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Unsicher

Letzte Nachricht: 17. September um 9:10
S
sara_l
17.09.22 um 7:02

Hallo,

Mich treiben diverse Dinge um. Es läuft nicht rund bei uns und ich bin dabei, Dinge zu ändern... allerdings werde ich gerade unsicher und möchte mir einiges "von der Seele reden".

Ich habe zwei Kinder, die mir arg am Herzen liegen. Beides Wunschkinder (wobei ich da die "treibende Kraft" war, so wie bei vielen Dingen).

In unserer Beziehung (15 Jahre) läuft es nicht gut. Gar nicht. Da werde ich mit Sicherheit auch meinen Anteil dran haben, aber nun... mittlerweile ist es hier so: ich gehe arbeiten (25h/Woche), mache den Haushalt (komplett), kümmere mich werktags um die Kinder. Das ist schon eine ganze Menge. Er geht Arbeiten (35h/Woche), kümmert sich am Wochenende oder am Abend mal um die Kinder (also, eher spielen, was unternehmen... Kinder duschen, ins Bett bringen, morgens fertig machen, Zeug für Schule und Kindergarten vorbereiten, mache ich). Das ist mir so einfach irgendwie zu viel, das frustet mich wahnsinnig. Nicht mal so sehr die Menge der Arbeiten und Erledigungen als schon eher die Tatsache, dass er dann nebenher Bier trinken auf dem Sofa sitzt oder sonstwas und keinen Finger rührt. Suche ich das Gespräch, wird er sauer. Ich fühle mich schnell eingeschüchtert und er dreht Dinge irgendwie immer so, dass ich nachher "schuld" bin oder eben unverschämte Forderungen an ihn stelle.
Er untergräbt laufend meine Autorität (denke, so kann man das nennen)... wenn ich zum älteren Kind sage: "Jetzt ist mal gut mit Fernsehen, Zeit fürs Bett, mach mal aus!" Dann funkt er dazwischen und lässt es noch etwas anschauen. Wenn ich sage: "Na, jetzt putz Zähne, sind spät dran! Du kommst zu spät zur Schule!" Ermutigt er es langsamer zu machen. 
Er hört bei allem zu, entspannt sich dabei und ggf funkt er dazwischen. Ich bekomme mittlerweile freche Antworten von den Kindern. Mein älteres Kind (8) hat mich kürzlich zum weinen gebracht, weil es wirklich derb mit mir geredet hat und meinte dann: "Brauchst gar nicht rumheulen. Das zieht bei mir nicht." Das tut sehr sehr weh... auch bei sowas schreitet er nicht ein. Ist ja mein Problem, wenn ich weinen muss.
Er unterstellt mir, schlecht mit den Kindern umzugehen, obwohl ich das nicht tu. Ich sei dauernd so gestresst (na ja... wenn im Hintergrund immer jemand auf einen falschen Ton lauert und nie mithilft, ist das natürlich auch stressig!).
Er trinkt meines Erachtens zu viel Alkohol. Ein Bier trinkt er schon in der Arbeit, mittags auch oft eins zum Mittagessen, abends auch noch so 4-5 Stück. Und irgendwo hat er immer eine Flasche Rum, Whiskey, Schnaps oder sonstwas. Da trinkt er immer mal wieder in der Küche draus. Das stößt mich ab... das muss ja echt nicht täglich sein! Man darf ihn darauf nicht ansprechen. Ist kein Bier im Haus, geht er abends noch zur Tankstelle... kein Bier im Haus darf nicht sein. 

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S
sara_l
17.09.22 um 7:13
In Antwort auf sara_l

Hallo,

Mich treiben diverse Dinge um. Es läuft nicht rund bei uns und ich bin dabei, Dinge zu ändern... allerdings werde ich gerade unsicher und möchte mir einiges "von der Seele reden".

Ich habe zwei Kinder, die mir arg am Herzen liegen. Beides Wunschkinder (wobei ich da die "treibende Kraft" war, so wie bei vielen Dingen).

