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Verhaltensstörung beim 2 jährigen

21. Oktober 2009 um 9:04

hallöchen,

bin gerade total am ende. komme vom kinderarzt, der gerade in das u-heft reingeschrieben hat, das mein sohn verhaltens und sprachgestört ist...ich dachte er wäre nur nicht so weit wie andere und würde das noch aufholen... aber ich muss langsam wohl selber zu geben das sein verhalten nicht normal ist. ich soll in die kinder und jugendpsychatrie mit ihm um das "ausmass" seines verhaltens prüfen zu lassen. ich fühle mich total angegriffen. keine ahnung warum. hat hier jemand erfahrung mit hyperaktiven kindern in dem alter? kann mir jemand irgendwie beistehen? lg tiffany

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21. Oktober 2009 um 9:40

Hallo,
das ist bestimmt schwer, sowas von einem Arzt gesagt zu bekommen.Ich kann dich verstehen.
Ich habe in meiner Lehre und auch privat viele hyperaktive Kinder erlebt, mit ihnen gearbeitet und mich mit dem Thema befasst.
Es ist nichts, wovor man Angst haben muss. Hyperaktive Kinder sind sehr aktiv und haben konzentrationsschwächen. Mit entsprechenden Übungen und Beschäftigung und evtl. einer Betreuung die sich damit befasst ist es in den Griff zu kriegen. Die meisten Kinder schreien förmlich einfach nur nach Aufmerksamkeit.
Mach dir keine Sorgen liebe Tiffany, dein Sohn ist noch jung. Das wird schon werden.

LG,Luise

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21. Oktober 2009 um 10:32


hm ich finde es trotzdem nicht richtig von einem Arzt einer Mutter das so plump zu vermitteln.
Gibt es nicht einen anderen Arzt erst mal bevor du in die Psychatrie gehst?
Was ist denn so auffällig bei deinem Sohn? - also ich habe ja auch ein paar lebhafte Jungs, die sich aber dann wieder eingekriegt haben - unser Ältester z.B. der war als Kleiner so wild und temperamentvoll, dass es für uns ein "Horror" war mit ihm wohin zu gehen - jetzt als junger Erwachsener ist er ein ruhiger, toller Mensch! Ohne "Behandlung" - viel raus, viel Zuwendung, viel Familie einfach viel von allem von UNS! Verstehst du wie ich meine?
Wir haben halt auch 6 Kinder und da konnte er nicht immer die 1. Geige spielen, sondern musste zwangsläufig mal zurückstecken.
Ach ich möchte dir trotzdem Mut zusprechen - hab dein Kind mal in erster Linie lieb - und verzweifel nicht.
Aber etwas frage ich mich schon? Warum sind so viele Kinder jetzt "hyperaktiv"?
Mir kommt einfach vor, dass es immer mehr werden - und dann wird das doch auch irgendwie hochgepuscht, oder?
Lg

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21. Oktober 2009 um 10:39
In Antwort auf ada_12470606

Hallo,
das ist bestimmt schwer, sowas von einem Arzt gesagt zu bekommen.Ich kann dich verstehen.
Ich habe in meiner Lehre und auch privat viele hyperaktive Kinder erlebt, mit ihnen gearbeitet und mich mit dem Thema befasst.
Es ist nichts, wovor man Angst haben muss. Hyperaktive Kinder sind sehr aktiv und haben konzentrationsschwächen. Mit entsprechenden Übungen und Beschäftigung und evtl. einer Betreuung die sich damit befasst ist es in den Griff zu kriegen. Die meisten Kinder schreien förmlich einfach nur nach Aufmerksamkeit.
Mach dir keine Sorgen liebe Tiffany, dein Sohn ist noch jung. Das wird schon werden.

