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Waldorf-Schule/Anthroposophie ???

8. Februar 2003 um 18:31 Letzte Antwort: 28. Dezember 2007 um 14:06

Wir haben eine Tochter die dieses Jahr eingeschult wird. Trotz vieler Unkenrufe von unserem Umfeld haben wir sie auf der Waldorfschule in unserer Nähe angemeldet, und auch schon mehrere Elternveranstaltungen mitgemacht. Ich suche Eltern, die schon über Erfahrungen mit dieser Schulform gemacht haben bzw. die mir Tipps geben könnten, welche Bücher oder sonstige Lektüre über die Steiner-Pädogogik lesenswert sind. Das Angebot ist nämlich sehr breit gefächert.
Würde mich sehr über Antworten freuen !!

Gruß Stefanie

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8. Februar 2003 um 18:59

Eines verstehe ich nicht
Hallo Stefanie
Es würde mich interessieren, ob du deine Tocher auf die Walddorfschule gehen lässt, OHNE dich vorher über Steiner usw informiert zu haben.
Oder was weißt du über diese Schul- und Lebensart?

Verzauberin grüßt

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9. Februar 2003 um 18:54

Ich kann mich...
...den anderen nur anschließen, auch ich habe in meinem Bekanntenkreis Leute die auf einer waldorfschule waren und kann dir nur davon abraten.
Die Idee einer stressfreien Schulzeit mag ja ganz nett klingen, aber man sollte sich wirklich mal angucken was am Ende bei diesen Schülern dabei rauskommt!!!!! Du kannst deinem Kind mit soeiner Entscheidung echt eine Menge verbauen!!!
Erkundige dich erstmal richtig und was ich viel wichtiger finde, unterhalte dich mal mit Eltern etwas älterer Waldorfschüler und lass die erzählen wasfür Probleme die mit ihren Kindern haben!!

Chalice

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9. Februar 2003 um 19:03
In Antwort auf suzan_11952426

Ich kann mich...
...den anderen nur anschließen, auch ich habe in meinem Bekanntenkreis Leute die auf einer waldorfschule waren und kann dir nur davon abraten.
Die Idee einer stressfreien Schulzeit mag ja ganz nett klingen, aber man sollte sich wirklich mal angucken was am Ende bei diesen Schülern dabei rauskommt!!!!! Du kannst deinem Kind mit soeiner Entscheidung echt eine Menge verbauen!!!
Erkundige dich erstmal richtig und was ich viel wichtiger finde, unterhalte dich mal mit Eltern etwas älterer Waldorfschüler und lass die erzählen wasfür Probleme die mit ihren Kindern haben!!

Chalice

Genau das sucht sie ja
Die Autorin sucht hier Eltern, der Kinder schon länger auf die Walddorfschule gehen, sowie Buchtips.

Es ist schade, dass offensichtlich hier niemand so recht mit der Sprache rausrücken will, oder kennt ihr alle Waldorfschule nur vom Hörensagen?

Ich kann nur von einem Bekannten berichten, dessen fünf !! Kinder dorhin gingen. Aus ihnen ist irgendwie ... nichts geworden, sie sind heute im Alter zwischen dreißig und fünfzig.

Verzauberin grüßt

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9. Februar 2003 um 19:04
In Antwort auf murphy_12162602

Genau das sucht sie ja
Die Autorin sucht hier Eltern, der Kinder schon länger auf die Walddorfschule gehen, sowie Buchtips.

Es ist schade, dass offensichtlich hier niemand so recht mit der Sprache rausrücken will, oder kennt ihr alle Waldorfschule nur vom Hörensagen?

Ich kann nur von einem Bekannten berichten, dessen fünf !! Kinder dorhin gingen. Aus ihnen ist irgendwie ... nichts geworden, sie sind heute im Alter zwischen dreißig und fünfzig.

Verzauberin grüßt

Fehlerteufel
deren Kinder und Buchtipps muss es heißen, sorry
V.

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9. Februar 2003 um 23:09
In Antwort auf murphy_12162602

Genau das sucht sie ja
Die Autorin sucht hier Eltern, der Kinder schon länger auf die Walddorfschule gehen, sowie Buchtips.

Es ist schade, dass offensichtlich hier niemand so recht mit der Sprache rausrücken will, oder kennt ihr alle Waldorfschule nur vom Hörensagen?

Ich kann nur von einem Bekannten berichten, dessen fünf !! Kinder dorhin gingen. Aus ihnen ist irgendwie ... nichts geworden, sie sind heute im Alter zwischen dreißig und fünfzig.

Verzauberin grüßt

Also...
..dann will ich mal mit der Sprache rausrücken !
Alle, naja sagen wir mindestens 90 %, der Waldorfschüler die ich kenne sind Kiffer die in ihrem Leben absolut gar nichts auf die Reihe kriegen. Ich rede nicht von ab und zu mal was rauchen sondern davon dass es ihr einziger Lebensinhalt ist!!!
Die meisten haben, wenn überhaupt, mit Biegen und Brechen ihren Realschulabschluss geschafft, da liegt es ja wohl sehr nahe dass es nicht nur an der Kindern sondern wohl auch an der Schule liegen muss!!
Wie Verzauberin schon gesgat hat, die Zukunftsperspektiven sehen nicht wirklich gut aus und du kannst deinem Kind mit so einer Entscheidung echt ziemlich viele Chancen im Leben verbauen !!!!!!!!

Chalice

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10. Februar 2003 um 9:42
In Antwort auf suzan_11952426

Ich kann mich...
...den anderen nur anschließen, auch ich habe in meinem Bekanntenkreis Leute die auf einer waldorfschule waren und kann dir nur davon abraten.
Die Idee einer stressfreien Schulzeit mag ja ganz nett klingen, aber man sollte sich wirklich mal angucken was am Ende bei diesen Schülern dabei rauskommt!!!!! Du kannst deinem Kind mit soeiner Entscheidung echt eine Menge verbauen!!!
Erkundige dich erstmal richtig und was ich viel wichtiger finde, unterhalte dich mal mit Eltern etwas älterer Waldorfschüler und lass die erzählen wasfür Probleme die mit ihren Kindern haben!!

Chalice

Trotzdem...
Hallo Chalice,

ich war eine Waldorfschülerin und möchte mich mal zu dem Thread hier äußern.
Ich kann nur sagen, dass es sehr stark davon abhängt welche "Waldorschule" man besucht hat, da sie alle etwas unterschiedlich sind, und auch viel von den Lehrern abhängt.
Ich habe zudem die Erfahrung gemacht, dass es SEHR wichtig ist, dass das Elternhaus nicht all zu "abgehoben" ist. Wenn die Eltern relativ bodenständig und realistisch sind, muss nicht unbedingt ein "Kiffer" oder "Losser" aus dem Kind werden. Man muss auch bedenken, dass Rudolph Steiner seine Theorie und Lehre so gegen 1920 veröffentlicht hat, und selber immer sagte, dass man seine Gedanken nicht Wort-Wörtlich umsetzen darf, sondern es wichtig ist, sie in die jeweilige Zeit zu adaptieren.
Ich war von der 1. bis zur 13. Klasse (habe also auch mein ABI, staatlich geprüft) an einer Waldorfschule (in Gladbeck) und kann von meiner Schulzeit und der Ausbildung die ich dort genossen habe nur positives berichten.
Ich bin kein "Looser", wie man laut Euren Aussagen jetzt denken könnte.
Ich habe Betriebswirtschaft studiert und bin nun Berufstätig (unbefristeter Vertrag)als Marketingassistentin (Einstiegsjob).
Was ich noch einmal betonen möchte ist, dass es äußerst wichtig ist, wie die Eltern ihr Kind während der Schulzeit motivieren und fördern. Wenn ein Kind aus seinem Leben nichts macht, dass kann man die Schuld doch nicht nur bei den Schulen suchen. Dies wäre viel zu einfach!!!!!!!
Eines muss ich noch sagen: Ich kenne sehr viele Jugendliche (bin ehrenamtlich in einem Jugenheim tätig), die schon mit 10 Jahren anfangen zu kiffen und nichts aus ihrem Leben machen und davon ist kein einziger an einer Waldorfschule, sondern das geht von der Hauptschule bis zum Gymnasium

Falls noch jemand Fragen zu der Schulform und Ausbildung hat, immer her damit....

Liebe Grüße
Kathleen

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10. Februar 2003 um 13:59
In Antwort auf mariam_12448549

Trotzdem...
Hallo Chalice,

ich war eine Waldorfschülerin und möchte mich mal zu dem Thread hier äußern.
Ich kann nur sagen, dass es sehr stark davon abhängt welche "Waldorschule" man besucht hat, da sie alle etwas unterschiedlich sind, und auch viel von den Lehrern abhängt.
Ich habe zudem die Erfahrung gemacht, dass es SEHR wichtig ist, dass das Elternhaus nicht all zu "abgehoben" ist. Wenn die Eltern relativ bodenständig und realistisch sind, muss nicht unbedingt ein "Kiffer" oder "Losser" aus dem Kind werden. Man muss auch bedenken, dass Rudolph Steiner seine Theorie und Lehre so gegen 1920 veröffentlicht hat, und selber immer sagte, dass man seine Gedanken nicht Wort-Wörtlich umsetzen darf, sondern es wichtig ist, sie in die jeweilige Zeit zu adaptieren.
Ich war von der 1. bis zur 13. Klasse (habe also auch mein ABI, staatlich geprüft) an einer Waldorfschule (in Gladbeck) und kann von meiner Schulzeit und der Ausbildung die ich dort genossen habe nur positives berichten.
Ich bin kein "Looser", wie man laut Euren Aussagen jetzt denken könnte.
Ich habe Betriebswirtschaft studiert und bin nun Berufstätig (unbefristeter Vertrag)als Marketingassistentin (Einstiegsjob).
Was ich noch einmal betonen möchte ist, dass es äußerst wichtig ist, wie die Eltern ihr Kind während der Schulzeit motivieren und fördern. Wenn ein Kind aus seinem Leben nichts macht, dass kann man die Schuld doch nicht nur bei den Schulen suchen. Dies wäre viel zu einfach!!!!!!!
Eines muss ich noch sagen: Ich kenne sehr viele Jugendliche (bin ehrenamtlich in einem Jugenheim tätig), die schon mit 10 Jahren anfangen zu kiffen und nichts aus ihrem Leben machen und davon ist kein einziger an einer Waldorfschule, sondern das geht von der Hauptschule bis zum Gymnasium

Falls noch jemand Fragen zu der Schulform und Ausbildung hat, immer her damit....

Liebe Grüße
Kathleen

Sorry, ich meinte....
...nicht dass ALLE Looser werden wie du es wohl verstanden hast und wollte auch keinen persönlich angreifen!
Natürlich kann man mit der Schulform auch gut klarkommen, leider habe ich das aber noch nicht wirklich gesehen.
Ich weiß nicht inwiefern es Unterscheide zwischen den Wadlorfschulen verschiedener Städte gibt.
Ich kann nur sagen dass ich diese Schulform in der Grundidee nicht schlecht finde, dass es aber falsch umgesetzt wird.
Man versucht die Kinder stressfrei aufwachsen zu lassen und an den Beispielen die ich kenne hatten die betreffenden Schüler zwar keinen Stress aber leider auch keinerlei Pflichtbewusstsein da man ihnen nie Druck gemacht hat etwas zu tun und sie nie einen Anlass zum arbeiten hatten.
Natürlich können die Eltern etwas dagagen tun und ihre Kinder selsbt zum arbeiten motivieren, leider gibt es aber auch einige "Freaks" (sorry) die ihr Kind ganz ohne irgendwelchen Druck oder Stress erziehen wollen und den Kindern daher die Arbeit freistellen.
Mal ehrlich, wer von uns hätte denn als Kind seine Hausaufgaben gemacht wenn man auch die Möglichkeit hatte spielen zu gehen ???
Und eben da liegt meiner Meinung nach auch das Problem, es gibt für die Schüler oft einfach keinen Anlass zu arbeiten da sich sowieso niemand darum kümmert ob sie etwas tun oder nicht!!

