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Warum kann er seine Kinder nicht lieben? Könnte ich Schuld sein?

4. Januar 2010 um 18:32 Letzte Antwort: 5. Januar 2010 um 17:25

Hallo Ihr Lieben,

Ich melde mich mal wieder, weil ich mit meinen Gefühlen nicht zurecht komme und weil ich meinen Partner nicht verstehen kann. und erhoffe mir von Euch mal wieder einen Rat.

Irgendwie ist es bei meinem Freund und seinen zwei Söhnen etwas kompliziert. Der ältere Sohn, jetzt 13 war ungeplant und mein Freund erst 20 als er zur Welt kam, seine Ex Frau war 17. Alles in Allem drängten ihre Eltern dann zu einer Hochzeit und die Dinge nahmen ihren Lauf. Fünf Jahre später kam der zweite Sohen zur Welt, denn seine Ex- Frau wünschte sich ein Geschwisterkind für den ersten Sohn... Naja...die Paarbeziehung lief wohl lange nciht mehr so gut... sie lebten mit Ihren Eltern in einem Haus und alles war wohl sehr eng. mein Freund erklärte mir dass er sich zum zweiten Kind gefrängt gefühlt habe... und jetzt kommt das eigentliche Problem: Heute ist es so, dass erdie Kinder nur einmal im Monat sehen möchte, denn öfter wäre ihm zu viel. Er fühlt sich unwohl wenn er die Kinder, er sagt er fühlt sich fremd und als ob sie nicht zu ihm gehören würden. Manchmal sagt er auch, dass er einfach keine liebe für sie empfinden kann. Wenn ich sie zusammen sehe dann erscheint mir die Beziehung eher wie eine Kumpel- als wie eine Vater-Sohn-Beziehung. Ich versuche mich dann in ihn hineinzuversetzen wie man seine eigenen Kinder nicht so lieben kann und kann es nicht verstehen...wenn ich Mutter wäre würde ich meine Kinder auch ständig bei mir haben wollen... UNd jetzt kommt das zweite Problem: Ich habe Angst dass ich vielleicht an der Situation Schuld sein könnte....Am Anfang und manchmal noch war ich traurig, weil ich es kaum ertragen konnte dass er schon Kinder und Ehe usw. hat... ein Gefühl dass viele Frauen hier sicher kennen. Mittlerweile ist es besser und ich kann soweit gut damit umgehen. Nur was ist wenn ich ihm das schlecht geredet habe oder so? Meine Therpeutin meinte mal: Eine Eltern-Kind. beziehung ist so stark, das könnte selbst die neue Partnerin nicht zerstören. Da muss schon vorher was nciht gestimmt haben... Ich hoffe sehr sie hat recht... aber irgendwie plagen mich Schuldgefühle dass ich doch was falsches gemacht habe... mIch versuche ihm zu zeigen und zu sagen dass es ok ist wie es ist und dass er (klingt jetzt blöd) doch seine Kinder lieben kann und dass er auch Fotos hinstellen könnte oder öfter hin gehen könnte aber das mag er nicht... Auch an Neujahr wollte er nciht anrufen... Ich versteh es nicht. Wisst ihr rat? Vielen Dank und eine schöne Woche.

Der kleine grüne Drache

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5. Januar 2010 um 16:48

Ich finde
Du machst Dir viel zu viele Gedanken.
Außerdem solltest Du das ganze nicht nach Schema F betrachten.
Jede Bindung ist individuell für sich zu sehen.
Wenn er doch bereits mit 20 Vater wurde, dann war er dazu gar nicht bereit. Er war zu jung.
Dann wurde er noch zur Ehe gedrängt und das zweite Kind wurde ihm quasi auch noch aufgedrängt.
Also stand er nicht wirklich hinter allem. Er war absolut fremdbestimmt.
Wie soll er denn da eine normale Bindung aufbauen und eine Vaterrolle einnehmen.
Er hat ja nichts selbst entschieden und auch nicht Vater oder Ehemann sein zu wollen.

Ich denke dass Du es ihm daher selbst überlassen solltest wie er damit umgeht.
Ich finde er ist einfach nur realistisch und ehrlich. Er spielt nicht das blöde Spiel was so manch anderer Vater abzieht um sein schlechtes Gewissen zu beruhigen und dann künstlich einen auf Super Papa macht an den paar Tagen wo er die Kinder hat.

Ich finde es auch gut, dass er selbst bestimmt wie oft er die Kinder sieht und sich nicht durch äußeren gesellschaftlichen Druck dazu gezwungen sieht alle zwei Wochen ein Schauspiel abzuziehen, nur um sich besser zu fühlen.

Du trägt an allem wohl als allerletzte die Verantwortung. Bei dem Thema solltest Du Dich nicht selbst so wichtig nehmen. Da hast Du eigentlich gar keinen Einfluss drauf und musst Dich daher nicht schuldig fühlen.

Die Vergangenheit von Deinem Partner und seiner Familie ist nun mal ziemlich verkorkst und da sollte man sich selbst kein Urteil drüber bilden, sondern einfach akzeptieren dass es so ist. Es wird schon alles seine Richtigkeit haben.

Bei meinem Mann ist es auch so. Er wurde, weil ein Kind (angedreht, weil sie angeblich die Pille nahm und heimlich jedoch ein Kind plante) unterwegs war, auch zur Ehe gedrängt.
Er war todunglücklich und hat sich aus diesen Fängen befreit.
Zunächst hat er total übertrieben den liebenden Papa raushängen lassen an den Besuchswochenenden. Das war eher vom schlechten Gewissen geleitet, als von sonstwas.

LG

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5. Januar 2010 um 17:25

Danke
Ihr Lieben,

ich danke Euch für die sachlichen und hilfreichen Antworten. Ich bin froh, dass es dieses Forum gibt. Im "richtigen" Leben kenne ich leider keine Frau, die in der gleichen Sitution ist und es tut gut sich hier auszutauschen und orientieren zu können.

Liebe Grüße
Der kleine grüne Drache.

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