Home / Forum / Meine Familie / Was ist los?

Was ist los?

10. Juli 2018 um 21:59

Hallo zusammen.

Erst einmal zu mir, ich bin Mama von Zwillingen und bin 20 Jahre alt. Somit also noch sehr Jung. Beide sind jetzt knapp 1 1/2.
Die Schwangerschaft war natürlich nicht geplant, ich war grade mal fast 18 Jahre alt, trotzdem habe ich mich für die beiden entschieden und habe mich damals wahnsinnig auf die beiden gefreut. Der Vater der beiden war auch für uns da allerdings habe ich mich von ihm getrennt also beide ca 8 Monate als waren. Seid dem unterstützt er uns gar nicht mehr, was auch nicht das Problem ist. Ich habe die beiden mit voller liebe erwartet und alles dafür getan das die beiden in guter Umgebung und liebe aufwachsen. Jetzt zu dem Problem, ich habe nach der Geburt immer noch bei Mama gewohnt, was auch nie das schlimme war, sie hat mir viel geholfen und die beiden undenklich geliebt. Die Kinder haben sie wie auch mich jeden Tag um sich gehabt und das ca 13 Monate lang. Irgenwann hat es zwischen uns einfach nicht mehr funktioniert und sie hat mich von heute auf morgen raus geworfen. Will komischer weise auch nichts mehr von uns wissen.
Aktuell sind wir erst mal zu meinem neuen Freund gezogen was aber keine Lösung auf Dauer ist, er ist nicht der Vater der Kinder.
Wir leben in einer 1 Zimmer Wohnung, die komplett offen ist und keine Türen hat, auch nach Intensiver suche lässt sich nichts finden. Als wäre das mit meiner Mutter, den Räumlichkeiten und den momentan wirklich anstrengenden Kindern nicht genug, kommt auch noch das Hauptproblem hinzu..

damals als ich schwanger war habe ich zwar irgendwie gewusst ich bin schwanger, habe meinen Riesen Bauch geliebt und bewundert und mich unendlich gefreut, allerdings habe ich es nie realisiert das ich Mama werde, ich habe sehr viel geweint, wusste nie wieso..
dachte erlich gesagt der Bauch geht wieder weg und alles ist wie woher, der Vater der Kinder fand das ganze damals schon sehr merkwürdig und hat mich auf eine Depression aufmerksam gemacht. Habe das ganze nicht wirklich ernst genommen. Es war ja nichts außer das viele weinen und nicht realisieren der Schwangerschaft.
Soweit so gut, die kleinen kamen zur Welt und ich blieb eine Woche im Krankenhaus, da die beiden auf der intensiv waren.
Die Woche war der Horror ich habe nur geweint, geweint, geweint, wusste nicht mit der Situation umzugehen, war irgendwie glücklich, aber irgendwie war das auch alles nicht ganz begreifbar für mich.
Zuhause angekommen mit Sack und Pack, kehrte natürlich der Alltag ein, meine Mama war arbeiten bis Mittag, also war ich allein. Ich habe den beiden immer alles gegeben es hat an nichts gefehlt aber immer wieder kam mir in den Sinn, das ich nicht glaube das sie mir gehören. Für mich war es als wurden sie mir gegeben für einige Zeit und die Mutter klingelt an der Türe und nimmt sie wieder mit. Natürlich liebe ich beide sehr und sie bedeuten mir die Welt, aber irgendwie hatte ich diese Gedanken. Als ich genau das meiner Mutter erzählte und sie mir sagte, das seien meine und das für immer, brach für mich eine Welt zusammen. Erst da wurde es mir klar. Auch meine Mama war der Meinung einer Depression.
Komisch ist nur das ich das nicht dauerhaft hatte sondern Phasen weise. Mal beschäftigte ich mich tagelang so intensiv jede Sekunde mit denen und war stolz wie bolle aber mal war mir auch vieles egal. Ich saß nur da schaute zu, tat das nötigste etc. Natürlich ging es denen gut aber es bedeutet mir eben nicht mehr so viel wie zuvor.
Zu der Geschichte von eben, wie gesagt jetzt leben wir hier und die Geldsorgen werden immer größer, meine eigenen Probleme, mein Kopf ist voll und dann die Kinder die momentan so frech sind und ihre Grenzen testen. Es geht echt an die Nerven. Ich bin fix und alle. Mit mir auch mein Partner der alles versucht für uns.
Auch jetzt kommen wieder diese Gedanken wie es wäre wenn sie weg wären, ob sie es woanders nicht besser hätten, ob es mir dann nicht vielleicht besser ginge, ich stehe dann weinend da und schaue sie an und denke wirklich drüber nach, sie weg zu geben, dann hasse ich mich dafür und denke nur was ich für eine schlechte Mutter bin. Eigentlich liebe ich die beiden so sehr und könnte platzen vor stolz.
Jeder sagt ich wäre eine so tolle Mutter die so viel schafft und sich dabei selber so vergisst. Natürlich ich bin so jung, Party ist mir egal aber ich kann nichts mehr machen, nicht mal 1 Minute ins Bad ohne das die beiden Theater machen. Natürlich nimmt auch die andere Oma (die Mutter meines Ex Freundes) die Kinder mal und ich verbringe Zeit mit meinem Freund, aber dann merke ich wieder wie schön die freie Zeit ist und wie toll alles sein könnte.