Chalice

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13. Februar 2003 um 15:18
In Antwort auf suzan_11952426

Ich kann mich...
...den anderen nur anschließen, auch ich habe in meinem Bekanntenkreis Leute die auf einer waldorfschule waren und kann dir nur davon abraten.
Die Idee einer stressfreien Schulzeit mag ja ganz nett klingen, aber man sollte sich wirklich mal angucken was am Ende bei diesen Schülern dabei rauskommt!!!!! Du kannst deinem Kind mit soeiner Entscheidung echt eine Menge verbauen!!!
Erkundige dich erstmal richtig und was ich viel wichtiger finde, unterhalte dich mal mit Eltern etwas älterer Waldorfschüler und lass die erzählen wasfür Probleme die mit ihren Kindern haben!!

Chalice

Nun ja...
...hier gilt das gleiche wie bei allen anderen Dingen auch: verallgemeinern gilt nicht! Ob die Schule gut oder nicht gut ist, hängt nicht per se davon ab, dass es eine Waldorfschule ist, sondern von vielen verschiedenen Faktoren - genaus so wie an staatlichen Schulen.
Ich kenne mehrere Waldorfschul-Absolventen, die ihr Abi prima geschafft haben und ihr anschließendes Studium (Medizin, Jura, BWL - um nur einige zu nennen) mit Bravour - und ich meine Bravour! - absolviert haben.
Meine Tochter, 7 Jahre, besucht auch die Waldorfschule - und wenn ich auch mit einigem dort so meine Probleme habe (denn ich bin mit Sicherheit keine bekennende Anthroposophin so ist es mir das wert, dass sie eine "Ausbildung" geniessen darf, die über die reine Vermittlung von Lernstoff hinausgeht.

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18. Februar 2003 um 14:22

Es ist und bleibt eine alternative!
wir sind zwar noch beim kindergarten und nicht bei der schule, aber meine kinder werden wohl auch die waldorfschule besuchen. und diese art der schulen ist ein bleibt eine alternative, so wie freie kirchliche schulen, montessori-schulen u.ä.
ob nun looser oder könner - das hat nicht unbedingt nur mit der schule zu tun. wenn an einer waldorf-schule 100 % looser abgehen, wird auch vom schulamt hinterfragt warum das so ist.
für mich ist es wirklich eine FREIE art der schule, aber vielleicht bin ich bissel übersensibilisiert, denn ich kenne nur die 10klassige polytechnische oberschule der ddr, und die hattens nicht gar so sehr mir freiheit.
besorg dir mal das buch von rudolf steiner "vor dem tore der theosophie", da sind ein paar vorträge enthalten und es istein guter einstieg. weiterführende literatur findest du bestimmt, besorg dir das verlagsprogramm vom verlag freies geistesleben.
dem herrn steiner wird ja nun einiges vorgeworfen, u.a. antisemitismus usw., die nazis haben ihn wohl sehr verehrt (was zum teufel kann der arme mann DAFÜR). ich glaube aber nicht, dass seine lehren hundertprozentig umgesetzt werden - an "unserer" schule jedenfalls nicht. seine lehre, auf der die anthroposophie beruht, hat nun aber mal eine bedeutung, und die ansätze sind gut. und NACH diesen ansätzen wird gearbeitet bei waldorfs.
LG Lady d'Arbanville

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10. März 2003 um 10:52

Vorsicht
hab mal auf die Internetseite geguckt. sie kommt von der Andventstgemeinde (Freikirche der 7-tags Adventisten).
Auch wenn man die Waldorfschulen kritisch betrachten sollte, eine objektiveMeinung erhält man durch diesen Artikel nicht.
So werde auf dieser Internetseite auch alle Religionen, ausser natürlich das Christentum sehr stark kritisiert.
Sicherlich eine recht interessante Seite, aber keine objektive Quelle.

RedDevil

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10. März 2003 um 11:07

Sorry greenwave -
aber ich habe selten so einen blödsinn gelesen. die seite kannst du getrost vergessen. man kann zur waldorfpädagogik stehen wie man will - aber samstags ist kein unterricht. ja, es wird etwas mehr mitarbeit von den eltern verlangt - aber ich finde das konzept gut, dass die eltern an der erziehungsarbeit beteiligt werden. elternabend ist bei uns einmal aller 6 oder 8 wochen...
spuren und zahlen...quatsch, völliger blödsinn... wenns den leuten nicht passt, dann geben sie ihre kinder auf eine andere schule. letzten endes sind auch waldorfeinrichtungen davon abhängig, dass sie die klassen vollbekommen - sonst gibt es kein geld. und die zusammenarbeit zwischen kindergarten/schule und elternhaus ist immer so gut, wie sehr kindergarten/schule und elternhaus eben an einer solchen zusammenarbeit interessiert sind.
ich finde diesen bericht sehr sehr einseitig - aber doch auch interessant. glaube aber nicht, dass er objektiv weiterhilft.
L.

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17. April 2003 um 17:38

Keiner wird irre davon
Liebe Stefanie!

Die Waldorfschule geliebt und zerissen!Wie du hier siehst! alle waldorfschulen sind anders und die Menschen,die an einer Walddorfschule mitwirken, tun ungeheuer individuell.Das viele Menschen so schlecht darüber reden, liegt glaube ich daran, dass kaum einer die Lehren R. Steiners wirklich versteht, weil sie so tiefschichtig und kompliziert sind. Ich kann mir auch vorstellen, das er die Botschaften aus anderen Welten selbst nicht immer ganz verstanden hat.
Aufjedenfall: Keiner wird krank oder Irre weil er auf einer solchen Schule war.Kiffer gibt es auf jeder anderen Schule zum fast gleichen Prozentsatz.
Wenn man sein Kind von klein auf zu den "Waldis" schickt, sollte man sein Recht wahrnehmen als Eltern viel bewirken zu können.
(Auf einer Waldorfschule in meiner Nähe(otter-
berg) geschieht es nun zum zweiten mal in ihrer Geschichte das durch den Tatendrang der Eltern ein unzulänglicher Lehrer gehen muss.
Man muss natürlich hier besonders darauf achten, das ihr Kind nicht von einem schrulligen Fanatiker unterrichtet wird. Aber auf kaum einer anderen Schule, haben sie so gute Möglichkeiten, etwas zu tun oder mitzuwirken! ich persönlich war auf einer,
Staats-, einer Privat-, einer Internats-, und einer Waldorfschule. Krank geworden bin ich von keiner Schule! Diese Schule ist nicht gefährlich! Aber sie passt nicht auf jedes Kind!

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28. April 2003 um 18:39

Waldorfschule nein danke
waldorfschule ist eine weltanschauungsschule, die den eltern und kindern eine heile welt verspricht doch wir leben nunmal nicht in einer heilen welt, von daher ist diese schule realitätsfern und unmodern, da sie auch viele aspekte der moderne verbietet, sei es medien und der gleichen, auf die individualität des kindes wird nicht wirklich eingegangen, vielmehr wird dem kind vorgegeben was zu es lernen braucht

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11. Februar 2004 um 16:45
In Antwort auf mariam_12448549

Trotzdem...
Hallo Chalice,

ich war eine Waldorfschülerin und möchte mich mal zu dem Thread hier äußern.
Ich kann nur sagen, dass es sehr stark davon abhängt welche "Waldorschule" man besucht hat, da sie alle etwas unterschiedlich sind, und auch viel von den Lehrern abhängt.
Ich habe zudem die Erfahrung gemacht, dass es SEHR wichtig ist, dass das Elternhaus nicht all zu "abgehoben" ist. Wenn die Eltern relativ bodenständig und realistisch sind, muss nicht unbedingt ein "Kiffer" oder "Losser" aus dem Kind werden. Man muss auch bedenken, dass Rudolph Steiner seine Theorie und Lehre so gegen 1920 veröffentlicht hat, und selber immer sagte, dass man seine Gedanken nicht Wort-Wörtlich umsetzen darf, sondern es wichtig ist, sie in die jeweilige Zeit zu adaptieren.
Ich war von der 1. bis zur 13. Klasse (habe also auch mein ABI, staatlich geprüft) an einer Waldorfschule (in Gladbeck) und kann von meiner Schulzeit und der Ausbildung die ich dort genossen habe nur positives berichten.
Ich bin kein "Looser", wie man laut Euren Aussagen jetzt denken könnte.
Ich habe Betriebswirtschaft studiert und bin nun Berufstätig (unbefristeter Vertrag)als Marketingassistentin (Einstiegsjob).
Was ich noch einmal betonen möchte ist, dass es äußerst wichtig ist, wie die Eltern ihr Kind während der Schulzeit motivieren und fördern. Wenn ein Kind aus seinem Leben nichts macht, dass kann man die Schuld doch nicht nur bei den Schulen suchen. Dies wäre viel zu einfach!!!!!!!
Eines muss ich noch sagen: Ich kenne sehr viele Jugendliche (bin ehrenamtlich in einem Jugenheim tätig), die schon mit 10 Jahren anfangen zu kiffen und nichts aus ihrem Leben machen und davon ist kein einziger an einer Waldorfschule, sondern das geht von der Hauptschule bis zum Gymnasium

Falls noch jemand Fragen zu der Schulform und Ausbildung hat, immer her damit....

Liebe Grüße
Kathleen

Habe eine Frage
Hallo Kathleen, ich bin Mama einer 7jährigen Tochter und bin am Überlegen, ob ich sie von der Grundschule runter nehme und zur Walddorfschule gebe. Ich würde mich gern mit Dir austauschen und wollte Dir fragen, ob Du mir unter "lunarike@gmx.de" vielleicht Deine E-mail Adresse nennen kannst. Wäre echt nett.
Rike

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11. Februar 2004 um 16:49

WElche konkreten Bedenken?
Hallo, mich würde mal interessieren, welche konkreten Bedenken Ihr mit der Lehre von Steiner verbindet?

Rike

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22. April 2004 um 13:21
In Antwort auf suzan_11952426

Also...
..dann will ich mal mit der Sprache rausrücken !
Alle, naja sagen wir mindestens 90 %, der Waldorfschüler die ich kenne sind Kiffer die in ihrem Leben absolut gar nichts auf die Reihe kriegen. Ich rede nicht von ab und zu mal was rauchen sondern davon dass es ihr einziger Lebensinhalt ist!!!
Die meisten haben, wenn überhaupt, mit Biegen und Brechen ihren Realschulabschluss geschafft, da liegt es ja wohl sehr nahe dass es nicht nur an der Kindern sondern wohl auch an der Schule liegen muss!!
Wie Verzauberin schon gesgat hat, die Zukunftsperspektiven sehen nicht wirklich gut aus und du kannst deinem Kind mit so einer Entscheidung echt ziemlich viele Chancen im Leben verbauen !!!!!!!!

Chalice

"Ernst oder schlechter Witz?"
ich bin mir nicht sicher, ob dieser Beitrag wirklich ernst gemeint ist.
90% sind im Klartext: 9 von 10 !!!
Also jetzt 'mal richtig ernst gemeint. Meiner Erfahrung nach (ca.zwanzig Jahre "Waldorf"-Vater) sind nahezu alle Schüler ganz normale junge Menschen. Genau wie die Eltern und Lehrer. Klar, es gibt immer Ausrutscher wie überall im Leben. Aber insgesamt gesehen, gibt es meiner Meinung nach kaum etwas besseres. Es ist halt für die Eltern nicht ganz so einfach wie bei Staatsschulen.
Sie müssen sich ihren Kindern und deren Erziehung in und um die Schule viel mehr kümmern. Das klingt zwar jetzt ganz arrogant aber wenn man sich umschaut ist man doch in der glücklichen Lage immer über die schulischen Leistungen Bescheid zu wissen - wenn man will.
Die Ausbildung ist vielschichtig. Vom arbeiten mit Ton, Holz, Metall bis zum Programme schreiben am Computer. Über das ganze Schulangebot zu schreiben würde Seiten füllen.
Was mir immer schon aufgefallen ist, dass die grössten Gegner der Waldorfschulen meist die sind die alles was sie wissen bloss vom Hören kennen und oft Theorien aufstellen die sich wirklich im Bereich des Schwachsinns bewegen.
Im Übrigen, was Anthroposophie ist hat mich so richtig nie interessiert. Und dieses Thema ist an unserer Schule im Untericht meines Wissens nie behandelt worden.

