Home / Forum / Meine Familie / Vater lehnt den Kontakt zur Tochter ab

Vater lehnt den Kontakt zur Tochter ab

18. April 2002 um 23:16

Hallo, ich brauche mal einen Rat. Meine Tochter wird bald 12. Ich habe sie bisher allein erzogen. Sie hat im Laufe der Jahre immer mal nach ihrem Vati gefragt, ich habe ihr immer die Wahrheit gesagt, dass wir uns trennten, weil er verheiratet ist und sich nicht von seiner Familie trennen wollte. Sie hat das all die Jahre hingenommen, bloss immer gefragt: Interessiert ihn den nicht, wie ich bin und wie es mir geht? Vor einiger Zeit drängelte sie, ihn mal kennen zu lernen. Sie wollte wissen, wie er aussieht und so ist. Ich habe ihm dann geschrieben und ihr Wünsche mitgeteilt. Erst bat er sich Bedenkzeit aus und nun teilt er mir heute ( 3 Wochen später) mit, dass er es nicht für gut hält, sie aus ihrem gewohnten Leben zu reisen. Mit dieser Begründung und seinen eigenen negativen Erfahrungen als Trennungskind, lehnt er jeglichen Kontakt zu ihr ab. Nun sitze ich da und überlege, wie ich ihr das erkläre. Sie ist zwar schon sehr reif und verständig, aber welches sind hier die richtigen Worte? Habt ihr einen Rat für mich? Oder kennt jemand sowas aus eigener Erfahrung?

Mehr lesen

19. April 2002 um 2:52

Angst
Hallo Emilia,
gratuliere dir erstmals zu deinem lieben Töchterchen. Nur schade, dass der Vater so abweisend reagiert. Ich denke, er hat wohl Angst bekommen. Angst, seine kleine heile Welt könnte auseinanderfallen, wenn da plötzlich ein kleines Mädchen auftaucht, das seine Tochter ist. Er fühlt sich wohl überfordert und befürchtet, seine Familie könnte davon erfahren.
Meinst du, du solltest aufgeben? Ich meine, Du hast deine Tochter durch IHN empfangen. All die Jahre hast du die Verantwortung übernommen und deine Tochter großgezogen und sein Leben respektiert. Aber nun ist wohl der Punkt, wo er einmal Verantwortung zeigen sollte.
Deine Tochter scheint sehr reif zu sein. Sie hat all die Jahre hingenommen, dass er eine Familie hat und deshalb ihr Vater nicht bei ihr ist. Aber dieser Wunsch sollte ihr doch erfüllt werden. Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn du ihm das nochmals energisch klarmachst, aber ihm auch sagst, dass er keine Angst haben muss, dass seine Familie von euch davon erfährt. Aber er zum Kuckuck, das seiner Tochter schuldig ist. Vielleicht kann er ja zu euch kommen.
ABer ich würd da so schnell nicht aufgeben, du tust es ja nicht für dich, sondern für dein Töchterchen
Alles Liebe
Kassiopeia

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

19. April 2002 um 9:47

Die Wahrheit sagen
Liebe Emilia,

ich würde den Vater Deiner Tochter nicht mehr bedrängen (denn so sieht er das wohl), sondern meiner Tochter die Wahrheit sagen. Ungeschminkt und ehrlich. All das, was er Dir gesagt hat.

Sie ist nicht mehr so klein, dass sie das nicht versteht. Sie wird es so am leichtesten verarbeiten können. Außerdem ist es auch besser für sie, damit klarzukommen, wenn sie weiß, dass ER den Kontakt nicht will (und nicht Du).

Je ehrlicher Du bist, umso besser für sie.

Übrigens bin ich auch ein vom Erzeuger ungewolltes Kind (allerdings war meine Mutter mit diesem Typen leider verheiratet) und möchte mit ihm auch keinen Kontakt mehr haben.

Meine Mutter hat es ständig versucht, ihm mich näher zu bringen. Aber selbst als 5jährige fühlte ich mich nicht bei der Sache wohl. Ein Kind merkt, ob und wenn es gewollt ist!

Sein Vorwand, dass er selbst ein Trennungskind ist, gilt nicht Solch blöden Kommentar könnte er sich bei mir ersparen! Lass den Typen dort, wo der Pfeffer wächst (oder noch weiter).

