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Verhaltensauffälligkeit?

10. September 2014 um 7:22

Hallo Zusammen,
Seit einiger Zeit fallen mir einige Extreme Verhaltensweisen an unserem Sohn (3,5) auf.
Morgens bringe ich ihn in den Kindergarten, schon beim Anziehen dafür geht es oft schon los (nicht immer) er braucht sehr lange, wenn ich ihn zum Zähneputzen rufe, dann fallen ihm immer noch zehn Sachen ein, die er machen oder sagen muss, bevor wir mit dem Zähneputzen beginnen können (Kuscheltier holen, Katze streicheln...), obwohl ich schon mit gerichteter Zahnbürste vor dem Waschbecken stehe. Nein sagen bringt dann meist nichts -entweder ich werde ignoriert oder es eskaliert dann wieder in einen Trotzanfall, in dem er dann das ganze Haus und wahrscheinlich auch die anderen Nachbarn darüber informiert, was für eine gemeine Mama ich doch bin. Weiter in den Kindergarten, Ausziehen mit rumgehampel, verstecken... dann rein in die Gruppe, da ist er dann wieder total anhänglich, muss aber gleichzeitig auch wieder quatsch machen und wir diskutieren oft ewig über das Guten Morgen sagen zu den Erzieherinnen.
Tag im Kindergarten: Dazu komme ich später
Mittags 14.00 Uhr holt ihn meine Schwiegermutter ab und passt bei sich zu Hause auf ihn auf. Er liebt sie - manchmal denke ich sogar mehr als mich - klar, er darf dort "alles", wird bespielt und ist der King.
Ich hole ihn nach dem Arbeiten ca. 16.30 Uhr ab.
Oft diskussionen, er möchte nicht nach Hause.
Kann ich insofern nachvollziehen, dass es ihm dort aus o.g. Gründen besser gefällt. Jedoch bin ich doch seine Mama und ich liebe ihn und ich gebe mir alle Mühe.
Zu Hause angekommen, spiele ich auch noch mit ihm Lego/Zug etc. und gehe dann kochen (oder umgekehrt).
Dann geht es wieder los. Er muss beschäftigt werden, er kann nicht alleine spielen. Dann kommt das geschrei, rumrennen, Katzen ärgern (hinterherrennen/versuchen zu streicheln obwohl sie nicht möchten) dann möchte er Malen (ok kannst du machen) baut man ihm die Malsachen auf, kurze Zeit später liegen die Sachen da und er macht längst etwas anderes. Rumtoben, auf Sofa oder Bett rumhupfen...
Dann gibt es Essen: Anfangs klappt es ganz gut, jedoch muss man ihn ständig ermahnen auch mehrmals wegen dem gleichen (Füße runter, gerade hinsetzen...) er redet dann meist auch ganz viel (eigentlich den ganzen Tag über, redeschwalle)
Fertig mit Essen geht der Lärm gleich weiter wie oben beschrieben.
Dann geht es ins Bett mit zu-Bett-geh-Ritual. Klappt auch, nur muss er demonstrativ immer nochmal aufstehen (ich hab Durst...)

Gestern hatten wir Elterngespräch im Kindergarten.
Ich muss sagen, er hatte dort keinen guten Start. Als er dort ankam war es eine Erzieherin und eine in Ausbildung (aber fast ausgelernt) für 27 Kinder. Sie hatte keine Zeit für ihn und ich hatte das Gefühl (und das habe ich auch heute noch) dass sie uns am liebsten gleich wieder los werden wollte. Er hatte am Anfang keine Lust mit ihr aufs Klo zu gehen, weil er ihr wohl nicht vertraut hat. Sie war immer ziemlich unfreundlich bzw. "Falsch freundlich"
Wir haben einen Gesprächstermin mit ihr und der Leitung vereinbart, auch aus anderen Gründen (keine Handschuhe im Garten angehabt im größten Winter/ mein kleiner hat schon vor schmerzen geheult als ich ihn mal abgeholt habe / warum er keine Handschuhe anhatte? Sie hat sie nicht gefunden (waren aber wohl da; in seiner Tasche, wo sie hingehörten). Gespräch ergab nicht viel. Wir würden uns das alles nur einbilden, Eingewöhnungszeit ist schwierig, ich wäre eine Übermutter und müsse loslassen.
So, wie gesagt, gestern das erste richtige Entwicklungsgespräch
Er ist fröhlich, aufgeweckt, macht mit alles super.
Dann sollten wir erzählen, wie er sich zu Hause verhält. Wir haben die oben geschriebenen Probleme erwähnt (Trotzphase eben)
Und auf einmal ging es los: Er ist gemein zu anderen Kindern, Spielzeug wird weggenommen, Schlagen, haare ziehen. Er sitzt nicht still im Morgenkreis, hält sich nicht an Regeln. Unkonzentriert, Motorische Schwächen (schmeißt Dinge unabsichtlich um, ist tollpatschig) Einmal hat er ein kind mit einem Stock auf den Kopf gehauen, das Kind wäre sogar umgefallen. Eltern würden sich beschweren.
Wir waren total geplättet, die haben uns nie darauf angesprochen!
Andererseits kommt er auch oft mal mit Blessuren nach Hause. Einmal ne riesen Bisswunde auf der Brust. Wenn die Kinder im Garten sind, Spielen diese, die Erzieher stehen irgendwo und quatschen. Allgemein sind die sehr Lustlos, denke ich.
O-Ton der Erzieherin zu dem Verhalten von meinem Sohn: er ist verhaltensauffällig, sie und ihre Kollegin wissen nicht wie sie damit umgehen sollen, sowas hat sie in 20 Jahren noch nicht erlebt. Da kommt bald so eine Verhaltenspsychologin, wegen einem anderen Kind. Die sollte sich meinen sohn auch mal anschauen.
Ich weiß nicht mehr weiter.
Hat die Erzieherin recht, ist das wirklich so unnormal? Was haltet ihr davon?
Danke für eure Antworten
LG Caleyla