Also ich kann nur jedem Interessenten raten: gehe in eine Schule, frage was Du wissen willst und bilde Dir eine Meinung. Und wenn einmal nicht ausreicht gehe mehrfach.
Es gibt keine Geheimnisse man strebt Transparenz an.

Alles Gute Peter

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23. April 2004 um 11:37

Lesen ja - aber...
Hi Stefanie, ist zwar schon etwas her mit deiner Anfrage, hindert mich aber nicht, dir zu antworten. Habe 3 Töchter. Meine mittlere hat den Waldorfkindergarten besucht. Nach unseren positiven Erfahrungen dort haben wir sie auf die Waldorfschule geschickt. Glaub mir, wir haben uns fast 4 Jahre intensiv mit dem Thema beschäftigt. Sowohl durch Literatur wie auch durch Gespräche mit anderen Waldi-Eltern. Aber nichts kann dich auf die Realität vorbereiten! Unsere Tochter wollte nach dem 1. Tag nicht mehr zur Schule! Der Schulalltag ist geprägt von abgehobenen Dogmen. Die Lehren Steiners sind nicht weiterentwickelt worden, was sehr schade ist. Viele Ansätze sind sicherlich gut und richtig, aber mit der heuten REALEN WELT nicht mehr zu vereinbaren. Bei den Elternabenden hatten wir das Gefühl, in einer Selbsthilfegruppe für abgedrehte Eltern zu sein. Jeder fühlte sich bemüßigt, seinen Seelenmüll auf unseren schmalen Schultern abzuladen. Unsere Tochter wurde gepeinigt von Albträumen. Sie wurde aggressiv und kaute ihre Nägel ab. Sie war eindeutig nicht mehr das Kind, das wir kannten! Nach einem halben durchlittenen Jahr entschlossen wir uns, sie auf die Regelschule zu schicken. Sie musste den kompletten (!) Stoff des 1. Halbjahres aufarbeiten, da bei Waldis bis zu dem Zeitpunkt nur gemalt und gebastelt wurde. Bestimmt nicht schlecht für lernverzögerte Kinder, aber ein gesundes Kind hat eine große Motivation zu lernen. Und das wird bei Waldis schlicht und einfach zunichte gemacht. Von ursprünglich 40 Kindern (!) einer Klasse sind nach nunmehr 6 Jahren lediglich 12 übrig geblieben. Ich muss vielleicht noch sagen, dass uns zum damaligen Zeitpunkt alle nicht verstanden und uns ausgegrenzt haben. Manche haben die Straßenseite gewechselt, wenn sie uns sahen! Von den eingeschworenen Waldi-Eltern die wir teilweise schon lange vor unserer leidvollen Erfahrung kannten, haben ALLE ihre Kinder inzwischen von der Schule genommen. Hinterher schicken möchte ich noch, dass unsere Tochter inzwischen ein katholisches Gymnasium besucht, und dort auch sehr zufrieden ist.
Liebe Grüße
dieherrin

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25. April 2004 um 20:11

Waldorfschule spaltet die nation...
na so was, es sieht so aus, als ob man nur total dafür oder total dagegen sein kann. Diese Schule polarisiert. Wie kommt das nur? Das thema waldorfschule ruft immer wieder agressionen hervor oder mitleidiges lächeln: ach so, ihr kind braucht wohl besondere förderung, da wird ja so viel gespielt...
Ich bin lehrer an einer normalen staatlichen schule und - ja, wie kommts, ich habe meine kinder auf diese waldorfschule geschickt (und bin froh darüber). Es lässt sich seitenlang trefflich streiten über diese schulform, deshalb so gut es geht, nur ein paar stichworte zur bisherigen diskussion aus meiner sicht und erfahrung.

- Ich bin kein anthroposoph und muss es für diese schule auch nicht sein. Allerdings halte ich die gedanken von Steiner für lesenswert, wertvoll und der auseinandersetzung wert. Mehr nicht. In dieser schule gibt es engstirnige (anthroposophische) und weltoffene lehrer. Wie jede schule muss sie kritisch und konstruktiv begleitet werden. Und wir hatten schon des öfteren 'krach' mit schule oder lehrern; die mitarbeit der eltern erlaubt es aber (inzwischen, denn das musste dort genauso erarbeitet und errungen werden wie an anderen schulen), dass konflikte ausgetragen werden können. Eltern kochen dort nicht nur kaffee.

- Die waldorfschule legt großen wert auf eine umfassende persönlichkeitserziehung, sie will einen 'freien', frohen und selbstbewussten menschen aus der schule entlassen -und das gelingt ihr, so gut oder schlecht die jeweilige schule oder der jeweilige lehrer ist. Das widerspricht jeder Indoktrination. Geht mal auf den pausenhof einer waldorfschule oder von gymnasien/realschulen/hauptschule und schnuppert die atmosphäre und vergleicht

- Kiffer und alkoholiker mag es auch an waldorfschulen geben; sie sind halt auch teil dieser gesellschaft. Nur behaupte ich: weitaus weniger und natürlich hat diese schule als privatschule schneller die möglichkeit, solche schüler von der schule zu weisen (es sei denn, sie arbeiten mit ihnen an diesem problem, was ja auch eine möglichkeit wäre...)

- Vieles von dem, was die PISA-studie ergeben hat, ist in der waldorfschule längst verwirklicht: epochen-unterricht, keine aussonderung (kein sitzenbleiben), kein notendruck, handlungsorientiertes lernen (handwerkliche epochen, gartenbau, sozialpraktikum, theater, orchester usw)

- Alle waldorfschüler legen die normalen staatlichen abschlüsse ab. Und wenn ihr auf die statistiken schaut, werdet ihr feststellen, dass hier prozentual genau so viele ihr abitur machen wie an staatl. schulen (an unserer schule hier sind es sogar mehr).

- Ich kenne auch familien, die ihr kind von dieser schule genommen haben, und das meistens zu recht. Dass ein kind so lange den gleichen klassenlehrer hat bietet chancen und risiken. Und ich würde schon sagen: nicht für alle kinder ist diese schule (oder gerade dieser lehrer) gut. Vielleicht brauchen manche tatsächlich mehr druck (durch noten z.b. -obwohl ich und viele kinder darunter leiden- ) und wie ich schon andeutete: hier kann und sollte man sein kind nicht einfach abgeben und sagen: nun macht mal.
Und wie sieht euer einfluss an staatlichen schulen aus?

Ich werde schauen, ob ich zur ursprungsfrage -nämlich literaturempfehlungen zu dieser schule- noch etwas beitragen kann.
Liebe grüße
sidimo

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18. Juli 2004 um 16:48

So!!!
eine waldorfschule mach keine sooooo großen unterschiede zu einer staatlichen gesamtschule ich bin in der neunten klasse einer waldorfschule und vom lernstoff nicht stark entfernt von dem einer staatlichen neunten klasse
Unter jede Klassenarbeit schreibt der Lehrer ausführlich, wo die Stärken und Schwächen des Einzelnen liegen. Kein Aufsatz, an dem der Schüler eineinhalb Stunden gearbeitet hat wird mit einer Zahl zwischen 1 und 6 und drei Sätzen vom Lehrer abgetan, nein in so einer Schülerarbeit lässt sich viel mehr entdecken, loben, kritisiere, anmerken, tadeln, bewundern - bei Waldorflehrern reicht das für eine halbe Seite Text.

Kein Schüler fühlt sich bei soviel Beachtung des Lehrers als Versager. Wenn jemand dann nach der 10. Klasse seinen Hauptschulabschluss macht und die Waldorfschule verlässt, tut er dass mit einem prall gefüllten Rucksack Allgemeinwissen auf den Schultern. Er hat genauso viele Gedichte auswendig lernen müssen wie jeder Gymnasiast, hat Heldensagen gehört, sich mit Kunstgeschichte auseinandergesetzt. Warum er die Schule mit Hauptschulabschluss verlässt? Na weil er Bretter durchsägen kann wie andere Menschen Butter schneiden, den Geruch von frischen Holz liebt und lieber Schreiner werden will als sich noch länger mit Goethe und Logarithmen zu beschäftigen.

Der eine liebt es Zahlen zu drehen, zu schleifen, zu verzahnen, der andere macht das eben lieber mit Holz, und Abends gehen sie in die gleiche Kneipe und haben den gleichen Gesprächsstoff. Gut, der eine wird sein Abi machen, der andere hat seinen Hauptschulabschluss, aber ist das wichtig? Wäre der eine jedoch nach der Grundschule ins Gymnasium gekommen und der andere auf die Hauptschule, würde sie sich treffen und hätten sich vielleicht nicht zu sagen. Hinterher würde der eine über den anderen und der andere über den einen lästern. Was fehlen würde, wäre der Respekt, die beide vor den Fähigkeiten des anderen haben.

Schaut man die Schulsysteme in den Skandinavischen Ländern an, die uns bei PISA locker abhängen, findet man ähnlich Ansätze wie bei Waldorfs. Es geht darum, starke Menschen zu erziehen, die ihren Platz in der Gesellschaft finden und diese dadurch, dass sie ihre Stärken und Schwächen kennen, bereichern. Man möchte den Kindern eine ganzheitliche Schulausbildung zu teil werden lassen und keine rückgratlosen Fachidioten heranzüchten um die Wirtschaft anzukurbeln.

Anstatt sich jedoch daran ein Beispiel zu nehmen wirken die Ansätze unserer Bildungsreformen eher wie ein Versuch Weihnachtsgänse zu stopfen. Noch mehr Wissen in Schülerhirne pressen und weil sich dagegen jedes normale Kind sträubt, eben mit den nötigen Druck. Kinder und Schüler werden nicht mehr als Kinder und Schüler mit eigenen Bedürfnissen, individuellen Fähigkeiten und unterschiedlichen Charakteren wahrgenommen, sondern nur noch als zukünftige Arbeitnehmer und Führungspersönlichkeiten vereinhaltlicht. Wer nicht gut genug ist, bleibt sitzen oder wird in die Hauptschule abgeschoben, wo es mit dem Bildungsstandard dann wirklich richtig bergabgeht. Wer war noch mal Goethe?

Dabei hat der Chefredakteur der Financial Times auf der Bundesfrauenkonferenz der Grünen, die Sache vollkommen auf den Punkt gebracht: Es fehlt uns nicht an Menschen mit fachlicher Kompetenz, sondern an Menschen mit sozialer Kompetenz; fehlt diese, ist das Scheitern vorausprogramiert Wollen wir also unsere Produktivität steigern und aus unseren Schülern Menschen, meinetwegen auch Führungskräfte machen, die unsere Gesellschaft voranbringen, dann geht der Trend in Richtung eines humanen Schulsystems. Weg von der Methode, unnötig Leistungsdruck zu produzieren. Ein Schulsystem in dem man Respekt gegenüber anderen lernt, Zeit hat sein Selbstbewusstsein aufzubauen und seine Kreativität zu entfalten. Ein Schulsystem Waldorf-like, für alle Schüler, wäre jetzt endlich mal mehr als nur angebracht .

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18. Juli 2004 um 16:53
In Antwort auf suzan_11952426

Ich kann mich...
...den anderen nur anschließen, auch ich habe in meinem Bekanntenkreis Leute die auf einer waldorfschule waren und kann dir nur davon abraten.
Die Idee einer stressfreien Schulzeit mag ja ganz nett klingen, aber man sollte sich wirklich mal angucken was am Ende bei diesen Schülern dabei rauskommt!!!!! Du kannst deinem Kind mit soeiner Entscheidung echt eine Menge verbauen!!!
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Chalice

Stimmt so nich
also ich kenne keine eltern die mit ihren kindern probleme haben nur weil die eine waldorfschule besuchen.
ich binn selber "waldi" und glücklich weil die kinder (naja 16jährige kinder) nicht ihre mitschüler schlagen oder menge drogen nehmen
wir haben ein paar leute die musik studieren wollen und die auf einer anderen schule klar sehr dolle versager währen und hier haben die halt eine kleine klique mit schülern aus den klassen über und unter uns aber keiner schubst die oder so.
also diese schule macht kindern das leben schöner und den eltern eher leichter als schwerer

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18. Juli 2004 um 16:56
In Antwort auf suzan_11952426

Also...
..dann will ich mal mit der Sprache rausrücken !
Alle, naja sagen wir mindestens 90 %, der Waldorfschüler die ich kenne sind Kiffer die in ihrem Leben absolut gar nichts auf die Reihe kriegen. Ich rede nicht von ab und zu mal was rauchen sondern davon dass es ihr einziger Lebensinhalt ist!!!
Die meisten haben, wenn überhaupt, mit Biegen und Brechen ihren Realschulabschluss geschafft, da liegt es ja wohl sehr nahe dass es nicht nur an der Kindern sondern wohl auch an der Schule liegen muss!!
Wie Verzauberin schon gesgat hat, die Zukunftsperspektiven sehen nicht wirklich gut aus und du kannst deinem Kind mit so einer Entscheidung echt ziemlich viele Chancen im Leben verbauen !!!!!!!!

