Home / Forum / Meine Familie / Vater will Kind zur Adoption freigeben

Vater will Kind zur Adoption freigeben

14. Februar um 11:56 Letzte Antwort: 18. Februar um 11:22

Hallo ihr Lieben, 

ich habe lange nach dem richtigen Titel für diesen Thread gesucht und denke, das ist nun wohl des Pudels Kern. Tut mir Leid, dass ich so ausholen muss aber ich versuche, mich auf das Wesentliche zu beschränken:

Ich habe sehr jung geheiratet und meine Tochter zur Welt gebracht (beides mit 19), der Kindsvater ist 9 Jahre älter und zu einer naiveren, weniger selbstbewussten Zeit in meinem Leben dachte ich wirklich, er sei der Mann meines Lebens. Die Blase ist ziemlich schnell zerplatzt und es stellte sich heraus, dass er gern große Worte spuckt aber wenig dahinter ist. Er hat ein privates Studium abgebrochen, für dessen Finanzierung er in die Privatinsolvenz gegangen ist, dann eine Ausbildung absolviert, nach der er (zu diesem Zeitpunkt war ich schwanger) nicht übernommen wurde und war anschließend der Meinung er brauche auch wirklich "eine Auszeit für ein paar Monate", was darin mündete, dass er mehrere Jahre arbeitslos war. Das Problem war nicht, dass es keine Arbeit gäbe, er war sich allerdings zu gut für jeden verfügbaren Job, hielt sich für überqualifiziert und hat damit viele gemeinsame Freunde regelrecht verjagt, die ihm Stellen angeboten haben, weil es schließlich in Zukunft ein Kind zu versorgen galt. 

Da er nicht nur auf einen Job gepfiffen hat, sondern früher oder später auch auf alles andere - Haushalt, Familienleben, Körperpflege... - und keine Veränderung in Sicht war, er war ja zufrieden mit sich, habe ich mich von ihm getrennt, als unsere Tochter 9 Monate alt war und sie allein groß gezogen. Wir sind nur 2 Straßen entfernt von ihm eingezogen, damit er sie regelmäßig sehen kann aber er hat davon keinen Gebrauch gemacht. Schließlich wurde eine Umgangsregelung getroffen, bei der sie ihn alle 2 Wochenenden besuchen sollte (wobei er arbeitslos war und ich berufstätig), immer wieder war er aber auch da nicht anzutreffen. Schließlich, nach etwa einem Jahr, war er unbekannt verzogen, 600km weiter wie sich später herausstellte. 

Wegen eines guten Jobangebotes bin ich mit meiner Tochter ein weiteres Jahr später in die entgegengesetzte Richtung verzogen, jetzt trennen uns gut 800km. 

Das alles ist Jahre her. Er hat den Kontakt zu unserer Tochter sporadisch gesucht, sie ca. 2x im Jahr besucht und seit letztem Sommer hat sie auch ihn in den Ferien besucht. Jedes Mal spielte er sich als "Super-Dad" auf und veranstaltete ein Tränenkonzert beim Abschied, dann wieder 2-3 Monate kein Lebenszeichen. Als er eine mehrjährige Partnerschaft hatte, hat seine Freundin sich sehr eingebracht, ihn zum häufigen Anrufen oder mehr Besuchen animiert und wenn sie dabei war hatte ich ein beruhigtes Gefühl. Beste Freundinnen werden wir wohl nie aber ich wusste, meine Tochter war gut aufgehoben dort. 

Nun hat sie sich verganenes Ostern von ihm getrennt und es gab wieder monatelange Kontaktlücken. Im Spätsommer lernte er eine neue Frau kennen und entschied sich spontan, diese ein paar Tage vor Weihnachten zu heiraten, wo er seine Tochter dabei haben wollte. Zwischendurch hatte meine Tochter diese Frau einmal "kennengelernt" wobei diese demonstratives Desinteresse an dem Kind zeigte und vorerst nicht einmal aus dem Auto stieg. Wo sie vor Weihnachten schonmal da war, könne sie dann auch gleich über Weihnachten bleiben, sie sei schließlich noch nie an einem Feiertag bei ihm gewesen...ich hab sie gefragt und sie wollte es so. Der ganze einwöchige Besuch war wohl ein riesiger Reinfall, er hatte null Augen für sein Kind und hat sie sogar an Heiligabend allein in ihr Zimmer geschickt, um mit seiner frisch Vermählten allein zu kochen etc. Ein Baum war nicht aufgestellt, der Weihnachtsmann (meine Tochter glaubt steif und fest an ihn) kam bis zum sehr späten Abend nicht weil ihr Vater wohl absolut nichts auf die Reihe gekriegt hat. Um 20.15Uhr an Heiligabend habe ich mit ihr einen Videochat gemacht und sie saß weinend und frustriert allein in ihrem Zimmer, es hat mein Herz gebrochen. 

