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Von Schwiegereltern und Schwägerin gehasst

1. Mai 2018 um 8:06

Hallo ihr lieben,

wo soll ich anfangen. Die Situation ist mittlerweile festgefahren und soweit, dass ich für meine Kinder und mich entschieden habe, den Kontakt völlig abzubrechen. Nun sitzt mein Mann zwischen den Stühlen.

Ich hole mal etwas aus, obwohl ich all das nicht wiedergeben kann, was meine Kinder und ich in 15 Jahren erlebt haben. Zumindest nicht so kurz wie möglich.

Als ich meinen Mann kennenlernte, war ich bereits gezeichnet von Beziehungen davor. Klingt verrückt, aber dort passten immer die Familien, aber nie wirklich der Mann. Jetzt ist es umgekehrt. Jetzt passt der Mann, aber nicht die Familie. Wir lernten uns kennen, da war ich bereits Mutter. Habe dies aber nie verschwiegen. Ich bin mit der Situation offen umgegangen, weil ich jeglichen Stress vermeiden wollte. Entweder nimmt man „uns“ oder gar nicht. 

Mein Mann lebte noch bei seinen Eltern, was ja nicht selten ist. Seine Eltern und Schwester haben 2 Jahre zuvor gebaut und er hat bei beiden mitgebaut. Ist ja seine Familie, auf die er nichts kommen lässt, aber auch dadurch ortsgebunden ist. Auch das ist nicht selten. Ich finde es einfach toll, wenn alle zusammenhalten und man füreinander da ist.

Als mein Mann mich kennenlernte, haben wir uns auch viel Zeit gelassen. Ich wollte ihn nicht überfordern mit Kind und er sollte sich wenn, dann völlig frei für oder gegen uns entscheiden. Wir führten quasi eine „Fernbeziehung“, auch wenn uns nur 70 km trennten. Zu diesem Zeitpunkt absolvierte ich während der Erziehungszeit das Fachabitur. Diese Vorgehensweise erst Kind dann Beruf, stammte noch aus den Beziehungen davor. Erst Kind dann Karriere. Das hab ich mir auch Alleinerziehend nicht nehmen lassen. Ich muss dazu sagen, dass ich auch familiär bis auf meine Oma, keine Unterstützung hatte. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. 

Diese Form der Beziehung führten wir knapp 2 Jahre. Bis dahin war mit seiner Familie auch alles gut. Bekam sie ja kaum zusehen und er machte dort alles wie vor unserer Beziehung und war dort present. Fuhr mit seinen Eltern und der Schwester in den Urlaub, baute dort weiter mit. Neubau vollzieht sich schließlich über mehrere Jahre, gerade, wenn viel Eigenleistung enthalten ist. Ich ließ meinen Mann also sehr viel Freiraum. Je länger der Zeitraum wurde, kam er des Öfteren. Durch die Blume gab mir seine Familie zu verstehen, dass es doch besser sei, erst eine Ausbildung zu machen und ggf. Abi und Studium. Ich habe mich dann tatsächlich entschieden, des Friedenswillen, den Weg so zu gehen. War dann während der Ausbildung auch in seine Nähe gezogen, damit weit weg von meiner einzigen Hilfe, der Oma. Seine Eltern und Schwester sagten mir Ihr Unterstützung auch zu. Dann nahm das Schicksal ihren Lauf. (Nach 2 Jahren war ich der Meinung, dass seine Familie und akzeptiert hatten und wir auch gut auskommen würden, wenn Sie mir so entgegen kamen. Dachte ich zumindest.)

Mein Mann war jetzt öfters bei mir und kümmerte sich weniger um die Kinder seiner Schwester. Wenn dort was anlag, war er trotzdem zur Stelle. 

Während ich meine Ausbildung absolvierte, bekam ich leider keine Unterstützung. Mein Mann arbeitete in Schichten und ich hatte ganz schön zutun, die Ausbildung, Haushalt und Kind allein unter einen Hut zubekommen. Bereits in dieser Zeit lernte ich das wahre Gesicht seiner Familie kennen. 

