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Verdacht auf Münchhausen by proxy und keine Ahnung was wir tun können

24. Januar 2018 um 10:40

Hallo,

meine ehemalige Stiefmutter ist das Problem. Sie und mein Vater haben einen gemeinsamen nun 9-jährigen Sohn. Schon als sie noch zusammen waren, haben wir bemerkt, dass hier etwas nicht stimmen kann. Meine Stiefmutter war der festen Überzeugung, das Kind habe Neurodermitis. Mein Vater hat das Problem allerdings abgetan, da er die Elternzeit genommen hat und somit bis mein kleines Brüderchen 2,5 Jahre alt war, das Kind betreute. Seit der Trennung ist es so, dass mein Bruder noch diverse "Erkrankungen" mehr haben soll. Unter anderem auch Allergien. Mein Vater hatte irgendwann die Nase voll, ging mit meinem Bruder zum Kinderarzt und lies einen Test machen. Ergebnis, keinerlei Allergien. Er erhielt von seiner Ex einen Anruf, wo sie ihn anschrie "Ich habe es Ihnen ja gesagt, er hat Allergien". Da mein Vater das Telefon auf Lauthören hatte, konnte ich mühelos mithören. Mein Vater ging zum Kinderarzt, weil der sich bei ihm noch nicht gemeldet hatte hin und fragte nach was los sei. Der Arzt erklärte meinem Vater, dass er der Mutter erklärt habe, man könne Allergien für die Zukunft nicht ausschließen, aber im Moment gibt es keinen derartigen Befund. Trotzdem bestand Ex darauf, dass mein Bruder Allergien habe. Niemanden, nicht mal das Gericht interessierte das. Im Laufe der Zeit kamen noch diverse andere Dinge hinzu.

So zum Beispiel soll mein Bruder eine verschobene Wirbelsäule haben, das rechte Bein soll kürzer sein (4mm) als das linke Bein, Asthma und so weiter. Sie geht mit dem Kind so lange zu Spezialisten, bis die gewünschte Diagnose erstellt wird. Mein Bruder hat erst nur eine Schuheinlage im rechten Schuh gehabt und nun in beiden Schuhen. Er wird wegen der Wirbelsäule getapet und hat auch deswegen schon Verletzungen am Rücken davon getragen.

Seit neuestem muss mein Bruder eine Brille tragen. Ex war mit dem Kind beim Augenarzt, aber nicht direkt bei einem Arzt, sondern bei einer Orthoptistin. Die verschrieb meinem Bruder eine Brille, die er von der Mutter gezwungen wird zu tragen. Mein Vater war deswegen bei einer beliebigen Augenärztin und die stellte fest, dass keine Brille benötigt wird. Sie rief beim Optiker an, bei dem die Brille gefertigt wurde und fragte nach der Brillenstärke, die bis dahin nicht bekannt war. Dann bekam mein Vater Auskunft und später auch ein Attest, die Brille bringe keinen Vorteil aber auch keinen Nachteil. Mein Vater war skeptisch und setzte die Brille schließlich mal selbst auf. Er stellte fest, dass er keinen Unterschied zu ohne Brille bemerken konnte.

Da mein Bruder bei unserem Vater leben möchte und das seit Beginn der Trennung, hat mein Vater das Problem auch schon bei Gericht angesprochen. Dort wurde es aber abgetan, da ja kein diesbezügliches ärztliches Attest vorliegt.

