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Vertrauen der Tochter verloren, eine große unverzeihliche Schuld

18. April 2012 um 11:46

Meine Tochter ist nach vorausgegangener Fehlgeburt, unter der sie sehr gelitten hat, ihr Mann auch, schwanger. Sie hat Komplikationen, muss streng liegen. Ihr Mann kann von berufswegen nicht immer bei ihr sein, darunter leidet sie sehr. Ich würde alles tun für meine Tochter, liebe sie wirklich sehr, unseren Schwiegersohn auch. Sie war eine Frühgeburt, damals durfte man Frühchen nur durch eine dicke Glasscheibe sehen, nie berühren, habe sie erst Wochen später im Arm gehalten. Unsere Beziehung ist leider nicht sehr inniglich. Habe viel, viel falsch gemacht im Leben, war bestimmt keine perfekte Mutter, aber die Familie ist für mich das höchste Gut. Hatte vor kurzem eine schwere Erkrankung, bin noch nicht ganz geheilt. Erfahre gerade, dass ein Angehöriger unheilbar erkrankt ist... Ich tat etwas, was ich normal nicht tun würde, ich ging aus dem Haus um zu rauchen, zu heulen... Dass das mehr als dumm ist, weiß ich, kann es selbst nicht erklären. Bereue ehrlich und zutiefst. Leider zog der Rauch am Haus hoch, so dass meine Tochter es roch, einatmete.... Das ist unverzeihlich, ich weiß es. Nun vertraut sie mir überhaupt nicht mehr.Ich wünschte, ich könnte es rückgängig machen, ich verstehe mich selbst nicht mehr. Seit ihrer Fehlgeburt im letzten Jahr habe auch ich keine Freude mehr am Leben, kann nicht mehr ausgelassen sein, alle Gedanken drehen sich immer wieder um dieses schreckliche Ereignis, die ganze Familie leidet darunter. Ich denke, man braucht professionelle Hilfe, aber ehe man die bekommt....Nun habe ich wohl bestimmt meine Tochter und meinen Schwiegersohn verloren. Kann jemand raten, wie ich das jemals wieder gut machen kann. Die beiden haben so viele Opfer für dieses Kind gebracht und ich mache soetwas, das kann niemand vergeben. Wie konnte ich nur so einen schrecklichen komplett idiotischen Aussetzer haben.

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19. April 2012 um 22:05

Hm..
also, zuerst einmal ist es sehr leicht psychologische Hilfe zu bekommen.

-http://www.kvno.de/20patienten/40zip/index.html-

sowas gibt es für jede Region in Deutschland. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es passieren kann, dass der genannte Arzt mit freien Terminen vielleicht nicht der gewünschte ist, der perfekt zu einem Passt. Aber Hauptsache ist, man hat jemanden zum reden. Um Ersatz kann man sich dann immeroch kümmern.

Die Tatsache dass Deine Tochter so leidet und auch Deine Familie schwer damit zu Kämpfen hat, tut mir im Herzen weh. Dennoch müsst ihr etwas finden, dass euch hoffen lässt. Stellt euch positives vor. Wie es wird wenn das kleine Baby da ist. Wie ihr es in dem Armen haltet. Wie es lächelt. Nicht immer nur das schlechte und dunkle sehen. Macht die Fenster auf und lasst Licht in die Seele.

Ich bin selbst Vater und Raucher. Während der Schwangerschaft war das oft Thema zwischen mir und meiner Partnerin. Es ist für mich aber wirklich nicht vorstellbar, dass, wie von Dir beschrieben, ernsthaft davon auszugehen ist, Du hättest mit dem vorbeigezogenen Rauch am Fenster deiner Tochter einen Beitrag dazu geleistet, dass der Zustand sich verschlimmert.

Ich denke, es ist wichtig objektiv zu bleiben und nicht dazu zu neigen, alles und jeden spüren zu lassen, wie man fühlt. Es ist wichtig wenigstens mit einem Bein im Leben stehen zu bleiben. Lasst nicht zu, dass ein schönes Ereignis, nämlich eine Geburt, auch wenn sie mit Komplikationen behaftet ist, alles mies macht.

