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Waldorfkindergarten ???

3. Februar 2006 um 17:05

Unsere tochter soll in den Kindergarten.
Meine Frau sagt Waldorf
Ich sag "Normaler KiGa"
Unser streitpunkt ist . Falls unsere Tochter in den
Waldorfkindergarten geht und danach auf eine normale
Grundschule,fehlt ihr dann irdendwas in der ertwiklung? Wird sie ein Ausenseiter? Kommt sie mit den anderen Kindern Zurecht?
Wer hat erfahrung Waldorfkindergarten und dann Normale Grundschule ?
Danke
Heinolein

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3. Februar 2006 um 18:57

Erzieherinnen sind wichtig
ich finde Waldorfkindergärten toll. Allerdings habe ich meinen auch nicht in einen, weil in dem, in den mein Sohn gehen sollte, die Erzieherinnen nicht lieb waren. Leider konnte ich das nur von einer "Momentaufnahme" bei einem Hospitationsmorgen abhängig machen. Alles war super, die Umgebung, der Garten, das Biofrühstück , die Aktivitäten, die Lieder. Alles alles, tja, außer den Erzieherinnen ausgerechnet in dieser Gruppe. Ich fand sie sehr streng, es herrschte dauernd eine Art Handgemenge, bei dem sie den Kindern die Arme zurechtgedrückt haben (übereinander, damit sie ruhig sitzen beim Essen). NUR deshalb habe ich mich dann doch für meinen städtischen Kiga, in dem mein Sohn sowieso schon ist, entschieden. ich dachte, lieber liebe Erzieherinnen, die meinen Sohn in den Arm nehmen und mit ihm lachen, als solche, die ein tolles Konzept haben, aber denen die Herzenswärme fehlt.
Aber ich denke, wenn man eine liebe herzliche Waldorferzieherin hat, dann toppt das Waldorfkonzept (trotz spinnerigem Gründer, den ich nicht leiden kann) einen städtischen und dem, was die dort an Inhalten liefern können.
Werde mir auf jeden Fall dann die Waldorfschule für später anschauen. Kann sein, daß das dann wieder aus anderen Gründen scheitert (zu weiter Weg, zu teuer). Mal sehen.
(Was heißt übrigens Außenseiter? Das sollte man auch mal hinterfragen. Muß man so sein wie alle anderen, was heißt das??? Tiefkühlpizza essen und fernsehen, ist man dann "normal" genug??- will sagen, Entscheidungen, die das Kind oder auch einem selber betreffen, sollte man nicht von dem Wunsch leiten lassen, so sein zu wollen "wie alle anderen", das nur am Rande).
Viele Grüße
K.

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3. Februar 2006 um 21:33

Hallo
genau so eine frage wollte ich auch mal stellen,haben auch überlegt doch ich finde man hört immer soviel schlechtes das die keine regeln hätten,offene gruppen ,jeder macht was er will und die kinder würden nicht gefordert werden.keine ahnung ob das stimmt.ich weiß nur das schüler die in einer waldorfschule waren ziemlich probleme haben später im berufsleben,kenne auch zwei.doch vielleicht muß man sich näher damit beschäftigen das man auch mitreden kann.

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6. Februar 2006 um 16:48

Ein
Waldorfkindergarten fördert die Kinder null. Sie müssen sich den ganzen Tag selbst beschäftigen und können mur mit Naturmaterialein spielen. In einem Ganz "normalem" Kindergarten gibt es Beschäftigungskonzepte und ein Lernauftrag des Landes. Jedenfalls ist es bei uns so.

Grüsse Sandra

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20. Februar 2007 um 19:46

Informiert euch nicht bei Laien!
Hallo!
ICh bin Erzieherin und habe auch Erfahrungen in Waldorfkindergärten sammeln können... Es ist keines Falls so, dass dort eine Regelfreiheit herrscht! Ich kann nur sgaen, dass in Waldorfkindergärten die Entwicklung des Kindes altersgemäß gefördert wird! Ein Waldorfkindergarten gibt den Kindern Sicherheit durch feste Abläufe und klare Strukturen! Ganz und gar nicht werden die Kinder sich den ganzen Tag selbst überlassen und haben nur Freispiel! Jeder Tag der Woche ist durch eine bestimmte Aktion geprägt, beispielsweise Aquarellmalen, Spaziergänge, etc... Ein Kind das einen Waldorfkiga besucht hat wird dadurch nicht zum Außenseiter! In Regelkindergärten wird meiner Ansicht nach zu sehr auf Förderung gesetzt! Am besten können die Kinder schon schreiben und rechnen wenn sie in die Schule kommen... Ein Kind zwischen 3 und 6 Jahren sollte aber noch Kind sein dürfen und sich selbst entfalten dürfen! Es stimmt, dass in einem Waldorfkindergarten sehr viel mit Naturmaterialien gespielt wird,..aber was ist daran schlimm? Dabei machen sie ganz natürliche Erfahrungen und lernen. Zu Hause kann man immer noch einen gewissen Augleich schaffen, man muss Plastikspielzeug schließlich nicht verteufeln. Ich arbiete in einem Regelkindergarten und bin äußerst erschreckt darüber, dass die meisten Kinder dort gar nichts mit sich anzufangen wissen, da überall andere Angebote sind,...und sie sich nicht enstcheiden können was sie nun tun sollen,..selten dauert eine Spielphase länger als 5-10 Minuten, schon springen sie wieder auf und suchen sich was neues, daher kommt es kaum noch zum intensiven Spiel. Wenn es regnet bleiben die Kinder immer schön im Trockenen denn es ist für uns Erzieher ja schließlich unzumutbar in diesen Regen zu gehen...Kinder haben aber großen Spaß im Regen zu spielen, zu matschen usw. der Waldorfkiga unterstütz dies in der Regel sehr...
Ich will hiermit keinesfalls ausschließen, dass es auch tolle Regelkindergärten gibt, nicht dass das falsch verstanden wird.

