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Verstehe mein Kind nicht mehr!

27. Juni 2006 um 9:55 Letzte Antwort: 29. Juni 2006 um 18:28

Hallo zusammen,

hab ein großes Problem. Mein Sohn 5 1/2 Jahre verhält sich total komisch.Er fängt wegen jeder Kleinigkeit an zu heulen. Piepst und kreischt wie ein Mädchen. Wenn er sich leicht wehtut, fängt er an zu weinen.
Er ist so wie eine kleine Memme!
Ich erziehe meinen Sohn nicht irgendwie, sondern versuche es mit Desziplin. Es ist nicht so, dass er nichts darf oder ich streng zu ihm bin, aber wir haben Regeln zu Hause. Wie jede andere Familie. Und doch kann ich mir das nicht erklähren, was ihm fehlt bzw. warum er das macht. Ich denke mir mal, dass er Aufmerksamkeit auf sich ziehen möchte, doch die bekommt er doch!!!
Bitte helft mir mein Kind zu verstehen!

Gruß Julia

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27. Juni 2006 um 10:10

Typisch Kids
das ist ganz normal,auch die kleinen haben ihre Phasen damit möchte er nicht nur Aufmerksamkeit sondern auch die Grenzen erweitern und auch testen wie weit er bei Dir gehen kann um sein Willen zu bekommen.Unser Sohn kann das auch noch mit 7Jahren wobei er jetzt ruhiger wird!Wenn er so reagiert würde ich Ihn nicht Beachten das klappt gut!!!!

Gruss Melanie

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27. Juni 2006 um 17:35

Desziplin...
... ist mit Sicherheit der richtige Weg, um einen Kadetten bei der Marine zu drillen - nicht aber einen kleinen Jungen zu erziehen, dem offensichtlich die Seele wehtut bei seiner Mama, die ihn als "Memme" betitelt. Vielleicht will er einfach nur einmal wieder richtig und liebevoll und mit alle Zuwendung in die Arme genommen werden und um seiner selbst wahrgenommen werden? Ist das bei all der Desziplin auch drin?

In meiner Familie gibt es keine Regeln, trotzdem halten sich alle dran, komisch - was?
Hier wird geliebt und verstanden, und die Kinder immer ernst genommen. Und solche Sprüche wie Dein Mädchen-Spruch werden nicht verwendet, die verunglimpfen nämlich ein Kind und machen es lächerlich. Aufmerksamkeit und Aufmerksamkeit sind zweierlei...

LG

KB

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28. Juni 2006 um 15:05

Versuche
bitte nicht mit aller Gewalt einen "Mann" aus ihm zu machen. Er ist ein Kind, das Liebe, Wärme, Zuneigung und Geborgenheit braucht. Nimm ihn auf den Schoß, kuschel mit ihm, streichel ihm den Kopf oder den Rücken, sage ihm, dass Du ihn lieb hast. Jungs sind so verletzlich und sensibel. Mach ihn nicht kaputt, indem Du versuchst, ihn zu disziplinieren. Klar, er braucht Regeln. Aber Liebe braucht er auch.

mondschein

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28. Juni 2006 um 15:27
In Antwort auf

Desziplin...
... ist mit Sicherheit der richtige Weg, um einen Kadetten bei der Marine zu drillen - nicht aber einen kleinen Jungen zu erziehen, dem offensichtlich die Seele wehtut bei seiner Mama, die ihn als "Memme" betitelt. Vielleicht will er einfach nur einmal wieder richtig und liebevoll und mit alle Zuwendung in die Arme genommen werden und um seiner selbst wahrgenommen werden? Ist das bei all der Desziplin auch drin?

In meiner Familie gibt es keine Regeln, trotzdem halten sich alle dran, komisch - was?
Hier wird geliebt und verstanden, und die Kinder immer ernst genommen. Und solche Sprüche wie Dein Mädchen-Spruch werden nicht verwendet, die verunglimpfen nämlich ein Kind und machen es lächerlich. Aufmerksamkeit und Aufmerksamkeit sind zweierlei...

LG

KB

Wie kann man denn
keine Regeln haben und sich trotzdem daran halten?

verwirrte Grüße
kratzamkopp

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28. Juni 2006 um 20:54

Aufmerksamkeit
Ich denke ebenfalls das der Junge nach Aufmerksamkeit schreit.
Wenn ich Deine Art über ihn zu schreiben für mich interpretieren soll, komm ich zu dem Schluss, dass Du von ihm als Junge zu viel Härte abverlangst. Meiner Meinung nach kann man mit fünf noch kein "harter Mann" sein.
Disziplin ist etwas gutes um Kinder bei denen schon viel falsch gemacht wurde wieder gerade zu biegen ( Drogen Kriminalität u.s.w.), aber bei einem fünf Jährigen plädiere ich auch eher für Verständnis und liebevollen zwischenmenschlichen Kontakt. Natürlich muß es Regeln geben die geben Kindern halt und erleichtern das miteinander, aber Disziplin klingt für mich nicht nach Regeln eher nach Drill.
Ich hoffe Du hast Dich da nur unglücklich ausgedrückt. Sollte dies der Fall sein, kann ich nur sagen laß ihm diese Phase ausleben, dient der Persönlichkeitsfindung.
LG Nachtschicht

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29. Juni 2006 um 18:28
In Antwort auf

Wie kann man denn
keine Regeln haben und sich trotzdem daran halten?

verwirrte Grüße
kratzamkopp

Hallo, kann ich dir sagen
bei uns wurden keine regeln aufgestellt, und trotzdem gehen alle sehr gut miteinander um und respektieren sämtliche familienmitglieder leben durch vorleben, respektvoller umgang mit den kindern, tiefe zuneigung und trotzdem zu sich selber stehen - das ist schon alles.

bei uns ist nichts geregelt, trotzdem wartet man gegenseitig bei tisch - auch wenn ich sage: "fangt doch endlich an, es wird ja alles kalt." "nein, erst musst du auch am tisch sitzen" - als kleines beispiel.

kinder nicht als gegner ansehen (dies ist weit verbreitet) sondern als junge menschen, die eben das leben noch lernen müssen. und wie geht dies besser als durch vorleben? und nicht vergessen, auch von seinen kindern kann man sehr viel lernen, nämlich die welt wieder mit kinderaugen zu betrachten, wie wir dies bereits vor 20 oder 30 oder noch mehr jahren getan haben. vielleicht ist es ja das.

grüssle vom blättle

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