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10. September 2014 um 14:59

Unnormal???
Hallo,

zu den Vorgängen bei dir zu Hause würde ich glatt sagen dass ich es fast normal finde. Hin und wieder haben sie mal eine Trotzphase. Das hat mein Sohn ( 3 ) auch. Ansonsten ist er ein aufgewecktes Kind welches sich nicht lange auf eine Sache beschränken möchte und deswegen schnell auch mal wieder was anderes tut. Schreien tut meiner zur Zeit auch wenn es nicht nach seiner Nase geht. Er beruhigt sich dann aber auch wieder wenn man es ihm oft genug erklärt hat warum. Sie müssen eben auch lernen dass sie nicht immer alles gleich haben können. Meine Tochter 10 hatte diese Phase auch und nach einer Weile hat sich das dann auch wieder gelegt.

Zur Kindergartengeschichte: Ich würde mir mal die Kindergärtnerin zur Seite nehmen und mal Tacheles reden. Warum wirst du über Missstände nicht informiert. Des weiteren würde ich mich auch mal mit den anderen Eltern unterhalten ob sie sich auch wirklich schon über deinen Sohn beschweren wie es die Kindergärtnerin behauptet.

Es hört sich fast so an als würdest du ein anderes Kind in den Kindergarten bringen wie du daheim hast.

LG und viel glück euch

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11. September 2014 um 6:15
In Antwort auf genie_12636829

Unnormal???
Hallo,

zu den Vorgängen bei dir zu Hause würde ich glatt sagen dass ich es fast normal finde. Hin und wieder haben sie mal eine Trotzphase. Das hat mein Sohn ( 3 ) auch. Ansonsten ist er ein aufgewecktes Kind welches sich nicht lange auf eine Sache beschränken möchte und deswegen schnell auch mal wieder was anderes tut. Schreien tut meiner zur Zeit auch wenn es nicht nach seiner Nase geht. Er beruhigt sich dann aber auch wieder wenn man es ihm oft genug erklärt hat warum. Sie müssen eben auch lernen dass sie nicht immer alles gleich haben können. Meine Tochter 10 hatte diese Phase auch und nach einer Weile hat sich das dann auch wieder gelegt.

Zur Kindergartengeschichte: Ich würde mir mal die Kindergärtnerin zur Seite nehmen und mal Tacheles reden. Warum wirst du über Missstände nicht informiert. Des weiteren würde ich mich auch mal mit den anderen Eltern unterhalten ob sie sich auch wirklich schon über deinen Sohn beschweren wie es die Kindergärtnerin behauptet.

Es hört sich fast so an als würdest du ein anderes Kind in den Kindergarten bringen wie du daheim hast.

