Home / Forum / Meine Familie / Unterschiedliche Mutterliebe

Unterschiedliche Mutterliebe

13. August 2002 um 16:02

Liebe Mamis, Muttis, ...

Ich hatte gestern ein langes Gespräch mit einer Freundin, die zwei Kinder hat. Eine Tochter und einen Sohn. Sie hat mir unter Tränen "gestanden", dass sie ständig ein schlechtes Gewissen hat, weil sie ihren Sohn mehr liebt. Wobei sie dieses mehr lieben mit näher/verbundener fühlen beschreibt. Das Gefühl im Bauch für den Sohn sei um ein vielfaches wärmer als für die Tochter.

Mich hat dieses Gespräch sehr beschäftigt. Und würde nun sehr gerne eure Meinung/Erfahrungen dazu hören.

Kann eine Mutter jedes ihrer Kinder "gleich" lieben?

Wie gehen Mütter damit um, wenn sie feststellen, dass sie sich zu einem Kind mehr hingezogen fühlen als zum anderen? Gestehen sie es sich überhaupt ein? Wenn ja: Schlechtes Gewissen? "Ich bin eine schlechte Mutter" - Gefühle? Oder?

Hat "sich näher fühlen" aus eurer Sicht mit "mehr liebhaben" zu tun?

Gespannte Grüsse
Daria

Mehr lesen

13. August 2002 um 16:09

Hoppla!!!
Da hast Du mutig wohl einige Mamis mitten ins Herz getroffen.

Mich auch!!!

Ich kenne dieses Gefühl auch, fühle mich auch näher bei meiner Kleinen als bei der Grossen. Dafür fühlt sich mein Mann näher bei der Grossen. Aber ich glaube nicht, dass ich eines mehr liebe als das andere. Trotzdem habe ich auch oft ein schlechtes Gewissen.

Bei mir war es noch so, dass ich meine erste Tochter nach der Geburt lange nicht gesehen habe. Ca. 2 Stunden, und als ich sie dann sah, war sie schon gebadet und angezogen und eingewickelt in ein Tuch, nichts von Nähe also. Obwohl alles in Ordnung war. (Machtkampf mit der Hebamme!!)

Und die Kleine habe ich dann von Anfang an gesehen, wie sie auf die Welt kam. Da ist irgendein verrückter Funke übergesprungen, der bei der Grossen fehlt, irgndwie.

Aber ich liebe beide meine Töchter sehr, jede auf ihre Art, sie sind ja auch sehr verschieden (gottseidank).

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

14. August 2002 um 10:38

Entscheidung oder Gefühl?
Man spürt deine Liebe zu deinen Kindern zwischen den Zeilen! Schön...

Jedes Kind so nehmen wie es ist, erachte ich als sehr, sehr wichtig. Ich bin mir nur nicht sicher, ob das nicht eher eine Entscheidung als ein Gefühl ist.

Ich habe sowohl privat als beruflich sehr viel mit Kindern und Jugendlichen zu tun. Leider sind es nicht meine eigenen! Akzeptieren und annehmen kann ich dabei bis zu einem gewissen Grad "steuern". Jedoch nicht, dass ich mich zu manchen mehr und zu anderen weniger hingezogen fühle. Manchmal hilft es zu überlegen, weshalb es so ist. Und ich kann auch willentlich versuchen, die Kinder die Unterschiede nicht zu arg spüren zu lassen...

Ist es wirklich so, dass es bei eigenen Kindern so anders ist? Oder reden wir uns nur ein, dass es anders sein soll/muss?

Liebe Grüsse
Daria

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

14. August 2002 um 10:45
In Antwort auf angie33

Hoppla!!!
Da hast Du mutig wohl einige Mamis mitten ins Herz getroffen.

Mich auch!!!

Ich kenne dieses Gefühl auch, fühle mich auch näher bei meiner Kleinen als bei der Grossen. Dafür fühlt sich mein Mann näher bei der Grossen. Aber ich glaube nicht, dass ich eines mehr liebe als das andere. Trotzdem habe ich auch oft ein schlechtes Gewissen.

Bei mir war es noch so, dass ich meine erste Tochter nach der Geburt lange nicht gesehen habe. Ca. 2 Stunden, und als ich sie dann sah, war sie schon gebadet und angezogen und eingewickelt in ein Tuch, nichts von Nähe also. Obwohl alles in Ordnung war. (Machtkampf mit der Hebamme!!)