Chalice

Ich behaupte mal das gegenteil
bei uns auf der schule haben letztes jahr 23 von 30 schülern das abi gemacht das heist noch 5 realschulablüssler und der rest ich finde diese quote gut.
dein komentar klingt ein bischen übertrieben *tut mir leid*

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18. Juli 2004 um 16:59
In Antwort auf mariam_12448549

Trotzdem...
Hallo Chalice,

ich war eine Waldorfschülerin und möchte mich mal zu dem Thread hier äußern.
Ich kann nur sagen, dass es sehr stark davon abhängt welche "Waldorschule" man besucht hat, da sie alle etwas unterschiedlich sind, und auch viel von den Lehrern abhängt.
Ich habe zudem die Erfahrung gemacht, dass es SEHR wichtig ist, dass das Elternhaus nicht all zu "abgehoben" ist. Wenn die Eltern relativ bodenständig und realistisch sind, muss nicht unbedingt ein "Kiffer" oder "Losser" aus dem Kind werden. Man muss auch bedenken, dass Rudolph Steiner seine Theorie und Lehre so gegen 1920 veröffentlicht hat, und selber immer sagte, dass man seine Gedanken nicht Wort-Wörtlich umsetzen darf, sondern es wichtig ist, sie in die jeweilige Zeit zu adaptieren.
Ich war von der 1. bis zur 13. Klasse (habe also auch mein ABI, staatlich geprüft) an einer Waldorfschule (in Gladbeck) und kann von meiner Schulzeit und der Ausbildung die ich dort genossen habe nur positives berichten.
Ich bin kein "Looser", wie man laut Euren Aussagen jetzt denken könnte.
Ich habe Betriebswirtschaft studiert und bin nun Berufstätig (unbefristeter Vertrag)als Marketingassistentin (Einstiegsjob).
Was ich noch einmal betonen möchte ist, dass es äußerst wichtig ist, wie die Eltern ihr Kind während der Schulzeit motivieren und fördern. Wenn ein Kind aus seinem Leben nichts macht, dass kann man die Schuld doch nicht nur bei den Schulen suchen. Dies wäre viel zu einfach!!!!!!!
Eines muss ich noch sagen: Ich kenne sehr viele Jugendliche (bin ehrenamtlich in einem Jugenheim tätig), die schon mit 10 Jahren anfangen zu kiffen und nichts aus ihrem Leben machen und davon ist kein einziger an einer Waldorfschule, sondern das geht von der Hauptschule bis zum Gymnasium

Falls noch jemand Fragen zu der Schulform und Ausbildung hat, immer her damit....

Liebe Grüße
Kathleen

Danke
ich binn 16 jahre alt und auchkein losser damit sind immernoch 100% aller waldorfschüler in diesem forum KEINE LOOSER ich kiffe auch nicht.
ich habe freunde auf dem gymnasium und die kiffen sehr viel nur weil der druck so hoch ist und sie damit nichtmehr klar kommen

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18. Juli 2004 um 17:07
In Antwort auf oona_12909277

Waldorfschule nein danke
waldorfschule ist eine weltanschauungsschule, die den eltern und kindern eine heile welt verspricht doch wir leben nunmal nicht in einer heilen welt, von daher ist diese schule realitätsfern und unmodern, da sie auch viele aspekte der moderne verbietet, sei es medien und der gleichen, auf die individualität des kindes wird nicht wirklich eingegangen, vielmehr wird dem kind vorgegeben was zu es lernen braucht

Was soll das denn???
also ich habe nie gesagt bekommen das die welt toll ist ansonsten ist es besser für ein kleines kind ihm nich zu sagen das es auf der welt menschen um dich rum gibt die es mögen 11jährige zu vergewaltigen und ihnen dann ein messer in den bauch zu stecken oder das menschen ein land zerbomben nur weil dieses mehr wertfolle rohstoffe hat das kind lernt das doch eh früher oder später.
ich finde du solltest mir begründen was an einer waldorfschule so schlecht ist und ich kann dir für jedes argument eins sagen was an einer staatlcihen schule schlecht ist (das musst du nicht machen) naja sorry bin ein bischen wütend weil ich die deutschen bürger für klüger hielt.

die pisa gewinnerländer basieren mit ihrem schulsystem auf dem der waldorfschule.(mehr praktische fächer, keine noten bis in die höheren klassen usw.)
unsere politisch erziehungsspietze hat ihre kinder auch auf einer waldorfschule

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20. Juli 2004 um 23:04
In Antwort auf suzan_11952426

Also...
..dann will ich mal mit der Sprache rausrücken !
Alle, naja sagen wir mindestens 90 %, der Waldorfschüler die ich kenne sind Kiffer die in ihrem Leben absolut gar nichts auf die Reihe kriegen. Ich rede nicht von ab und zu mal was rauchen sondern davon dass es ihr einziger Lebensinhalt ist!!!
Die meisten haben, wenn überhaupt, mit Biegen und Brechen ihren Realschulabschluss geschafft, da liegt es ja wohl sehr nahe dass es nicht nur an der Kindern sondern wohl auch an der Schule liegen muss!!
Wie Verzauberin schon gesgat hat, die Zukunftsperspektiven sehen nicht wirklich gut aus und du kannst deinem Kind mit so einer Entscheidung echt ziemlich viele Chancen im Leben verbauen !!!!!!!!

Chalice

Was???
also ich glaube kaum das die lehrer an dieser schule sagen das die kinder kiffen sollen.

durchschnittlich nimmt keder 3te haupt/real/gesamt schüler marihuana und härtere drogen.<--spiegel oder stern

90% aller waldis kiffen<-- deine angabe und nicht besonders richtig meiner ansicht nach also ich weis nich was du/sie für eine freundes kreis hast/haben aber da scheinen sie an die falschen gekommen zu sein ich kenne niemand in meinem freundeskreis der als lebensinhalt kiffen hat.

das mit der zukunft is doch müll wie gesagt bei uns haben von 30 leuten 23 leute abi gemacht und das ist nich die zukunft verbauen sondern dank dem festen waldorfabschluss eine bessere chance kunst oder musik studieren zu können.

also ich finde ihr kommt mir for wie die typischen "wir haben keine ahnung und argumentieren verzweifelt" leute die es gegenüber waldorfschule soooo viele gibt ich habe einen computer und einen frenseher im zimmer und trage eigentlich nur so standart klamotten also erfülle ich nicht euer klischee???

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28. August 2004 um 13:08

Thema waldorf
Unser Sohn kam vor 2 Jahren auf eine Regelschule.Im ersten Jahr gab es nur leichte Probleme,das heißt er konnte sich nicht richtig konzentrieren wenn es unruhig in der Klasse war.Zudem wurde das typisch anerzogene Ellbogenverhalten einiger Kinder offentsichtlich.Schwächere Kinder werden nach unten ausgekickt.Unser Sohn wurde gehänselt.Er wollte nicht mehr lesen,schreiben und rechnen.Er schaltete irgentwann auf stur und wurde agressiv.die Lehrer kümmerte es nicht weiter im Gegenteil.Er durfte nicht mit in die Kirche zum Singen,weil er nicht kirchlich ist,wenn er krank war schickte keiner jemanden mit den Hausaufgaben.Die ganze Schule bestand nur aus arroganten völlig von sich überzeugten Lehrern und Kindern das es schon zum Kotzen war.Wessen Eltern was darstellten waren natürlich die Engel.Unser Kind hat nachts nicht mehr geschlafen,nicht mehr gegessen,ist nachts durch die Wohnung gewandert.Heute wird man Lehrer weil man gut verdient und nicht weil es die Liebe zu Kindern ist.Soziale Werte werden nicht mehr vermittelt nur noch Stoff durchziehen und Feierabend haben egal ob welche auf der Strecke bleiben.Wir haben unseren Sohn nach 2 Jahren Horror nun auf eine Waldorfschule geschickt und wir haben unser altes Kind wieder.In seinem letzten Regelschulzeugnis stand das er nicht malt nicht singt und nicht bastelt.In der Waldorschule hat er wieder Boden unter den Füssen.Er konnte nach 2 tagen ein englisches Lied zum Vatertag ein Gedicht und zum muttertag bekam ich eine Perlenkette.Am Ende glaube ich ist es egal auf welche Schule man geht.Wichtig ist das vernünftige Lehrer dort sind.Unsere Waldorfschule ist auf dem modernen Weg.Wir müssen nicht fegen oder zu jeder Veranstaltung rennen.Auch ist Samstags keine schule.Im Gegenteil.nach den ferien wird immer mit einem ausflug gestartet.Und so schön die Gemeinschaft dort ist habe ich es noch nicht auf der Regelschule erlebt.Man muss wissen was man will.Ein Kind das die Ellenbogen benutzen soll oder eins das auch mal auf Schwächere Rücksicht nimmt.Das aber liegt an der Einstellung der Eltern.mir hat es jedenfalls gereicht.Wir haben dem Gemobbe ein Ende gemacht und sind jetzt zufrieden

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28. August 2004 um 20:12
In Antwort auf hebe_12823983

Thema waldorf
Unser Sohn kam vor 2 Jahren auf eine Regelschule.Im ersten Jahr gab es nur leichte Probleme,das heißt er konnte sich nicht richtig konzentrieren wenn es unruhig in der Klasse war.Zudem wurde das typisch anerzogene Ellbogenverhalten einiger Kinder offentsichtlich.Schwächere Kinder werden nach unten ausgekickt.Unser Sohn wurde gehänselt.Er wollte nicht mehr lesen,schreiben und rechnen.Er schaltete irgentwann auf stur und wurde agressiv.die Lehrer kümmerte es nicht weiter im Gegenteil.Er durfte nicht mit in die Kirche zum Singen,weil er nicht kirchlich ist,wenn er krank war schickte keiner jemanden mit den Hausaufgaben.Die ganze Schule bestand nur aus arroganten völlig von sich überzeugten Lehrern und Kindern das es schon zum Kotzen war.Wessen Eltern was darstellten waren natürlich die Engel.Unser Kind hat nachts nicht mehr geschlafen,nicht mehr gegessen,ist nachts durch die Wohnung gewandert.Heute wird man Lehrer weil man gut verdient und nicht weil es die Liebe zu Kindern ist.Soziale Werte werden nicht mehr vermittelt nur noch Stoff durchziehen und Feierabend haben egal ob welche auf der Strecke bleiben.Wir haben unseren Sohn nach 2 Jahren Horror nun auf eine Waldorfschule geschickt und wir haben unser altes Kind wieder.In seinem letzten Regelschulzeugnis stand das er nicht malt nicht singt und nicht bastelt.In der Waldorschule hat er wieder Boden unter den Füssen.Er konnte nach 2 tagen ein englisches Lied zum Vatertag ein Gedicht und zum muttertag bekam ich eine Perlenkette.Am Ende glaube ich ist es egal auf welche Schule man geht.Wichtig ist das vernünftige Lehrer dort sind.Unsere Waldorfschule ist auf dem modernen Weg.Wir müssen nicht fegen oder zu jeder Veranstaltung rennen.Auch ist Samstags keine schule.Im Gegenteil.nach den ferien wird immer mit einem ausflug gestartet.Und so schön die Gemeinschaft dort ist habe ich es noch nicht auf der Regelschule erlebt.Man muss wissen was man will.Ein Kind das die Ellenbogen benutzen soll oder eins das auch mal auf Schwächere Rücksicht nimmt.Das aber liegt an der Einstellung der Eltern.mir hat es jedenfalls gereicht.Wir haben dem Gemobbe ein Ende gemacht und sind jetzt zufrieden

Hoppla!An sille8
Ich glaube dir gern, dass du mit deinem Sohn an der ersten Schule schlechte Erfahrungen gemacht hast. Aber bitte, nicht alle Lehrer sind geldgeile, kinderhassende und arbeitsscheue Subjekte!Verallgemeinerungen nach dem Motto: Vormittags recht haben, nachmittags frei, Kohle ohne Ende und dauernd Ferien sind einfach unfair! Es gibt immer wieder schwarze Schafe, aber ganz viele machen sich richtig viel Gedanken um "ihre" Schüler und das auch nach Unterrichtsschluss. Oft bleibt für die Vermittlung sozialer Werte keine Zeit, die Lehrpläne sind voll und was glaubst du, wieviel Eltern gar nicht wollen, dass so was vermittelt wird - es könnte ja im Gegensatz zu den häuslichen stehen!
Ein bisschen wird dein Sohn aber seine Ellenbogen schon noch brauchen,nach der Schulzeit geht "Waldorf" leider nicht weiter!