Ich hoffe sehr ich habe euch weterhelfen können. Bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung.

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22. Februar 2007 um 9:22

Unsere Erfahrungen...
Hallo Heinolein,

ich möchte dir hier kurz von unseren persönlichen Erfahrungen berichten.


Unsere zwei Kinder (fast 7 und 5) gehen/gingen in der Waldorf Kiga. Für unsere Kinder ist/war es ein Geschenk und die beste Entscheidung. In der Entwicklung fehlt ihnen nichts, unser Sohn wird sogar mit 5( er ist ein "genehmigtes" Antragskind) eingeschult und unsere Tochter geht seit letztem Sommer in eine ganz normale Grundschule - ohne Probleme.
Es gibt bei den Waldorf Kigas schon grosse Unterschiede, wir haben einen sehr offenen und modernen "erwischt", es gibt aber auch ganz konservative, informier dich einfach mal.
Leider gibt es zur Waldorfpädagogik sehr viele Vorurteile, wie man hier immer wieder feststellen kann. Waldorf Schule kam für uns nach reiflicher Überlegung auch nicht infrage.
Meiner Meinung nach kommt es auch sehr stark auf das Kind, die Lebensumstände und die Einstellung der Eltern an. Wenn daheim wenig auf Ernährung, Fernsehkonsum etc. (ich meine hier nicht übertrieben "öko", sondern ein normales, gesundes Maß) geachtet wird, sollte man vielleicht Abstand vom Waldorf Kiga nehmen. Informier dich einfach über die Erziehungsmethoden (es gibt dazu Fachliteratur) und schau, ob es passt.

Alles Gute!

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22. Februar 2007 um 12:14
In Antwort auf alisa_12913909

Ein
Waldorfkindergarten fördert die Kinder null. Sie müssen sich den ganzen Tag selbst beschäftigen und können mur mit Naturmaterialein spielen. In einem Ganz "normalem" Kindergarten gibt es Beschäftigungskonzepte und ein Lernauftrag des Landes. Jedenfalls ist es bei uns so.

Grüsse Sandra

Da
merkt man mal wieder, was für Vorurteile Leute haben, die sich überhaupt nicht mit der Waldorfpädagogik befasst haben. Wir haben uns auch überlegt, unsere Kinder in einen Waldorfkiga zu schicken, haben auch einen besichtigt, der uns eigentlich sehr gut gefallen hat. Lediglich die Tatsache, dass er relativ weit weg ist und die Kinder dann jeden Tag mit dem Auto gefahren werden müssten, hat uns daran gehindert.
Die Kinder dort werden sicherlich gefördert und sind auch nicht den ganzen Tag sich selbst überlassen. Nicht mehr und nicht weniger als in "normalen" KiGas auch. Dass sie dort mit Naturmaterialien (nur stimmt übrigens auch nicht!) statt mit Plastikkram spielen, ist wohl auch nicht negativ.
Guckt euch doch einfach mal einen an, es kommt natürlich - wie in jedem anderen KiGa auch - sehr auf die Erzieher dort an, wie aufgeschlossen die sind etc.

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4. März 2008 um 12:33

Alsoo...
Hallo Heinolein!

ich kann dir nur sagen waldorf kiga ist super! Ich bin selbst in den Waldorfkiga gegangen, genau so wie meine 3 Geschwister. Danach bin ich auf unsere REGEL- Grundschule gegangen und hatte 0 Probleme!!!
Jetzt bin ich 24, habe mein Abitur mit gerade 19 Jahren an einer Integrierten Gesamtschule mit Bravour bestanden. Ich studiere Lehramt (für die Regelschule) und arbeite nebenbei in dem Waldorfkindergarten meiner Kindheit! Dort leite ich mit einer Kollegin einen Spielkreis für 2-3 jährige Kinder. Meine kleine Tochter ist 4 Jahre und geht in die "große" Gruppe. Unseren Waldorfkindergarten kann ich jedem empfehlen! Unsere 2 großen Gruppen werden jeweils von einer Waldorferzieherin und einer staatlichen Erzieherin geleitet. Hinzufügen muss ich, dass die Kinder aus ganz verschiedenen gründen bei uns angemeldet werden. Einige ganz klar wegen dem Konzept Waldorf, viele aber auch einfach weil sie in der Nähe wohnen!
Ich beschäftige mich gerade damit, inwieweit der Waldorfkindergarten die Kinder für den Übergang in die Regel- Grundschule vorbereitet. (Hausarbeit für die Uni) Bei uns im Kiga gehen nur ca. 1-3 Kinder pro Jahr in die Waldorfschule, da sie ungefähr 40 Minuten mit dem Auto entfernt ist.
Waldorfkindergarten und dann Regelschule ist überhaupt kein Problem sondern eine wunderbare Erfahrung für die Kinder. Normale Kigas haben Frühfördungsprogramme, teilweise gehen sie schon 1 mal die Woche zur grundschule- lernen da Zahlen und Buchstaben etc.
Klar wird bei uns auch speziell gefördert, aber im Spiel...und auf eine andere Art und Weise.