Seit sie nach Weihnachten nach Hause zurückkam hat sie nicht nach ihrem Vater gefragt. Das tut sie auch sonst fast nie, sie sucht keinen Kontakt. Auch er hat sich wochenlang nicht gemeldet, kein Gruß zu Silvester oder zum neuen Jahr, zum Schulanfang nach den Ferien oder sonstiges. Im Januar schrieb er mir um zu hören, ob sie von ihrem "Urlaub" bei ihm berichtet hat und wütend wie ich war gab ich wieder, was sie erzählt hat und machte es ihm zu Vorwurf, dass er in sieben Jahren nicht einmal schafft, seiner Tochter ein schönes Weihnachtsfest zu bereiten. In Anbetracht der Umstände - hätte ich gedacht - legt man sich erst recht ins Zeug. Er brauste recht schnell auf, warf mit fiesen Beleidigungen um sich und ließ sich schließlich über meinen Partner aus. Scheinbar stank es ihm, dass unsere Tochter bei ihrem Vater viel und positiv über meinen Partner gesprochen hatte. Zu guter Letzt schlug er ernsthaft vor, mein Partner (wir sind seit ca. einem Jahr zusammen) solle sie doch adoptieren. Er habe sich dazu informiert, welches Prozedere bei welchem Amt, notwendig sei, etc. Erst dachte ich, er wolle mir nur besonders doll wehtun aber die Präzision, mit der er sich ausdrückte, ließ mich zweifeln. Es sei wohl "besser so für unsere Tochter" und darauf, die lange Distanz für Besuche zurückzulegen habe seine "Frau sicherlich kein Bock", schließlich sei es ja nicht ihr Kind. 

Vorweg - dass mein Freund unsere Tochter adoptiert kommt nicht in die Tüte, wieso auch? Aber ich bin völlig verunsichert darüber, inwieweit ich meiner Tochter weiterhin Kontakt zu ihrem Vater ermöglichen oder sie sogar, wie in den letzten Jahren, dazu animieren sollte. Ich habe immer versucht, wenigstens ein bisschen Dialog zwischen den beiden herzustellen ("Los, das zeigen wir mal Papa!" "Willst du heute nicht mal Papa anrufen und ihm sagen, was du Tolles gemacht hast?" und damit dieser nicht durch Strapazen blockiert wird nie auf Aufenthalts- oder Sorgerecht gepocht oder irgendwas gerichtlich durchgesetzt (außer unserer Scheidung und einem Anspruch auf Mindestunterhalt für mein Kind). Das heißt, alle Recht zwischen uns sind noch immer 50:50 geteilt und häufig schon ist sowas Simples wie Sparkonto-Einrichten daran gescheitert, dass er es nicht gebacken gekriegt hat, die Unterlagen mit seiner Unterschrift zurückzusenden.

Haltet ihr es für richtig, sie ihm nun nicht mehr "in die Arme zu treiben"? Wie gehe ich mit Kontaktversuchen von ihm um, solange sie diesen Wunsch noch nicht äußert? Ist es okay, zu versuchen, den Kontakt zwischen beiden einschlafen zu lassen, solang sie das nicht "bemerkt" oder erst nach Wochen oder Monaten und dann nur sporadisch? Ist es okay, es ihr nicht zu sagen, falls er versucht, sie zu erreichen? Sie hat noch kein Handy etc. und ist nur über mich oder per Brief zu kontaktieren aber bisher versucht er es auch nicht. Fürs Erste habe ich eine Beistandschaft beim Jugendamt für sie eingerichtet und möchte mir demnächst in einem Termin deren  Empfehlungen anhören. Was sind eure? Hat jemand sowas schonmal erlebt (falls jemand überhaupt bis hier unten kommt...)? 

Mehr lesen

14. Februar um 14:19
Beste Antwort

Ich würde tatsächlich den Kontakt einschlafen lassen. Wenn sie nicht nach ihm fragt, nichts von ihm erzählen oder sie animieren ihn anzurufen (nur um wieder mitzukriegen, wie unwichtig sie ihm ist).
Setz durch, dass du wichtige Entscheidungen alleine treffen kannst!!!
Natürlich käme es ihm zupass, wenn dein Freund sie adoptierte, dann müsste er ja keinen Unterhalt (mehr) zahlen! Den kann man 30 Jahre einfordern! Sollte er also nicht zahlen, hast du noch Zeit. Wenn er also endlich mal arbeitet, hat er auch zu zahlen! Ist ja fürs Kind!!

Gefällt mir
14. Februar um 15:10
In Antwort auf skadiru

Ich würde tatsächlich den Kontakt einschlafen lassen. Wenn sie nicht nach ihm fragt, nichts von ihm erzählen oder sie animieren ihn anzurufen (nur um wieder mitzukriegen, wie unwichtig sie ihm ist).
Setz durch, dass du wichtige Entscheidungen alleine treffen kannst!!!
Natürlich käme es ihm zupass, wenn dein Freund sie adoptierte, dann müsste er ja keinen Unterhalt (mehr) zahlen! Den kann man 30 Jahre einfordern! Sollte er also nicht zahlen, hast du noch Zeit. Wenn er also endlich mal arbeitet, hat er auch zu zahlen! Ist ja fürs Kind!!