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30. August 2004 um 7:42

Das ist ein "feuriges" Thema....
ja, es spaltet die Nationen. Jeder hat irgendwie eine Meinung, eine feste. Meine ist die:
ich würde mein Kind nie auf eine Waldorf-Schule schicken. Ich mußte mich während meines Studiums mit dieses Anthroposophen beschäftigen und bin zu dem Schluß gekommen, daß die Ansätze zwar gut sind, die Durchführung allerdings auf dem zeitlichen Stand der Aufstellung stehen geblieben ist. Daß die Abschlüsse auf den Walddorf-Schulen recht gut sind, kann man auch folgendermaßen begründen: Nur für die Eltern, die sich weitgreifende Gedanken um die Schulbildung ihres Kindes machen, kommt es überhaupt in Betracht, ihr Kind auf eine Waldorf-Schule zu schicken. Heißt: man muß auch erst einmal VERSTEHEN, was diese Schule will. Dieses Verstehen setzt wiederum eine gewisse Intelligenz voraus. Woraus ich geneigt bin zu schließen, daß die Kinder aus der unteren Schicht überhaupt NIE in eine Walddorf-Schule gehen werden (können). Und genau deswegn gibt es auch weniger Schläger, Drogen und sonstige Dinge, die es an "normalen" Schulen gibt. Es ist quasi nicht möglich beide Schulformen zu vergleichen, da die Kinder zu verschieden sind.

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6. September 2004 um 12:47

Iiiih, Waldorf
Unsere Tochter ging drei Jahre zum Waldorfkindergarten. Was war ich doch froh, als die Zeit um war. Irgendwann gingen einem doch die Leutchen mit den Schafswollsocken, dem Schlodderlook und dem Gesäusel ganz mächtig auf den Keks. Zudem soll dieser Verein nicht so ganz sektenfrei sein. Den Eindruck hatte ich schon lange, gehört habe ich es jedoch erst später. Das ist die eine, meine Seite.

Was die Schulen betrifft: Bekommen die Waldorfschüler, wenns in Richtung Abitur geht, in der Regel derbe Schwierigkeiten, da die Pädagogik und Lerninhalte doch ziemlich gegenwartsfremd sind.

Gruß,
Batavia60

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8. Dezember 2004 um 13:49
In Antwort auf kai_12944181

So!!!
eine waldorfschule mach keine sooooo großen unterschiede zu einer staatlichen gesamtschule ich bin in der neunten klasse einer waldorfschule und vom lernstoff nicht stark entfernt von dem einer staatlichen neunten klasse
Unter jede Klassenarbeit schreibt der Lehrer ausführlich, wo die Stärken und Schwächen des Einzelnen liegen. Kein Aufsatz, an dem der Schüler eineinhalb Stunden gearbeitet hat wird mit einer Zahl zwischen 1 und 6 und drei Sätzen vom Lehrer abgetan, nein in so einer Schülerarbeit lässt sich viel mehr entdecken, loben, kritisiere, anmerken, tadeln, bewundern - bei Waldorflehrern reicht das für eine halbe Seite Text.

Kein Schüler fühlt sich bei soviel Beachtung des Lehrers als Versager. Wenn jemand dann nach der 10. Klasse seinen Hauptschulabschluss macht und die Waldorfschule verlässt, tut er dass mit einem prall gefüllten Rucksack Allgemeinwissen auf den Schultern. Er hat genauso viele Gedichte auswendig lernen müssen wie jeder Gymnasiast, hat Heldensagen gehört, sich mit Kunstgeschichte auseinandergesetzt. Warum er die Schule mit Hauptschulabschluss verlässt? Na weil er Bretter durchsägen kann wie andere Menschen Butter schneiden, den Geruch von frischen Holz liebt und lieber Schreiner werden will als sich noch länger mit Goethe und Logarithmen zu beschäftigen.

Der eine liebt es Zahlen zu drehen, zu schleifen, zu verzahnen, der andere macht das eben lieber mit Holz, und Abends gehen sie in die gleiche Kneipe und haben den gleichen Gesprächsstoff. Gut, der eine wird sein Abi machen, der andere hat seinen Hauptschulabschluss, aber ist das wichtig? Wäre der eine jedoch nach der Grundschule ins Gymnasium gekommen und der andere auf die Hauptschule, würde sie sich treffen und hätten sich vielleicht nicht zu sagen. Hinterher würde der eine über den anderen und der andere über den einen lästern. Was fehlen würde, wäre der Respekt, die beide vor den Fähigkeiten des anderen haben.

Schaut man die Schulsysteme in den Skandinavischen Ländern an, die uns bei PISA locker abhängen, findet man ähnlich Ansätze wie bei Waldorfs. Es geht darum, starke Menschen zu erziehen, die ihren Platz in der Gesellschaft finden und diese dadurch, dass sie ihre Stärken und Schwächen kennen, bereichern. Man möchte den Kindern eine ganzheitliche Schulausbildung zu teil werden lassen und keine rückgratlosen Fachidioten heranzüchten um die Wirtschaft anzukurbeln.

Anstatt sich jedoch daran ein Beispiel zu nehmen wirken die Ansätze unserer Bildungsreformen eher wie ein Versuch Weihnachtsgänse zu stopfen. Noch mehr Wissen in Schülerhirne pressen und weil sich dagegen jedes normale Kind sträubt, eben mit den nötigen Druck. Kinder und Schüler werden nicht mehr als Kinder und Schüler mit eigenen Bedürfnissen, individuellen Fähigkeiten und unterschiedlichen Charakteren wahrgenommen, sondern nur noch als zukünftige Arbeitnehmer und Führungspersönlichkeiten vereinhaltlicht. Wer nicht gut genug ist, bleibt sitzen oder wird in die Hauptschule abgeschoben, wo es mit dem Bildungsstandard dann wirklich richtig bergabgeht. Wer war noch mal Goethe?

Dabei hat der Chefredakteur der Financial Times auf der Bundesfrauenkonferenz der Grünen, die Sache vollkommen auf den Punkt gebracht: Es fehlt uns nicht an Menschen mit fachlicher Kompetenz, sondern an Menschen mit sozialer Kompetenz; fehlt diese, ist das Scheitern vorausprogramiert Wollen wir also unsere Produktivität steigern und aus unseren Schülern Menschen, meinetwegen auch Führungskräfte machen, die unsere Gesellschaft voranbringen, dann geht der Trend in Richtung eines humanen Schulsystems. Weg von der Methode, unnötig Leistungsdruck zu produzieren. Ein Schulsystem in dem man Respekt gegenüber anderen lernt, Zeit hat sein Selbstbewusstsein aufzubauen und seine Kreativität zu entfalten. Ein Schulsystem Waldorf-like, für alle Schüler, wäre jetzt endlich mal mehr als nur angebracht .

Gefunden im Internet
Fundierte Schulbildung
Realschule um 1960:
Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für DM 50,-.
Die Erzeugerkosten betragen DM 40,-.
Berechne den Gewinn!

Sekundarschule um 1970:
Ein Bauer verkauft einen Sack Kartoffeln für DM 50,-.
Die Erzeugerkosten betragen vier Fünftel des Erlöses.
Wie hoch ist der Gewinn des Bauern?
(Rechenschieber nicht erlaubt).

Geschlechtsneutrale Fassung Mitte Achtzigerjahre:
Ein/e Bauer/in verkauft einen/e Sack/in Kartoffel/innen einem/er Kunden/in für DM 50,-.
Die Erzeuger/innen-Kosten betragen vier Fünftel/innen des Erlöses.
Wie hoch ist der/die Gewinn/in des/der Bauer/in?
(Keine Taschenrechner/innen verwenden!)

Gymnasium um 1990:
Ein Agrarökonom verkauft eine Menge subterraner Früchte der Art 'solanum tuberosum' für eine Menge Geld (=G).
G hat die Mächtigkeit 50. Für die Elemente G=g gilt g=.
Die Menge der Herstellungskosten (=H) ist um zehn Elemente weniger mächtig als die Menge G.
Zeichnen Sie ein bild der Menge H als Teilmenge G und geben Sie die Lösungsmenge X für folgende Frage an:
Wie mächtig ist die Gewinnmenge?

Freie Waldorfschule etwa Mitte der Neunzigerjahre:
Male einen Sack Kartoffel und singe ein Lied dazu!

Na, denn man los auf den Spuren der zukünftigen Sozialhilfeempfängern!

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20. Januar 2005 um 20:43

Der Artikel von Greenwave entspricht in keinem Punkt der Wirklichkeit
Ich bin selber Schüler an einer Waldorfschule und kann daher wohl am besten die wahren Begebenheiten schildern. Dazu muss gesagt werden dass ich mich in keinster Weise mit Rudolph Steiner und der Anthroposophie beschäftigt habe und deswegen auch nichts zu irgendwelchen "höheren Welten" oder sonstigem sagen kann.
Ich weiß nicht ob der Artikel auch deine Meinung widerspiegelt. Zumindest ist (fast) kein wahres Wort an ihm.
In dem Text steht etwas von einem esoterischen Hintergrund, der verschwiegen wird...
Darüber kann ich nichts berichten weil es ihn nicht gibt!
Die Eltern und Schüler haben in der Waldorfschule mehr mitspracherecht als die Eltern und Schüler an Staatlichen Schulen (Kann ich behaupten da meine Schwester und ein Großteil meiner Freunde Schüler an Staatsschulen sind). Und in diesem Falle widerspricht sich der Text schon das erste Mal. Erst wird gesagt dass die Eltern kein Mitspracherecht haben. Nun sollten sie aber nach Punkt fünf 1-2-mal im Monat an Elternabenden teilnehmen. Was wird in diesen Elternabenden wohl gemacht? Erstens werden die Eltern über die aktuellen Unterrichtsihalte informiert. Daraufhin werden einzelne Themen ausführlich diskutiert. Eltern können in jedem Falle ihre Meinungen mit einfließen lassen (es wird sogar begrüßt, da die Eltern weiter aktiv an der Erziehung ihres Kindes mitwirken und es nicht nur auf die Schule "abschieben" und sagen nun lern mal was). Auf meiner Waldorfschule gibt es einen Schüler-, einen Elter- und einen Lehrerrat. Diese Tagen zusammen und können so die Meinung aller in wichtigen Entscheidungen mit einbeziehen. Soviel zu der fehlenden Demokratie.
Von einer "Geheimlehre", weiß ich nichts...
Nun zu den Punkten:

1. Wir werden durch Spenden, Elternbeiträgen und durch den Staat finanziert. Die Stadt Hamburg, in der ich lebe, gibt den Waldorfschulen (ich kann momentan nicht die genaue Zahl nennen) bis zu 75% des Geldes was eine Staatsschule bekommt.

2. Das es nicht an jeder Ecke eine Waldorfschule gibt ist verständlich. Ich hab 7 Jahre lang einen Fußweg von 2 Min. zu meiner Schule gehabt. Danach sind wir an den Stadtrand gezogen. Nun brauche ich bis zu 40 min. mit Bus und Bahn (wenn ich Bus oder Bahn verpasse) und 18 min. mit dem Fahrrad. Meine Eltern müssen mich keinesfalls mit dem Auto zur Schule fahren. Da mehrere Schüler in meiner Gegend oder noch weiter außerhalb wohnen fahre ich nicht alleine sondern immer in guter Gesellschaft.
Zum Hinweis "Samstag ist auch Schule" kann ich nur sagen: Bei uns nicht! Daran sieht man z.B. schon mal dass dieser Bericht ganz klar durch Propaganda gegen die Waldorfschule und nicht durch Kompetenz auffällt...

