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Was ist mit meinem Kind los? Normal???

30. März 2005 um 18:48

Hallo,

ich habe ein kleines Problem mit meiner Tochter (2 Jahre und 2 Monate alt). Sie ist ein liebes aufgewecktes Mädchen das halt ab und zu mal ein wenig über die Stränge schlägt. Wenn man das bei einer 2jährigen sagen kann. Ich glaube, jedes Kind in dem Alter treibt einen gerne mal probeweise zur Weißglut um herauszufinden, wie weit es gehen kann... Aber davon genug.
Mein "Problem" ist: Sie ist viel zu lieb für diese Welt.

Wenn sie bei uns, bei den Großeltern oder Onkels ist, dann "wehrt" sie sich ganz normal. D.h. wenn man mit ihr spielt und sie will nicht, dann mault sie, sie schreit "MEINS!", wenn man ihr was spielerisch wegnimmt, etc...
Aber wenn sie außerhalb der eignen vier Wände ist, mit anderen Kindern in Kontakt kommt, dann ist sie wie eine kleine Maus. Sie wehrt sich nicht, wenn jemand ihr was wegnimmt, sie lässt sich herumschubsen und anmaulen.. Und dann geht sie einfach weg, nimmt sich etwas anderes zum Spielen, bis ihr das auch noch weggenommen wird.

Momentan ist sie unser erstes und einziges Kind, aber im Juli kommt noch ein Geschwisterchen dazu. Dann kommt sie auch bald in den Kindergarten... Ich habe einen regelrechte Horror davor.
Mein Mädchen kommt dann vielleicht mal heim und hat keine Klamotten mehr am Leib, weil ihr die anderen Bälger alles weggenommen haben!!!

Ist das in dem Alter normal?
Was kann ich denn machen, damit sie sich mal wehrt? Ich weiß, mein Bruder (Wassermann wie mein Töchterchen) war auch so... aber das kann ja nicht bloß am Sternzeichen liegen, oder?

Wenn mir jemand helfen könnte, wäre ich wirklich super-dankbar!

Bis bald,
Michelle

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30. März 2005 um 20:54

Du mußt ihr zeigen wie das geht
in diesem Alter brauchen die Kinder noch den Schutz der Eltern, sie wissen nicht wie das geht sich verteidigen. Mein Sohn ist auch so ein lieber gutmütiger Kerl, ich weiß, wie du dich fühlst.
Ich habe ihn gerade in diesem Alter immer bis auf die Zähne verteidigt. Wenn ihm jemand etwas weggenommen hat, was sehr leicht ging bei ihm, habe ich es für ihn zurückerobert. Ich habe auch mit dem jeweiligen Kind geschimpft, bzw. es in seine Grenzen verwiesen, "du darfst ... das nicht wegnehmen, das gehört..." oder "nein, jetzt ist .. an der Reihe mit rutschen, nicht du. du kannst danach rutschen."
So lernt dein Kind, wie es sich wehren kann. Mein Sohn kann das heute viel besser.
Im Kiga hat ihn wohl auch schon ein Kind gehauen. Die Erzieherinnen bringen den Kindern bei, sag"rote Ampel", soll wohl heißen, bis hierher und nicht weiter. Kommt mir zu lasch vor. Ich sage ihm, wenn dich jemand haut, haue zurück.
er soll nicht der underdog sein, der nur die rote Ampel zeigt, wo doch ein anderer seine Grenzen verletzt hat. Er soll sich wehren dürfen. Und wie gesagt, mein Kind ist kein Kind, das von selbst draufhaut, hat er noch nie. Aber er soll wirklich kein Opferlamm werden. Da muß man Zähne zeigen können. Das mußt du deinem Kind auch beibringen. Wer es haut, muß mit einem Gegenschlag rechnen. Ich denke, daß das Ganze dann nicht unbedingt eskalieren muß. Kinder wollen nur die Hierarchie festlegen und wenn einer Kontra gibt, dann wird er nicht so leicht fertiggemacht.
Jetzt denke ich, mußt du die Verteidigung für dein Kind wie oben schon mal gesagt, übernehmen. Damit zeigst du deinem kleinen Mädchen auch, daß du zu ihr stehst. Wenn es weiß, dass so eine Löwenmami hinter ihr steht, wird ihr Selbstbewußtsein wachsen.
Viel Glück beim "Karatetraining"
Kalani