Wir haben keine Ahnung was wir tun können um meinen kleinen Bruder zu schützen. Das Jugendamt sieht keinen Handlungsbedarf, ist voll parteiisch und dies schreibe ich aus gutem Grund. Im Januar 2017 gab es einen Termin im Jugendamt, wo die Umgänge für 2017 besprochen wurden. Hier hat Ex zum Schluss eine sprichwörtliche Bombe platzen lassen. Sie war ja seit der Trennung darauf bedacht, meinem Vater den Umgang zu erschweren, bzw. ihn gerichtlich aussetzen zu lassen. Bei dem Termin im Jugendamt wollte sie das Einverständnis meines Vaters, das Kind ins Kinderheim zu geben. Das hätte bedeutet, dass mein kleiner Bruder nur noch ein Mal im Monat für ein kurzes Wochenende zu Papa und mir käme und ein Mal im Monat zu seiner Mutter. Die sonstige Zeit, auch zwei Wochenenden, würde er im Heim verbringen und da gäbe es keinen Spielraum für Änderungen. Man muss sich vorstellen, das Jugendamt hat dem zugestimmt, bis das Gericht dem eine Absage erteilte.

Das mein kleiner Bruder wegen der Gesamtsituation schon verhaltensauffällig ist, muss ich glaube ich nicht betonen. Freiwillig wird sie nicht zu einem Arzt gehen. Was kann man also tun?

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24. Januar 2018 um 12:34

Puh, Münchhausen by proxy wäre natürlich heftig. 

Das Ding ist ja, dass wenn man lange genug sucht, man wohl tatsächlich irgendwelche gesundheitlichen "Mängel" findet. Das mit den ungerade langen Beinen haben ja tatsächlich viele Leute. Ungerade lange Beine werden häufig durch eine Beckenschiefstellung ausgeglichen, wodurch sich auch die Wirbelsäule verschiebt. Wurden denn diese Dinge mal orthopädisch tatsächlich festgestellt? 
Hat die Brille tatsächlich keine Stärke? Nur Fensterglas? Weil man sehr niedrige Dioptrienzahlen wenig "durch Austesten" feststellen kann. Aber eine Brille mit Fensterglas anzufertigen, außer es geschieht aus modischen Zwecken, ja wirklich sinnlos ist. 

Die Mütter, die an Münchhausen by proxy leiden, haben aber oft eines gemeinsam: sie wollen als aufopferungsvoll, liebende Vollblutmütter wahrgenommen werden, die ihr armes krankes Kind immer begleitet und immer bei ihm ist. Dazu passt die Sache mit dem Heim irgendwie nicht so richtig. 
Wie hat denn das JA auf den Heimvorschlag reagiert? Warum soll dein Bruder ins Heim? Spräche irgendwas gegen einen Aufenthalt bei deinem Vater, wenn sie das Kind tatsächlich in ein Heim geben wollen würde? Also sowas wie Vorstrafen, Drogenkonsum (aktuell oder in der Vergangenheit)? Ich meine, ein Kind im Heim unterzubringen, wenn der Vater es gerne groß ziehen würde und das Kind auch hingehen will und nichts dagegen spricht... Warum sollte es dann ins Heim? 

Ein Gang zum Anwalt wäre auch gut. Gerade, was die Heimsache angeht. 
Hat dein Vater das geteilte Sorgerecht? Waren/sind die beiden verheiratet? Wenn sie verheiratet sind/waren, dann hat er automatisch das geteilte Sorgerecht und dann wäre es sicherlich leichter, einen Gang ins Heim zu verhindern und den Jungen zu sich zu holen. 

Ein Weg fällt mir noch ein (auch wenn der erstmal seltsam anmutet): Vielleicht wäre es ein Weg, der Krankenkasse Bescheid zu geben über eure Vermutung, wo dein Bruder versichert ist. Das Ding ist ja, die KK hat sicher kein Interesse daran, für sinnlose und wiederkehrende Untersuchungen und Behandlungen zu zahlen, wenn da aber nix ist. Das könnte aber einen Rattenschwanz nach sich ziehen: dass die Mutter mit dem Kind zum MdK oder Amtsarzt oder wie auch immer muss. Und das würde sie wohl kaum weiter gut finden. Das könnte die Beziehung zueinander weiterhin schädigen. Ich weiß auch nicht, ob der Vorschlag wirklich gut ist und es sinnvoll ist, ihn dir zu nennen. Oder ob ich lieber meine Klappe gehalten hätte. 

