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Verliere Eltern wegen Schwester aus den Augen

17. Juni 2018 um 12:27

Hallo.
Ich schreibe nun mal an die Allgemeinheit, wie andere meine momentane Situation einschätzen würden.. Meine Schwester hat 2 Kinder mit down Syndrom und ist, seit 6 Jahren, psychisch krank. Ich selber habe 2 "gesunde" Kinder. In 6 Jahren ist so einiges passiert, die hat 2 Trennungen hinter sich, ist kaufsüchtig, magersüchtig und hat eine Psychose. Sie ist seit 1.5 Jahren krank geschrieben und lebt voll auf den Kosten meiner Eltern. Sie macht ihnen ständig Vorwürfe, der Ursprung läge in der Kindheit und meine Eltern interessieren sich quasi nicht mehr für in uns, sondern jede Minute dreht sich um meine Schwester. Wenn ich mal einladen, dann bekomme ich eine Absage, oder meine Kinder sehen Oma und Opa mit einem grossen Abstand von manchmal 4-5 Wochen. Ich habe mich mittlerweile von meiner Schwester sehr distanziert, da ich letztendlich der Meinung bin, man muss an sich auch selber arbeiten, statt nur mit Hilfe meiner Eltern zu rechnen.. Sie haben ihr vor 2 Monaten eine Wohnung gemietet und neu eingerichtet, es ist mittlerweile viel geld geflossen für die, aber auch nur für sie. Und was kommt bei raus, sie fühlt sich nicht wohl und schuld sind wieder meine Eltern. Mir tut es natürlich wahnsinnig leid für meine Eltern. Aber ich leide, meine Schwester bekommt täglich Besuch von meiner Mutter, meine Mutter buhlt darum gut anzukommen bei meiner Schwester, sie gehen oft in die Stadt oder sie gehen Kaffee trinken oder sie sagt ihr ständig wie lieb sie sie hat. Bei mir kommt leider gar nichts. Ich habe das letzte Mal solche Betten Worte von meiner Mutter, vor ewigkeiten gehört..
Ich habe gestern nochmao für heute zum Kaffe eingeladen, sie sagten ab, es sei momentan schlecht, da ist mir wirklich der Kragen geplatzt, ich war total enttäuscht und habe Ihnen gesagt dass ich mich so von meinen Eltern distanzieren muss, dass ich das nicht mehr mitmachen kann. Das mich das runterziegt und nur enttäuscht. Da sagte die, ja du kannst ja mal gerne mit deiner Schwester tauschen. Ich finde das ziemlich fies mir gegenüber, ja wir haben 2 Kinder, wir gehen beide voll arbeiten um unseren Kindern ein tolles Leben zu bieten. Aber ich würde mich nie so aufgeben, gerade dann nicht wenn man selber Kinder hat. Ich sehe kein Ende in Sicht, solange meine Eltern alles geben was die haben, sei es Geld für ihre Kauf-sucht oder ihre volle Zuneigung, wird sie sich nie ändern... Meine Eltern leiden und sind auch nicht mehr die jüngsten irgendwann nimmt es eine schlimme Wemding und davor have ich Angst.

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17. Juni 2018 um 22:16

Das würde ich so nicht stehenlassen. Dann fahr du zu deinen Eltern zum Kaffee, notfalls unangemeldet und teile ihnen das mit, was du uns hier geschrieben hast.

Das Problem ist folgendes: Ich habe so einen Fall in der entfernten Familie (gehabt). Die Tochter hat der Mutter immer wieder ein schlechtes Gewissen gemacht und die Mutter hat gezahlt. Die Tochter war psychisch krank, aber hat sich (bis heute!) nie behandeln lassen. Wozu auch, ist ein schwieriger, langer Weg und wenn da jemand ist, der zahlt...

Wie kommt deine Schwester eigentlich darauf, dass der Ursprung in der Kindheit liegt? Könnte da was dran sein? Wie alt sind die Kinder deiner Schwester? Ist sie überhaupt in der Lage, sie zu versorgen?

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18. Juni 2018 um 19:07

Sie behauptet gerne mal, dass meine Eltern ihr nicht genug liebe entgegen gebracht haben. (Was ich keinesfalls bestätigen kann) Ich habe Ihnen sehr oft vermittelt wie vernachlässigt ich mich selber fühle, weil sie immer im Fokus steht. Die Kinder leben bei ihrem Vater. Aber wenn sie zu Besuch sind, lassen meine Eltern natürlich alles stehen und liegen um zu ihr zu fahren, um die Zwillinge zu sehen. Würden sie für meine Kinder nie machen, denn die könnte man theoretisch jeden Tag sehen. Es ist alles sehr verzwickt und für mich aussichtslos, dass sich alles zun guten wendet. Ich sehe meine Eltern leiden und kann ihnen nicht helfen und werde dabei selber auch von ihnen vernachlässigt.

Sie wechselt ständig den Therapeuten und hält sich nicht für so krank,  dass man Medikamente nehmen müsse, konfrontiert aber stets meine Eltern, dass es ihr schlecht ginge wegen ihnen 

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18. Juni 2018 um 20:30
In Antwort auf femme385

Sie behauptet gerne mal, dass meine Eltern ihr nicht genug liebe entgegen gebracht haben. (Was ich keinesfalls bestätigen kann) Ich habe Ihnen sehr oft vermittelt wie vernachlässigt ich mich selber fühle, weil sie immer im Fokus steht. Die Kinder leben bei ihrem Vater. Aber wenn sie zu Besuch sind, lassen meine Eltern natürlich alles stehen und liegen um zu ihr zu fahren, um die Zwillinge zu sehen. Würden sie für meine Kinder nie machen, denn die könnte man theoretisch jeden Tag sehen. Es ist alles sehr verzwickt und für mich aussichtslos, dass sich alles zun guten wendet. Ich sehe meine Eltern leiden und kann ihnen nicht helfen und werde dabei selber auch von ihnen vernachlässigt.