Außerdem spürt ein Baby im Mutterleib bereits Stimmungen und Gefühlslage seiner Mutter. Es ist wichtig stark zu sein und weiter zu machen. Auch wenn es verdammt schwer ist. Seid für einander da, zeigt euch dass ihr gegenseitig verlässliche und respektierte Familienmitglieder seid.

Gruß
Dani

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20. April 2012 um 10:51
In Antwort auf hrng_11853362

Hm..
also, zuerst einmal ist es sehr leicht psychologische Hilfe zu bekommen.

-http://www.kvno.de/20patienten/40zip/index.html-

sowas gibt es für jede Region in Deutschland. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es passieren kann, dass der genannte Arzt mit freien Terminen vielleicht nicht der gewünschte ist, der perfekt zu einem Passt. Aber Hauptsache ist, man hat jemanden zum reden. Um Ersatz kann man sich dann immeroch kümmern.

Die Tatsache dass Deine Tochter so leidet und auch Deine Familie schwer damit zu Kämpfen hat, tut mir im Herzen weh. Dennoch müsst ihr etwas finden, dass euch hoffen lässt. Stellt euch positives vor. Wie es wird wenn das kleine Baby da ist. Wie ihr es in dem Armen haltet. Wie es lächelt. Nicht immer nur das schlechte und dunkle sehen. Macht die Fenster auf und lasst Licht in die Seele.

Ich bin selbst Vater und Raucher. Während der Schwangerschaft war das oft Thema zwischen mir und meiner Partnerin. Es ist für mich aber wirklich nicht vorstellbar, dass, wie von Dir beschrieben, ernsthaft davon auszugehen ist, Du hättest mit dem vorbeigezogenen Rauch am Fenster deiner Tochter einen Beitrag dazu geleistet, dass der Zustand sich verschlimmert.

Ich denke, es ist wichtig objektiv zu bleiben und nicht dazu zu neigen, alles und jeden spüren zu lassen, wie man fühlt. Es ist wichtig wenigstens mit einem Bein im Leben stehen zu bleiben. Lasst nicht zu, dass ein schönes Ereignis, nämlich eine Geburt, auch wenn sie mit Komplikationen behaftet ist, alles mies macht.

Außerdem spürt ein Baby im Mutterleib bereits Stimmungen und Gefühlslage seiner Mutter. Es ist wichtig stark zu sein und weiter zu machen. Auch wenn es verdammt schwer ist. Seid für einander da, zeigt euch dass ihr gegenseitig verlässliche und respektierte Familienmitglieder seid.

Gruß
Dani

Dankbar
Lieber Dani,
bin froh, wenn ich freundliche Worte höre, mein Mann ist mir da auch stets die allergrößte Stütze. Der muss aber auch lange arbeiten, bin also die meiste Zeit allein mit all dem Kummer. Vielleicht sind Männer da ohnehin besser geeignet, weil bei ihnen die Hormone nicht ständig Krautsalat produzieren.Die Hebamme kümmert sich rührend, macht auch Mut, das hilft auch. Aber in meinem Heimatort (Sachsen-Anhalt)) wartet man leider ewig auf einen Termin beim Therapeuten, mindestens drei Monate. Irgendwie fällt es mir verdammt schwer, Lebensfreude zu haben. Angst und Kummer begleiten mich ständig. Das Problem liegt sicher hauptsächlich in dem schrecklichen Erlebnis 2011, aber ich gebe auch den damaligen Umständen (Inkubator, erst nach Wochen körperliche Nähe, Hautkontakt) eine Mitschuld. Sie hat nie Urvertrauen gelernt und durch meine damalige berufliche Belastung habe ich oft nicht für sie da sein können. Wir haben leider nicht so eine innigliche Mutter-Tochter-Beziehung. Ich beneide jede Mutter, die ihre erwachsene Tochter wie eine Freundin versteht, das hätte ich mir auch so sehr gewünscht. Dennoch: Es geht jetzt darum, alles für dieses kleine wachsende Wesen zu tun! Und durch meine derzeitige Verfassung bin ich eher schwach als stark. Mich wirft jedes neue negative Ereignis gleich aus der Bahn. Aber natürlich will ich alles versuchen zu beweisen, dass sie sich auf mich verlassen kann und ich immer für sie da bin.
Es grüßt E.rita

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