Danke für deine Rückmeldung. Der Unterhalt kommt bisher regelmäßig, eben immer Mindestunterhalt, wie er seit 7 Jahren gerichtlich angeordnet wurde. Inzwischen hatte er mehrere Jobs und ist meines Wissens nach im Moment auch im Beschäftigungsverhältnis, angeblich hat sich aber einkommenstechnisch (als Grundlage zur Ermittlung der Unterhaltshöhe) nie etwas relevant verändert. Auch das soll der Beistand beim Jugendamt nun einmal prüfen.

Hast du Erfahrungen mit dem Durchsetzen der eigenen Rechte im Hinblick auf wichtige Entscheidungen? Ich kenne mich da schlecht aus und wurde seitens Jugendamt bzw. damals auch Scheidungsanwalt ziemlich gebremst. Im Grunde könne man nur das Aufenthaltsbestimmungsrecht zugesprochen kriegen, an seiner Zustimmung zu wichtigen Entscheidungen (Stichwort Sparkonto) ändere dies aber nix und das Sorgerecht würde für gewöhnlich nur dann einer Partei zugesprochen, wenn von der anderen eine Kindeswohlgefährdung ausgeht. Dem ist ja nicht so. Weiß jemand wie sowas abläuft? Muss meine Tochter am Ende irgendwo Stellung beziehen oder sowas? 

Gefällt mir
14. Februar um 16:11
In Antwort auf kristallviolett

Danke für deine Rückmeldung. Der Unterhalt kommt bisher regelmäßig, eben immer Mindestunterhalt, wie er seit 7 Jahren gerichtlich angeordnet wurde. Inzwischen hatte er mehrere Jobs und ist meines Wissens nach im Moment auch im Beschäftigungsverhältnis, angeblich hat sich aber einkommenstechnisch (als Grundlage zur Ermittlung der Unterhaltshöhe) nie etwas relevant verändert. Auch das soll der Beistand beim Jugendamt nun einmal prüfen.

Hast du Erfahrungen mit dem Durchsetzen der eigenen Rechte im Hinblick auf wichtige Entscheidungen? Ich kenne mich da schlecht aus und wurde seitens Jugendamt bzw. damals auch Scheidungsanwalt ziemlich gebremst. Im Grunde könne man nur das Aufenthaltsbestimmungsrecht zugesprochen kriegen, an seiner Zustimmung zu wichtigen Entscheidungen (Stichwort Sparkonto) ändere dies aber nix und das Sorgerecht würde für gewöhnlich nur dann einer Partei zugesprochen, wenn von der anderen eine Kindeswohlgefährdung ausgeht. Dem ist ja nicht so. Weiß jemand wie sowas abläuft? Muss meine Tochter am Ende irgendwo Stellung beziehen oder sowas? 

Ich weiß, dass er etwas unterschreiben kann, dass du nicht wegen jedem Pups seine schriftliche Zustimmung benötigst. Natürlich müsste er das einmalig unterschreiben. 
Gibt z.B. Väter, die zur See fahren, da kann die Mutter bei wichtigen Entscheidungen ja nicht Monatelang warten, bis er antwortet. 
Der Exmann meiner Schwester unterschrieb auch, dass sie alles alleine entscheiden kann, wenn es um die gemeinsame Tochter geht.

Wenn er so desinteressiert ist, müsstest du doch rechtlich was machen können. Andernfalls denk ich, er willigt nur nicht ein, um dich zu schikanieren!

Gefällt mir
14. Februar um 16:56

wieso du überhaupt immer so auf Kontakt gepocht hast Obwohl die Kinder nie wirklich wollten, verstehe ich nicht.

Gefällt mir
15. Februar um 7:59
In Antwort auf kristallviolett

Hallo ihr Lieben, 

ich habe lange nach dem richtigen Titel für diesen Thread gesucht und denke, das ist nun wohl des Pudels Kern. Tut mir Leid, dass ich so ausholen muss aber ich versuche, mich auf das Wesentliche zu beschränken:

Ich habe sehr jung geheiratet und meine Tochter zur Welt gebracht (beides mit 19), der Kindsvater ist 9 Jahre älter und zu einer naiveren, weniger selbstbewussten Zeit in meinem Leben dachte ich wirklich, er sei der Mann meines Lebens. Die Blase ist ziemlich schnell zerplatzt und es stellte sich heraus, dass er gern große Worte spuckt aber wenig dahinter ist. Er hat ein privates Studium abgebrochen, für dessen Finanzierung er in die Privatinsolvenz gegangen ist, dann eine Ausbildung absolviert, nach der er (zu diesem Zeitpunkt war ich schwanger) nicht übernommen wurde und war anschließend der Meinung er brauche auch wirklich "eine Auszeit für ein paar Monate", was darin mündete, dass er mehrere Jahre arbeitslos war. Das Problem war nicht, dass es keine Arbeit gäbe, er war sich allerdings zu gut für jeden verfügbaren Job, hielt sich für überqualifiziert und hat damit viele gemeinsame Freunde regelrecht verjagt, die ihm Stellen angeboten haben, weil es schließlich in Zukunft ein Kind zu versorgen galt. 