Da muss man sich mal vorstellen, ich war mit meinen Mann 2 Jahre zusammen und wohnte mittlerweile im gleichen Ort, sitzen wir mit seinen Eltern und planen den Sommerurlaub in Dänemark. Urlaub kannte ich weder aus meiner Kindheit noch aus den Beziehungen davor nicht. Wir freuten uns riesig und gespart als Azubi hatte ich auch schon. Mitkommen sollte diesmal nur die große seiner Schwester, weil die Schwester war mit Kind Nr. 3 schwanger. Zwei Wochen bevor es los ging, kam mein Mann auf mich zu, geschickt von seinen, Eltern, wann ich denn mein Kind zu meiner Oma bringe, weil doch jetzt Kind Nr. 2 seiner Schwester mitkommt. Für mich brach irgendwie eine Welt zusammen. Der kleine freute sich aufs Meer und sollte abgeschoben wegen? Seine Schwester war schwanger, aber gesund und hat zudem ihre Schwiegereltern im Ort. Ich entschied mich gegen den Urlaub und hatte eigentlich damit gerechnet, dass das auch mein Mann täte. Tat er nicht. Ich kümmerte mich um seine Oma und das Elternhaus, während sie im Urlaub waren. 

Von da an war mir klar, dass seine Familie mir jegliche Unterstützung nur vorgaukelten, damit ihr Sohn in der Nähe ist. Als Azubi mal eben wieder umziehen, ist auch nicht möglich gewesen. 

Über die Jahre mussten mein Sohn und ich vieles einstecken. Ich war immer der Hoffnung, das würde sich legen, wenn ich die Ausbildung fertig habe. Es änderte sich nichts. Ich war noch immer nicht gut genug. Ich setzte mich wieder auf die Schulbank und wurde Finanzwirt. Zwischenzeitlich bekam ich unser erstes gemeinsames Kind und man sagte mir wieder Unterstützung zu. Mit vielen Nervenzusammenbrüchen, einen Mann kn Schichten und einem Säugling mit Stoffwechselstörung, habe ich auch diese Weiterbildung als eine der besten abgeschossen. Meine Willenskraft war so unglaublich groß. Ich wollte dieser Familie gehören. 

Ich musste leider feststellen, dass was ich auch tat, wir werden nicht akzeptiert. Sie nahmen nicht einmal ihr eigenes Enkelkind. Es drehte sich immer alles nur um seine Schwester und ihre Kinder. Sie fuhren mit ihren Kindern 2x im Jahr in Urlaub, versorgten ihre Kinder, putzten ihr Haus und unterstützen sie mit allem. Wir wohnten 400 m auseinander und an unserem Haus mussten sie täglich mehrmals vorbei, aber den Weg zu uns fanden sie alle 6-8 Wochen mal und dann auch nur auf‘m Sprung. Zwischenzeitlich ist noch einiges vorgefallen. Ihre Kinder wurden gegen unsere aufgehetzt und ein Keil zwischengedrängt, damit unsere Kinder nicht mehr mitbekamen, was die Kinder seiner Schwester doch alles bekommen und was man mit ihnen unternimmt.

Ich habe dann mehrmals das Gespräch gesucht mit meiner Schwiegermutter. Wollte wissen, warum man unsere Kinder so behandelt. Ich würde mir das einbilden und man würde sich bemühen was zu ändern. Passiert ist nichts. Man wollte weder und noch unsere Kinder. Ostern wurden osterkörbe versteckt, aber nie für unsere Kinder. Weihnachten wären wir an einen Feiertag eingeladen, der sich auch nach meiner Schwägerin richtete. Wenn sie bei ihren Schwiegereltern waren.

Mittlerweile habe ich, wie oben erwähnt, den Kontakt abgebrochen. Mein Mann fährt noch immer hin. Diese Lügerei war unerträglich. Das einzige was sie übrig hatten, waren Pflichtgeschenke Geburtstag und Weihnachten.

Der letzte Anlauf meinerseits war, als die Mutter meiner Schwiegermutter schwer erkrankte, habe ich mich um sie gekümmert und gepflegt über 4 Monate fast 24 Std und ich habe sie mit meinen Mann in den Urlaub fahren lassen an meiner Stelle. Meine Schwägerin, die neben meinen Schwiegereltern wohnt, hat sich um ihre Oma nen Schei.. gekümmert. Solange die Oma 12 Jahre lang ihr hat’s putzte, ihre Kinder versorgte, war sie gut genug. Sie meinte sogar zu mir und meinen Mann, dass sie doch auch mal langsam sterben könne. Mit dem Satz war diese Frau für mich erledigt. 

Als die holde scgwiegermutter erholt aus dem urlaub kam, war sie dankbar. Dachte ich. Durch Zufall hab ich, als ich mein Handy an die Ladestation hängen wollte, im push up vom Handy meines Mannes eine böse Nachricht gesehen, was ich denn für sie schon gemacht habe. 