3. Wir haben in unserer Schule Putzfrauen angestellt. Aber auch die Schüler fegen ihr Klassenzimmer. Dadurch "lernen" sie z.B. den Müll in den dafür vorgesehenen Behälter und nicht, wie es bequemer wäre, ihn einfach neben sich auf den Boden zu schmeißen. "Schmierfinken" jeder Art müssen ihre Schmierereien selber entfernen. Dadurch bleibt die Schule in allen Bereichen sauber...
Man könnte sich natürlich auch überlegen dass man die Schule komplett von den Eltern und Schüler säubern lässt. Das wiederum würde Geld sparen, von dem man dann weitere gute Projekte oder mehr Unterrichtsstunden finanzieren könnte.

4. Ich habe in meiner Schulzeit noch nicht den Bau einer neuen Schule miterlebt. Ich weiß aber das bei dem bau von meiner Schule Mitarbeit und finanzielle Unterstützung von Seiten der Eltern sehr begrüßt wurde. Dadurch können die Schüler nun im bestmöglichen Umfeld lernen (gezwungen wird keiner, wäre auch nach deutschem Recht nicht möglich). Wir haben z.B. eine Aula die über 1000 Leute fasst und somit nicht nur für Schulveranstaltungen genutzt werden kann und wird.

5. Hierzu hab ich mich am Anfang schon geäußert. Zu sagen ist nur noch, dass man selbstverständlich auch zu einem Elternabend nicht gezwungen wird. Wem also die Freizeit wichtiger als die Erziehung der Kinder ist kann dem Elternabend fernbleiben.

6. Dass dies völliger Unsinn ist wurde bereits geklärt. Wenn man das aber Objektiv betrachtet, bedeutet ein weiterer Schultag weiteren Unterricht. Dies fördert die Bildung...

7. Das Ferien nicht identisch mit denen der Staatsschulen sind kommt auch mal vor. Ist aber in der Regel eine Ausnahme. Ich unternehme jede Ferien etwas mit Freunden die auf eine Staatsschule gehen...

8. Das ist mit einer der "lachhaftesten" Punkte! Dass die Eltern und die Schüler nicht nur rechtsloser Bestandteil der Schule sind hab ich am Anfang beschrieben. Des Weiteren wird auch der Freiraum von Schülern und Eltern nicht rücksichtslos verplant. Die Eltern können an allen Aktionen mitwirken und wenn sie diese als nicht wichtig einstufen ihr Kind beurlauben. Generell sei noch mal gesagt, es wird keiner gezwungen auf eine Waldorfschule zu gehen...
Das man auf einer "Freien" (Privaten) Schule Geld zahlen muss sollte jedem klar sein!

9. Die Lehrer auf Waldorfschulen sind zwar nicht alle staatlich ausgebildete Pädagogen, dass heißt aber noch lange nicht das sie keine Pädagogische Ausbildung genossen haben. Ich habe auf meiner Schule sehr viele studierte Lehrer, die auf ihren gebieten nur so vor Kompetenz strotzen. Darunter sind welche mit Dr.-und Prof.- Titeln. Aber auch welche ohne Titel, wie z.B. mein Geschichtslehrer, der ein so umfangreiches Algemeinwissen, abgesehen von seiner Kompetenz in geschichtlichen, politischen und wirtschaftlichen fragen, dass er eigentlich fast schon zu "schade" für eine Schule ist...(Das gilt auch für so manchen anderen Lehrer).
Wenn ein Lehrer nicht die erforderliche Kompetenz besitzt ist er ganz schnell kein Lehrer mehr auf meiner Schule (oder er wird gar nicht erst genommen).

10. Ein weiterer fast schon dämlicher, zumindest lachhafter Punkt!
Die Waldorfschulen sind die Schulen die am meisten auf die individuellen Fähigkeiten eines Kindes Rücksicht nehmen und sie extrem fördern. Auf einer Waldorfschule verdient ein Lehrer nicht soviel wie an einer Staatsschule. Jeder Lehrer ist daher nicht aufs Geldmachen aus sondern ihm liegen die Schüler am Herzen. Der Lehrer nimmt sich viel Zeit mit den Schülern und steht auch außerhalb der Schulzeit jederzeit zur Verfügung (und sei es nur übers Telefon). Jeder Schüler wird individuell gefördert. Neben dem "normalen Unterricht" gibt es verschiedene Kunstfächer wie z.B. Plastisieren, Zeichnen, freies künstlerisches Gestalten. Es gibt "Handwerksfächer" wie Gartenbau, Tischlern, Metallarbeiten und Schneidern. Natürlich gibt es auch Informatik (das auch noch mal dazu das die Waldorfschule nicht aktuell ist). Es gibt einen Schulchor und ein Schulorchester. Des Weiteren haben wir Musikunterricht.
In der riesigen Aula führen die klassen in regelmäßigen Abständen etwas auf. Das stärkt den einzelnen in der Redegewandheit und im Auftreten vor einer Masse von Menschen. Es bringt ihm Erfahrung und Selbstvertrauen. Auch aus diesen gründen sind Waldorfschüler gern gesehene Mitarbeiter in den oberen Abteilungen vieler Firmen.

Das die Kinder einen altersgerechten Unterricht nach Rudolph Steiners Vorstellungen bekommen ist richtig. Doch bleiben sie dadurch nicht hinter den Staatsschülern zurück. Das den Staatsschülern in den ersten Jahren mehr Inhalte "eingepresst" werden ist richtig. Das holen die Waldorfschüler in späteren Klassen durch ihr bis dahin besser gereiftes Lernvermögen locker auf. Da ein Gesamtschul- ähnliches Model benutzt wird ist es klar dass nicht alles Schüler Abitur machen. Doch ist dies ein sehr großer Teil der auch in den Noten im vergleich zu den Staatsschülern besser abschneidet.

11. Auch hierzu hab ich schon gleich zu Anfang etwas geschrieben. Nur möchte ich nur noch eins anfügen: Der Freizeitverlust ist minimal und zu Aggressiven verhalten führt es bestimmt nicht. Auf den Waldorfschulen gibt es ein sehr geringes Maß an Aggressivität, im Vergleich zu Staatsschulen ist er eigentlich schon fast nicht vorhanden. Wenn es Vorkommen sollte das ein Kind, sei es durch Familiäres oder anderes Gesellschaftliches Umfeld Aggressiv wird, wird versucht zusammen mit den Eltern dagegen zu wirken. Die Lehrer wenden sich das Kind in besonderer Weise. Wenn sie machtlos sind, dann von der Schule verwiesen. Das kommt nur sehr selten vor.

Letztendlich kann ich persönlich, auch auf Grund meiner Erfahrungen, eine Waldorfschule jedem empfehlen.

MFG Browneye1

PS: ich bin ein bischen spät dran, hab die Beiträge durch zufall über Google gefunden.
Hoffe auch das ich nichts vergessen habe, wurde länger als ich dachte.

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26. Januar 2005 um 19:04
In Antwort auf orrin_12138640

Der Artikel von Greenwave entspricht in keinem Punkt der Wirklichkeit
Ich bin selber Schüler an einer Waldorfschule und kann daher wohl am besten die wahren Begebenheiten schildern. Dazu muss gesagt werden dass ich mich in keinster Weise mit Rudolph Steiner und der Anthroposophie beschäftigt habe und deswegen auch nichts zu irgendwelchen "höheren Welten" oder sonstigem sagen kann.
Ich weiß nicht ob der Artikel auch deine Meinung widerspiegelt. Zumindest ist (fast) kein wahres Wort an ihm.
In dem Text steht etwas von einem esoterischen Hintergrund, der verschwiegen wird...
Darüber kann ich nichts berichten weil es ihn nicht gibt!
Die Eltern und Schüler haben in der Waldorfschule mehr mitspracherecht als die Eltern und Schüler an Staatlichen Schulen (Kann ich behaupten da meine Schwester und ein Großteil meiner Freunde Schüler an Staatsschulen sind). Und in diesem Falle widerspricht sich der Text schon das erste Mal. Erst wird gesagt dass die Eltern kein Mitspracherecht haben. Nun sollten sie aber nach Punkt fünf 1-2-mal im Monat an Elternabenden teilnehmen. Was wird in diesen Elternabenden wohl gemacht? Erstens werden die Eltern über die aktuellen Unterrichtsihalte informiert. Daraufhin werden einzelne Themen ausführlich diskutiert. Eltern können in jedem Falle ihre Meinungen mit einfließen lassen (es wird sogar begrüßt, da die Eltern weiter aktiv an der Erziehung ihres Kindes mitwirken und es nicht nur auf die Schule "abschieben" und sagen nun lern mal was). Auf meiner Waldorfschule gibt es einen Schüler-, einen Elter- und einen Lehrerrat. Diese Tagen zusammen und können so die Meinung aller in wichtigen Entscheidungen mit einbeziehen. Soviel zu der fehlenden Demokratie.
Von einer "Geheimlehre", weiß ich nichts...
Nun zu den Punkten:

1. Wir werden durch Spenden, Elternbeiträgen und durch den Staat finanziert. Die Stadt Hamburg, in der ich lebe, gibt den Waldorfschulen (ich kann momentan nicht die genaue Zahl nennen) bis zu 75% des Geldes was eine Staatsschule bekommt.

2. Das es nicht an jeder Ecke eine Waldorfschule gibt ist verständlich. Ich hab 7 Jahre lang einen Fußweg von 2 Min. zu meiner Schule gehabt. Danach sind wir an den Stadtrand gezogen. Nun brauche ich bis zu 40 min. mit Bus und Bahn (wenn ich Bus oder Bahn verpasse) und 18 min. mit dem Fahrrad. Meine Eltern müssen mich keinesfalls mit dem Auto zur Schule fahren. Da mehrere Schüler in meiner Gegend oder noch weiter außerhalb wohnen fahre ich nicht alleine sondern immer in guter Gesellschaft.
Zum Hinweis "Samstag ist auch Schule" kann ich nur sagen: Bei uns nicht! Daran sieht man z.B. schon mal dass dieser Bericht ganz klar durch Propaganda gegen die Waldorfschule und nicht durch Kompetenz auffällt...

3. Wir haben in unserer Schule Putzfrauen angestellt. Aber auch die Schüler fegen ihr Klassenzimmer. Dadurch "lernen" sie z.B. den Müll in den dafür vorgesehenen Behälter und nicht, wie es bequemer wäre, ihn einfach neben sich auf den Boden zu schmeißen. "Schmierfinken" jeder Art müssen ihre Schmierereien selber entfernen. Dadurch bleibt die Schule in allen Bereichen sauber...
Man könnte sich natürlich auch überlegen dass man die Schule komplett von den Eltern und Schüler säubern lässt. Das wiederum würde Geld sparen, von dem man dann weitere gute Projekte oder mehr Unterrichtsstunden finanzieren könnte.

4. Ich habe in meiner Schulzeit noch nicht den Bau einer neuen Schule miterlebt. Ich weiß aber das bei dem bau von meiner Schule Mitarbeit und finanzielle Unterstützung von Seiten der Eltern sehr begrüßt wurde. Dadurch können die Schüler nun im bestmöglichen Umfeld lernen (gezwungen wird keiner, wäre auch nach deutschem Recht nicht möglich). Wir haben z.B. eine Aula die über 1000 Leute fasst und somit nicht nur für Schulveranstaltungen genutzt werden kann und wird.

5. Hierzu hab ich mich am Anfang schon geäußert. Zu sagen ist nur noch, dass man selbstverständlich auch zu einem Elternabend nicht gezwungen wird. Wem also die Freizeit wichtiger als die Erziehung der Kinder ist kann dem Elternabend fernbleiben.

6. Dass dies völliger Unsinn ist wurde bereits geklärt. Wenn man das aber Objektiv betrachtet, bedeutet ein weiterer Schultag weiteren Unterricht. Dies fördert die Bildung...

7. Das Ferien nicht identisch mit denen der Staatsschulen sind kommt auch mal vor. Ist aber in der Regel eine Ausnahme. Ich unternehme jede Ferien etwas mit Freunden die auf eine Staatsschule gehen...