Da er nicht nur auf einen Job gepfiffen hat, sondern früher oder später auch auf alles andere - Haushalt, Familienleben, Körperpflege... - und keine Veränderung in Sicht war, er war ja zufrieden mit sich, habe ich mich von ihm getrennt, als unsere Tochter 9 Monate alt war und sie allein groß gezogen. Wir sind nur 2 Straßen entfernt von ihm eingezogen, damit er sie regelmäßig sehen kann aber er hat davon keinen Gebrauch gemacht. Schließlich wurde eine Umgangsregelung getroffen, bei der sie ihn alle 2 Wochenenden besuchen sollte (wobei er arbeitslos war und ich berufstätig), immer wieder war er aber auch da nicht anzutreffen. Schließlich, nach etwa einem Jahr, war er unbekannt verzogen, 600km weiter wie sich später herausstellte. 

Wegen eines guten Jobangebotes bin ich mit meiner Tochter ein weiteres Jahr später in die entgegengesetzte Richtung verzogen, jetzt trennen uns gut 800km. 

Das alles ist Jahre her. Er hat den Kontakt zu unserer Tochter sporadisch gesucht, sie ca. 2x im Jahr besucht und seit letztem Sommer hat sie auch ihn in den Ferien besucht. Jedes Mal spielte er sich als "Super-Dad" auf und veranstaltete ein Tränenkonzert beim Abschied, dann wieder 2-3 Monate kein Lebenszeichen. Als er eine mehrjährige Partnerschaft hatte, hat seine Freundin sich sehr eingebracht, ihn zum häufigen Anrufen oder mehr Besuchen animiert und wenn sie dabei war hatte ich ein beruhigtes Gefühl. Beste Freundinnen werden wir wohl nie aber ich wusste, meine Tochter war gut aufgehoben dort. 

Nun hat sie sich verganenes Ostern von ihm getrennt und es gab wieder monatelange Kontaktlücken. Im Spätsommer lernte er eine neue Frau kennen und entschied sich spontan, diese ein paar Tage vor Weihnachten zu heiraten, wo er seine Tochter dabei haben wollte. Zwischendurch hatte meine Tochter diese Frau einmal "kennengelernt" wobei diese demonstratives Desinteresse an dem Kind zeigte und vorerst nicht einmal aus dem Auto stieg. Wo sie vor Weihnachten schonmal da war, könne sie dann auch gleich über Weihnachten bleiben, sie sei schließlich noch nie an einem Feiertag bei ihm gewesen...ich hab sie gefragt und sie wollte es so. Der ganze einwöchige Besuch war wohl ein riesiger Reinfall, er hatte null Augen für sein Kind und hat sie sogar an Heiligabend allein in ihr Zimmer geschickt, um mit seiner frisch Vermählten allein zu kochen etc. Ein Baum war nicht aufgestellt, der Weihnachtsmann (meine Tochter glaubt steif und fest an ihn) kam bis zum sehr späten Abend nicht weil ihr Vater wohl absolut nichts auf die Reihe gekriegt hat. Um 20.15Uhr an Heiligabend habe ich mit ihr einen Videochat gemacht und sie saß weinend und frustriert allein in ihrem Zimmer, es hat mein Herz gebrochen. 

Seit sie nach Weihnachten nach Hause zurückkam hat sie nicht nach ihrem Vater gefragt. Das tut sie auch sonst fast nie, sie sucht keinen Kontakt. Auch er hat sich wochenlang nicht gemeldet, kein Gruß zu Silvester oder zum neuen Jahr, zum Schulanfang nach den Ferien oder sonstiges. Im Januar schrieb er mir um zu hören, ob sie von ihrem "Urlaub" bei ihm berichtet hat und wütend wie ich war gab ich wieder, was sie erzählt hat und machte es ihm zu Vorwurf, dass er in sieben Jahren nicht einmal schafft, seiner Tochter ein schönes Weihnachtsfest zu bereiten. In Anbetracht der Umstände - hätte ich gedacht - legt man sich erst recht ins Zeug. Er brauste recht schnell auf, warf mit fiesen Beleidigungen um sich und ließ sich schließlich über meinen Partner aus. Scheinbar stank es ihm, dass unsere Tochter bei ihrem Vater viel und positiv über meinen Partner gesprochen hatte. Zu guter Letzt schlug er ernsthaft vor, mein Partner (wir sind seit ca. einem Jahr zusammen) solle sie doch adoptieren. Er habe sich dazu informiert, welches Prozedere bei welchem Amt, notwendig sei, etc. Erst dachte ich, er wolle mir nur besonders doll wehtun aber die Präzision, mit der er sich ausdrückte, ließ mich zweifeln. Es sei wohl "besser so für unsere Tochter" und darauf, die lange Distanz für Besuche zurückzulegen habe seine "Frau sicherlich kein Bock", schließlich sei es ja nicht ihr Kind. 