Ich hoffe wirklich sehr, dass ihr euch irrt und sie einfach nur besorgt ist. 

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24. Januar 2018 um 13:26
In Antwort auf orchideenblatt

Puh, Münchhausen by proxy wäre natürlich heftig. 

Das Ding ist ja, dass wenn man lange genug sucht, man wohl tatsächlich irgendwelche gesundheitlichen "Mängel" findet. Das mit den ungerade langen Beinen haben ja tatsächlich viele Leute. Ungerade lange Beine werden häufig durch eine Beckenschiefstellung ausgeglichen, wodurch sich auch die Wirbelsäule verschiebt. Wurden denn diese Dinge mal orthopädisch tatsächlich festgestellt? 
Hat die Brille tatsächlich keine Stärke? Nur Fensterglas? Weil man sehr niedrige Dioptrienzahlen wenig "durch Austesten" feststellen kann. Aber eine Brille mit Fensterglas anzufertigen, außer es geschieht aus modischen Zwecken, ja wirklich sinnlos ist. 

Die Mütter, die an Münchhausen by proxy leiden, haben aber oft eines gemeinsam: sie wollen als aufopferungsvoll, liebende Vollblutmütter wahrgenommen werden, die ihr armes krankes Kind immer begleitet und immer bei ihm ist. Dazu passt die Sache mit dem Heim irgendwie nicht so richtig. 
Wie hat denn das JA auf den Heimvorschlag reagiert? Warum soll dein Bruder ins Heim? Spräche irgendwas gegen einen Aufenthalt bei deinem Vater, wenn sie das Kind tatsächlich in ein Heim geben wollen würde? Also sowas wie Vorstrafen, Drogenkonsum (aktuell oder in der Vergangenheit)? Ich meine, ein Kind im Heim unterzubringen, wenn der Vater es gerne groß ziehen würde und das Kind auch hingehen will und nichts dagegen spricht... Warum sollte es dann ins Heim? 

Ein Gang zum Anwalt wäre auch gut. Gerade, was die Heimsache angeht. 
Hat dein Vater das geteilte Sorgerecht? Waren/sind die beiden verheiratet? Wenn sie verheiratet sind/waren, dann hat er automatisch das geteilte Sorgerecht und dann wäre es sicherlich leichter, einen Gang ins Heim zu verhindern und den Jungen zu sich zu holen. 

Ein Weg fällt mir noch ein (auch wenn der erstmal seltsam anmutet): Vielleicht wäre es ein Weg, der Krankenkasse Bescheid zu geben über eure Vermutung, wo dein Bruder versichert ist. Das Ding ist ja, die KK hat sicher kein Interesse daran, für sinnlose und wiederkehrende Untersuchungen und Behandlungen zu zahlen, wenn da aber nix ist. Das könnte aber einen Rattenschwanz nach sich ziehen: dass die Mutter mit dem Kind zum MdK oder Amtsarzt oder wie auch immer muss. Und das würde sie wohl kaum weiter gut finden. Das könnte die Beziehung zueinander weiterhin schädigen. Ich weiß auch nicht, ob der Vorschlag wirklich gut ist und es sinnvoll ist, ihn dir zu nennen. Oder ob ich lieber meine Klappe gehalten hätte. 

Ich hoffe wirklich sehr, dass ihr euch irrt und sie einfach nur besorgt ist. 

Hallo,

die Brille hat soweit mir bekannt ist einen Wert von 0,5. Optiker und Augenärztin bestätigten, keine Brille notwendig. Das wurde bei Gericht aber abgetan. Wegen angeblichem versteckten Schielens soll diese Brille getragen werden. Der Richter sagte meinem Vater was in der Art, dass ein erneutes Attest des von Ex bevorzugten Augenarztes eine Besserungergeben bescheinigt. Also wäre die Brille irgendwann nicht mehr nötig. Hallo? Mein armer kleiner Bruder wird von seiner Mutter gezwungen die Brille zu tragen. Sie ist der Meinung, sie braucht eine Brille, ihre Mutter auch und ihr Vater, also muss das Kind nun auch eine tragen.