Ich suchte dann den Kontakt zu den Teil der Familie, von den uns meine Schwiegermutter immer fern hielt. Heimlich natürlich. Dort erfuhr ich alles. Wie verhasst sie sind. Neid und Eifersucht. Ich bin beruflich was besseres und ihr Sohn hat halt Familie und ist dort nicht mehr so viel present. Ich hätte ihm das Kind untergeschoben und als wir nach 11 Jahren Beziehung heirateten, hatten sie nichts besseres zutun, als rumzutrlefonieren, wie sie das Erbe vor mir sichern können. 😔

Ich könnte Bücher schreiben. 

Seit ich den Kontakt abgebrochen habe, geht’s mir besser. Ich schlafe wieder besser und sonst ist alles besser geworden. Nun hetzen sie meinen Mann auf und drehen den Spieß um. Ich wollte ja nie Hilfe und ich sei an allem schuld. Dass sie nie gekommen sind etc. Ich frage mich warum? Hab Ihnen nie was getan. 

Ich reagiere allerdings nicht mehr auf deren ihre Lügen. Aber sie schaffen es, meinen Mann immer wieder einzuwickeln. Tränendrüse drücken.

jetzt gehen sie noch weiter, weil sie nicht mehr an mich herankommen und erzählen unserer 9 jährigem Tochter, dass nach ihrer Geburt sie als „Missgeburt“ bezeichnet habe. Damit gehen sie zu weit. Ich habe meinen Mann aufgefordert, endlich mal einzuschreiten, sonst gehe ich andere Wege, um diese Familie von unserer Tochter fernzuhalten. Das ist nen halbes Jahr her. Er hat noch nichts gemacht. Steht mit seiner Mutter im WhatsApp Kontakt und fährt angeblich auch nicht hin.

Mein Mann möchte Frieden, sieht aber nicht, dass es seine Familie ist, die ihn nicht wollen. Nun kann und will ich irgendwie auch nicht mehr. Bin jetzt soweit, dass ich mich auch aus jeglicher Verantwortung ziehe, was später die Pflege dieser egoistischen Familie angeht. Soll es doch seine Schwester und deren Kinder machen, die über Jahrzehnte alles von Ihnen bekam. 

Mein Mann meint, ich reagiere mit dem Kontaktabbruch über. Ich sage aber, dass unsere Kinder jetzt groß sind und unsere Kinder keine Großeltern hatten. Meine Mom saß nach nem Ärztepfusch im Rollstuhl und verstarb 4 Jahre später und zu meinen Vater hatte ich auch kaum Kontakt. Der war zu Kindszeiten schon nicht da. Und Schwiegereltern hatten mit seiner Schwester und deren 3 Kinder zutun und waren nie da. Nun ist der Zug abgefahren. Ich sage auch zu ihm, dass sie im Alter sehr gut versorgt sind, wenn sie Jahrzehnte davor alles deiner Schwester zugestanden haben. Wenn nicht, ist da gewaltig was schief gelaufen. 

Ist mein ein Kontaktabbruch eine Überreaktion, wenn diese Menschen unserer Familie nicht gut tun? 

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1. Mai 2018 um 10:24

Wenn er nicht hinter uns gestanden hätte, dann hätte er sich nicht auf uns eingelassen. In unserer Beziehung und mittlerweile Ehe stimmt ja alles. Ich kann mein Leben ja nicht von Dritten abhängig machen, denen meine Nase nicht passt oder? Ich denke eher, dass er zwischen zwei Stühlen sitzt und sich nicht traut, ihnen die Meinung zusagen. Ich bin ja nicht mit bei, wenn sie sich über uns unterhalten. 

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1. Mai 2018 um 10:43

Ich hätte da auch den Kontakt abgebrochen, das ist ja nicht nur Gift für dich sondern auch für die Kinder, die derartig mies behandelt werden.
Ich wüsste allerdings auch nicht, wie ich es mit so einem Mann aushalten würde, der mehr auf den Hass seiner Eltern gibt als auf das Wohl seiner Kinder. Ich wär da so maßlos enttäuscht, dass ich nicht wüsste, ob ich es schaffen würde bei ihm zu bleiben.