Und die Kleine habe ich dann von Anfang an gesehen, wie sie auf die Welt kam. Da ist irgendein verrückter Funke übergesprungen, der bei der Grossen fehlt, irgndwie.

Aber ich liebe beide meine Töchter sehr, jede auf ihre Art, sie sind ja auch sehr verschieden (gottseidank).

Hi Angie
Über diesen "verrückten Funken" habe ich auch schon nachgedacht. Den gibt's ja nicht nur in Bezug auf die Liebe zu Kindern...

Wie denkst du denn, sind die Erwartungen der Gesellschaft an Mutterliebe? Ein paar Theoretiker sind ja der Ansicht, dass sie die einzige bedingslose Liebe ist, die wir im Leben erhalten...

Wie wird gewertet, wenn wir eingestehen, dass Unterschiede da sind?

Liebe Grüsse
Daria

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

14. August 2002 um 11:03
In Antwort auf aragon_12706646

Hi Angie
Über diesen "verrückten Funken" habe ich auch schon nachgedacht. Den gibt's ja nicht nur in Bezug auf die Liebe zu Kindern...

Wie denkst du denn, sind die Erwartungen der Gesellschaft an Mutterliebe? Ein paar Theoretiker sind ja der Ansicht, dass sie die einzige bedingslose Liebe ist, die wir im Leben erhalten...

Wie wird gewertet, wenn wir eingestehen, dass Unterschiede da sind?

Liebe Grüsse
Daria

Schwierige Frage!
Ich glaube jedoch, dass die Liebe nicht wirklich grösser oder kleiner ist zu den eigenen Kindern, einfach ANDERS. Die Bedürfnisse der inder sind ja auch anders.

Ich hatte z.B. auch lange das Gefühl, dass ich, und nur ich, denn ich bin ja die Mutter, sämtliche Impftermine, Zahnarzt, Arzt-, Spitaluntersuchungen, mit den Kindern machen muss. Ich dachte, sie brauchen doch vorallem die Mutter, bis ich mir eingestanden habe, dass z.B. bei Zahnarztbesuchen mein Mann, also der Vaater, sehr viel mehr bringt als ich, weil er eher die Ruhe weg hat beim Zahnarzt als ich.

Anfangs habe ich mich trotzdem als schlechte Mutter gesehen. Heute bin ich soweit, dass ich mir eingestehen kann, trotzdem alles zu tun für meine Kinder. Oder gerade deshalb, weil ich ihnen die Möglichkeit gebe, auc hvon anderen noch zu profitieren, bin nicht mehr so egoistisch.

Hast Du auch Kinder?

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

15. August 2002 um 16:50

Ich habe drei Kinder..
aber eins weniger lieben als die anderen ? Nein das nicht .Jedes Kind ist anderes ,jedes Kind liebe ich anders .Mit meiner Ältesten habe ich im Moment eine gute freundschaftliche Beziehung aber sie muss immer das letzte Wort haben .Meine zweite ist fleissiger und selbstbewuster aber im Moment eine absolute Zicke.Die Jüngste probiert gerade aus wie weit sie gehen kann und ist einfach nur süss aber Anstrengent.Jeder hat seine Stärken und Scwächen .Ich liebe jeden auf seine Art .Und das wäre mit jedem weiteren Kind auch so.
Vielleicht meint deine Freundin nur das sie ihren Sohn mehr liebt.Es ist nur eine andere Art aber die selbe Liebe .
Gruss Mamelick

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

16. August 2002 um 8:18
In Antwort auf angie33

Schwierige Frage!
Ich glaube jedoch, dass die Liebe nicht wirklich grösser oder kleiner ist zu den eigenen Kindern, einfach ANDERS. Die Bedürfnisse der inder sind ja auch anders.

Ich hatte z.B. auch lange das Gefühl, dass ich, und nur ich, denn ich bin ja die Mutter, sämtliche Impftermine, Zahnarzt, Arzt-, Spitaluntersuchungen, mit den Kindern machen muss. Ich dachte, sie brauchen doch vorallem die Mutter, bis ich mir eingestanden habe, dass z.B. bei Zahnarztbesuchen mein Mann, also der Vaater, sehr viel mehr bringt als ich, weil er eher die Ruhe weg hat beim Zahnarzt als ich.