Sie wechselt ständig den Therapeuten und hält sich nicht für so krank,  dass man Medikamente nehmen müsse, konfrontiert aber stets meine Eltern, dass es ihr schlecht ginge wegen ihnen 

Ach irgendwie erinnert mich das an diese Person aus meiner Familie scheint aber gut zu funktionieren, den Eltern solche Vorwürfe zu machen.

Du kannst nicht mehr tun, als deine Eltern zu konfronieren. Aber ich kann deine Wut verstehen. Eigentlich kann ich dir nur raten, den Kontakt zu ihnen und der Schwester mal abzubrechen. Vielleicht kannst du dich stattdessen etwas um deine Neffen kümmern, hast du Kontakt zum Ex?

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18. Juni 2018 um 21:10
In Antwort auf lori1223

Ach irgendwie erinnert mich das an diese Person aus meiner Familie scheint aber gut zu funktionieren, den Eltern solche Vorwürfe zu machen.

Du kannst nicht mehr tun, als deine Eltern zu konfronieren. Aber ich kann deine Wut verstehen. Eigentlich kann ich dir nur raten, den Kontakt zu ihnen und der Schwester mal abzubrechen. Vielleicht kannst du dich stattdessen etwas um deine Neffen kümmern, hast du Kontakt zum Ex?

Leider gar nicht. Er hat sich von uns allen seit der Trennung distanziert. Ich empfinde es, als menschliche Reaktion, ich würde mich wahrscheinlich auch mehr distanzieren, wenn ich könnte.

Ich habe früher täglich mit meiner Mutter telefoniert, da ich ein absoluter Familienmensch bin. Ich bin immer gerne in der Gegenwart meiner Eltern. Es ist alles seit Jahren eingeschlafen, ich melde mich kaum noch bei ihnen, es meldet sich aber auch kaum einer bei mir. Das ist echt traurig. Aber ich finde so ein psychisch kranker, sieht meist nur dich selbst und ist wahnsinnig egoistisch. Er wirbelt die ganze Familie auf und sieht dich dennoch im Nachteil, damit kann ich nicht umgehen

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18. Juni 2018 um 22:36
In Antwort auf femme385

Leider gar nicht. Er hat sich von uns allen seit der Trennung distanziert. Ich empfinde es, als menschliche Reaktion, ich würde mich wahrscheinlich auch mehr distanzieren, wenn ich könnte.

Ich habe früher täglich mit meiner Mutter telefoniert, da ich ein absoluter Familienmensch bin. Ich bin immer gerne in der Gegenwart meiner Eltern. Es ist alles seit Jahren eingeschlafen, ich melde mich kaum noch bei ihnen, es meldet sich aber auch kaum einer bei mir. Das ist echt traurig. Aber ich finde so ein psychisch kranker, sieht meist nur dich selbst und ist wahnsinnig egoistisch. Er wirbelt die ganze Familie auf und sieht dich dennoch im Nachteil, damit kann ich nicht umgehen

Vielleicht rufst du ihn mal an? Es sind ja deine Neffen/Nichten. Wie hast du dich denn früher mit ihm verstanden?

Aus Sicht deiner Mutter sind da zwei Töchter, die nach Nähe und Anerkennung bitten. Sie denkt wohl, sie muss ihre Kraft in deine Schwester investieren, da sie krank ist, ihre Kinder nicht bei sich und keinen Mann hat. Bei dir stimmen die "Eckdaten". Vielleicht fehlt ihr einfach die Kraft.

Hast du deine Mutter mal gefragt, ob sie die Geldbeträge, die sie deiner Schwester gibt, aufschreibt?

 

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19. Juni 2018 um 5:38
In Antwort auf lori1223

Vielleicht rufst du ihn mal an? Es sind ja deine Neffen/Nichten. Wie hast du dich denn früher mit ihm verstanden?

Aus Sicht deiner Mutter sind da zwei Töchter, die nach Nähe und Anerkennung bitten. Sie denkt wohl, sie muss ihre Kraft in deine Schwester investieren, da sie krank ist, ihre Kinder nicht bei sich und keinen Mann hat. Bei dir stimmen die "Eckdaten". Vielleicht fehlt ihr einfach die Kraft.

Hast du deine Mutter mal gefragt, ob sie die Geldbeträge, die sie deiner Schwester gibt, aufschreibt?

 

Ja ich habe gestern nochmal mit ihr gesprochen, genauso fühlt sie sich. Sie steht zwischen den Stühlen... 

Sie schreibt alles auf, ich vertraue mal darauf, dass es stimmt 

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20. Juni 2018 um 10:19

Das klingt leider nach der klassischen Co-Abhängigkeit. 

Ich kann deine Eltern irgendwo verstehen, sie wollen ihr labiles Kind nicht im Stich lassen. Dabei finanzieren sie jedoch ihre instabile Lage noch weiter mit.

Deine Schwester müsste sich zuerst körperlich / geistig auf die Magersucht konzentrieren und sich therapieren lassen. Das Problem ist: wenn jemand das nicht möchte, kann man nichts machen.

Deine Eltern sollten sich eine Selbsthilfegruppe suchen und über das Thema mit anderen betroffen Familienmitgliedern reden. Nur so erkennen sie die eigenen Muster und können ggf. ihr Verhalten ändern.

Momentan kannst du nur eines machen. Ein mal mit deiner Mutter ein klares Gespräch führen - ohne Vorwürfe, sondern deine Bedenken und Sorgen äußern.
Wenn sie darauf nicht reagiert, musst du die Situation leider hinnehmen. 

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