Meine ehemalige Stiefmutter hat ein starkes Bedürfnis nach "Ich bin ja eine Mutter, ihr müsst tun was ich sage" Das war nach außen hin schon so, als mein Bruder noch nicht da war, obgleich sie nur meine Stiefmutter war. Sie will anerkannt werden und braucht immer wieder neue Bestätigung.

Das mit dem Bein, da weiß ich, dass es kaum Menschen gibt, die tatsächlich zwei gleich lange Beine haben, so auf den mm genau. Zumal, mein kleiner Bruder ist 9 und wächst noch.

Die Sache mit dem Heim, da meine ich, ist nur wieder ein Versuch, unserem Vater den Umgang zu vermiesen. Was sie da schon alles versucht hat, Wahnsinn.

Das Jugendamt hat zunächst die Heimunterbringung befürwortet, weil mein Bruder da angeblich aus dem Streit der Eltern außen vor wäre, zumindest großteils. Das Gericht sah das aber nicht so. Die Richterin sagte, wenn Mama von ihrem Plan nicht Abstand nimmt, wird das Kind zum Vater gegeben. Das war der Wink mit einem kompletten Zaun, wenn man es so will. Hier hat das Jugendamt das Ruder herum gerissen und der Mutter erklärt, wenn das Kind beim Vater wäre, dann wäre es zwei Mal im Monat bei ihr, statt nur ein Mal. Das hat sie abgelehnt und zunächst weiter auf dem Heim bestanden. Dann hat das Jugendamt keine Notwendigkeit mehr für eine Heimunterbringung gesehen. Wie auf Bestellung.

Unser Vater hat keine Vorstrafen oder anderes. Ab dem Moment wo ich 1,5 Jahre alt war, hat er die alleinige elterliche Fürsorge für mich gehabt. Meine Mutter hat es damals vorgezogen abzuhauen und ihrem Partyleben den Vorrang einzuräumen. Sie hat später, ich war schon erwachsen, beim Jugendamt wegen meines Bruders für meinen Vater interveniert.

Ja, mein Vater war mit der Mutter meines Bruders verheiratet. GSR besteht. Mein Vater hat versucht mit Anwalt die Sache anzugehen. Leider hat das Gericht das nicht zugelassen. Man kann besser einen Beschluss zu Gunsten von Mama ergehen lassen, wenn kein Anwalt für den Vater tätig ist und so geschah es auch.

Das mit der Krankenkasse ist eine gute Idee, so meine ich. Mein Vater hat ja Attests, die er in Kopie dort hin schicken kann, sozusagen als Beweis.

Keine Sorge. Die Situation zwischen den Beiden ist so sehr angespannt, dass es da kaum eine Steigerung gibt. Man muss sich vorstellen, die waren 14 Jahre zusammen und sie siezt ihn. Die Beiden haben ein Kind, intimer geht es nicht und dann siezt sie ihn, noch dazu vor dem gemeinsamen Kind. Wie krank muss man sein?

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24. Januar 2018 um 14:06
In Antwort auf schwesterchen1992

Hallo,

die Brille hat soweit mir bekannt ist einen Wert von 0,5. Optiker und Augenärztin bestätigten, keine Brille notwendig. Das wurde bei Gericht aber abgetan. Wegen angeblichem versteckten Schielens soll diese Brille getragen werden. Der Richter sagte meinem Vater was in der Art, dass ein erneutes Attest des von Ex bevorzugten Augenarztes eine Besserungergeben bescheinigt. Also wäre die Brille irgendwann nicht mehr nötig. Hallo? Mein armer kleiner Bruder wird von seiner Mutter gezwungen die Brille zu tragen. Sie ist der Meinung, sie braucht eine Brille, ihre Mutter auch und ihr Vater, also muss das Kind nun auch eine tragen.