wenn du fragen hast--...gerne!
Anna

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18. Juli 2010 um 11:57
In Antwort auf alisa_12913909

Ein
Waldorfkindergarten fördert die Kinder null. Sie müssen sich den ganzen Tag selbst beschäftigen und können mur mit Naturmaterialein spielen. In einem Ganz "normalem" Kindergarten gibt es Beschäftigungskonzepte und ein Lernauftrag des Landes. Jedenfalls ist es bei uns so.

Grüsse Sandra

Vorurteil oder böse Absicht ?
Einen solchen Unsinn wie von tweetyly304 (Sandra) hat selten jemand hier verzapft. Entweder die Verfasserin hat gar keine Ahnung von Waldorfkindergärten oder sie schreibt dies aus böser Absicht.

Ich war selbst nicht in einem Waldorfkindergarten oder einer W.schule und bereue es im Nachhinein, wenn ich sehe, wie wohl sich unsere Tochter (31/2) in ihrem Waldorfkindergarten fühlt und welch wunderbares Konzept dahinter steht.

Es ist eben gerade NICHT so, daß Kinder dort nicht gefördert werden und sich selbst beschäftigen müssen - es wird ihnen halt nichts vorgebetet sondern sie werden animiert, durch Beobachtung nachzumachen. Kinder brauchen keine 'Beschäftigungskonzepte' (wer hat sich so was ausgedacht?) sondern sollen Kind bleiben und als Kind behandelt werden.

Unsere Tochter war zuvor in einer Spielgruppe des W.Kindergartens und auch in einer Spielgruppe, welche von einer 'öffentlichen' Kindergärtnerin geführt wurde. Der Unterschied war so enorm, daß uns gleich klar war, daß wir sie auch in den W.kindergarten gehen lassen möchten.

Während die Waldorfspielgruppe ein schönes, ruhiges Konzept mit viel Wiederholungen aufwies, waren die Kinder in der anderen Spielgruppe nur noch verwirrt, da die Leiterin jedesmal 2 bis 3 neue Lieder und Bewegungsspiele anbrachte. Ist dies ein sog. 'Beschäftigungskonzept' ? Kinder brauchen Struktur, Wiederholungen, müssen Lieder und Handlungen wiedererkennen.

Deshalb hat unser W.kindergarten auch eine klare Wochen - und Tagesstruktur. Jeder Wochentag ist durch ein bestimmtes Programm geprägt. Dies beginnt beim Frühstück (Montags selbstgebackene Brötchen, Dienstags Hirsebrei usw.). Die Kinder können beim Vorbereiten des Frühstücks helfen, für sich selbst spielen oder einer Erzieherin bei der Handarbeit zusehen und mitmachen. Und ich finde es wuderbar, daß nicht jedes Kind sein Frühstück selbst mitbringt. So entsteht kein Neid, keine Konkurrenz und jeder ist gesund ernährt.

Im Anschluß gibt es je nach Wochentag Singkreise, Puppenspiele (mit selbstgebastelten Puppen), Geschichten usw. Danach geht es in den Garten. Auch bei Regen und Schneefall. Die Kinder lieben das. Nach dem Garten gibt es einen kurzen Snack, danach gehen die Kleinen eine Geschichte hören und können schlafen, die Großen weiter spielen und basteln. Zu Mittag gibt es ein wechselndes Vollwertgericht,welches täglich frisch von einer eigenen Köchin zubereitet wird.

Über das Jahr hinweg gibt es viele wiederkehrende Feste. Am deutlichsten war der Unterschied zu unserem 'öffentlichen' Kindergarten zu St. Martin. Während im W.kindergarten die Erzieherinen ruhig und einfühlsam Geschichten erzählten, las besagte Erzieherin (siehe oben) aus dem 'öffentlichen' die St. Martins Geschichte von einem Zettel ab ohne Intonation und mit 'ähs' und Gestotter. Schlimm. Die Kinder hörten überhaupt nicht mehr zu.

Zum Schluß noch ein Zitat von Sandra: " ...und können mur [sic] mit Naturmaterialein [sic] spielen...". In unsererem "öffentlichen" Kindergarten sitzen die Kinder draußen im Kreis auf umgedrehten Beck's Bierkisten ! Ein hoch auf das Plastik.

Jacobi

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