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Warum ist es so schwer zu gehen ....

27. Dezember 2012 um 15:52

Hallo, also erstmal kurz zu mir, ich bin 32, weiblich und vermutlich unglaublich naiv.
Ich bin Mutter eines 12 jährigen sohnes, der die letzten 5 jahre bei seinem vater lebte, auf eigenen wunsch. das stimmt eigentlich nicht ganz, seit 3 jahren ca., seit der vater eine neue partnerin hat, wollte mein sohn nicht mehr dort leben. die stiefmutter behandelte ihn immer sehr schlecht und das Jugendamt griff nie ein. so hielt sie sich auch schon ein messer ans handgelenk vor seinen augen , sagte ihm jeden tag das er schuld an allem sei was passiert usw. das sind nur bruchstücke, es passierte noch so viel mehr. vor zwei jahren dann, nachdem ich bestimmt 1000 mal beim jugendamt war, sagte man mir, dass ich bitte das aufenthaltsbestimmungsrecht an den vater abgeben sollte, da man befürchtet ich würde mein kind entführen oder dergleichen tun, da ich unnötig panisch wäre. sollte ich es nicht tun würde man mir eine kontaktsperre zu meinem sohn auferlegen ... ich tat es. ich selbst ging in diesen fünf jahren bis jetzt stück für stück weiter kaputt, mit zu bekommen wie das eigene kind seelisch zerstört wird ist einfach unglaublich und ich kam einfach nie ans jugendamt heran. dieses jahr dann , drohte mein sohn 2 mal sich das leben zu nehmen wenn er nicht zu mir käme. das letzte mal hat er es dann tatsächlich versucht indem er sich selbst den hals zugedrückt hat, so dass der kindesvater eingeschritten ist. Erst kurz vor den sommerferien stimmte der Vater dann zu, dass das kind zu mir zurück kommt. Wir hatten eine schöne zeit. Jetzt ist es so, dass der Kindesvater meinen sohn seit dem 25.12. hat und ich durch zufall erfahren habe, dass er ihn nicht wieder bringen wird. was er auch darf - das ist das gesetz. Das Jugendamt hat wieder nichts getan und ist momentan leider auch nicht erreichbar. Dazu kommt, dass mein sohn wohl auch da bleiben will, er vermisst seine freunde. Mein sohn selbst redet nicht mehr mit mir, seit zwei tagen - ich weiss nicht warum.

Bevor mein Sohn zu mir kam hatte ich immer schon den wunsch weg zu gehen. Also nicht ihn im stich zu lassen, nicht für immer zu gehen, aber bevor alles eskalierte und ich dachte, dass er in guten Händen sei. Ich fühlte mich noch nie wohl in deutschland. Ich habe keine Freunde, oder eine beziehung, ich lebe alleine, keine familie - ausser meinen Sohn, der mich bislang auch gedanklich immer davon abgehalten einfach zu gehen - nur jetzt... mir wächst das alles über den kopf - ich hatte ihn hier, für eine kurze zeit und es war einfach schön. und dann erfahre ich übers internet davon, durch zufall, das er schon nicht mehr hier wohnt, ohne das überhaupt jmd. mit mir darüber gesprochen hat. Ich war beim Familiengericht aber dort kann mir keiner helfen. Dazu kommt, wenn ich jetzt übers gericht gehe, bis der fall abgeschlossen wird, lebt er schon wieder länger dort, er würde wieder aus allem herausgerissen werden und er will es ja selbst. was ich nicht verstehen kann. ich weiss überhaupt nicht was jetzt richtig wäre oder nicht. das kam alles extrem überraschend. ich hatte für den kleinen auch meinen job aufgegeben um einfach mehr zeit für ihn zu haben, da er viel durchgemacht hat und viel aufmerksamkeit benötigt. ich will eigentlich nur noch weg, wie gesagt, nicht für immer, vll. ein halbes jahr - ich kann nicht mehr hier sitzen. das einzige was mich abhält ist mein sohn. ich habe angst ihn im stich zu lassen. natürlich auch geld, aber das wäre mir so ziemlich egal. alles hier ist voll von ihm - überall sehe ich meinen kleinen engel. und zu wissen, das ich nichts daran ändern kann macht mich fertig. ich kann nicht essen oder schlafen. bin ich eine miese mutter wenn ich gehe? lasse ich ihn im stich? Was ist wenn es ihm dort wieder schlecht geht? es ist alles so kompliziert. ich will das er jeden tag lachen kann und glücklich ist, ich will, dass er normal aufwächst. vom amt bekomme ich noch keine unterstützung und kann mir darum auch noch keinen anwalts gutschein holen, bin mir nicht sicher wie die dinger heissen, aber auch so bin ich nicht in der lage, einen anwalt zu bezahlen. ich habe schon ein paar anfragen gestartet, aber alle anwälte haben abgelehnt. ich sitze jetzt seit zwei tagen vor dem dämlichen pc und kriege einfach keine lösung hin. alles hat zu und alleine kann ich nichts erreichen. die stimme des kindes zählt und ich will meinem sohn auch nichts wegnehmen.

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17. Januar 2013 um 20:46

Entscheidung
Hi!
Ich denke, dein Sohn hat ja eine Entscheidung getroffen indem er bei seinem Vater geblieben ist. Er weiß ja worauf er sich einlässt.
Jetzt bist du frei deine Entscheidung zu treffen. Wenn du weggehen willst - ich an deiner Stelle würde nicht in Deutschland bleiben und still vor mich hinwarten. In fast allen Ländern kann dein Sohn dich ja mittlerweile auch gut erreichen.
Viel Glück!

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