Meine ehemalige Stiefmutter hat ein starkes Bedürfnis nach "Ich bin ja eine Mutter, ihr müsst tun was ich sage" Das war nach außen hin schon so, als mein Bruder noch nicht da war, obgleich sie nur meine Stiefmutter war. Sie will anerkannt werden und braucht immer wieder neue Bestätigung.

Das mit dem Bein, da weiß ich, dass es kaum Menschen gibt, die tatsächlich zwei gleich lange Beine haben, so auf den mm genau. Zumal, mein kleiner Bruder ist 9 und wächst noch.

Die Sache mit dem Heim, da meine ich, ist nur wieder ein Versuch, unserem Vater den Umgang zu vermiesen. Was sie da schon alles versucht hat, Wahnsinn.

Das Jugendamt hat zunächst die Heimunterbringung befürwortet, weil mein Bruder da angeblich aus dem Streit der Eltern außen vor wäre, zumindest großteils. Das Gericht sah das aber nicht so. Die Richterin sagte, wenn Mama von ihrem Plan nicht Abstand nimmt, wird das Kind zum Vater gegeben. Das war der Wink mit einem kompletten Zaun, wenn man es so will. Hier hat das Jugendamt das Ruder herum gerissen und der Mutter erklärt, wenn das Kind beim Vater wäre, dann wäre es zwei Mal im Monat bei ihr, statt nur ein Mal. Das hat sie abgelehnt und zunächst weiter auf dem Heim bestanden. Dann hat das Jugendamt keine Notwendigkeit mehr für eine Heimunterbringung gesehen. Wie auf Bestellung.

Unser Vater hat keine Vorstrafen oder anderes. Ab dem Moment wo ich 1,5 Jahre alt war, hat er die alleinige elterliche Fürsorge für mich gehabt. Meine Mutter hat es damals vorgezogen abzuhauen und ihrem Partyleben den Vorrang einzuräumen. Sie hat später, ich war schon erwachsen, beim Jugendamt wegen meines Bruders für meinen Vater interveniert.

Ja, mein Vater war mit der Mutter meines Bruders verheiratet. GSR besteht. Mein Vater hat versucht mit Anwalt die Sache anzugehen. Leider hat das Gericht das nicht zugelassen. Man kann besser einen Beschluss zu Gunsten von Mama ergehen lassen, wenn kein Anwalt für den Vater tätig ist und so geschah es auch.

Das mit der Krankenkasse ist eine gute Idee, so meine ich. Mein Vater hat ja Attests, die er in Kopie dort hin schicken kann, sozusagen als Beweis.

Keine Sorge. Die Situation zwischen den Beiden ist so sehr angespannt, dass es da kaum eine Steigerung gibt. Man muss sich vorstellen, die waren 14 Jahre zusammen und sie siezt ihn. Die Beiden haben ein Kind, intimer geht es nicht und dann siezt sie ihn, noch dazu vor dem gemeinsamen Kind. Wie krank muss man sein?

Hmm, also dann sehe ich die Sache jetzt etwas anders.
- Dein Bruder hat eine Sehschwäche, wenn auch eine sehr geringe. Sie will, dass er eine Brille trägt. 
- Er hat unterschiedlich lange Beine. Sie will, dass er eine Einlage trägt. 
Vielleicht ist sie einfach nur sehr besorgt und übertreibt. Vielleicht auch hypochondrisch. Ich meine, 0,5 Dioptrien ist jetzt nix wildes. Auch die paar mm sind nix wildes. Aber ihr eine Therapie "verbieten" wäre ja auch nicht richtig. 

Vielleicht geht es von beiden Seiten um Machtspielchen, wer das bessere Elternteil ist. 
Deine Stiefmutter klingt schon sehr... ungewöhnlich, um es mal positiv zu formulieren. Das ist ja schon ein arger Rosenkriegt. 

