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Von der Mutter des Stiefkindes enttäuscht...

23. Januar 2015 um 20:12

Mein Partner und ich haben drei Kinder, zwei sind meine, eines ist seines. Die drei leben dauerhaft bei uns. Er hat noch ein weiteres Kind, das bei der Mutter lebt, zu dem aber von ihrer Seite aus von Anfang an der Kontakt zu ihm unterbunden wurde und somit auch keine Bindung da ist (das Kind kennt seinen Papa vom sehen, weiß "aha, das ist mein Vater"...aber das war es dann auch schon). Mit der selben Frau hat er aber halt noch ein weiteres Kind, das eben bei uns lebt. Da es aber nicht das Wunschgeschlecht hatte, ist es nur ein Kind zweiter Klasse. Und mir blutet das Herz... . Wir sind mit unseren Kindern glücklich, haben im Großen und Ganzen auch guten Kontakt zu unseren Ex-Partnern, unsere Kinder sind zufrieden, es könnte nicht besser sein. Wenn da nicht die Mutter meines Stiefkindes wäre. Es lebte bis vor vier Jahren noch bei seiner Mutter, die Umstände machten ein weiteres leben bei ihr aber nicht mehr möglich. So hat mein Partner es damals zu sich geholt. Und die Mutter ist so desinteressiert ( Weder zu Geburtstagen, Weihnachten...nichts, nicht mal ein Anruf oder so. Und mein Stiefkind buhlt so nach der Zuneigung der Mutter, auf welche Art auch immer...es ist und bleibt halt die leibliche Mutter. Und sie lässt all diese Versuche ins Leere laufen. Wenn mein Stiefkind zu ihr möchte, muss es ihr hinterhertelefonieren, wir es hinfahren und wieder abholen...sie würde nichts dafür tun, ihr ist es einfach egal. Zeiten und Absprachen werden meist auch nicht angehalten. Es ist so schwer, zu sehen, wie ein Kind liebt und diese Liebe nicht erwidert wird. Und wenn sie sich nicht an Absprachen hält und ein Besuch dadurch ins wanken gerät, ist mein Partner der Doofe der dann den Ärger seines Kindes abbekommt. Zum Beispiel, weil es zeitlich später nicht mehr passt, weil er zur Arbeit muss o.ä. Dann ist er in Augen seines Kindes der Blöde, der nicht zur Mutter fährt. Das es ihre Verfehlung ist, weil sie sich nicht an Absprachen hält, ist seinem Kind in dem Moment egal. Er ist dann halt greifbar um den Frust und Ärger abzulassen. Aber wir können und wollen den Kontakt auch nicht unterbinden, es bleibt halt die Mama und egal was passiert, sie wird immer geliebt werden. Aber wenn von einem Kind Sätze kommen wie "Mütter können ihre Kinder halt nicht alle gleich doll lieben" oder "Meine Mama hat mich nur als Baby lieb gehabt"....da zieht sich einem alles zusammen.
Ich glaube, ich erwarte hier nicht mal eine Reaktion, ich musste mir das nur mal an einem neutralen Ort von der Seele schreiben, weil ich mich so hilflos fühle. Vielleicht wird mein Stiefkind eines Tages erkennen, das man nicht jedes Verhalten entschuldigen kann, auch nicht wenn es die eigene Mutter ist. Es ist nur so schade.
Wenn mein Stiefkind dort war, fehlen danach auch immer Sachen die wir neu angeschafft haben, die die Mutter für das Geschwisterkind behält (Schlafanzügem Schuhe usw,). Sie lebt mit ihrem neuen Partner von Sozialhilfe und wir haben zwei Einkommen, wodurch wir auch ganz andere Anschaffungen machen.
Ich kann einfach nicht verstehen, wie man als Mutter mit dem eigenen Kind so umgehen kann (
Danke denen, die bis zum Ende durchgehalten haben... .

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23. Januar 2015 um 21:27

Hmmm
Gegenüber dem Kind äußern wir uns in der
Hinsicht auch gar nicht...die meiste Zeit ist die Mutter eh nicht für uns existent. Sie will halt nur hin, wenn ihr Bruder bettelt, das sie mal wieder kommen soll. Schwierig ist für uns immer, das wir kurzfristig verfügbar sein müssen...wenn die Kinder z.B. streiten, müssen wir sie wieder abholen. Die beiden Kinder beschäftigen sich im Zimmer ausschließlich mit Elektronik, solange dort alles ruhig ist, ist alles gut.
Und dann halt diese Geschichten wie, wir machen eine Zeit ab, fahren dann hin und keiner ist da. Sie ist dann auch nicht zu erreichen. Irgendwann, wir sind wieder zuhause, meldet sie sich dann doch und ihre Tochter möchte dann natürlich hin. Und wenn es dann aus zeitlichen Gründen nicht mehr passt, ist Terror. Sie weint, lässt sich über ihren Vater aus, der ja in dem Moment Schuld ist usw.,
Das ihre Mutter nicht "normal" ist, damit habe ich mich im Grunde abgefunden, würde das aber auch niemals zum Thema machen, schon gar nicht gegenüber dem Kind. Genauso wenig lasse ich ihr gegenüber meine Gefühle frei raus.
Ich behandel sie wie meine beiden auch. Sie sagt auch Mama zu mir, genauso wie ich für ihre Freundinnen etc. die Mama von ihr bin. Also in der Hinsicht gibt es gar keine Probleme. Nur im Stillen herrscht trotzdem immer wieder Unverständnis.
Das hat auch nichts damit zu tun, das ich irgendwelche Erwartungen an sie habe, ich verstehe halt nur nicht, wie man sein eigenes Kind am langem Arm verhungern lassen kann. Es kam mal der Kommentar "Sie ist halt kein Junge...". Nein, das ist sie wirklich nicht, sondern Mädchen durch und durch ^^ Aber nun denn..., lässt sich nicht ändern.
Und sie hat auch kein Problem damit, ihrer Tochter immer wieder zu sagen, das sie sie halt nicht lieb hat.
Aber wie gesagt, wir bemitleiden sie nicht, versuchen auch nicht "wiedergutzumachen" oder sonst was, wir müssen einfach damit leben, das es so ist.

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