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1. Mai 2018 um 11:34

Er sieht den Hass gar nicht. Seine Mutter sagt immer genau das, was er hören will. Sie akzeptieren uns und haben nie was schlimmes getan. Und wenn ich ihn aufgebe, dann wäre das zudem auch in ihrem Sinne. Wo sollte er hin, außer zu ihnen? Seine Schwester ist eifersüchtig, weil er den Vaterersatz spielte, obwohl sie verheiratet ist. Ihr Mann hat nur nicht viel übrig für die eigenen Kinder. Dann noch der Neid. Im Gegensatz zu meiner Schwiegermutter und meiner Schwägerin, könnte ich allein auf meinen Beinen stehen, während die beiden von ihren Männern abhängig sind. Muss allerdings auch dazu sagen, dass die Intelligenz beider an der Haustür enden. Ausbildungsmäßig sollen die Schwiegerkinder was auf den Kasten haben und das Geld verdienen, aber selbst haben sie nichts zu bieten. Die Schwester meiner Schwiegermutter hatte mir mal erzählt, wie meine Schwiegermutter mich schon überall madig machte, obwohl sie mich nicht kannte. Der pure Neid und Hass von Anfang an. Ich hatte also gar keine Chance. Da ich all das erst nach 13 Jahren erfuhr, wo wir schon verheiratet waren, kann ich da schlecht wieder so ohne weiteres gehen. Ich frage mich nur, warum das alles? Warum ist man so verhasst und warum der Neid? Meine Schwiegermutter und meine Schwägerin hatten ein gutes Elternhaus und deutlich bessere Voraussetzungen als ich. Warum haben sie das nicht genutzt und aus ihrem Leben was gemacht? Ich kann es nicht nachvollziehen, warum sie ihrem Sohn und Bruder das nicht gönnen? ​ Ich habe ihnen nie Anlass dazu gegeben. Meine Existenz hat ausgereicht. 

​Bei meiner Schwägerin haben meine Schwiegerelten im Übrigen mitentschieden, was die Mann-Wahl angeht. Krank in meinen Augen. Und weil der Mann nicht gut zu ihr ist, aber als Ingenieur gut verdient und seine Eltern finanziell gut da stehen, habe sie meine Schwägerin zur Hochzeit gedrungen. Sie ist unglücklich, keine Frage. Aber muss man das an mich auslassen? Unsere Kinder sind wie das 5. Rad an Wagen und merken richtig, dass sie dort nicht willkommen sind. Sie wollen nicht und das akzeptiere ich mir dem Kontaktabbruch. Dann muss ich  mir anhören von meinen Mann, und das kommt gewiss nicht von ihm, ich sei krank und bilde  mir das alles ein. Er hat allerdings vieles mitbekommen. Grundsätzlich alles vertuschen konnten sie nicht. Und trotzdem lässt er sich auf seine Mutter ihre Lügen ein. 

​Zu mir meinte er, es sind seine Eltern und er kann sie nicht so vor den Kopf stoßen.

​Sie wissen das und nutzen das schamlos aus.

​Ich habe ihm als Beweis meines Willen angeboten, ich vergebe und vergesse alles, wenn er mir nur ein Ereignis, eine Veranstaltung, eine gute Tat nennen kann, die seine Eltern in über 15 Jahren aus eigenen Stücken und gern mit oder für unsere Kinder getan haben. Mal davon ab, dass sie für ihren Sohn auch nichts übrig haben. Aber das steht hier nicht zur Debatte. Wenn sie mich hassen, damit kann ich mittlerweile umgehen, aber es an die Kinder auszulassen ist unterste Schublade.

​Und der Clou kommt, er konnte mir nichts antworten. Und damit habe ich ihm zu grübeln gebracht. Aber trotzdem hat er noch immer nicht das klärdende Gespräch gesucht. Einerseits stört ihn die Situation, andererseits will er nichts ändern? Warum sollte ich das dann tun??? 

​Ich denke nach wie vor noch, dass der Kontaktabbruch die letzte Option war und das für alle Beteiligten das beste ist.

​Beim letzten Kontakt mit der Schwester meiner Schwiegermutter, meinte sie, dass meine Schwiegermutter geäußert hätte, dass sie im Alter allein seien. Da drauf habe ich nur geantwortet, dann haben sie wohl jahrzehnte auf das einzige und falsche Pferd gesetzt. Warum soll ich mich mit denen dann herum plagen, wenn den Nutzen nur meine Schwägerin aus ihnen gezogen ??? Trauig alles. Ich wollte für meine Kinder immer eine bessere Kindheit bieten. Das tut mir so unendlich Leid für meine Kinder. 

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