8. Das ist mit einer der "lachhaftesten" Punkte! Dass die Eltern und die Schüler nicht nur rechtsloser Bestandteil der Schule sind hab ich am Anfang beschrieben. Des Weiteren wird auch der Freiraum von Schülern und Eltern nicht rücksichtslos verplant. Die Eltern können an allen Aktionen mitwirken und wenn sie diese als nicht wichtig einstufen ihr Kind beurlauben. Generell sei noch mal gesagt, es wird keiner gezwungen auf eine Waldorfschule zu gehen...
Das man auf einer "Freien" (Privaten) Schule Geld zahlen muss sollte jedem klar sein!

9. Die Lehrer auf Waldorfschulen sind zwar nicht alle staatlich ausgebildete Pädagogen, dass heißt aber noch lange nicht das sie keine Pädagogische Ausbildung genossen haben. Ich habe auf meiner Schule sehr viele studierte Lehrer, die auf ihren gebieten nur so vor Kompetenz strotzen. Darunter sind welche mit Dr.-und Prof.- Titeln. Aber auch welche ohne Titel, wie z.B. mein Geschichtslehrer, der ein so umfangreiches Algemeinwissen, abgesehen von seiner Kompetenz in geschichtlichen, politischen und wirtschaftlichen fragen, dass er eigentlich fast schon zu "schade" für eine Schule ist...(Das gilt auch für so manchen anderen Lehrer).
Wenn ein Lehrer nicht die erforderliche Kompetenz besitzt ist er ganz schnell kein Lehrer mehr auf meiner Schule (oder er wird gar nicht erst genommen).

10. Ein weiterer fast schon dämlicher, zumindest lachhafter Punkt!
Die Waldorfschulen sind die Schulen die am meisten auf die individuellen Fähigkeiten eines Kindes Rücksicht nehmen und sie extrem fördern. Auf einer Waldorfschule verdient ein Lehrer nicht soviel wie an einer Staatsschule. Jeder Lehrer ist daher nicht aufs Geldmachen aus sondern ihm liegen die Schüler am Herzen. Der Lehrer nimmt sich viel Zeit mit den Schülern und steht auch außerhalb der Schulzeit jederzeit zur Verfügung (und sei es nur übers Telefon). Jeder Schüler wird individuell gefördert. Neben dem "normalen Unterricht" gibt es verschiedene Kunstfächer wie z.B. Plastisieren, Zeichnen, freies künstlerisches Gestalten. Es gibt "Handwerksfächer" wie Gartenbau, Tischlern, Metallarbeiten und Schneidern. Natürlich gibt es auch Informatik (das auch noch mal dazu das die Waldorfschule nicht aktuell ist). Es gibt einen Schulchor und ein Schulorchester. Des Weiteren haben wir Musikunterricht.
In der riesigen Aula führen die klassen in regelmäßigen Abständen etwas auf. Das stärkt den einzelnen in der Redegewandheit und im Auftreten vor einer Masse von Menschen. Es bringt ihm Erfahrung und Selbstvertrauen. Auch aus diesen gründen sind Waldorfschüler gern gesehene Mitarbeiter in den oberen Abteilungen vieler Firmen.

Das die Kinder einen altersgerechten Unterricht nach Rudolph Steiners Vorstellungen bekommen ist richtig. Doch bleiben sie dadurch nicht hinter den Staatsschülern zurück. Das den Staatsschülern in den ersten Jahren mehr Inhalte "eingepresst" werden ist richtig. Das holen die Waldorfschüler in späteren Klassen durch ihr bis dahin besser gereiftes Lernvermögen locker auf. Da ein Gesamtschul- ähnliches Model benutzt wird ist es klar dass nicht alles Schüler Abitur machen. Doch ist dies ein sehr großer Teil der auch in den Noten im vergleich zu den Staatsschülern besser abschneidet.

11. Auch hierzu hab ich schon gleich zu Anfang etwas geschrieben. Nur möchte ich nur noch eins anfügen: Der Freizeitverlust ist minimal und zu Aggressiven verhalten führt es bestimmt nicht. Auf den Waldorfschulen gibt es ein sehr geringes Maß an Aggressivität, im Vergleich zu Staatsschulen ist er eigentlich schon fast nicht vorhanden. Wenn es Vorkommen sollte das ein Kind, sei es durch Familiäres oder anderes Gesellschaftliches Umfeld Aggressiv wird, wird versucht zusammen mit den Eltern dagegen zu wirken. Die Lehrer wenden sich das Kind in besonderer Weise. Wenn sie machtlos sind, dann von der Schule verwiesen. Das kommt nur sehr selten vor.

Letztendlich kann ich persönlich, auch auf Grund meiner Erfahrungen, eine Waldorfschule jedem empfehlen.

MFG Browneye1

PS: ich bin ein bischen spät dran, hab die Beiträge durch zufall über Google gefunden.
Hoffe auch das ich nichts vergessen habe, wurde länger als ich dachte.

Waldorf
Habe diesen Beitrag auch zufällig entdeckt. Leider Erzieht Waldorf linkshänder immer noch um. Obwohl Nachgewiesen ist das es schadet. Deshalb kommt diese Schule für meine Kinder nicht in Betracht.
Steffi

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26. Januar 2005 um 20:08
In Antwort auf kai_12944181

Stimmt so nich
also ich kenne keine eltern die mit ihren kindern probleme haben nur weil die eine waldorfschule besuchen.
ich binn selber "waldi" und glücklich weil die kinder (naja 16jährige kinder) nicht ihre mitschüler schlagen oder menge drogen nehmen
wir haben ein paar leute die musik studieren wollen und die auf einer anderen schule klar sehr dolle versager währen und hier haben die halt eine kleine klique mit schülern aus den klassen über und unter uns aber keiner schubst die oder so.
also diese schule macht kindern das leben schöner und den eltern eher leichter als schwerer

Waldorf
Hallo Alle,

wir sind auch mit 2 bald 3 Kindern an der Waldorfschule.

Im Zusammenhang mit den Waldorfschulen wird oft von heiler Welt gesprochen, das paradoxe ist, dass man es von ihnen erwartet und sie gleichzeitig dafür verurteilt.

Zu den Punkten des zurecht kritisieren Links sei noch zusagen:

Dass meiner Kenntnis nach, jede Schule 5 variable Ferientage hat. Ansonsten sind in Niedersachsen die Ferien synchron mit den Staatschulen.

Bei uns wird Linkshändgigkeit nicht umtrainiert.
Wenn das gemacht werden soll, kann man es verbieten, kommt man damit nicht durch, sollte man überlegen ob man damit leben kann oder besseren einen Schulwechsel vornimmt.

Das Klassenzimmer muss ich 2mal im ganzen Schuljahr putzen.
Ich putze lieber und ermögliche dadurch Fachunterricht. Der Staat streicht die Zuschüsse! Was sollen wir tun ?!

Elternabende sind bei uns alle 2-3 Monate.

Stressfreies Lernen an W-Schulen ?
Ich würde sgen stressarm. Es kann auch stressig werden an W-Schulen, W-Schulen haben ihr ganz eigenen Leistungsdruck.

Das Private Schulen Geld und Initiative kosten, wissen die Eltern vorher, dass kann man der Schule nicht ankreiden.

Besonders viel Esoterik und Steinersche Lehren sind mir noch nicht begegnet oder wenn konnte ich mit den 'Versteinerungen' leben bzw. umgehen.

Zahlen des staatistischen Bundesamt:
(2002)

Die erste Prozentzahl von allen staatlischen und privaten allgemeinbildenden Schulen, die zweite Zahl Waldorfschule


Aufschlüsse------------Regelschule ----- Waldorfschule

ohne Hauptschulabschluß ---9,2 ------------- 2,6

mit Hauptschulabschluß ----25,4 ----------- 11,7

Realschulabschluss ------ 39,8 ------------ 32,3

Fachhochschulreife -------- 1,1 ------------ 6,4

Abitur ------------------- 25,4 ------------ 47,0

alle schulentlassenen ---100,0 ------------ 100,0


Zahlen, die für sich sprechen. Bei uns an der W-Schule wird ein staatlich anerkanntes Abitur abgenommen, zu den staatlich verordneten Einheitsvoraussetzungen (EinheitsAbitur). Leider. Dadurch sinkt das Niveau des Abis an unserer W-Schule.

Links:

20 Fragen zur Waldorfpädagogik
http://www.waldorfschule-poetzleinsdorf.at/grundla-ge/20_fragen.htm

Die körperliche Grundlage des Lernens wird besonders gepflegt.
In den körperlichen Handlungen hat die Entwicklungspsychologie die Grundlage der Intelligenz wahrgenommen.
Auch die abstraktesten Leistungen unseres erwachsenen Vermögens haben irgendwann im Entwicklungsgang eine körperliche Handlung zu ihrer Bedingung gehabt" (Jürgen Funke, Sportpädagoge).
Das ist eine Grunderkenntnis in der Waldorfpädagogik. Praktisch bedeutet das: neben dem Sport- und Eurythmieunterricht, werden durch Plastizieren, Schnitzen, Tischlern, Metallarbeiten, Schmieden, Steinmetzen, Stricken, Häkeln, Sticken, Schneidern, Filzen, Flechten, Schuhmachen, Spinnen, Weben, Flöten, Leierspielen, Malen, Zeichnen und Buchbinden die unterschiedlichsten Bewegungsintelligenzen ausgebildet.

Eurythmie arbeitet u.a. mit Körpersprache als eigens entwickelte Kunstform, um Musik und Sprache an der Bewegung sichtbar zu machen.

Die Förderung der künstlerischen Beweglichkeit des Körpers bildet die beste Grundlage für die Entwicklung geistiger Beweglichkeit. Wissen bekommt in der heutigen Zeit eine zunehmend kürzere Halbwertzeit.

Das Wichtigste, was eine Schule ausbilden kann, ist die Fähigkeit zu inneren Umbildungen, die möglichst bis ins hohe Alter erhalten bleibt.

Die Überprüfung von Anspruch und Wirklichkeit muss sich jede Schule gefallen lassen, die Staatlichen wie die Privaten und Waldorfschulen.

Unser Arbeitsamt in Hannover vermittelt W-Schüler besonders gerne an Praktikumsstellen, weil sie wissen und gesehen haben, dass W-Schüler sozialkompetent sind und arbeiten können.

Es gibt ein Buch von Waldorfschülern und ihren Erfahrungen, leider finde ich es gerade nicht in meinem Regal. Mein Beitrag ist lang genug . Ich such ein andermal nach Büchern.

Unsere Erfahungen ?
Wir sind zufrieden, die Kinder wollen nicht an andere Schulen. Schwierigkeiten kriegen wir gelöst. Auch an W-Schulen gibt es Probleme, ich hab kein Himmelreich erwartet. Wir haben ähnliche Probleme wie an anderen Schulen, es wird nur oft anders damit umgegangen. Mehr auseinandersetzen, mehr reden, dranbleiben, ausdiskutieren, aussitzen, wieder zueinanderfinden. Konflikte eben leben.

Zm Schluss zücke ich noch die *RespektKelle!!* für Katharina33, super gut geschrieben ! *Respekt.

Lieben Gruss Engelstrompete

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25. August 2005 um 12:42

Waldorf-Schule
Hallo Stefanie,

eigendlich musst Du Dir nur die Form der Beiträge anschauen. Es gibt große Unterschiede in der Wortwahl und der Fachlichen erläuterung. Schnell wird erkannt was wirklich erlebt wurde und was "mal gehört" wurde. Mitunter sind auch Beiträge von Jugendlichen dabei. Wenn ein 15 Jähriger sich so ausdrücken kann, gibt es da noch Fragen...

Grüße

Aysatoo

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25. August 2005 um 14:12
In Antwort auf inbar_12039466

Waldorf-Schule
Hallo Stefanie,

eigendlich musst Du Dir nur die Form der Beiträge anschauen. Es gibt große Unterschiede in der Wortwahl und der Fachlichen erläuterung. Schnell wird erkannt was wirklich erlebt wurde und was "mal gehört" wurde. Mitunter sind auch Beiträge von Jugendlichen dabei. Wenn ein 15 Jähriger sich so ausdrücken kann, gibt es da noch Fragen...