Anfangs habe ich mich trotzdem als schlechte Mutter gesehen. Heute bin ich soweit, dass ich mir eingestehen kann, trotzdem alles zu tun für meine Kinder. Oder gerade deshalb, weil ich ihnen die Möglichkeit gebe, auc hvon anderen noch zu profitieren, bin nicht mehr so egoistisch.

Hast Du auch Kinder?

Auch die Väter...
Guten Morgen Angie33

Du hast einen wichtigen Punkt angesprochen. Die Papas!
Eigentlich hätte ich ja auch von unterschiedlicher Vaterliebe sprechen müssen. Aber die Gesellschaft scheint den "Leistungen" der Väter etwas toleranter gegenüber zu stehen... Mutter sein ist mit mehr Vorurteilen behaftet, oder?

Nein, ich habe keine Kinder. Und leider werde ich auch nie welche haben. Da hat jemand für mich entschieden ohne mich zu fragen...

So sind halt meine zahlreichen Nichten und Neffen und meine Schüler "meine" Kinder. Das sind immerhin über 100...

Dass du deinen Mann auch einbindest in die Verantwortung für die Kinder, finde ich toll. Schliesslich sind es ja auch seine Kinder! Ich erlebe es sehr oft, dass sich immer noch fast ausschliesslich die Mütter um alles kümmern. Frech wie ich bin, weise ich immer darauf hin, dass ich grossen Wert darauf lege, dass auch die Väter zum Elterngespräch erscheinen.

Auch ich bemühe mich um alle "meine" Kinder gleich. Die Unterschiede bestimmen sie, da sie ja auch unterschiedlich sind... Aber ich versuche, jedes Kind da abzuholen, wo es steht...

Weiterhin viel "Spass" mit deinen Mädchen und guten Mut für alles, was noch kommt...

Daria

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

16. August 2002 um 10:51
In Antwort auf aragon_12706646

Auch die Väter...
Guten Morgen Angie33

Du hast einen wichtigen Punkt angesprochen. Die Papas!
Eigentlich hätte ich ja auch von unterschiedlicher Vaterliebe sprechen müssen. Aber die Gesellschaft scheint den "Leistungen" der Väter etwas toleranter gegenüber zu stehen... Mutter sein ist mit mehr Vorurteilen behaftet, oder?

Nein, ich habe keine Kinder. Und leider werde ich auch nie welche haben. Da hat jemand für mich entschieden ohne mich zu fragen...

So sind halt meine zahlreichen Nichten und Neffen und meine Schüler "meine" Kinder. Das sind immerhin über 100...

Dass du deinen Mann auch einbindest in die Verantwortung für die Kinder, finde ich toll. Schliesslich sind es ja auch seine Kinder! Ich erlebe es sehr oft, dass sich immer noch fast ausschliesslich die Mütter um alles kümmern. Frech wie ich bin, weise ich immer darauf hin, dass ich grossen Wert darauf lege, dass auch die Väter zum Elterngespräch erscheinen.

Auch ich bemühe mich um alle "meine" Kinder gleich. Die Unterschiede bestimmen sie, da sie ja auch unterschiedlich sind... Aber ich versuche, jedes Kind da abzuholen, wo es steht...

Weiterhin viel "Spass" mit deinen Mädchen und guten Mut für alles, was noch kommt...

Daria

Immer sympathischer!!!
Guten Tag Daria.

Du wirdt mir immer sympathischer. Deine Art gefällt mir. "Freche Lehrerin", weil Du die Väter zu den Elterngesprächen einlädst . Das ist nicht frech, das ist sehr gut.

Und senn ich mir genauer überlege, hast Du seeeehr recht mit Deiner Behauptung, dass bei den Vätern ehr Unterschiede in Behandlung der eigenen Kinder auftauchen, als bei Müttern. Das ist nicht wertend gemeint, eher als Feststellung. Und man nimmts einfach so hin.

Wie alt sind die Kinder, die Du unterrichtest? Meine sind in der 1. und der 3. Klasse.Seit anfang dieser Woche.

Du hättest gerne noch eigene gehabt? Stimmts? Aber ich habe das Gefühl, Du hast Dich "mit dem Schicksal ausgesöhnt"??!!! Es tut mir immer so leid, wenn prädestinierte Frauen nicht Mutter werden können. Es tut mir auch für Dich leid....

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

16. August 2002 um 15:13
In Antwort auf angie33

Immer sympathischer!!!
Guten Tag Daria.