Vorweg - dass mein Freund unsere Tochter adoptiert kommt nicht in die Tüte, wieso auch? Aber ich bin völlig verunsichert darüber, inwieweit ich meiner Tochter weiterhin Kontakt zu ihrem Vater ermöglichen oder sie sogar, wie in den letzten Jahren, dazu animieren sollte. Ich habe immer versucht, wenigstens ein bisschen Dialog zwischen den beiden herzustellen ("Los, das zeigen wir mal Papa!" "Willst du heute nicht mal Papa anrufen und ihm sagen, was du Tolles gemacht hast?" und damit dieser nicht durch Strapazen blockiert wird nie auf Aufenthalts- oder Sorgerecht gepocht oder irgendwas gerichtlich durchgesetzt (außer unserer Scheidung und einem Anspruch auf Mindestunterhalt für mein Kind). Das heißt, alle Recht zwischen uns sind noch immer 50:50 geteilt und häufig schon ist sowas Simples wie Sparkonto-Einrichten daran gescheitert, dass er es nicht gebacken gekriegt hat, die Unterlagen mit seiner Unterschrift zurückzusenden.

Haltet ihr es für richtig, sie ihm nun nicht mehr "in die Arme zu treiben"? Wie gehe ich mit Kontaktversuchen von ihm um, solange sie diesen Wunsch noch nicht äußert? Ist es okay, zu versuchen, den Kontakt zwischen beiden einschlafen zu lassen, solang sie das nicht "bemerkt" oder erst nach Wochen oder Monaten und dann nur sporadisch? Ist es okay, es ihr nicht zu sagen, falls er versucht, sie zu erreichen? Sie hat noch kein Handy etc. und ist nur über mich oder per Brief zu kontaktieren aber bisher versucht er es auch nicht. Fürs Erste habe ich eine Beistandschaft beim Jugendamt für sie eingerichtet und möchte mir demnächst in einem Termin deren  Empfehlungen anhören. Was sind eure? Hat jemand sowas schonmal erlebt (falls jemand überhaupt bis hier unten kommt...)? 

Sorry aber verabschiede dich bitte vom Traum des super Verhältnisses zwischen ihr und deinem Ex.

Er ist ein ..... aber irgendwo hat er ja auch recht. Sie IST besser ohne ihn dran und kein Vater ist besser als ein unterirdischer Versager. Traurig aber wahr.

Wenn sie von sich aus äußert ihn anrufen oder ihm schreiben zu wollen macht es. Wenn ER sagt er will sie besuchen - Hat er ein Recht zu - Aber sie zwanghaft zum Vater drücken und sie immer und immer wieder die Ablehnung und Enttäuschung erleben zu lassen ist von euch beiden grausam.
 

Gefällt mir
16. Februar um 0:13
Beste Antwort
In Antwort auf kristallviolett

Hallo ihr Lieben, 

ich habe lange nach dem richtigen Titel für diesen Thread gesucht und denke, das ist nun wohl des Pudels Kern. Tut mir Leid, dass ich so ausholen muss aber ich versuche, mich auf das Wesentliche zu beschränken:

Ich habe sehr jung geheiratet und meine Tochter zur Welt gebracht (beides mit 19), der Kindsvater ist 9 Jahre älter und zu einer naiveren, weniger selbstbewussten Zeit in meinem Leben dachte ich wirklich, er sei der Mann meines Lebens. Die Blase ist ziemlich schnell zerplatzt und es stellte sich heraus, dass er gern große Worte spuckt aber wenig dahinter ist. Er hat ein privates Studium abgebrochen, für dessen Finanzierung er in die Privatinsolvenz gegangen ist, dann eine Ausbildung absolviert, nach der er (zu diesem Zeitpunkt war ich schwanger) nicht übernommen wurde und war anschließend der Meinung er brauche auch wirklich "eine Auszeit für ein paar Monate", was darin mündete, dass er mehrere Jahre arbeitslos war. Das Problem war nicht, dass es keine Arbeit gäbe, er war sich allerdings zu gut für jeden verfügbaren Job, hielt sich für überqualifiziert und hat damit viele gemeinsame Freunde regelrecht verjagt, die ihm Stellen angeboten haben, weil es schließlich in Zukunft ein Kind zu versorgen galt. 

Da er nicht nur auf einen Job gepfiffen hat, sondern früher oder später auch auf alles andere - Haushalt, Familienleben, Körperpflege... - und keine Veränderung in Sicht war, er war ja zufrieden mit sich, habe ich mich von ihm getrennt, als unsere Tochter 9 Monate alt war und sie allein groß gezogen. Wir sind nur 2 Straßen entfernt von ihm eingezogen, damit er sie regelmäßig sehen kann aber er hat davon keinen Gebrauch gemacht. Schließlich wurde eine Umgangsregelung getroffen, bei der sie ihn alle 2 Wochenenden besuchen sollte (wobei er arbeitslos war und ich berufstätig), immer wieder war er aber auch da nicht anzutreffen. Schließlich, nach etwa einem Jahr, war er unbekannt verzogen, 600km weiter wie sich später herausstellte. 