Du brauchst Dir auch keine Vorwürfe zu machen.
Ich finde es sehr sehr klasse von Dir, dass Du den Versuch gestartet hast. Das zeigt wahre Größe! Ich hätte es wahrscheinlich gar nicht erst versucht. Denn ich bin der Meinung, dass ER den 1. Schritt hätte tun müssen.

Ich denke, Du und Deine Tochter, ihr wisst jetzt, woran Ihr seid.

Liebe Grüße

1 LikesGefällt mir Hiflreiche Antwort !

19. April 2002 um 15:27

Brief geben
Obwohl ich weder ein Kind habe, noch in dieser Situation war, war ich doch auch mal 12 Jahre alt und ich denke wie meine Vorgänger, daß man das deiner Tochter sagen kann.
Vielleicht gibst Du ihr sogar den Brief, den Du geschrieben hast (falls Du eine Kopie hast) und seine Antwort darauf, dann sieht sie, wie er geantwortet hat.
Sprich mit ihr und sei offen für ihre Fragen, mehr kann man glaub gar nicht dazu sagen. Wenn er meint, sie nicht sehen zu wollen, kannst Du nichts machen, außer sie meint, selber nachhaken zu müssen, wenn das möglich ist und ihm selber einen Brief schreiben. Dann merkt er vielleicht, daß ihr wichtig ist, ihn mal gesehen zu haben und zu wissen, wie er eigentlich so ist.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

19. April 2002 um 18:12

Hallo emilia,
ich kann mich da nur seefee anschließen. Auch ich würde deiner Tochte unbedingt die Wahrheit sagen, auch wenn sie hart ist. Sie wird sonst nie aufhören davon zu träumen, ihren Vater zu treffen und macht sich ein völlig falsches Bild von ihm.

Ich kann mir vorstellen, daß du Angst davor hast ihr weh zu tun, aber das kannst du in diesem Fall nicht von ihr abwenden. Ich würde es ihr aber in einer ruhigen Minute sagen und für sie da sein, denn leicht wird es nicht werden. Sie wird bestimmt gekränkt sein, wenn sie erfährt, daß ihr eigener Vater nichts von ihr wissen will.


Liebe Grüße
Heike

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

29. Juli 2012 um 18:02

Mein Rat
Hallo -
also, die gegenseitige Ablehnung liegt darin begründet, dass Du als Frau - den Mann deines Kindes ablehnst. Ich habe so etwas selbst hinter mir - nachdem die Mutter meiner Tochter - diese auf die übelste Weise indoktriniert hatte - habe ich nach insgesamt acht Jahren entschieden, jeden Kontakt auch zu dem Kind abzulehnen - ehrlich gesagt - machst Du da in der Erziehung des Kindes was grob fahrlässig falsch.

Grüße, Entscheider.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

29. Juli 2012 um 21:56


@entscheider

der thread ist 10 jahre alt und das kind inzwischen 22, also eine erwachsene frau!!!

verjährt!!!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

15. Juni 2016 um 9:59
In Antwort auf zanina_12930254

Mein Rat
Hallo -
also, die gegenseitige Ablehnung liegt darin begründet, dass Du als Frau - den Mann deines Kindes ablehnst. Ich habe so etwas selbst hinter mir - nachdem die Mutter meiner Tochter - diese auf die übelste Weise indoktriniert hatte - habe ich nach insgesamt acht Jahren entschieden, jeden Kontakt auch zu dem Kind abzulehnen - ehrlich gesagt - machst Du da in der Erziehung des Kindes was grob fahrlässig falsch.

Grüße, Entscheider.

Entscheider, du bist 'ne Wucht

du hast nach 8 Jahren den Kontakt zu deinem Kind abgebrochen, weil die Mutter es indoktrinert hat. Vermutlich hast du auch Angela Merkel gewählt. Die Welt hat Glück, dass sie dich hat. Sonst wäre sie kein Jammertal mehr.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Großfamilie sucht Haus zur Miete/ Mietkauf
Von: helios_12169753
neu
14. Juni 2016 um 11:26
Eifersucht
Von: belda_11898494
neu
11. Juni 2016 um 19:30
Wir machen deinen Tag bunter!
instagram

Das könnte dir auch gefallen