommen noch 1000 Euro (ich glaub dieser betrag hängt irgendwie mit den Gerichtskosten zusammen). Daraus ergibt sich dann der Streitwert, wonach die Anwalts- sowie die Gerichtskosten errechnet werden. Gib doch mal bei google Online-Scheidung ein. Da müßtest du etwas dazu finden.

Hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.

Liebe Grüße,YingYang

?
"D.h. wenn derjenige beispielsweise einen Versorgungsausgleich wünscht, braucht er hierfür schon einen Anwalt."

Mit Wünschen hat das nix zu tun, Versorgungsausgleich muss immer gemacht werden, leider! Also das gegenseitige Aufrechnen der Rentenansprüche.

Was anderes ist der gegenseitige Verzicht auf Unterhalt. Das ist kein Problem.

Wenn sich beide einig sind, kann man alles mögliche aus dem Streitwert rausnehmen. Bei uns waren es z.B. die Immobilien. Wir haben einfach gesagt wir haben uns so geeinigt und gut war!

Teuer genug ist ne Scheidung natürlich immer noch

Mein Anwalt war aber z.B. mit Ratenzahlung einverstanden. Die Kosten haben mein Exmann und ich dann 50/50 geteilt.

lG Glen

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25. April 2005 um 13:22
In Antwort auf glen

?
"D.h. wenn derjenige beispielsweise einen Versorgungsausgleich wünscht, braucht er hierfür schon einen Anwalt."

Mit Wünschen hat das nix zu tun, Versorgungsausgleich muss immer gemacht werden, leider! Also das gegenseitige Aufrechnen der Rentenansprüche.

Was anderes ist der gegenseitige Verzicht auf Unterhalt. Das ist kein Problem.

Wenn sich beide einig sind, kann man alles mögliche aus dem Streitwert rausnehmen. Bei uns waren es z.B. die Immobilien. Wir haben einfach gesagt wir haben uns so geeinigt und gut war!

Teuer genug ist ne Scheidung natürlich immer noch

Mein Anwalt war aber z.B. mit Ratenzahlung einverstanden. Die Kosten haben mein Exmann und ich dann 50/50 geteilt.

lG Glen

Glen,
ich muss dir widersprechen. Versorgungsausgleich muss immer gemacht werden, das ist klar, aber der Partner kann auch darauf verzichten diesen in Anspruch zu nerhmen. Dies muss notariell beglaubigt werden.

lg
moon

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25. April 2005 um 13:52
In Antwort auf glen

?
"D.h. wenn derjenige beispielsweise einen Versorgungsausgleich wünscht, braucht er hierfür schon einen Anwalt."

Mit Wünschen hat das nix zu tun, Versorgungsausgleich muss immer gemacht werden, leider! Also das gegenseitige Aufrechnen der Rentenansprüche.

Was anderes ist der gegenseitige Verzicht auf Unterhalt. Das ist kein Problem.

Wenn sich beide einig sind, kann man alles mögliche aus dem Streitwert rausnehmen. Bei uns waren es z.B. die Immobilien. Wir haben einfach gesagt wir haben uns so geeinigt und gut war!

Teuer genug ist ne Scheidung natürlich immer noch

Mein Anwalt war aber z.B. mit Ratenzahlung einverstanden. Die Kosten haben mein Exmann und ich dann 50/50 geteilt.

lG Glen

Hallo Glen,
meine Scheidung war vor 2 Wochen. Der Versorgungsausgleich muß nicht gemacht werden. Wir haben ihn nämlich nicht gemacht, da beide berufstätig sind.

LG,
YingYang

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25. April 2005 um 19:38
In Antwort auf livia_12825596

Glen,
ich muss dir widersprechen. Versorgungsausgleich muss immer gemacht werden, das ist klar, aber der Partner kann auch darauf verzichten diesen in Anspruch zu nerhmen. Dies muss notariell beglaubigt werden.

lg
moon

Das würde aber heißen,
dass sich dann z.B. eine Frau, die wegen Kinder ein paar Jahre weniger gearbeitet hat als der Mann, sich bei einem Verzicht auf den Versorgungsausgleich finanziell schlechter stellen würde, oder?

LG Muxx

...und danke für eure Antworten bisher!

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26. April 2005 um 8:09
In Antwort auf cosimo_12080785

Das würde aber heißen,
dass sich dann z.B. eine Frau, die wegen Kinder ein paar Jahre weniger gearbeitet hat als der Mann, sich bei einem Verzicht auf den Versorgungsausgleich finanziell schlechter stellen würde, oder?

LG Muxx

...und danke für eure Antworten bisher!

Hallo muxx,
im Prinzip ist das so. Der Versorgungsausgleich berechnet ja den Rentenanspruch (hoffentlich sag ich jetzt nix falsches )Bei mir war das so, dass mein Mann längere Zeit selbstständig war und ich ihm daher später einen gewissen Betrag monatlich hätte zahlen müssen. Er war aber so nett und wollte das Geld nicht und daher haben wir den Versorgungsausgleich ausgeschlossen. Dies muss notariell beglaubigt werden. Der Scheidungsrichter reitet aber trotzdem nochmal drauf rum

lg
moon

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26. April 2005 um 10:16
In Antwort auf cosimo_12080785

Das würde aber heißen,
dass sich dann z.B. eine Frau, die wegen Kinder ein paar Jahre weniger gearbeitet hat als der Mann, sich bei einem Verzicht auf den Versorgungsausgleich finanziell schlechter stellen würde, oder?

LG Muxx

...und danke für eure Antworten bisher!