Wegen eines guten Jobangebotes bin ich mit meiner Tochter ein weiteres Jahr später in die entgegengesetzte Richtung verzogen, jetzt trennen uns gut 800km. 

Das alles ist Jahre her. Er hat den Kontakt zu unserer Tochter sporadisch gesucht, sie ca. 2x im Jahr besucht und seit letztem Sommer hat sie auch ihn in den Ferien besucht. Jedes Mal spielte er sich als "Super-Dad" auf und veranstaltete ein Tränenkonzert beim Abschied, dann wieder 2-3 Monate kein Lebenszeichen. Als er eine mehrjährige Partnerschaft hatte, hat seine Freundin sich sehr eingebracht, ihn zum häufigen Anrufen oder mehr Besuchen animiert und wenn sie dabei war hatte ich ein beruhigtes Gefühl. Beste Freundinnen werden wir wohl nie aber ich wusste, meine Tochter war gut aufgehoben dort. 

Nun hat sie sich verganenes Ostern von ihm getrennt und es gab wieder monatelange Kontaktlücken. Im Spätsommer lernte er eine neue Frau kennen und entschied sich spontan, diese ein paar Tage vor Weihnachten zu heiraten, wo er seine Tochter dabei haben wollte. Zwischendurch hatte meine Tochter diese Frau einmal "kennengelernt" wobei diese demonstratives Desinteresse an dem Kind zeigte und vorerst nicht einmal aus dem Auto stieg. Wo sie vor Weihnachten schonmal da war, könne sie dann auch gleich über Weihnachten bleiben, sie sei schließlich noch nie an einem Feiertag bei ihm gewesen...ich hab sie gefragt und sie wollte es so. Der ganze einwöchige Besuch war wohl ein riesiger Reinfall, er hatte null Augen für sein Kind und hat sie sogar an Heiligabend allein in ihr Zimmer geschickt, um mit seiner frisch Vermählten allein zu kochen etc. Ein Baum war nicht aufgestellt, der Weihnachtsmann (meine Tochter glaubt steif und fest an ihn) kam bis zum sehr späten Abend nicht weil ihr Vater wohl absolut nichts auf die Reihe gekriegt hat. Um 20.15Uhr an Heiligabend habe ich mit ihr einen Videochat gemacht und sie saß weinend und frustriert allein in ihrem Zimmer, es hat mein Herz gebrochen. 

Seit sie nach Weihnachten nach Hause zurückkam hat sie nicht nach ihrem Vater gefragt. Das tut sie auch sonst fast nie, sie sucht keinen Kontakt. Auch er hat sich wochenlang nicht gemeldet, kein Gruß zu Silvester oder zum neuen Jahr, zum Schulanfang nach den Ferien oder sonstiges. Im Januar schrieb er mir um zu hören, ob sie von ihrem "Urlaub" bei ihm berichtet hat und wütend wie ich war gab ich wieder, was sie erzählt hat und machte es ihm zu Vorwurf, dass er in sieben Jahren nicht einmal schafft, seiner Tochter ein schönes Weihnachtsfest zu bereiten. In Anbetracht der Umstände - hätte ich gedacht - legt man sich erst recht ins Zeug. Er brauste recht schnell auf, warf mit fiesen Beleidigungen um sich und ließ sich schließlich über meinen Partner aus. Scheinbar stank es ihm, dass unsere Tochter bei ihrem Vater viel und positiv über meinen Partner gesprochen hatte. Zu guter Letzt schlug er ernsthaft vor, mein Partner (wir sind seit ca. einem Jahr zusammen) solle sie doch adoptieren. Er habe sich dazu informiert, welches Prozedere bei welchem Amt, notwendig sei, etc. Erst dachte ich, er wolle mir nur besonders doll wehtun aber die Präzision, mit der er sich ausdrückte, ließ mich zweifeln. Es sei wohl "besser so für unsere Tochter" und darauf, die lange Distanz für Besuche zurückzulegen habe seine "Frau sicherlich kein Bock", schließlich sei es ja nicht ihr Kind. 

Vorweg - dass mein Freund unsere Tochter adoptiert kommt nicht in die Tüte, wieso auch? Aber ich bin völlig verunsichert darüber, inwieweit ich meiner Tochter weiterhin Kontakt zu ihrem Vater ermöglichen oder sie sogar, wie in den letzten Jahren, dazu animieren sollte. Ich habe immer versucht, wenigstens ein bisschen Dialog zwischen den beiden herzustellen ("Los, das zeigen wir mal Papa!" "Willst du heute nicht mal Papa anrufen und ihm sagen, was du Tolles gemacht hast?" und damit dieser nicht durch Strapazen blockiert wird nie auf Aufenthalts- oder Sorgerecht gepocht oder irgendwas gerichtlich durchgesetzt (außer unserer Scheidung und einem Anspruch auf Mindestunterhalt für mein Kind). Das heißt, alle Recht zwischen uns sind noch immer 50:50 geteilt und häufig schon ist sowas Simples wie Sparkonto-Einrichten daran gescheitert, dass er es nicht gebacken gekriegt hat, die Unterlagen mit seiner Unterschrift zurückzusenden.