In unserer Beziehung (15 Jahre) läuft es nicht gut. Gar nicht. Da werde ich mit Sicherheit auch meinen Anteil dran haben, aber nun... mittlerweile ist es hier so: ich gehe arbeiten (25h/Woche), mache den Haushalt (komplett), kümmere mich werktags um die Kinder. Das ist schon eine ganze Menge. Er geht Arbeiten (35h/Woche), kümmert sich am Wochenende oder am Abend mal um die Kinder (also, eher spielen, was unternehmen... Kinder duschen, ins Bett bringen, morgens fertig machen, Zeug für Schule und Kindergarten vorbereiten, mache ich). Das ist mir so einfach irgendwie zu viel, das frustet mich wahnsinnig. Nicht mal so sehr die Menge der Arbeiten und Erledigungen als schon eher die Tatsache, dass er dann nebenher Bier trinken auf dem Sofa sitzt oder sonstwas und keinen Finger rührt. Suche ich das Gespräch, wird er sauer. Ich fühle mich schnell eingeschüchtert und er dreht Dinge irgendwie immer so, dass ich nachher "schuld" bin oder eben unverschämte Forderungen an ihn stelle.
Er untergräbt laufend meine Autorität (denke, so kann man das nennen)... wenn ich zum älteren Kind sage: "Jetzt ist mal gut mit Fernsehen, Zeit fürs Bett, mach mal aus!" Dann funkt er dazwischen und lässt es noch etwas anschauen. Wenn ich sage: "Na, jetzt putz Zähne, sind spät dran! Du kommst zu spät zur Schule!" Ermutigt er es langsamer zu machen. 
Er hört bei allem zu, entspannt sich dabei und ggf funkt er dazwischen. Ich bekomme mittlerweile freche Antworten von den Kindern. Mein älteres Kind (8) hat mich kürzlich zum weinen gebracht, weil es wirklich derb mit mir geredet hat und meinte dann: "Brauchst gar nicht rumheulen. Das zieht bei mir nicht." Das tut sehr sehr weh... auch bei sowas schreitet er nicht ein. Ist ja mein Problem, wenn ich weinen muss.
Er unterstellt mir, schlecht mit den Kindern umzugehen, obwohl ich das nicht tu. Ich sei dauernd so gestresst (na ja... wenn im Hintergrund immer jemand auf einen falschen Ton lauert und nie mithilft, ist das natürlich auch stressig!).
Er trinkt meines Erachtens zu viel Alkohol. Ein Bier trinkt er schon in der Arbeit, mittags auch oft eins zum Mittagessen, abends auch noch so 4-5 Stück. Und irgendwo hat er immer eine Flasche Rum, Whiskey, Schnaps oder sonstwas. Da trinkt er immer mal wieder in der Küche draus. Das stößt mich ab... das muss ja echt nicht täglich sein! Man darf ihn darauf nicht ansprechen. Ist kein Bier im Haus, geht er abends noch zur Tankstelle... kein Bier im Haus darf nicht sein. 

Weiter im Text:

Er motzt mich bei allem an. Ich versuche, ihm abends aus dem Wege zu gehen... gehe mit den Kindern schlafen. An allem, was schief läuft bin ich schuld. Weil ich so bin, wie ich bin. Wenn ich nachfrage, wie das denn sei... wie bin ich denn? Dann lacht er bitter und meint, dass ichs einfach nicht kapiere. Oder dass ich das ganz genau wüsste.

Mich macht das fertig!! Ich kann einfach nicht mehr! Jetzt ist er pleite. Weil er ja alles zahlen muss. Das stimmt nicht! Wir haben getrennte Konten... er bezahlt 500,- für die Wohnung im Monat (ist meine... ich hab die quasi geerbt und zahl sie ab, er trägt dazu bei), Handy, Internet und Autoversicherung.
Kindergarten, Betreuung, den Rest für die Wohnung im Monat, Kinderklamotten, Schuhe, Sportverein fürs Kind etc pp, Netflix, den überwiegenden Teil der Einkäufe zahle ich. Ich verdiene immerhin 1000,- weniger als er... ich lebe nicht auf großem Fuß. Kauf Klamotten für mich gebraucht, verkneife mir vieles. Er raucht jeden Tag eine Schachtel (mindestens), geht mittags essen ins Restaurant, lebt ganz gut.

Wenn ich so weiterlebe, kann ich bald nicht mehr. Ernsthaft. Nie ein gutes Wort, dauernd Angst, etwas falsch zu machen und vor den Kindern ausgeschimpft zu werden... ihn quasi bedienen müssen. Der stellt ja nicht mal eine Tasse in die Spülmaschine oder wirft seine Wäsche in den Korb. Er legt sie davor. Ich muss sie reinlegen.

Als mein Kind mich neulich so schlimm angesprochen hat, habe ich beschlossen, was zu ändern. Ich habe mich ans Jugendamt zwecks Beratung gewandt und warte noch auf einen Termin. Ich habe über Bekannte eine leere Wohnung gefunden, in die ich vorübergehend gehen kann mit den Kindern. Ich ziehe mit denen zwei Wochen aus und in dieser Zeit soll er sich etwas neues suchen und ausziehen.

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S
sara_l
17.09.22 um 7:17
In Antwort auf sara_l

Weiter im Text:

Er motzt mich bei allem an. Ich versuche, ihm abends aus dem Wege zu gehen... gehe mit den Kindern schlafen. An allem, was schief läuft bin ich schuld. Weil ich so bin, wie ich bin. Wenn ich nachfrage, wie das denn sei... wie bin ich denn? Dann lacht er bitter und meint, dass ichs einfach nicht kapiere. Oder dass ich das ganz genau wüsste.

Mich macht das fertig!! Ich kann einfach nicht mehr! Jetzt ist er pleite. Weil er ja alles zahlen muss. Das stimmt nicht! Wir haben getrennte Konten... er bezahlt 500,- für die Wohnung im Monat (ist meine... ich hab die quasi geerbt und zahl sie ab, er trägt dazu bei), Handy, Internet und Autoversicherung.
Kindergarten, Betreuung, den Rest für die Wohnung im Monat, Kinderklamotten, Schuhe, Sportverein fürs Kind etc pp, Netflix, den überwiegenden Teil der Einkäufe zahle ich. Ich verdiene immerhin 1000,- weniger als er... ich lebe nicht auf großem Fuß. Kauf Klamotten für mich gebraucht, verkneife mir vieles. Er raucht jeden Tag eine Schachtel (mindestens), geht mittags essen ins Restaurant, lebt ganz gut.