Und die Sache mit der KK ist wohl doch keine gute Idee. Wenn es tatsächlich körperliche Befunde gibt, auch wenn sie nicht alamierend sind, dann werdet ihr euch dort vielleicht doch eher unglaubwürdig machen. 
 

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24. Januar 2018 um 14:40
In Antwort auf orchideenblatt

Hmm, also dann sehe ich die Sache jetzt etwas anders.
- Dein Bruder hat eine Sehschwäche, wenn auch eine sehr geringe. Sie will, dass er eine Brille trägt. 
- Er hat unterschiedlich lange Beine. Sie will, dass er eine Einlage trägt. 
Vielleicht ist sie einfach nur sehr besorgt und übertreibt. Vielleicht auch hypochondrisch. Ich meine, 0,5 Dioptrien ist jetzt nix wildes. Auch die paar mm sind nix wildes. Aber ihr eine Therapie "verbieten" wäre ja auch nicht richtig. 

Vielleicht geht es von beiden Seiten um Machtspielchen, wer das bessere Elternteil ist. 
Deine Stiefmutter klingt schon sehr... ungewöhnlich, um es mal positiv zu formulieren. Das ist ja schon ein arger Rosenkriegt. 

Und die Sache mit der KK ist wohl doch keine gute Idee. Wenn es tatsächlich körperliche Befunde gibt, auch wenn sie nicht alamierend sind, dann werdet ihr euch dort vielleicht doch eher unglaubwürdig machen. 
 

Mein Bruder hat keine Sehschwäche, hat die Augenärztin bestätigt. Da ist mein Vater nicht zu einer bestimmten Ärztin hin, sondern hat einfach die erstbeste die einen Termin vergeben konnte genommen. Bei der Augenärztin wurde mein Bruder gefragt, ob er mit der Brille besser sehen würde. Das hat er verneint. Es macht für ihn keinen Unterschied. Sobald er weg von Mama ist, setzt er sie auch ab, weil sie ihn einfach nur stört. Er hat mir gesagt, dass er die Brille nicht mag, aber wenn er bei Mama ist, setzt er sie besser auf, weil er sonst Ärger bekommt.

Er trägt nicht nur EINE Einlage. Es sind zwei. Also rechts UND links. Das bei nur einem kürzeren Bein?

Machtspielchen? Ja, das habe ich in den letzten 7 Jahren genug erlebt, auf Seite meiner ehemaligen Stiefmutter. Da wurden aber auch alle Register gezogen, bzw. sie hat es versucht. Vieles ging in die sprichwörtliche Hose.

Die Situation ist für meinen Bruder keineswegs gesund, aber obgleich er seinen Willen seit Jahren äußert, kommt man dem nicht nach. Mein Vater sähe überhaupt keine Veranlassung seiner Ex das Leben schwer zu machen, sollte mein Bruder bei uns leben dürfen. Im Gegenteil. Ich erinnere mich noch, da ist er mit mir hunderte von km gefahren, nur damit ich mal meine leibliche Mutter sehe, weil er durch Zufall erfahren hat, wo die sich grad aufhielt.

Wenn ich mir vorstelle, mein Bruder sagte das er bei Papa wohnen will und die vom Jugendamt und eine Gutachterin haben das kommentiert mit "Er hat aber nicht gesagt, dass er nicht bei seiner Mutter wohnen will." Jetzt wo er seinen Willen extrem deutlich kommuniziert, sträubt man sich noch immer und sucht Ausflüchte, warum er weiter gezwungen werden müsse bei Mama zu leben. Ich finde so etwas nur zum ... und bin durchaus beeindruckt, dass mein Vater bei den ganzen Querelen noch ruhig und sachlich bleibt. Die Mutter meines Bruders kann von sich geben was sie will. Er lässt alles an sich abprallen, es sei denn, es kommt etwas Wichtiges.

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