Du wirdt mir immer sympathischer. Deine Art gefällt mir. "Freche Lehrerin", weil Du die Väter zu den Elterngesprächen einlädst . Das ist nicht frech, das ist sehr gut.

Und senn ich mir genauer überlege, hast Du seeeehr recht mit Deiner Behauptung, dass bei den Vätern ehr Unterschiede in Behandlung der eigenen Kinder auftauchen, als bei Müttern. Das ist nicht wertend gemeint, eher als Feststellung. Und man nimmts einfach so hin.

Wie alt sind die Kinder, die Du unterrichtest? Meine sind in der 1. und der 3. Klasse.Seit anfang dieser Woche.

Du hättest gerne noch eigene gehabt? Stimmts? Aber ich habe das Gefühl, Du hast Dich "mit dem Schicksal ausgesöhnt"??!!! Es tut mir immer so leid, wenn prädestinierte Frauen nicht Mutter werden können. Es tut mir auch für Dich leid....

Hi Angie33
Danke für die Blumen und - die Sympathie beruht auf Gegenseitigkeit...

Ich unterrichte am Gymnasium, 14-19jährige... von der "nahrhaften" Sorte.... Ausserdem habe ich seit einer Woche eine Kleinklasse im Rahmen eines Projekts für Begabtenförderung, diese Kinder sind 7 - 11 Jahre alt.

Und ja, ich hätte sehr gerne eigene Kinder. Ich bin in einer grossen Familie aufgewachsen und ich würde viel dafür hergeben, einmal mein Kind in den Armen halten zu dürfen. Ausgesöhnt habe ich mich nicht mit meinem Schicksal. Ich habe es akzeptiert und kann nichts daran ändern. Die Sehnsucht aber bleibt...

Herzliche Grüsse
Daria

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

19. August 2002 um 8:41
In Antwort auf aragon_12706646

Hi Angie33
Danke für die Blumen und - die Sympathie beruht auf Gegenseitigkeit...

Ich unterrichte am Gymnasium, 14-19jährige... von der "nahrhaften" Sorte.... Ausserdem habe ich seit einer Woche eine Kleinklasse im Rahmen eines Projekts für Begabtenförderung, diese Kinder sind 7 - 11 Jahre alt.

Und ja, ich hätte sehr gerne eigene Kinder. Ich bin in einer grossen Familie aufgewachsen und ich würde viel dafür hergeben, einmal mein Kind in den Armen halten zu dürfen. Ausgesöhnt habe ich mich nicht mit meinem Schicksal. Ich habe es akzeptiert und kann nichts daran ändern. Die Sehnsucht aber bleibt...

Herzliche Grüsse
Daria

Hallo Daria!
Ich bewundere Dich, Du hast etwas,, so...., es ist schwierig auszudrücken, jedenfalls hast Du meinen vollen Respekt.

Und da kommt plötzlich ein neues, heisses Thema auf. Begabtenförderung. Kannst Du mir mehr darüber erzählen? Es interessiert mich deshalb so sehr, weil wir mit unserer grösseren Tochter so sehr "anecken". Wir mussten schon im Kindergarten allerhand Abklärungen machen, auf ungesunden Druck der Kindergärtnerin, weil diese der Meinung war, unsere Tochter könne nicht eingeschult werden. Und die Tests ergaben dann, dass man sie idealerweise ein Jahr früher hätte einschulen müssen. Also in allen Beagen das Gegenteil von dem, was von der KiGä vermutet wurde.

In der 1. Klase dann eröffnete uns die Lehrerin, dass wir uns überlegen sollen, ob wir Juna nicht eine Klasse überspringen lassen wollen, also anstatt die 2. gleich in die 3. Wir entschieden uns dagegenweil wir der Meinung sind, dass sie nicht überintelligent ist, sie ist nur unterfordert mit dem normalen Stoff, bräuchte dringend mehr Stoff aber im Rahmen ihrer Klasse. Die Lehrerin ging darauf ein, zumal sie in dieser Klasse nur 6 Kinder zu unterrichten hat.

Ein Jahr später (die Lehrerin hielt sich nicht an die Abmachung), wurde ihr Juna dann wohl zu "schwierig". Und die Lehrerin behauptete, (Ablenkungsmanöver), bei uns zu Hause könne einiges nicht stimmen, sie werde den Schulpsychologen zuziehen, wenn wir nicht freiwillig rausrücken würden, was wir für Probleme hätten.