Haltet ihr es für richtig, sie ihm nun nicht mehr "in die Arme zu treiben"? Wie gehe ich mit Kontaktversuchen von ihm um, solange sie diesen Wunsch noch nicht äußert? Ist es okay, zu versuchen, den Kontakt zwischen beiden einschlafen zu lassen, solang sie das nicht "bemerkt" oder erst nach Wochen oder Monaten und dann nur sporadisch? Ist es okay, es ihr nicht zu sagen, falls er versucht, sie zu erreichen? Sie hat noch kein Handy etc. und ist nur über mich oder per Brief zu kontaktieren aber bisher versucht er es auch nicht. Fürs Erste habe ich eine Beistandschaft beim Jugendamt für sie eingerichtet und möchte mir demnächst in einem Termin deren  Empfehlungen anhören. Was sind eure? Hat jemand sowas schonmal erlebt (falls jemand überhaupt bis hier unten kommt...)? 

Ich verstehe Deine Absicht , den Kontakt für Deine Tochter aufrechtzuerhalten.....jedoch die ständigen Enttäuschungen stehen dazu in keiner Relation....sie ist besser ohne ihn dran ...
Du darfst sie jedoch diesbezüglich nicht anlügen !
wenn einmal ein Telefonat oder Brief für sie kommt , dann muss sie es wissen ....und letztendlich darf sie schon mitbestimmen , ob sie denn zu ihren Vater will , oder lieber nicht
Du musst sie jedoch NICHT in seine Richtung schubsen ...

alles Liebe 

 

Gefällt mir
17. Februar um 10:35
In Antwort auf rabenschwarz

Sorry aber verabschiede dich bitte vom Traum des super Verhältnisses zwischen ihr und deinem Ex.

Er ist ein ..... aber irgendwo hat er ja auch recht. Sie IST besser ohne ihn dran und kein Vater ist besser als ein unterirdischer Versager. Traurig aber wahr.

Wenn sie von sich aus äußert ihn anrufen oder ihm schreiben zu wollen macht es. Wenn ER sagt er will sie besuchen - Hat er ein Recht zu - Aber sie zwanghaft zum Vater drücken und sie immer und immer wieder die Ablehnung und Enttäuschung erleben zu lassen ist von euch beiden grausam.
 

Ich würde sie nie zu irgendwas zwingen und hab das auch nie getan. Ich habe sie ermutigt, den Kontakt zu ihm aufrecht zu halten und jedes Mal war ein "Keine Lust" als Antwort ausreichend und okay. Aber sie ist ja auch nicht immer ein Grundschulkind gewesen und natürlich denkt eine 2-, 3-, 4- oder 5-jährige nicht von allein daran, schon gar nicht auf diese Distanz und mit dem sporadischen Kontakt. Von ihm kam eben auch nicht viel aber wie vielleicht aus meinen Ausführungen oben hervorgeht, ist er nicht boshaft oder gefährlich sondern kriegt sein Leben kein bisschen auf die Reihe, egal in welcher Beziehung. Und ich finde nicht, dass meine Tochter unter der Unfähigkeit ihres Vaters leiden und später das Gefühl haben sollte, ihn nicht zu kennen. Ich setze sie keinen Enttäuschungen aus sondern habe bisher immer Gelegenheiten für Begegnungen geschaffen. Und sofern sie nein gesagt hätte (zB nach der ein oder anderen Enttäuschung, die sie bei ihm erlebt hat), wäre das immer in Ordnung gewesen. An Weihnachten zB war es ihr Wunsch, hinzufahren, nachdem ich bzw. er es vorgeschlagen hatte. Als sie wiederkam sagte sie "Da will ich nie wieder an Weihnachten hin" und es tut mir weh, dass sie diese Erfahrung machen musste - andererseits ist es von nun an ihr eigener Wille und niemand hat über ihren Kopf hinweg entschieden. Es war mir wichtig, dass sie das entscheidet, was sie möchte und niemand für sie entscheidet. Ich denke, dafür ist sie inzwischen groß genug. Und als sie noch kleiner war, hat sie ihn ja noch nicht allein besucht.

Aber was ist zB mit den Umgangsrechten, die er nunmal hat, auch wenn sie ihn nicht mehr besuchen möchte? Muss ich ihn immer, wenn er möchte, bei uns willkommen heißen, egal, wie lang der Kontakt dazwischen weg war? Hier geht es mir weniger um die offizielle Rechtssprechung als um meine moralischen Verpflichtungen ihm und ihr gegenüber...

Gefällt mir
17. Februar um 10:48
In Antwort auf carina2019

wieso du überhaupt immer so auf Kontakt gepocht hast Obwohl die Kinder nie wirklich wollten, verstehe ich nicht.

Bitte nochmal lesen.