Wenn ich so weiterlebe, kann ich bald nicht mehr. Ernsthaft. Nie ein gutes Wort, dauernd Angst, etwas falsch zu machen und vor den Kindern ausgeschimpft zu werden... ihn quasi bedienen müssen. Der stellt ja nicht mal eine Tasse in die Spülmaschine oder wirft seine Wäsche in den Korb. Er legt sie davor. Ich muss sie reinlegen.

Als mein Kind mich neulich so schlimm angesprochen hat, habe ich beschlossen, was zu ändern. Ich habe mich ans Jugendamt zwecks Beratung gewandt und warte noch auf einen Termin. Ich habe über Bekannte eine leere Wohnung gefunden, in die ich vorübergehend gehen kann mit den Kindern. Ich ziehe mit denen zwei Wochen aus und in dieser Zeit soll er sich etwas neues suchen und ausziehen.

So. Der Rest: 

Ich habe mir ein kleines gebrauchtes Auto gekauft, leite alles heimlich in die Wege und fühle mich furchtbar dabei. Als ob ich alles zerstöre... 

Ich habe eigentlich oft das Gespräch gesucht, aber es führt zu nichts! Egal, wie ich es angestellt habe!! Letzten Sommer habe ich mich von ihm getrennt, da hat er erst das Internet ausgemacht, dann alles, was ihm gehört angefangen aus der Wohnung zu tragen, hat mir ein schlechtes Gewissen gemacht, das war nicht auszuhalten! Ich hab mich so schuldig gefühlt!!!! Er wollte sich dann umbringen. Ich habe auf eine Paartherapie bestanden, er hat versprochen, die zu machen. Hat er danach nichts mehr wissen wollen von.

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M
moody_blue
17.09.22 um 8:52

Fühl dich fern gedrückt! Du machst absolut alles richtig. Bleib auf deinem Weg, auch wenn er schwer ist. Suche dir Unterstützung bei Freunden oder bei deiner Familie. Rede mit Menschen, die die Trennung gut heißen und die dir gut zureden, dich darin bestärken was du tust. Diese Trennung ist absolut richtig. ansonsten gehst du zu Grunde und die Kinder reißt du gleich mit. Was sollen die Kinder von ihrem Vater lernen? Wie man sich völlig respektlos gegenüber seiner Frau benimmt, wie man gegen die eigene Mutter rebelliert, wie man ohne jede Dankbarkeit hinnimmt, dass die Mutter schuftet? Ich finde es übrigens ganz bemerkenswert und super, wie du überhaupt alles geschafft hast. Arbeit, Kinder, Haushalt und dann auch noch einen furchtbaren Mann. Meinen Respekt! Das kannst du alleine noch viel besser. Ich wünsche dir alles Gute!

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S
sara_l
17.09.22 um 9:03

Danke für deine Antwort!

Die letzten Tage war es ja hier ganz okay! Das verunsichert mich in Zusammenhang mit dem was ich vorhabe total! 

Dabei weiß ich doch eigentlich, dass er Alkoholiker ist, was ändern muss und es eben einfach nicht tut. Letzten November hat er hier mal im Suff randaliert... er hat die Lampe in der Küche demoliert, einen Riss in die Arbeitsplatte gemacht und wollte sich mit einem Fleischermesser selbst verletzen. Das Messer konnte ich ihm abnehmen, die Kinder haben geweint, ich hätte die Polizei holen sollen, habe aber seine Mutter angerufen, die sich gekümmert hat. Ich habe Tonaufnahmen von dem Abend. 

Am nächsten Tag habe ich einen Freund von uns aufgesucht, der ihm ins Gewissen reden sollte, was für sich zu tun. Das hätte ich nicht tun dürfen... das wird mir immer vorgeworfen. Dass ich ihn schlechtmache und ihm zufällige und einmalige Entgleisungen dauernd aufs Brot schmier. 

Mich hat der Abend nachhaltig erschüttert. Ich hab Wochen gebraucht um wieder normal zu funktionieren. Manchmal denke ich dran und weinen.

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M
moody_blue
17.09.22 um 9:10

Nur dass es im Moment keine Eskapaden gibt, sollte dich nicht davon abzuhalten auszuziehen. Mal von dem respektlosen Verhalten deines Mannes dir gegenüber abgesehen. Alleine das wäre schon ein Trennungsgrund. Ich habe zwar in dieser Hinsicht keine Ahnung , aber dein Mann klingt nach einem Alkoholiker, mit dem man nicht diskutieren kann. Du musst da raus. Denk erst einmal nur an dich. Du warst lange genug bei deinem Mann und hast versucht ihm zu helfen. Es funktioniert nicht, wenn er selbst nicht mitmacht. Deswegen: trenn dich und denk immer daran, du machst das für dich und die Kinder. Sei stark und halte durch für dich und die Kinder

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