Das ist nur die Kurzfassung von einem seit Jahren andauernden Terror.

Kannst Du etwas damit anfangen?

Ganz ganz liebe Grüsse und einen guten Start in die neue Woche.

angie.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

20. August 2002 um 12:13
In Antwort auf angie33

Hallo Daria!
Ich bewundere Dich, Du hast etwas,, so...., es ist schwierig auszudrücken, jedenfalls hast Du meinen vollen Respekt.

Und da kommt plötzlich ein neues, heisses Thema auf. Begabtenförderung. Kannst Du mir mehr darüber erzählen? Es interessiert mich deshalb so sehr, weil wir mit unserer grösseren Tochter so sehr "anecken". Wir mussten schon im Kindergarten allerhand Abklärungen machen, auf ungesunden Druck der Kindergärtnerin, weil diese der Meinung war, unsere Tochter könne nicht eingeschult werden. Und die Tests ergaben dann, dass man sie idealerweise ein Jahr früher hätte einschulen müssen. Also in allen Beagen das Gegenteil von dem, was von der KiGä vermutet wurde.

In der 1. Klase dann eröffnete uns die Lehrerin, dass wir uns überlegen sollen, ob wir Juna nicht eine Klasse überspringen lassen wollen, also anstatt die 2. gleich in die 3. Wir entschieden uns dagegenweil wir der Meinung sind, dass sie nicht überintelligent ist, sie ist nur unterfordert mit dem normalen Stoff, bräuchte dringend mehr Stoff aber im Rahmen ihrer Klasse. Die Lehrerin ging darauf ein, zumal sie in dieser Klasse nur 6 Kinder zu unterrichten hat.

Ein Jahr später (die Lehrerin hielt sich nicht an die Abmachung), wurde ihr Juna dann wohl zu "schwierig". Und die Lehrerin behauptete, (Ablenkungsmanöver), bei uns zu Hause könne einiges nicht stimmen, sie werde den Schulpsychologen zuziehen, wenn wir nicht freiwillig rausrücken würden, was wir für Probleme hätten.

Das ist nur die Kurzfassung von einem seit Jahren andauernden Terror.

Kannst Du etwas damit anfangen?

Ganz ganz liebe Grüsse und einen guten Start in die neue Woche.

angie.

So rutscht...
... man von einem Thema ins andere!

Hi Angie

Dieses Thema ist sehr komplex. Es ist für mich schwierig anhand einer Kurzbeschreibung eine "Diagnose" abzugeben.

Es ist leider so, dass sogenannte mehrbegabte Kinder oft "unter den Tisch" fallen. Erstens sind die Lehrer nicht dafür ausgebildet und zweitens gibt es unzählige Förder- bzw. Stützangebote für schächere Schüler, aber Null für die mehrbegabten. Man vertritt die Meinung, dass die Kinder (und deren Eltern) gefälligst froh sein sollen, dass die Kinder so gut mitkommen usw.
Die Lehrerin ist aus meiner Sicht überfordert mit der Situation und will euch nun den "scharzen Peter" in die Schuhe schieben. Dabei wäre eine entsprechende Förderung in dieser sehr kleinen Klasse auf einfache Art und Weise umzusezten. Da muss ich aufpassen, dass ich mich nicht in Rage schreibe... Aber die Tatsache hilft dir ja nicht weiter, also...

Ich kenne die Verhältnisse in Deutschland nicht. In der Schweiz wird so ein Kind umfassend vom Schulpsychologen abgeklärt. Und dann nach einer Lösung gesucht. Wobei diese sogenannten Lösungen in der Regel nur Massnahmen sind, die das eigentliche Problem "vertagen".

Ich habe wohl Pädagogik studiert (unter anderem), die Abklärung eines Kindes gehört aber die Hände eines erfahrenen (mit diesen Kindern erfahrenen!) Psychologen. Ich als Pädagogin bin die sogenannte zweite Instanz, die dann nach Möglichkeiten sucht, diesen Kindern gerecht zu werden. Ihnen die Förderung zu geben, die ihnen zusteht. (Letztes Wort dreifach unterstrichen!)

Ich kann dir wärmstens das Buch "Lichtblick für helle Köpfe" empfehlen von Joelle Huser empfehlen. Es kann sein, dass du es über die Schweiz (www.bol.ch) bestellen musst, da es von einem schweizer Lehrmittelverlag veröffentlicht worden ist. Es lohnt sich aber in jedem Fall!