Grüße

Aysatoo

Warum
muß man einen 3 Jahre alten Beitrag wieder hochziehen?

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26. August 2005 um 14:19

Liebe Enya,
wie habt ihr euch nun entschieden? Ich ahbe leider erst heute deinen Beitrag gelesen und ich konnte vieles einfach nicht fassen. Bei einigen Beiträgen hat man die Ahnungslosigkeit deutlich gemerkt.
Meine beiden Kinder gehen in den Waldorfkindergarten und wir gehören weder einer Sekte an, tragen keine Birkenstocks und - man staune- wir fahren sogar mit dem Auto und essen Schokolade. Unsere Tochter wird im nächsten Jahr in eine Waldorfschule gehen, unser Sohn im übernächsten Jahr wahrscheinlich nicht.
Die Waldorfpädagogik zeichnet sich im ersten Jahrsiebt im wesentlichen durch Rhytmus und Nachahmung aus. Die Kinder lernen die alltäglichen Dinge des Lebens durch Nachahmung in einer ruhigen Umgebung und liebevoll konsequenter Betreuung.
Sicherlich ist eine Waldorfschule nicht für jedes Kind geeignet, aber muss man deshalb soviel Unsinn verbreiten?
Übrigens werden Linkshänder unterstützt und nicht umerzogen und bei der PISA Studie schnitten die Waldorfschüler auch besser ab. Man kann auch mal einen Blick in die Wirtschaft oder Politik werfen und man ist erstaunt, wieviele Waldorfschüler dabei sind.

LG Laraluise2000

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27. August 2005 um 17:59

Hallo Brina42,
ja, ich war auch sehr überrascht, was sich die Leute so alles über die Waldorfpädagogik zurechtreimen...
Ich denke, die Menschen sollten toleranter sein, jede Schul- oder Kigaform hat ihr Für und Wider und jede Familie sollte für ihr Kind das Beste heraussuchen.
Ich kann es nur nicht ausstehen wenn man über eine Schule urteilt, ohne auch nur die geringste Ahnung zu haben und dabei noch Märchen in die Welt setzt.
Aber es gibt immer Zündstoffthemen.
Wir haben die Waldorfschule für unsere Tochter gewählt, weil es für ihre Charaktereigenschaften und Neigungen einfach die beste Schulform ist. Unser Sohn ist da ganz anders, er geht zwar auch in einen Waldorf-Kiga, wird aber eine Regelschule besuchen.
Viele Grüsse

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5. Dezember 2005 um 17:33
In Antwort auf yukiko_12966420

Lesen ja - aber...
Hi Stefanie, ist zwar schon etwas her mit deiner Anfrage, hindert mich aber nicht, dir zu antworten. Habe 3 Töchter. Meine mittlere hat den Waldorfkindergarten besucht. Nach unseren positiven Erfahrungen dort haben wir sie auf die Waldorfschule geschickt. Glaub mir, wir haben uns fast 4 Jahre intensiv mit dem Thema beschäftigt. Sowohl durch Literatur wie auch durch Gespräche mit anderen Waldi-Eltern. Aber nichts kann dich auf die Realität vorbereiten! Unsere Tochter wollte nach dem 1. Tag nicht mehr zur Schule! Der Schulalltag ist geprägt von abgehobenen Dogmen. Die Lehren Steiners sind nicht weiterentwickelt worden, was sehr schade ist. Viele Ansätze sind sicherlich gut und richtig, aber mit der heuten REALEN WELT nicht mehr zu vereinbaren. Bei den Elternabenden hatten wir das Gefühl, in einer Selbsthilfegruppe für abgedrehte Eltern zu sein. Jeder fühlte sich bemüßigt, seinen Seelenmüll auf unseren schmalen Schultern abzuladen. Unsere Tochter wurde gepeinigt von Albträumen. Sie wurde aggressiv und kaute ihre Nägel ab. Sie war eindeutig nicht mehr das Kind, das wir kannten! Nach einem halben durchlittenen Jahr entschlossen wir uns, sie auf die Regelschule zu schicken. Sie musste den kompletten (!) Stoff des 1. Halbjahres aufarbeiten, da bei Waldis bis zu dem Zeitpunkt nur gemalt und gebastelt wurde. Bestimmt nicht schlecht für lernverzögerte Kinder, aber ein gesundes Kind hat eine große Motivation zu lernen. Und das wird bei Waldis schlicht und einfach zunichte gemacht. Von ursprünglich 40 Kindern (!) einer Klasse sind nach nunmehr 6 Jahren lediglich 12 übrig geblieben. Ich muss vielleicht noch sagen, dass uns zum damaligen Zeitpunkt alle nicht verstanden und uns ausgegrenzt haben. Manche haben die Straßenseite gewechselt, wenn sie uns sahen! Von den eingeschworenen Waldi-Eltern die wir teilweise schon lange vor unserer leidvollen Erfahrung kannten, haben ALLE ihre Kinder inzwischen von der Schule genommen. Hinterher schicken möchte ich noch, dass unsere Tochter inzwischen ein katholisches Gymnasium besucht, und dort auch sehr zufrieden ist.
Liebe Grüße
dieherrin

Kontaktaufnahme
Sehr geehrte Dieherrin,

ich arbeite als Journalist an einem Beitrag über die Waldorfschulen. Ich bin im Internet auf ihren interessanten beitrag gestossen und würde gerne mit ihnen Kontakt aufnehmen. Ich wäre Ihnen sehr dankbar wenn sie mir an flassbeck2500@gmx.de eine Mail schicken könnten, dann würde ich mit ihnen kontakt aufnehmen.

Mit herzlichen Grüssen
flassbeck2500

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9. März 2006 um 11:30
In Antwort auf yukiko_12966420

Lesen ja - aber...
Hi Stefanie, ist zwar schon etwas her mit deiner Anfrage, hindert mich aber nicht, dir zu antworten. Habe 3 Töchter. Meine mittlere hat den Waldorfkindergarten besucht. Nach unseren positiven Erfahrungen dort haben wir sie auf die Waldorfschule geschickt. Glaub mir, wir haben uns fast 4 Jahre intensiv mit dem Thema beschäftigt. Sowohl durch Literatur wie auch durch Gespräche mit anderen Waldi-Eltern. Aber nichts kann dich auf die Realität vorbereiten! Unsere Tochter wollte nach dem 1. Tag nicht mehr zur Schule! Der Schulalltag ist geprägt von abgehobenen Dogmen. Die Lehren Steiners sind nicht weiterentwickelt worden, was sehr schade ist. Viele Ansätze sind sicherlich gut und richtig, aber mit der heuten REALEN WELT nicht mehr zu vereinbaren. Bei den Elternabenden hatten wir das Gefühl, in einer Selbsthilfegruppe für abgedrehte Eltern zu sein. Jeder fühlte sich bemüßigt, seinen Seelenmüll auf unseren schmalen Schultern abzuladen. Unsere Tochter wurde gepeinigt von Albträumen. Sie wurde aggressiv und kaute ihre Nägel ab. Sie war eindeutig nicht mehr das Kind, das wir kannten! Nach einem halben durchlittenen Jahr entschlossen wir uns, sie auf die Regelschule zu schicken. Sie musste den kompletten (!) Stoff des 1. Halbjahres aufarbeiten, da bei Waldis bis zu dem Zeitpunkt nur gemalt und gebastelt wurde. Bestimmt nicht schlecht für lernverzögerte Kinder, aber ein gesundes Kind hat eine große Motivation zu lernen. Und das wird bei Waldis schlicht und einfach zunichte gemacht. Von ursprünglich 40 Kindern (!) einer Klasse sind nach nunmehr 6 Jahren lediglich 12 übrig geblieben. Ich muss vielleicht noch sagen, dass uns zum damaligen Zeitpunkt alle nicht verstanden und uns ausgegrenzt haben. Manche haben die Straßenseite gewechselt, wenn sie uns sahen! Von den eingeschworenen Waldi-Eltern die wir teilweise schon lange vor unserer leidvollen Erfahrung kannten, haben ALLE ihre Kinder inzwischen von der Schule genommen. Hinterher schicken möchte ich noch, dass unsere Tochter inzwischen ein katholisches Gymnasium besucht, und dort auch sehr zufrieden ist.
Liebe Grüße
dieherrin

Waldorfschule
Hallo,unser 1.Kind ging auf eine katholische Schule unser 2. Kind geht auf eine Waldorfschule,es ist ein großer Unterschied,haben Sie Erfahrung mit späterem Schulwechsel auf eine andere Schule? mfG

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5. Februar 2007 um 21:51

Waldorfschule
habt ihr zweifel? den die unkenrufe kommen nicht
von ungefähr!
man sollte sich bevor mein sein kind in eine bestimmte
schule schickt davor ganz genau informieren!

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6. Februar 2007 um 11:31
In Antwort auf lane_12349524

Waldorfschule
habt ihr zweifel? den die unkenrufe kommen nicht
von ungefähr!
man sollte sich bevor mein sein kind in eine bestimmte
schule schickt davor ganz genau informieren!

Mmh
Du selbst scheinst dich ja auch sehr gut über Waldorfschulen informiert zu haben. "den die unkenrufe kommen nicht von ungefähr!" Sicher... die kommen, weil die meisten Leute sich mit solchen Schulen nicht beschäftigen (wollen), Gerüchte gehört haben (Eine Freundin vom Cousin des Halbbruders meiner Tante hat eine Freundin, die ihr Kind eigentlich in eine Waldorfschule geben wollte, es dann aber doch gelassen hat, da sie von XY erfahren hat, dass es sich dabei um eine gefährliche Sekte handelt und XYs Kind dort völlig untergegangen ist!) und einfach nur Vorurteile haben.
Wir haben auch überlegt, unsere Tochter auf eine Waldorfschule gegeben und uns intensiv damit auseinander gesetzt. Es ist weder eine Sekte noch Reiche-Leute-Kinder noch sonst irgendwas. Es sind einfach Kinder von Eltern, die sich GEDANKEN über die Bildung ihrer Kinder machen. Die eine individuelle Betreuung wollen und wo das Kind als Individuum angenommen wird und nicht von einem Haufen Lehrer unterrichtet wird, der nur daran interessiert ist, seinen Unterricht durchzuziehen und dann so schnell wie möglich zu verschwinden. Dem es egal ist, wo das einzelne Kind dabei bleibt. Sicher sind es überwiegend Kinder aus der oberen Schicht von Akademikern, denen es eben NICHT egal ist, ob das Kind ohne Abschluss die Schule abbricht, zu den falschen Leuten Kontakt hat etc.

Weshalb wir uns letztenendlich gegen die Waldorfschule entschieden haben war 1., dass in den ersten Jahren weniger gelernt als gespielt und gemalt wird (was sicherlich große Vorteile haben kann) und viele Kinder, die dann in der 10. Klasse erstmals Noten bekommen, nie gelernt haben zu Lernen und den Sprung in die gymnasiale Oberstufe durch mangelnde Fähigkeiten, wie es wirklich im Leben zu geht, nicht schaffen. 2., dass wir unsere Kinder möglichst mit der ganz normalen Bevölkerung in Kontakt bringen wollten, wozu eben auch Ausländer und Kinder aus sozial benachteiligten Familien gehören. Und es ist wohl unumstritten, dass die Waldorfschule wie eine eigene kleine, behütete Welt für die Kinder ist. Das mag ja in den ersten Jahren durchaus gut sein, aber so sieht nunmal die durchschnittliche Gesellschaft in Deutschland nicht aus. Und 3. fanden wir die Klassen mit bis zu 40 Kindern zu groß.
Jetzt gehen sie also auf eine staatliche Grundschule, bzw. ein privates Gymnasium

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28. Dezember 2007 um 14:06
In Antwort auf kai_12944181

Ich behaupte mal das gegenteil
bei uns auf der schule haben letztes jahr 23 von 30 schülern das abi gemacht das heist noch 5 realschulablüssler und der rest ich finde diese quote gut.
dein komentar klingt ein bischen übertrieben *tut mir leid*

Lernleistungen
Mit der Rechtschreibung hat die Verfasserin offenbar so ihre Probleme.
Aber das nehmen Waldis auch nicht so wichtig.
Meine Kinder wurden mit so einer Waldorf - Pseudobildung jedenfalls nicht beschmutzt.

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