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Unterhalt an das Kind seiner Ex-Freundin.

6. Februar 2006 um 13:19 Letzte Antwort: 8. Februar 2006 um 2:05

Hallo,

ich habe ein Problem über das ich schon zu lange alleine nachgrübel.

Die Vorgeschichte:

Die Ex-Freundin meines Partners hat von ihm ein Kind im Alter von 3 1/2 Jahren.
Sie bekam das Kind, als ihre gemeinsam Beziehung schon beendet war. Das Kind sollte ein Versuch sein, alles noch mal zu kitten. Doch mein Freund macht ihr unmissverständlich klar, daß er an ihr und schon gar nicht an dem Kind keinerlei Interesse hat. Außerdem sei er schon wider neu liiert - nämlich mit mir.

Wir sind jetzt seit 4 Jahren ein Paar.

Seit das Kind auf der Welt ist, haben wir nichts mehr von ihr gehört. Sie hat meinen Freund nicht als Vater angegeben und er hat auch nie Anstalten gemacht, für den Unterhalt des Kleinen zu sorgen.

Jetzt verlangt sie von ihm - zurecht - Unterhalt und zwar an dem Jungendamt "vorbei". Ansonsten würde sie ihn melden.

Mein Freund ist z.Zt. arbeitslos und wäre sowieso nicht in der Lage zu zahlen.


Mein Problem:

Mein Freund möchte auf keinen Fall beim Amt genannt werden. Aus Angst vor den weitreichenden Folgen ( Unterhalt, Erbansprüche etc. - wir haben uns gut informiert. Das geht soweit, daß er sich zähneknirschend die Klagen seiner Ex anhört, bloß damit sie ihm wohlgesonnen ist.

Ich aber habe dieses Versteckspiel satt! Der Kleine hat ein Recht auf Unterhalt und auch auf seinen Vater.

Am liebesten hätte ich es, wenn alles seinen geregelten, rechtlich (und sozial) korrekten Gang geht.

Doch die Angst vor dem finanziellen Ruin ist groß.

Ich verliere langsam den Respekt vor meinem Freund und sehe ihn als eine Art Hanswurst der nicht in der Lage ist Rückgrat zu zeigen.

Sicher, mir hätte dies von Anfang an klar sein müssen. Ein Mann der nicht zu seinen Taten steht....

Aber jetzt ist es zu spät. ich kann mir ein Leben ohne Ihn nicht mehr vorstellen.

Was soll ich tun? Ihn doch verlassen, ehe alles zu verfahren ist und nur noch schlimmer kommt?

Ich versuche ihm beizustehen, gebe mehr oder weniger gute Ratschläge doch die Situation zermürbt mich immer mehr und macht mich depressiv.

Bin ich zu egoistisch???

Wenn jemand ähnliche Erfahrungen diesbezüglich gemacht hat, wäre ich für ein paar Ratschläge o.ä. dankbar.



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6. Februar 2006 um 16:19

Mmh
also laut gesetz ist er nicht verpflichtet irgendetwas zu zahlen. da er ja nicht der vater des kindes ist, oder was genau steht in der geburtsurkunde des kindes???
das prob ist, wenn die mutter nun klagt muss sie die vaterschaft nachweisen. und dann kommt das nächste.
evtl wird gegen sie ein verfahren wegen betugs oder personenstadsfälschung eingeleitet.

wenn der vater nichts zahlen kann so gilt idR trotzdem die düsseldorfer tabelle.
der mindestsatz liegt bei 207 tacken im monat. bei sehr geringem einkommen werden 50% des kindergeldes angerechnet. ist so bei mir und man muss noch 127 tacken in monat aufbringen.
kann man das nicht, bezahlt dieses geld das jugendamt an die mutter (vorleistung) und stellt aber forderungen an den vater (unterhalt+Zinsen!!!!)
allerdings muss ersteinmal die vaterschaft geregelt sein
zz müsste sie ohnehin Unterhaltsvorschuss vom jugendamt beantragen können ( dass steht nämlich jedem kind zu)
die sache mit dem unbekannten vater wurde in der vergangenheit oftmals aus finanziellen gründen gemacht, wenn paare möglichst viel vom staat bezahlt haben wollten.

