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Verlust der Familie/ Probleme mit der Mutter

30. Januar 2008 um 14:04

Hallo...

Ich habe da irgendwie ein Problem und wusste nicht, an wen ich mich wenden könnte.
Ich bin mittlerweile 19 Jahre alt und habe seit etwa einem halben Jahr ziemliche Probleme mit meiner Mutter (50 Jahre, geschieden). Wie diese Probleme aussehen?:
- sie trinkt 3-4 Flaschen Wein pro Woche und ist des Öfteren mehr als nur leicht angetrunken
- sie sitzt nach der Arbeit nur noch am Internet oder telefoniert mit diesen (lediglich) männlichen Internetbekanntschaften
- die Worte die zwischen uns gesprochen werden beschränken sich auf durchschnittliche 3 Sätze pro Tag. sie frägt nur oberflächliche Fragen, wenn sie fragt, wie es mir geht und ich antworte 'scheiße, wie immer' kommt keine weitere Frage
- sie raucht mittlerweile in der Wohnung (Arbeitszimmer und Schlafzimmer), wodurch es im ganzen Hauch nach rauch stinkt, ebenso die Kleidung -> ich werde manchmal angesprochen, ob ich angefangen habe zu rauchen, da ich nach Rauch rieche
- ihre Internetbekanntschaften rufen mitten in der Nacht an (24 Uhr) und halten mich vom schlafen ab (der mir eigentlich wichtig ist, da ich dieses Jahr Abitur schreibe)
- sie lässt mich alleine beim Essen sitzen um mit besagten Menschen zu telefonieren oder wieder ans Internet zu gehen
- sie hat fast allen sozialen Kontakt zu ihren Freunden und Bekannten abgebrochen
- sie hat sich Sexspielzeuge gekauft (2 ganze Kartons) (mit sowas hätte ich ja kein problem, wenn es nicht folgendermaßen ablaufen würde sie lässt die Verpackungen, Packungsbeilagen etc. von besagten Spielzeugen im ganzen Haus herum liegen und benützt irgendwelche Vibratoren sogar während des Essens. wenn ich sie darauf anspreche kommt von ihr nur 'wieso denn nicht?'.
- sie jammert ständig herum, ich würde ihr nichts gönnen, nicht ihre möglicherweise neuen Freunde, würde nicht verstehen, dass auch sie andere Bedürfnisse habe
- wenn ich die personen, die nachts anrufen (das Telefon klingelt etwa 30 minuten lang, weil meine Mutter schläft) anfahre unterstellt sie mir unhöflich zu sein
- ihr ist es egal, dass ich gerade an sehr viel zu knabber habe (mein Onkel ist an Hepatitis C erkrankt, ebenso hat mein Vater Hepatits (mit dem komme ich aber auch nicht sonderlich gut klar, da er ein Arsch ist, weniger Unterhalt zahlt als er verpflichtet ist zu tun und ich ihn deshalb eigentlich Anzeigen sollte, mich aber nicht traue, weil ich sonst womöglich das Geld meines Großvaters nicht bekomme, welches er mir zugesprochen hat), was ich nur in einem abwertenden Nebensatz meiner Mutter erfahren durfte, ich bin völlig im Abiturstress, habe Probleme mit meinen Freunden, Angst vor der Zeit nach der Schule (Was soll ich tun? Wo soll ich wohnen? Wie finanziere ich alles?) und das Gefühl, dass mir keiner Helfen kann/möchte, fühle mich nicht akzeptiert/ gut genug, da ständig Vergleiche zwischen mir und meinem Bruder (1,0 Abischnitt, wurde von ALLEN Seiten unterstützt) aufgestellt werden, etc.)
- und obwohl ich meine Mutter darauf angesprochen habe/ es ihr vorgeworfen habe, kommt von ihr keine Reaktion, sie macht nur auf Mitleidstour und versucht nicht einmal, mich zu verstehen


kann mir irgendwer sagen, was ich tun soll? ich komme langsam echt nichtmehr damit klar und liege abends nur noch im Bett um zu heulen, kann mich nirgendwo mehr konzentrieren (Schule, Autofahren) und fühle mich - ehrlich gesagt - ziemlich allein gelassen und ungeliebt

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31. Januar 2008 um 6:42

Idee
Sprich mit dem Vertrauenslehrer Deiner Schule.

Erklär ihm alles so, wie Du es hier dargelegt hast, und lass Dich eingehend beraten, welche Möglichkeiten es für einen jungen Erwachsenen gibt, sich von der Schule und dem Elternhaus, sprich der Kindrolle, in die selbständige Lebensführung zu bewegen. Manche Vertrauenslehrer kennen Heime für betreutes Wohnen, oder in Deinem Alter käme schon eine (gute) WG in Frage.

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31. Januar 2008 um 21:15

Deine Mutter ist suchtkrank,
evtl. in mehrfacher Hinsicht. Alles was du unternimmst ist nicht hilfreich, denn das unter
stützt sie in ihrer Sucht und verhindert eine Veränderung. Ich kann dir nur dringend empfehlen wende dich an eine Beratungsstelle. Gehe am besten in eine Angehörigengruppe für Suchtkranke. Dort wirst du lernen, was Co-Abhängigkeit bedeutet und wie du am besten
aussteigst. Vielleicht gibt es für dich die
Möglichkeit in einer Wg zu wohnen und deine
Ruhe für deinen Schulabschluß zu haben. Du kannst deine Familie nicht retten.
Lieben Gruß
Melike

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1. Februar 2008 um 11:22

Nicht einfach..
Hallo!

Das hoert sich alles nicht einfach an...aber Du hoerst Dich wie eine junge, starke und intelligente Frau an! Das beste ist mit Jemanden zu reden, der auch mit Deiner Mutter ein Wort haben wird. Gibt es irgendeine Respektsperson in der Familie? Waere ihr es vielleicht peinlich wenn der Opa mal voebei kommt und sieht in was fuer einen sie lebt? Ansonsten wuerde ich zum Sozial Amt gehen. Vorher wiuerde ich aber Deine Mutter warnen...Sie hat kein Recht Dir die ganze Wohnung voll zu qualmen und Dich von Deinem Schalf abhalten....

Aber Gott sei Danke bist Du eine Intelligente junge Frau und hast bald bestimmt Dein Abi ind der Hand und kannst dann Dein eigenes Ding machen!

Alles Gute!

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