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31. März 2005 um 7:45

Mein Kind
ist genauso, nur daß es zu Hause wie eine Furie wird, wenn ihr was nicht paßt. Im Kindergarten ist sie (wie Deine) sehr ruhig und ängstlich. Ein Kind dort ist besonders brutal, es nimmt alles weg, beißt und Kratzt und schubst. wir haben unserer eingeredet, sie soll sagen: geh weg und laß mich in ruhe! das sagt sie nun auch zu uns, aber zu der Göre im Kindergarten noch lange nicht.

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31. März 2005 um 11:31
In Antwort auf omid_12083546

Du mußt ihr zeigen wie das geht
in diesem Alter brauchen die Kinder noch den Schutz der Eltern, sie wissen nicht wie das geht sich verteidigen. Mein Sohn ist auch so ein lieber gutmütiger Kerl, ich weiß, wie du dich fühlst.
Ich habe ihn gerade in diesem Alter immer bis auf die Zähne verteidigt. Wenn ihm jemand etwas weggenommen hat, was sehr leicht ging bei ihm, habe ich es für ihn zurückerobert. Ich habe auch mit dem jeweiligen Kind geschimpft, bzw. es in seine Grenzen verwiesen, "du darfst ... das nicht wegnehmen, das gehört..." oder "nein, jetzt ist .. an der Reihe mit rutschen, nicht du. du kannst danach rutschen."
So lernt dein Kind, wie es sich wehren kann. Mein Sohn kann das heute viel besser.
Im Kiga hat ihn wohl auch schon ein Kind gehauen. Die Erzieherinnen bringen den Kindern bei, sag"rote Ampel", soll wohl heißen, bis hierher und nicht weiter. Kommt mir zu lasch vor. Ich sage ihm, wenn dich jemand haut, haue zurück.
er soll nicht der underdog sein, der nur die rote Ampel zeigt, wo doch ein anderer seine Grenzen verletzt hat. Er soll sich wehren dürfen. Und wie gesagt, mein Kind ist kein Kind, das von selbst draufhaut, hat er noch nie. Aber er soll wirklich kein Opferlamm werden. Da muß man Zähne zeigen können. Das mußt du deinem Kind auch beibringen. Wer es haut, muß mit einem Gegenschlag rechnen. Ich denke, daß das Ganze dann nicht unbedingt eskalieren muß. Kinder wollen nur die Hierarchie festlegen und wenn einer Kontra gibt, dann wird er nicht so leicht fertiggemacht.
Jetzt denke ich, mußt du die Verteidigung für dein Kind wie oben schon mal gesagt, übernehmen. Damit zeigst du deinem kleinen Mädchen auch, daß du zu ihr stehst. Wenn es weiß, dass so eine Löwenmami hinter ihr steht, wird ihr Selbstbewußtsein wachsen.
Viel Glück beim "Karatetraining"
Kalani

Hallo Kalani
..noch ein Denkanstoß für Dich: Wenn Du ihm sagst, er solle zurückhauen - suggerierst Du ihm dann nicht gleichzeitig, daß hauen ok ist? Ich halte es mit Svea so, daß sie weggehen soll, wenn sie jemand nervt, schubst oder haut. Diese Methode funktioniert erstaunlich gut, ich bin ein totaler Gegner von Gewalt und versuche dies auch meinem Kind zu vermitteln. Auch wenn es sich nach einer ollen Parole anhört, aber "hauen ist keine Lösung"
Svea sagt demjenigen, er soll sie in Ruhe lassen und wenn er weiternervt, geht sie weg und läßt ihn stehen. Kommt er dann hinter ihr her, schreit sie ihn an oder geht zur Lehrerin. Damit hat sie auch schon einige Streitigkeiten auf dem Schulhof geschlichtet. Sie legt mittlerweile eine selbstverständliche Gelassenheit an den Tag, die für eine 7-jährige ziemlich bemerkenswert ist.
Lieben Gruß, Jule