Du kannst mir auch gerne direkt schreiben, wenn du weitere Fragen hast! Die erste Mail ### an azur@gofeminin.de, ich werde dir dann meine private Mailadresse mitteilen...

So müssen wir nicht mehr den "Umweg" über das Forum machen...

Liebe Grüsse
Daria

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

20. August 2002 um 12:39
In Antwort auf aragon_12706646

So rutscht...
... man von einem Thema ins andere!

Hi Angie

Dieses Thema ist sehr komplex. Es ist für mich schwierig anhand einer Kurzbeschreibung eine "Diagnose" abzugeben.

Es ist leider so, dass sogenannte mehrbegabte Kinder oft "unter den Tisch" fallen. Erstens sind die Lehrer nicht dafür ausgebildet und zweitens gibt es unzählige Förder- bzw. Stützangebote für schächere Schüler, aber Null für die mehrbegabten. Man vertritt die Meinung, dass die Kinder (und deren Eltern) gefälligst froh sein sollen, dass die Kinder so gut mitkommen usw.
Die Lehrerin ist aus meiner Sicht überfordert mit der Situation und will euch nun den "scharzen Peter" in die Schuhe schieben. Dabei wäre eine entsprechende Förderung in dieser sehr kleinen Klasse auf einfache Art und Weise umzusezten. Da muss ich aufpassen, dass ich mich nicht in Rage schreibe... Aber die Tatsache hilft dir ja nicht weiter, also...

Ich kenne die Verhältnisse in Deutschland nicht. In der Schweiz wird so ein Kind umfassend vom Schulpsychologen abgeklärt. Und dann nach einer Lösung gesucht. Wobei diese sogenannten Lösungen in der Regel nur Massnahmen sind, die das eigentliche Problem "vertagen".

Ich habe wohl Pädagogik studiert (unter anderem), die Abklärung eines Kindes gehört aber die Hände eines erfahrenen (mit diesen Kindern erfahrenen!) Psychologen. Ich als Pädagogin bin die sogenannte zweite Instanz, die dann nach Möglichkeiten sucht, diesen Kindern gerecht zu werden. Ihnen die Förderung zu geben, die ihnen zusteht. (Letztes Wort dreifach unterstrichen!)

Ich kann dir wärmstens das Buch "Lichtblick für helle Köpfe" empfehlen von Joelle Huser empfehlen. Es kann sein, dass du es über die Schweiz (www.bol.ch) bestellen musst, da es von einem schweizer Lehrmittelverlag veröffentlicht worden ist. Es lohnt sich aber in jedem Fall!

Du kannst mir auch gerne direkt schreiben, wenn du weitere Fragen hast! Die erste Mail ### an azur@gofeminin.de, ich werde dir dann meine private Mailadresse mitteilen...

So müssen wir nicht mehr den "Umweg" über das Forum machen...

Liebe Grüsse
Daria

Habe ich...
...soeben gemacht. Mail in deiner gofeminin-Box. Bis später und danke!!!!!

angie.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

20. August 2002 um 13:28

Hi Marite
Eigentlich hätte ich gerne darüber diskutiert wie etwas ist und nicht wie es sein soll(te)...

Würde ich meiner Funktion als Pädagogin wie du schreibst "neutrale Schweiz" sein, wäre ich wohl keine gute Pädagogin. Ich bin vielleicht objektiver gegenüber den Kindern als die meisten Eltern. Aber irgendwo hört alles Wissen auf und der Mensch Daria fängt an. Würde ich diesen Menschen nicht einbringen können und dürfen, hätte ich den Beruf schon längst an den Nagel gehängt. Mein täglicher Drahtseilakt ist es, die richtige Mischung aus Distanz und Nähe zu finden. Ob mir das immer gelingt? Nein!

P.S. Gibt es Menschen, die nicht "oft sehr menschlich" sind?


Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

21. August 2002 um 10:39
In Antwort auf angie33

Habe ich...
...soeben gemacht. Mail in deiner gofeminin-Box. Bis später und danke!!!!!

angie.

...und jetz isch
d'Antwort i dim Briefchaschta...

Es schös Grüessli trotz Regawetter
Daria

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Lust auf mehr Farbe in deinem Leben?
wallpaper