LG und viel glück euch

Danke
Hi
Danke, deine Sicht hat mir schon Mut gemacht. Allerdings einige der Punkte aus dem Kindergarten merken wir zeitweise schon auch zuhause. Die Tollpatschigkeit, und die Unkonzentriertheit. Aber er ist halt eben auch erst drei. Er wirkt durch seine Größe, Statur und Wortgewandheit nur viel Älter.
Vielleicht ist er in diesem Saftladen auch einfach nur gelangweilt und unterfordert.
Wir werden nun wohl den Schritt wagen, uns einen kompetenteren Kindergarten zu suchen.
LG Caleyla

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11. September 2014 um 17:25

Könnte mein sohn sein
Außer das hauen im kindergarten is es der gleiche ablauf wie bei uns. Nicht wirklich verhaltensauffällig würd ich sagen

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11. September 2014 um 18:33
In Antwort auf isis_11901204

Könnte mein sohn sein
Außer das hauen im kindergarten is es der gleiche ablauf wie bei uns. Nicht wirklich verhaltensauffällig würd ich sagen

Hallo 2theheart
Auch das andere Verhalten im Kindergarten? Die Erzieherin hat ihn total schlecht und das Verhalten als total unnormal dargestellt... Sowas hätte sie in 20 Jahren nicht erlebt... Sie wüsste nicht, wie sie damit umgehen soll

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12. September 2014 um 9:27
In Antwort auf ivy_12731004

Danke
Hi
Danke, deine Sicht hat mir schon Mut gemacht. Allerdings einige der Punkte aus dem Kindergarten merken wir zeitweise schon auch zuhause. Die Tollpatschigkeit, und die Unkonzentriertheit. Aber er ist halt eben auch erst drei. Er wirkt durch seine Größe, Statur und Wortgewandheit nur viel Älter.
Vielleicht ist er in diesem Saftladen auch einfach nur gelangweilt und unterfordert.
Wir werden nun wohl den Schritt wagen, uns einen kompetenteren Kindergarten zu suchen.
LG Caleyla

Ein ganz normales Kleinkind
Hallo,
dein Kind ist doch völlig "normal"! Und keine Sorge, so läuft es bei sehr vielen Familien ab. Die Dramatisierungen der KindergartenPÄDAGOGINNEN sind mir unverständlich, da es klar in ihrer Kompetenz liegt, das Kind im Kindergarten ankommen zu lassen und liebevoll den sozialen Rahmen vorzugeben. Natürlich ist dabei ErziehungARBEIT gefordert! Das Kind ist doch noch ein Kleinkind, hier schon durch eine starke Persönlichkeit und einen kleinen "Haudrauf" aus dem Konzept gebracht zu werden, ist eine schwache pädagogische Leistung. Ich bin als Psychologin immer wieder enttäuscht, und dabei spreche ich auch aus eigener Erfahrung mit so einem kleinen Wildfang zuhause, wie wenig Spielraum und Zeit den Kindern in ihrer individuellen Persönlichkeitsentwicklung gegeben wird. Auch wie wenig Wissen über kindliche Entwicklungsphasen und die optimale Unterstützung der Kinder beim Bewältigen vieler dieser Entwicklungsaufgaben beim pädagogischem Personal vorhanden ist. Bitte lasse dein Kind nicht zum Problemkind abstempeln und nimm es auch selbst so an wie es ist. Es kann sich um eine Phase handeln die ganz schnell vorbei ist oder du hast ein Kind mit einer sehr starken Persönlichkeit zuhause, das immer ein Stückchen mehr Aufmerksamkeit und Erziehungsarbeit einfordern und nötig machen wird. Ich weiß wie schwierig und nervenaufreibend das sein kann, aber mit der nötigen sanften Führung und liebevollen Persönlickeitsformung wird sich dein Kind zu einem ausgeglichen Menschen entwickeln! Diese pädagogische Haltung darf man ruhig nachdrücklich bei den Betreuern der Kindern einfordern! Alles Liebe, Cathrin

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12. September 2014 um 12:01
In Antwort auf maeja_11969356

Ein ganz normales Kleinkind
Hallo,
dein Kind ist doch völlig "normal"! Und keine Sorge, so läuft es bei sehr vielen Familien ab. Die Dramatisierungen der KindergartenPÄDAGOGINNEN sind mir unverständlich, da es klar in ihrer Kompetenz liegt, das Kind im Kindergarten ankommen zu lassen und liebevoll den sozialen Rahmen vorzugeben. Natürlich ist dabei ErziehungARBEIT gefordert! Das Kind ist doch noch ein Kleinkind, hier schon durch eine starke Persönlichkeit und einen kleinen "Haudrauf" aus dem Konzept gebracht zu werden, ist eine schwache pädagogische Leistung. Ich bin als Psychologin immer wieder enttäuscht, und dabei spreche ich auch aus eigener Erfahrung mit so einem kleinen Wildfang zuhause, wie wenig Spielraum und Zeit den Kindern in ihrer individuellen Persönlichkeitsentwicklung gegeben wird. Auch wie wenig Wissen über kindliche Entwicklungsphasen und die optimale Unterstützung der Kinder beim Bewältigen vieler dieser Entwicklungsaufgaben beim pädagogischem Personal vorhanden ist. Bitte lasse dein Kind nicht zum Problemkind abstempeln und nimm es auch selbst so an wie es ist. Es kann sich um eine Phase handeln die ganz schnell vorbei ist oder du hast ein Kind mit einer sehr starken Persönlichkeit zuhause, das immer ein Stückchen mehr Aufmerksamkeit und Erziehungsarbeit einfordern und nötig machen wird. Ich weiß wie schwierig und nervenaufreibend das sein kann, aber mit der nötigen sanften Führung und liebevollen Persönlickeitsformung wird sich dein Kind zu einem ausgeglichen Menschen entwickeln! Diese pädagogische Haltung darf man ruhig nachdrücklich bei den Betreuern der Kindern einfordern! Alles Liebe, Cathrin

