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Vater will seine Tochter nicht mehr sehen

29. Juni 2010 um 10:51

Hallo in die Runde,

ich brauche Hilfe .... aber jetzt erst einmal der Reihe nach.

Der Vater meiner Tochter hat sich im Okt. 2009 von mir getrennt. Grund war eine neue Frau. Es war für alle Beteiligten total schlimm, von einem zum anderen Tag ... Unsere Tochter ist ein totales Papa-Kind .... (im April 2010 6 Jahre alt geworden). Da wir beide Vollzeit gearbeitet haben, haben wir uns auch komplett alles geteilt, so dass unsere Tochter in den ersten Jahren eine mehr als starke Beziehung zu ihrem Vater aufgebaut hat. Und er war auch der "perfekte" Vater. Also insoweit alles gut. Nach der Trennung hat er aus "Zeit"-Gründen erst einmal keinen Kontakt zu seiner Tochter gehabt (auch Weihnachten nicht). Um nicht noch mehr Streit vom Zaun zu brechen, habe ich keine rechtlichen Stritte (er zahlt keinen bis fast keinen Unterhalt) eingeleitet, sondern erst einmal darauf vertraut, dass er sich wieder an seine Tochter erinnert. Dies passierte dann auch im Feb. 2010 per sms .... nämlich so .... renate hat sich von mir getrennt, kann ich M morgen sehen.

Ich habe dem zugestimmt und er konnte seine Tochter sehen ... dann lief alles relativ "geordnet", er hat wieder angerufen, sie abgeholt und unsere Tochter kam irgendwie wieder in die "Spur". Dies klappte so ungefähr einen Monat, dann kam wieder eine neue Frau .... Und siehe da er hatte wieder mal keine Zeit..... diesmal dauerte es allerdings nur 4 Wochen, so dass wir im April 2010 ihren Geburtstag auch zusammen feiern konnten.
Jetzt stehe ich schon wieder vor der "gleichen" Situation, eine neue Frau, keine Zeit mehr und per sms wurde mir jetzt mitgeteilt, dass er sich erst wieder um unsere Tochter kümmern will, wenn er seine finanzielle Lage geklärt hat.
Hintergrund zum Vater:
ca. 35.000 Schulden aus einer Selbständigkeit
Unterhaltszahlungen für 2 Kinder aus 1. Ehe (die er auch mal 2 Jahre gar nicht gesehen hat, und später dann auch nur wenn es passt)

Ich weiß einfach nicht mehr weiter, unserer Tochter geht es super schlecht, sie weint viel, will zum Papa und dann natürlich auch wieder nicht, weil er einfach keine Zeit hat bzw. sie öfters schon "versetzt" hat.... es ist einfach immer ein Wechselbad der Gefühle für sie.

Am Donnerstag habe ich jetzt das erste Mal einen Anwaltstermin, weil ich so nicht mehr will, mittlerweile könnte ich ihn auf den Mond sch....

Was kann ich tun? Ihm das Umgangsrecht komplett untersagen, ihn zwingen sein Besuchsrecht alle 14 Tage in Anspruch zu nehmen.

Meine Geduld und "Zurückstecken" zum Wohle des Kindes ist am Ende und daher mein Hilferuf?

Ich habe natürlich immer wieder das Gespräch gesucht und einen Moderator vorgeschlagen, etc. .... er ist dann auch "einsichtig" entschuldigt sich für seine Fehler .... und macht dann leider immer so weiter wie bisher ...

Über Ratschläge würde ich mich freuen!

LG
Heike

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29. Juni 2010 um 12:15

Umgang
Hallo Heike,

ich habe deinen Text zwei mal gelesen und ich kann deine Wut und Trauer verstehen. Wie schlimm muss es sein die eigene Tochter so leiden zu sehen.
Das du einen Termin beim Anwalt gemacht hast finde ich richtig.
Den Umgang kannst du ihm aber nicht verwehren, anders formuliert: " Mache es bitte nicht".
Der Vater meiner Tochter hat sich zwei Jahre nicht gekümmert , immer nur brav Unterhalt bezahlt. Ich habe immer zu ihm gesagt : " Meine Tür steht dir offen, um dein Kind zu sehen".Bis heute hat er sich noch NIE wirklich mir ihr befasst.Und glaub mir ich habe oft geweint, an Weihnachten, Geburtstag...das er nicht einmal vorbei kommt.

Lass den Anwalt eine Mediation vorschlagen, vielleicht kann er ihm einen netten sozialen Brief schreiben und einen Vorschlag für Besuche unterbreiten.

Vielleicht ist es gut, wenn ihr es schafft, feste Termine zu machen, an die er sich natürlich auch halten muss.

Des weiteren solltest du abklären, welchen Unterhalt er für die Kleine zahlen muss. Vielleicht sagst du ja aus stolz, du willst das Geld nicht. Du kannst aber nicht auf den Kindsunterhalt verzichten, denn er ist für deine Tochter und steht Ihr somit zu.

Ich glaube es macht wenig Sinn, wenn du weiter versuchst mit ihm etwas zu regeln, was er total blockt. Den Anwaltstermin ( wie ich schon geschrieben habe) finde ich deshalb wichtig.

Ich wünsche Dir viel Kraft und vielleicht magst du ja schreiben, wie es am Donnerstag beim RA gelaufen ist..

Liebe Grüße

Nana

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