LG,Luise

danke euch
ja ich will noch zu nem anderen arzt gehen. der jetzige arzt hat sogar gesagt ich könnte ruhig zum jugendamt gehen und mir ne hilfe holen die dann immer zu mir kommt,damit ich nicht irgendwann überfordert mein kind "an die wand klatsche"-hallo? was fällt dem ein? oh mann ich bin echt enttäuscht und das von nem menschen dem man doch vertrauen sollte.

danke für eure antworten.lg tiffy

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21. Oktober 2009 um 13:07
In Antwort auf kiley_12563815


hm ich finde es trotzdem nicht richtig von einem Arzt einer Mutter das so plump zu vermitteln.
Gibt es nicht einen anderen Arzt erst mal bevor du in die Psychatrie gehst?
Was ist denn so auffällig bei deinem Sohn? - also ich habe ja auch ein paar lebhafte Jungs, die sich aber dann wieder eingekriegt haben - unser Ältester z.B. der war als Kleiner so wild und temperamentvoll, dass es für uns ein "Horror" war mit ihm wohin zu gehen - jetzt als junger Erwachsener ist er ein ruhiger, toller Mensch! Ohne "Behandlung" - viel raus, viel Zuwendung, viel Familie einfach viel von allem von UNS! Verstehst du wie ich meine?
Wir haben halt auch 6 Kinder und da konnte er nicht immer die 1. Geige spielen, sondern musste zwangsläufig mal zurückstecken.
Ach ich möchte dir trotzdem Mut zusprechen - hab dein Kind mal in erster Linie lieb - und verzweifel nicht.
Aber etwas frage ich mich schon? Warum sind so viele Kinder jetzt "hyperaktiv"?
Mir kommt einfach vor, dass es immer mehr werden - und dann wird das doch auch irgendwie hochgepuscht, oder?
Lg

Arzt?
Naja in der Kinder- und Jugendpsychiatrie arbeiten auch Ärzte - und zwar Spezialisten. Die beissen dort sicherlich nicht.
Ich denke nicht, dass heutzutage viel mehr Kinder hyperaktiv sind, sondern dass es sich im Vergleich zu früher nicht geändert hat. Vielmehr wird jetzt erkannt, dass die Kinder Probleme damit in unserer Gesellschaft bekommen werden. Früher bekam man solche "Problemkinder" mit drastischen Strafen in den Griff, heutzutage wird versucht das Problem an den Wurzeln zu packen (Ergotherapie etc.). Das ist doch auch gut so, oder? Ich würde mein Kind lieber einmal mehr untersuchen lassen, als mir später Vorwürfe machen zu lassen.

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22. Oktober 2009 um 8:01
In Antwort auf flyingkat

Arzt?
Naja in der Kinder- und Jugendpsychiatrie arbeiten auch Ärzte - und zwar Spezialisten. Die beissen dort sicherlich nicht.
Ich denke nicht, dass heutzutage viel mehr Kinder hyperaktiv sind, sondern dass es sich im Vergleich zu früher nicht geändert hat. Vielmehr wird jetzt erkannt, dass die Kinder Probleme damit in unserer Gesellschaft bekommen werden. Früher bekam man solche "Problemkinder" mit drastischen Strafen in den Griff, heutzutage wird versucht das Problem an den Wurzeln zu packen (Ergotherapie etc.). Das ist doch auch gut so, oder? Ich würde mein Kind lieber einmal mehr untersuchen lassen, als mir später Vorwürfe machen zu lassen.

...
nein, früher waren die Kinder anders drauf!
Es ist einfach fakt, wenn ich mit Lehrern rede, die mein Kind vor 16 Jahren unterrichtet haben und heute unseren Jüngsten haben, die bestätigen mir das, die Kinder sind anders, im Verhalten im ERlernen der Buchstaben etc.
Können sich viel weniger konzentrieren usw.
Schau dich um, früher - noch gar nicht so lange her - waren kids am Nachmittag zusammen im Freien unterwegs - geh heut mal in den Ort - da findest du keine kids mehr - die hocke drin an TV, PC und was weiß ich was es alles gibt - bei uns nicht - wir hatten noch nie einen TV haben noch immer keinen und PC inder Schulwoche ist auch aus - unseren kids geht es gut damit und den Lehrern mit unseren kids auch.
Ich erlebe es - die kids sind anders als noch vor 15 Jahren - leider.