Pädagoginnen...
Hallo
Danke für deinen Aufmunternden Text.
Das bestätigt mein von Anfang an vorhandenes schlechtes Gefühl, dass die Damen nicht sehr kompetent sind. Wir werden uns nun tatsächlich nach einem Kindergarten umsehen, bei dem es nicht nur um das Beaufsichtigen der Kinder geht.
Danke dir!

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15. September 2014 um 9:19

Wow
Fast dasselbe wie bei uns - wir sind nicht allein ^^
Ich war als Kind genauso - so a richtigte Rotzgöre. Und heute bin ich der ausgeglichenste Mensch den es gibt nix mit ADHS oder so
Aber ich muss zugeben im KIGa und der Schule hatte ich immer Probleme ( nicht mit den Noten sondern einfach im Sozialverhalten vorallem im Unterordnen oder einfach mal das zu machen was einem gesagt wird) da hab ich Angst das es meinem Sohn genaus geht.

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15. September 2014 um 9:21
In Antwort auf aurora_12318198

Wow
Fast dasselbe wie bei uns - wir sind nicht allein ^^
Ich war als Kind genauso - so a richtigte Rotzgöre. Und heute bin ich der ausgeglichenste Mensch den es gibt nix mit ADHS oder so
Aber ich muss zugeben im KIGa und der Schule hatte ich immer Probleme ( nicht mit den Noten sondern einfach im Sozialverhalten vorallem im Unterordnen oder einfach mal das zu machen was einem gesagt wird) da hab ich Angst das es meinem Sohn genaus geht.


Lies mal bitte meinen Thread "Der liebe Kindergarten" kommt dir vllt bekannt vor
Ich nehm das mittlerweile auch viel lockerer...

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20. September 2014 um 8:32

Hi
Hi,

das Verhalten daheim, was du oben beschrieben hast, ist absolut normal! Es ist normal, dass ein 3,5 jahre altes Kind nicht auf Anhieb "funktioniert". Es ist normal, dass es andere Dinge im Kopf hat, schnell abgelenkt ist und nicht immer sofort auf Regeln reagiert (weil es gerade vielleicht im Spiel vertieft ist).
Du musst nicht immer super streng sein! Klar, Konsequent sein ist wichtig, aber liebevoll. Manchmal kann man auch eine Ausnahme von der Regel machen. Und schau doch mal, was dein Kind schon ganz toll macht. Es gibt bestimmt auch ganz viele Sachen, die er schon gut kann!
Und ich kenne kein Kind, dass sich mit 3,5 schon alleine anzieht....nicht mal beim Turnen meines Sohnes ziehen sich die 4-5 jährigen selbständig an (obwohl es man da langsam kucken sollte...)

Was den Kindergarten betrifft....wenn dein Sohn selbst mit Blessuren nach Hause kommt (woher hat er die?), dann wird es Konflikte geben, wo er sich auch wehrt....Ich glaube nicht, dass dein Sohn ständig haut und beißt....ich vermute eher, dass es Konflikte sind, wo auch mal ein anderes Kind anfängt und er wehrt sich eben. Aber dazu gehört eben auch, dass man als Erzieherin die Situation beobachtet und eingreift, also einen gewissen Überblick über die Kinder hat (z.B. welches neigt schnell zum Hauen als Konfliktlösung....wer hat angefangen...was für ein Konflikthema gab es....)
Hast du mal konkreter nachgefragt, woher er die Blessuren hat und was passiert ist?

Schau mal genauer hin, was da im Kindergarten passiert! Frag mal konkreter nach....lass dich nicht mit irgendwelchen unkonkreten Äußerungen abspeisen. Es ist ihre Aufgabe, dein Kind auch vor ständigen Verletzungen zu schützen! Schließlich haben sie die Aufsichtspflicht im Kindergarten...

Und sofort mit dem Kinderpsychologen zu kommen....dazu schreib ich jetzt mal nichts!

lg

Stern

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