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Vater und Sohn, dazwichen ich...

20. Dezember 2006 um 11:27

Hallo zusammen

Ich hoffe ich finde hier jemanden mit einem ähnlichen Problem oder sonst jemand der mir hilft..
Meine Mutter starb als ich 8 und mein bruder 5 jahre alt war.
Mein Bruder kam in ein Kinderheim, welches von Nonnen geführt wurde. Er war unter der Woche dort und wir besuchte ihn immer. Da es relativ teuer war, beschloss mein Vater, mich bei einem ältern Paar zu lassen, während er zur Arbeit ging. Mein Bruder und ich waren also getrennt. Am wochenende freuten wir uns immer riesig und er und ich sind noch heute unzertrennlich.
Als er 13 wurde holte mein Vater ihn von einem Tag zum anderen zu uns nach hause... ich war 16 und ein rebell..
Er hatte kollegen, die halt kifften, so begann diese phase auch für ihn.. seit dann kifft er jeden Tag. Ich bin mit meinem Freund ausgezogen und wohne glücklich mit ihm.
Mein Bruder ist nach meinem Auszug auch ausgezogen, da er mit meinem Vater nicht klar kam.
Er wohnt also seit einem halben Jahr alleine, hat gekündigt und sich einen Hund gekauft. Er hatte einen superjob, doch der Hund war ihn wichtiger.

Mein Bruder ist ein Mensch, der sich nicht viel macht aus einem Job. Er sagt, dass es zwar gut ist einen Job zu haben, keinen zu haben für ihn aber keine notwendigkeit ist... Er wird schon was finden und nimmt jetzt alles gemütlich. er ist 21!

Mein Vater ruft mich immer an und erzählt mir von den Sachen die er tut. Dass er nur vögel im kopf hat... und blablabla... er stellt meinen Bruder immer im Schatten. Er käme auf die schiefe bahn... er sei im Drogenmillieu... etc.

Ich bin die Zwischenperson (so was wie 'ne Mutter). Ich halt dies nicht aus. Da mein Vater die deutsche Sprache nicht beherrscht, bin ich immer die, die alle Papiere macht. Alles mache ich. Die Sachen meines Bruders, meines Vaters und meine... ich habe keine Zeit und mache mich selbst kaputt, da ich an nichts anderes denken kann, als meinen Bruder... Ich mache mir sooooooo sorgen und denke manchmal, dass es keinen Ausweg als den Tot gibt. Ich möchte nichts mehr wissen, schalte einen Tag ab und am nächsten sind beide wieder da mit ihren sachen. ich möchte meinen Bruder helfen wieder auf die "richtige Bahn" zu kommen... habe aber das gefühl, dass es nicht geht. Ich bin so verzweifelt. ich führe meinen Haushalt, das leben meines Bruders und Vaters...

Ist dies eine Phase meines Bruders?
Geht das wieder vorbei?
Wird er mal wieder "normal" sein?
Was soll ich machen? Ich möchte doch mal Kinder haben... wird dies nicht noch mehr stress sein?

Ich wäre sehr dankbar, wenn mir jemand helfen könnte. Manchmal denke ich zum Psychologen zu gehen doch ich traue mich nicht....

Grüsse

Mary

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22. Januar 2007 um 18:52

Denke an dich...
Hallo,

dein Problem ist sehr schwierig zu berraten.
Aber ich denke das du wirklich die Mutter rolle übernommen hast auch wenn teilweise ungewollt.
In aller erster linie finde ich ist es die Aufgabe deines Vaters sich um deinen Bruder zu kümmern, aber wahrscheinlich hat er Ihn zum teil abgeschrieben.
An deiner stelle würde ich mich mit meinem vater zusammen setzten und versuchen meinem Bruder zu helfen, bloss denke ich auch wenn er sich nicht helfen lassen will wird das wohl sehr schwer sein. Es ist natürlich nicht von vorteil das er gekündigt hat, da er jetzt viel mehr Zeit hat um über seine Probleme nach zu denken und sich immer mehr fallen lässt. Er leidet mit sicherheit sehr darüber das er im Heim und du zu hause bei deneim Vater leben durftest, der frühe tot deiner Mutter und all diese dinge machzen ihm wahrscheinlich sehr zu schaffen. Ich an seiner stelle wäre vieleicht nicht anders, aber frauen sind manchmal doch etwas stärker wenn auch nicht immer. Aber versuch IHN aber auch dich doch zu überreden, einen Fachmann in dieser sache aufzusuchen. Ich denke heut zu tage ist es normal, weil die probleme grösser und sich vermehrt haben. Ihr beide solltet wirlkich einen Psychologen aufsuchen, vorallem dein Bruder. Alleine sind manche Probleme wirklich nicht zu bewältigen.
Ich hoffe du wirst bei Ihm erfolg haben, und dich überwinden, es ist NICHTS zum schämen, wirklich nicht.
Und denke daran der tot ist nicht der richtige weg sondern ein weglauf vor Problemen.
Es gibt immer ein Morgen auch wenn nicht heute, irgendwann sicherlich, sei stark.

gürsse emel

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