"unfair"
Also wenn das Gericht der Ansicht ist, dass der Ausschluss des Versorgungsausgleichs einem der Partner gegenüber unfair oder unbillig (oder wie die das auch immer nennen) wäre, dann darf nicht drauf verzichtet werden. Also wenn z.B. die Frau viele Jahre nicht arbeiten konnte wegen der Kinder oder so.

Selbst wenn ein Ehevertrag den Verzicht vorsieht, das Gericht prüft in jedem Fall, ob einer der Partner dabei über die Maßen schlecht wegkommt und kann diesen Verzicht hinfällig machen.

Ach ja - notarielle Beglaubigungen kosten ja auch etwas. Ich dachte, es ging darum, die Scheidung möglichst billig zu machen? Da muss man dann wohl ausrechnen was billiger kommt.

greetings Glen

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26. April 2005 um 13:47
In Antwort auf glen

"unfair"
Also wenn das Gericht der Ansicht ist, dass der Ausschluss des Versorgungsausgleichs einem der Partner gegenüber unfair oder unbillig (oder wie die das auch immer nennen) wäre, dann darf nicht drauf verzichtet werden. Also wenn z.B. die Frau viele Jahre nicht arbeiten konnte wegen der Kinder oder so.

Selbst wenn ein Ehevertrag den Verzicht vorsieht, das Gericht prüft in jedem Fall, ob einer der Partner dabei über die Maßen schlecht wegkommt und kann diesen Verzicht hinfällig machen.

Ach ja - notarielle Beglaubigungen kosten ja auch etwas. Ich dachte, es ging darum, die Scheidung möglichst billig zu machen? Da muss man dann wohl ausrechnen was billiger kommt.

greetings Glen

Hi Glen,
also mir wurde nichts davon gesagt, dass ich irgendetwas notariell beglaubigen lassen muß. Ich muß lediglich mit dem Urteil noch mal zum Gericht und einen Stempel drauf machen lassen, damit die Scheidung rechtskräftig ist. Das hängt aber lediglich damit zusammen, dass ich keinen Anwalt hatte.

LG,
YingYang

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27. April 2005 um 16:48
In Antwort auf yingyang032

Hallo Muxx,
einen Rechtsanwalt braucht auf jeden Fall derjenige, der den Scheidungsantrag stellt. Derjenige, der quasi nur seine Zustimmung gibt, braucht keinen Anwalt, wenn er keinerlei Anträge stellen möchte. D.h. wenn derjenige beispielsweise einen Versorgungsausgleich wünscht, braucht er hierfür schon einen Anwalt. Ein Anwalt kann natürlich immer nur eine Partei vertreten. Die Scheidungskosten rechnen sich nach dem Einkommen. Das Einkommen beider wird mal 3 genommen, und hinzu kommen noch 1000 Euro (ich glaub dieser betrag hängt irgendwie mit den Gerichtskosten zusammen). Daraus ergibt sich dann der Streitwert, wonach die Anwalts- sowie die Gerichtskosten errechnet werden. Gib doch mal bei google Online-Scheidung ein. Da müßtest du etwas dazu finden.

Hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.

Liebe Grüße,YingYang

Re:. Ein Anwalt kann natürlich immer nur eine Partei vertreten.
In meinem Fall , sowie dem einer Freundin, bekamen wir beide vom Anwalt die Zusage zusammen mit dem (ex)Partner nur EINEN Anwalt zu benötigen. Meine Freundin machte davon auch Gebrauch, sie bekamen beide Prozesskostenhilfe und teilten sich die restlichen Kosten
MfG
Sunni

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7. März 2013 um 12:08
In Antwort auf livia_12825596

Hallo muxx,
im Prinzip ist das so. Der Versorgungsausgleich berechnet ja den Rentenanspruch (hoffentlich sag ich jetzt nix falsches )Bei mir war das so, dass mein Mann längere Zeit selbstständig war und ich ihm daher später einen gewissen Betrag monatlich hätte zahlen müssen. Er war aber so nett und wollte das Geld nicht und daher haben wir den Versorgungsausgleich ausgeschlossen. Dies muss notariell beglaubigt werden. Der Scheidungsrichter reitet aber trotzdem nochmal drauf rum

lg
moon

Scheidungskostenrechner berechnen
Ist zwar schon uralt der Artikel, aber wer seine Kosten anonym und ohne Verpflichtung errechnen will, der nutzt den Scheidungskostenrechner unter www.scheidungskostenrechner.in fo Das Ergebnis ist ungefähr der Preis den man zählt für seine Freiheit

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13. Mai 2013 um 17:43

Rechtsanwalt
Nur ein Part braucht einen Rechtsanwalt. So war es auch bei mir, mein Ex- Mann hatte ein Anwalt und ich musste nur der Scheidung zustimmen. Der ganze Papierkram von der Rentenversicherung musste ich dann selber machen, was aber nicht besonders schwierig war. Mich kostete die Scheidung gar nichts außer 75 Gerichtskosten. Ob ein Anwalt für beide geht weiß ich nicht, sein Anwalt wollte nur ihn vertreten.

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29. Mai 2013 um 8:00

Hallo Muxx
Scheidung ist nach Ablauf des Trennungsjahres möglich. Der Scheidungswillige muss eine Scheidungsklage bei Gericht einreichen. Dies geht leider nicht ohne Rechtsbeistand.Sofern die finanziellen Grundlagen geregelt sind (Haushaltstrennng, Trennungsunterhalt, Kindesunterhalt, Altersversorgungsausgleich, Immobilien etc.) wird ein Anwalt einen Pauschalbetrag für seine Leistung verlangen. Dazu kommen noch mal Gerichtskosten. Vorher mit einem Anwalt den Betrag aushandeln und sich bei ihm über die Gerichtskosten erkundigen.
Alles Gute

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