Gefällt mir
17. Februar um 10:56
In Antwort auf kristallviolett

Ich würde sie nie zu irgendwas zwingen und hab das auch nie getan. Ich habe sie ermutigt, den Kontakt zu ihm aufrecht zu halten und jedes Mal war ein "Keine Lust" als Antwort ausreichend und okay. Aber sie ist ja auch nicht immer ein Grundschulkind gewesen und natürlich denkt eine 2-, 3-, 4- oder 5-jährige nicht von allein daran, schon gar nicht auf diese Distanz und mit dem sporadischen Kontakt. Von ihm kam eben auch nicht viel aber wie vielleicht aus meinen Ausführungen oben hervorgeht, ist er nicht boshaft oder gefährlich sondern kriegt sein Leben kein bisschen auf die Reihe, egal in welcher Beziehung. Und ich finde nicht, dass meine Tochter unter der Unfähigkeit ihres Vaters leiden und später das Gefühl haben sollte, ihn nicht zu kennen. Ich setze sie keinen Enttäuschungen aus sondern habe bisher immer Gelegenheiten für Begegnungen geschaffen. Und sofern sie nein gesagt hätte (zB nach der ein oder anderen Enttäuschung, die sie bei ihm erlebt hat), wäre das immer in Ordnung gewesen. An Weihnachten zB war es ihr Wunsch, hinzufahren, nachdem ich bzw. er es vorgeschlagen hatte. Als sie wiederkam sagte sie "Da will ich nie wieder an Weihnachten hin" und es tut mir weh, dass sie diese Erfahrung machen musste - andererseits ist es von nun an ihr eigener Wille und niemand hat über ihren Kopf hinweg entschieden. Es war mir wichtig, dass sie das entscheidet, was sie möchte und niemand für sie entscheidet. Ich denke, dafür ist sie inzwischen groß genug. Und als sie noch kleiner war, hat sie ihn ja noch nicht allein besucht.

Aber was ist zB mit den Umgangsrechten, die er nunmal hat, auch wenn sie ihn nicht mehr besuchen möchte? Muss ich ihn immer, wenn er möchte, bei uns willkommen heißen, egal, wie lang der Kontakt dazwischen weg war? Hier geht es mir weniger um die offizielle Rechtssprechung als um meine moralischen Verpflichtungen ihm und ihr gegenüber...

Das rechtlichen Umgangsrecht solltest Du mit einem Familienrichter besprechen , das Moralische liegt an Euch Beiden ....
also wenn der Kontakt , auch nur sporadisch , gut ist , dann soll er , so wie es Eure Tochter möchte , aufrechterhalten werden ...
Du musst Ihn jedoch nicht jederzeit in Deine Wohnung lassen .Auch Er muß sich an Abmachungen halten und Terminvereinbarungen  sind verbindlich und dann besprecht gemeinsam , wie das Treffen ablaufen soll ....

Ich finde es gut , dass Du den Kontakt weiterhin ermöglichen möchtest , nun liegt es an den Beiden , was sie daraus machen 

Lg 

 

Gefällt mir
17. Februar um 21:58

Ich würde den Kontakt nicht einschlafen lassen. Egal wie ihr Vater ist es ist ihr Vater. Sollte er sich nicht melden würde ich sie aber nur zu Anlässen wie Geburtstag oder Weihnachten mal fragen. Dann kann sie immer selber entscheiden ob sie Kontakt will und fühlt sich durch zu häufiges Fragen nicht beträngt.
Die Adoption will er wahrscheinlich wegen dem Unterhalt. Das ist natürlich ganz schon mies. Kann aber vielleicht auch durch die neue Partnerin kommen.

Gefällt mir
18. Februar um 11:22

Danke für eure Rückmeldungen. In den Kontrasten der Antworten spiegelt sich genau mein Gefühl der Zerrissenheit - er ist ihr Vater und er wird es bleiben. Und sie hat ihn lieb obwohl er ein Versager ist. Sie hat sich immer mal wieder zu seinen Gunsten entschieden obwohl es MIR einen Stich versetzt hat, weil ich wusste, dass dort nicht viel mehr als Enttäuschungen auf sie wartet. Wo hört "Freilassen" auf und fängt Fahrlässigkeit an?
Bisher war meine Haltung dazu klar. Sie hat einen Vater, sie soll ihn kennen und ich werde mein Möglichstes tun, den Kontakt und Begegnungen auch auf die Distanz zu ermöglichen. Denn für die räumliche Entfernung und die damit verbundenen Schwierigkeiten kann sie doch nichts. 
Aber ich finde, zwischen Desinteresse und dem Vorschlag, das eigene Kind zur Adoption freizugeben liegen Welten, schon was die innere Haltung dem Kind gegenüber angeht. Und seit ich jetzt von dieser Ablehnung und dem "Abstoßen" des eigenen Kindes weiß, bin ich mit überhaupt nicht mehr sicher ob es gut für sie wäre, weitere Begegnungen zu ermöglichen. Das Ende ist doch schon klar oder? Würde ich zumindest meinen, nach all den Jahren, in denen er sich nicht weiterentwickelt hat... 

Gefällt mir