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1. April 2005 um 9:16
In Antwort auf dale_12315579

Hallo Kalani
..noch ein Denkanstoß für Dich: Wenn Du ihm sagst, er solle zurückhauen - suggerierst Du ihm dann nicht gleichzeitig, daß hauen ok ist? Ich halte es mit Svea so, daß sie weggehen soll, wenn sie jemand nervt, schubst oder haut. Diese Methode funktioniert erstaunlich gut, ich bin ein totaler Gegner von Gewalt und versuche dies auch meinem Kind zu vermitteln. Auch wenn es sich nach einer ollen Parole anhört, aber "hauen ist keine Lösung"
Svea sagt demjenigen, er soll sie in Ruhe lassen und wenn er weiternervt, geht sie weg und läßt ihn stehen. Kommt er dann hinter ihr her, schreit sie ihn an oder geht zur Lehrerin. Damit hat sie auch schon einige Streitigkeiten auf dem Schulhof geschlichtet. Sie legt mittlerweile eine selbstverständliche Gelassenheit an den Tag, die für eine 7-jährige ziemlich bemerkenswert ist.
Lieben Gruß, Jule

Hallo Jule
ich kann deinen Standpunkt verstehen, allerdings bin ich nicht ganz so pazifistisch eingestellt. Gewalt mag ich auch nicht, aber ich finde es essentiell, daß man sich wehrt und wehren darf. Hauen ist für mich o.k, ja. Ich verstehe nicht, wieso z.B. ein Kind die Körpergrenzen meines Sohnes verletzen darf ohne daß er genau selbst spürt, wie sich das anfühlt. Und für meinen Sohn ist es glaube ich besser, wenn er die Aggression zurückgibt, anstatt einzustecken. Das heißt nicht, daß ich ihm Prügeleien empfehle, aber ich denke nur weglaufen unterminiert das Selbstwertgefühl. Und gerade bei Kindern, die eh zu den lieben gehören. Die müssen doch lernen für sich einzustehen, damit sie später nicht untergebuttert werden. Wenn ein Streit ausartet, dann kann man sicherlich über die anderen Strategien nachdenken. Aber wie gesagt, es sind doch oft unter Kindern die kleinen Reibereien, eins nimmt was weg oder schubst, wenn es zurückgeschubst wird, merkt es, aha, so geht das nicht bei diesem Kind.
Und wie die andere Teilnehmerin sagte, ich finde Kampfsportarten exzellent für Kinder. Dann können sie sich im Notfall auch wirklich verteidigen, wenn das schreien oder weglaufen nicht mehr hilft...

die nicht ganz so friedfertige Kalani

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1. April 2005 um 12:00

Hallo Mietnomadin.
...oha - gutes Pseudonym - läßt das auf was schließen war ein Scherz.

Mein Kind geht zum Judo

Ob der Schuss nach hinten losgeht, bleibt abzuwarten - bis jetzt fuhr sie damit am besten und ich in meinem 32-jähringen Leben auch.

Lieben Gruß und schönes Wochenende

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1. April 2005 um 18:07

Hallo Michelle!
Mach Dir keine Sorgen, das liegt alles im grünen Bereich. Es gibt halt solche und solche Kinder. Meine Tochter war auch immer so lieb und hat sich alles gefallen lassen, so dass ich als Mama schon manchmal Aggressionen auf andere Kinder bekam. Mittlerweile ist sie 8 und kann sich ganz gut durchsetzen und lässt sich auch nichts mehr gefallen. Das lernen sie ja auch im Kindergarten. Vorallem bleibt sie da ja auch nicht immer die Kleinste, so dass sie schnell Oberhand gewinnen wird.
Übrigens ist meine Tochter auch Wassermann. Vielleicht liegt es ja doch daran?!
LG Pipi

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