könnte es wirklich eine Depression sein oder einfach Phasen abhängig wie es mir selber geht?

Mehr lesen

12. Juli 2018 um 14:07

Hallo 😉

Du hast es momentan echt nicht leicht. Und das auch noch mit zweien. Dass deine Mutter euch auch noch hochkant rauswirft, macht das ganze natürlich noch schwieriger. 

so wie du dich phasenweise fühlst oder denkst, kann natürlich auf eine Depression hinweisen, muss aber nicht sein. Du bist zurzeit so im Stress, Geld, Wohnung, die Kinder.. Da ist deine Gefühlswelt natürlich ordentlich im Chaos. Da kann man eventuell auch schonmal auf solche Gedanken kommen, wie du sie hier beschreibst. Ich denke aber nicht, dass du Sowas auch in die Tat umsetzen wirst. Ich vermute, das kommt momentan alles einfach so plötzlich auf dich zu, dass du nicht ganz klar denken kannst. Ich denke, du weißt, wie ich das meine. Sobald ihr eine eigene Wohnung habt und die Kinder ihr eigenes Zimmer und sich vielleicht sogar mal alleine beschäftigen können, hast du auch ein wenig Luft zum atmen. Du siehst dir deine Kinder an und bist total stolz, das sagt doch schon alles. Du liebst sie. Sie sind natürlich manchmal sehr nervig und treiben einen zur weißglut..(habe auch ein 17 monate altes Exemplar davon) und ich könnte sie manchmal auch am liebsten im Wald aussetzen. Aber ich würde es nie wirklich machen.. (Vorallem wenn wir gerade im Wald unterwegs sind und sie ihre wutanfälle hat, obwohl alles gut ist...🙄) aber dann gibt's diese tollen Momente, wo ich mir denke, dass sie das Beste ist, was mir passieren konnte. 
was du aber nie machen darfst, und davon gehe ich auch nicht aus, dass du das machen würdest, deinen kindern zu sagen, dass du sie damals am liebsten ins Heim gegeben hättest oder sie am liebsten abgeben würdest. Das hat meine Mutter mir in einem Alter gesagt, in welchem ich schon alles verstehen konnte. Und das sitzt bis heute tief drin. 
Aber das ist ne andere Story. Geht auch nicht um mich hier.
Du kannst mich auch gerne mal privat anschreiben, wenn du jemanden zum Reden brauchst

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Du willst nichts mehr verpassen?
facebook

Das könnte dir auch gefallen