zur vaterschaft: ich bin froh dass ich ein vater bin, leider wird es mir sehr schwer gemacht "richtig" zu machen.
vaterschaft ist keine "schmach"
das kind ist so schwach und hat doch eher rechte auf eltern als diese auf ihren "ungestörten" Lebensstil

link: http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenst-elle/Pdf-Anlagen/PRM-18396-Broschure-Unterhaltsvors-chuss,property=pdf,bereich=,rwb=true.pdf

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6. Februar 2006 um 16:21
In Antwort auf isaias_12515084

Mmh
also laut gesetz ist er nicht verpflichtet irgendetwas zu zahlen. da er ja nicht der vater des kindes ist, oder was genau steht in der geburtsurkunde des kindes???
das prob ist, wenn die mutter nun klagt muss sie die vaterschaft nachweisen. und dann kommt das nächste.
evtl wird gegen sie ein verfahren wegen betugs oder personenstadsfälschung eingeleitet.

wenn der vater nichts zahlen kann so gilt idR trotzdem die düsseldorfer tabelle.
der mindestsatz liegt bei 207 tacken im monat. bei sehr geringem einkommen werden 50% des kindergeldes angerechnet. ist so bei mir und man muss noch 127 tacken in monat aufbringen.
kann man das nicht, bezahlt dieses geld das jugendamt an die mutter (vorleistung) und stellt aber forderungen an den vater (unterhalt+Zinsen!!!!)
allerdings muss ersteinmal die vaterschaft geregelt sein
zz müsste sie ohnehin Unterhaltsvorschuss vom jugendamt beantragen können ( dass steht nämlich jedem kind zu)
die sache mit dem unbekannten vater wurde in der vergangenheit oftmals aus finanziellen gründen gemacht, wenn paare möglichst viel vom staat bezahlt haben wollten.

zur vaterschaft: ich bin froh dass ich ein vater bin, leider wird es mir sehr schwer gemacht "richtig" zu machen.
vaterschaft ist keine "schmach"
das kind ist so schwach und hat doch eher rechte auf eltern als diese auf ihren "ungestörten" Lebensstil

link: http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Broschuerenst-elle/Pdf-Anlagen/PRM-18396-Broschure-Unterhaltsvors-chuss,property=pdf,bereich=,rwb=true.pdf

Sorry
falscher link

der hier funzt:
http://www.bmfsfj.de/Kategorien/Publikationen/Publ-ikationen,did=3150.html

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8. Februar 2006 um 2:05

Etwas seltsam
Nach deutschem Recht bekommt eine ledige Mutter auch vom Sozialstaat keinen Cent für das Kind, so lange sie nicht den Vater des Kindes angibt. Sie ist insofern gezwungen, den Namen des Vaters bei einer der unzähligen Behörden zu nennen.

Der Erbanspruch an den Vater könnte von dem Kind durchaus auch später noch eingefordert werden. Gerade wenn es ans Studieren geht, schaut der Staat sehr gern nach, wie es mit evtl. Erbansprüchen ausschaut, die die Zahlung von BAFÖG den Staat entsprechend "entlastet".

Mein persönlicher Rat an Dich ist genau wie Deine Weltanschauung: macht das Ding lieber gleich legal. Damit seid ihr beide auch zu einem späteren Zeitpunkt nicht erpressbar. Denn letztendlich kann Euch heute keiner garantieren, ob die Ex eines Tages mehr und mehr Geld fordert. Und vielleicht fortgesetzt damit droht, daß sie zum Amt geht und das Vaterschaftsding doch noch platzen lässt, wenn ihre Forderungen nicht erfüllt werden.

Seine Arbeitslosigkeit könnte hier durchaus zum Bonus werden. Er kann zwar zu Unterhaltszahlung verpflichtet werden, wenn sein Arbeitslosengeld eine gewisse Höhe hat. Wenn er jedoch ein Kind hat, und das auch noch auf der Steuerkarte eingetragen hat (darf er dann ja machen!), wird dies auch bei der Höhe des Arbeitslosengeldes berücksichtigt, es gibt dann ein klein wenig mehr. Ist zwar vom Betrag unterm Strich irrelevant, doch hoffe ich, daß Dein Freund wieder einen Job bekommt und dann vom Vatersein ganz legal ein klein wenig steuerlich profitieren darf.

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