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22. Oktober 2009 um 12:44
In Antwort auf kiley_12563815

...
nein, früher waren die Kinder anders drauf!
Es ist einfach fakt, wenn ich mit Lehrern rede, die mein Kind vor 16 Jahren unterrichtet haben und heute unseren Jüngsten haben, die bestätigen mir das, die Kinder sind anders, im Verhalten im ERlernen der Buchstaben etc.
Können sich viel weniger konzentrieren usw.
Schau dich um, früher - noch gar nicht so lange her - waren kids am Nachmittag zusammen im Freien unterwegs - geh heut mal in den Ort - da findest du keine kids mehr - die hocke drin an TV, PC und was weiß ich was es alles gibt - bei uns nicht - wir hatten noch nie einen TV haben noch immer keinen und PC inder Schulwoche ist auch aus - unseren kids geht es gut damit und den Lehrern mit unseren kids auch.
Ich erlebe es - die kids sind anders als noch vor 15 Jahren - leider.

Hyperaktiv
hat nichts mit dem zu tun, was Du beschreibst, das ist die natürliche Anpassung an die Umwelt. Gäbe es diese nicht, würden wir noch mit ner Banane in der Hand aufm Baum rumklettern.

Nur weil es früher den Begriff hyperaktiv nicht gab, heisst es nicht, dass es früher keine hyperaktiven Kinder gab.

(Aber ich finde schon lustig, dass Lehrer die Kinder von früher und heute beim Erlernen von Buchstaben vergleichen können, wo sich doch die Pädagogik und Methodik grundlegend geändert hat. Das nur nebenbei)

Ich kann Dir auch sagen, warum die Kids früher anders drauf waren, als heute:
Früher wurde man zu Zucht und Ordnung erzogen (zumindest der Großteil der Bevölkerung), da hatte man Respekt vor dem Alter zu haben und gefälligst mit seiner Meinung hinterm Berg zu halten oder zumindest diese geschmackvoll zu verpacken.

Heutzutage werden die Kids dazu erzogen, sich in der ellenbogengesellschaft behaupten zu können. Da zählt es nicht, dass man gebildet und fein ist, sondern der mit dem größten Maul (Sorry) hat das Sagen. Noch dazu wird soetwas überall publiziert. Ob gut oder schlecht sei dahingestellt.

Jedenfalls ist es heutzutage schlecht auszumachen, ob ein Benehmen, welches ausufert, auf fehlende/falsche Erziehung zurükzuführen ist, oder ob das Kind tatsächlich "Hyperaktiv" ist. Meistens sind ja alle Eltern davon überzeugt, dass sie die Götter der Erziehung sind und natürlich alles besser machen, als alle anderen.

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22. Oktober 2009 um 16:44

...
Hallo, so eine Nachricht ist natürlich nicht angenehm. Aber ich finde es unmöglich warum immer alle Menschen miteinander verglichen werden müssen. Jeder ist anders und hat seine eigenen Qualitäten. Meine Zwillinge kommen auch nur schwer zur Ruhe und können nie länger als ein paar Minuten bei einer Sache bleiben. Ich muß mir dauernd irgendwelche Sachen ausdenken um sie zu beschäftigen. Aber ich bin stolz darauf daß sie so vielseitig sind. Heute sind die Kinder wirklich anders aber das liegt an dieser schnellebigen Zeit und dieser Reizüberflutung. Ich denke die Kinder von heute haben die Aufgabe die Fehler in unserer Gesellschaft aufzuzeigen. Daher mangelt es auch überall an Respekt. Das hat was mit Wertschätzung zu tun und diese ist in unserer Gesellschaft auf Dinge statt auf Menschen gerichtet. Viele Menschen sind total überfordert und stehen ständig unter Leistungsdruck weil leider Schubladendenken vorherrscht. Man muß dies tun und das haben um überhaupt dazuzugehören. Echt traurig wenn man das mitansieht. Ich finde es ist an der Zeit wieder in sich zu gehen und sein eigenes Verhalten und seine Wertvorstellungen zu überprüfen. Die meisten Menschen werden gelebt anstatt zu leben. Es fängt schon an beim Broterwerb. Die wenigsten haben an ihrer Tätigkeit Freude - alles dreht sich nur ums Geldverdienen (und sogar da wird man nicht wirklich leistungsgerecht bezahlt). Aber dabei bleibt man auf der Strecke. Ich wünsche mir das alle Menschen ihr persönliches Glück finden. Alles Liebe, Dein Sohn kann mit Sicherheit Dinge die andere nicht können und sei stolz darauf.

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