Forum / Meine Familie

Unsere Familie geht kaputt

9. November um 11:51 Letzte Antwort: 9. November um 14:54

Hallo, alle zusammen. 
Ich schreibe in dieses Forum um Meinungen zu bekommen, was man in dieser Situation machen kann. Deswegen hoffe und freue ich mich auf eure Meinungen.

Ich bin 18 Jahre und bin das jüngste Mitglied der Familie. Meine zwei älteren Brüder, 24 Jahre und 29 Jahre, von welchem der Älteste schon länger ausgezogen ist, haben mit mir eine gute Verbindung. Wir verstehen uns alle sehr gut und üben auch viele gemeinsame Hobbies aus. Mit meiner Mutter kam ich immer am besten klar und sie war auch immer meine Bezugsperson. Mein Vater war hingegen jemand, der sich nicht in unsere Altäge einmischte, aber bei Streitigkeiten an erster Stelle war. Er hat uns Kinder sehr viel angeschrien, hatte wenig Respekt, uns beleidigt und manchmal auch mit Sachen beworfen. (Ich frage mich bis heute, warum er uns Kinder überhaupt in Die Welt gesetzt hat..)
Der älteste Bruder hatte viel mehr Ärger mit meinem Vater. Er wurde damals bespuckt, angeschrien und wortwörtlich auf dem Haus vertrieben. Jetzt, da mein Bruder Vater geworden ist, ist alles viel schlimmer.
Mein Vater ist so jemand, der meint, alles richtig zu machen und, dass jeder IHN ansprechen soll, IHN einladen soll, IHM von seinem Leben erzählen soll etc. Aber man muss akzeptieren, dass er einen ignoriert, einem die Worte nicht interessieren und nebenher Lügen erzählt, wie wenig Kontakt man zu seinem eigenen Vater sucht. Selber bemüht er sich aber gar nicht. Mein Vater hat sich sowieso nie für meine Hobbies interessiert, kam nicht zu meinen Chorauftritten (und sagt mir, was für eine schreckliche Stimme ich habe) in welchen ich Solos bekam und sogar bei meinen Einschulungen zeigte er kein Interesse. An meinen Abschlussprüfungen kam kein "Viel Glück" oder sonst irgendwas obwohl er im selben Raum war. Da hatten ihn die Pornos oder Spiele am PC mehr interessiert. 
Mittlerweile sage ich ihm nichts mehr, da ich es einfach nur noch kräfteraubend finde. Ich freue mich nicht mehr nach der Arbeit nachhause zu kommen, da er vielleicht wieder einen "Grund" hat um auf mich wütend zu sein. Er war einmal wütend, dass ich nach 22 Uhr auf die Toilette gegangen bin und dabei zu LAUT gelaufen bin (ich gehe dabei auf Zehenspitzen). An dem Abend hat er gegen meine Tür gehämmert, mich als Schlampe betitelt und mir verboten nach 22 Uhr auf die Toilette zu gehen, aber das verharmloste er (er sagte damals, dass er das ja nicht so meinte) als meine Brüder ihn wütend darauf ansprachen.

Jedenfalls ist es nun so, dass mein Vater und mein ältester Bruder gerade sehr im Krieg sind. Mein Bruder will den Kontakt einfach abklingen lassen um sich, seine Frau und seine Tochter, welche schon viel davon mitbekommen hatte, zu schützen. Verständlich,  da meine Brüder und ich sehr viele psychische Schäden davon bekommen hatten (Angstzustände, Depressionen,..). Mein Vater sieht sich immer wieder im Recht und meint, dass mein Bruder Schuld wäre und sich nicht um den Zusammenhalt der Familie kümmert. Meine Mutter enthält sich und lässt viele böse Sprüche einfach so über ihre Kinder entgehen. Z.B., da ich am Wochenende bei meinem älteren Bruder zu Besuch war, meinte mein Vater mit einem Lächeln, dass ich ja gleich Gift mitnehmen kann. Meine Mutter steht stumm daneben und sagt nichts. Sie steht absolut nicht mehr hinter uns und lässt sich von ihrem Ehemann total einkesseln. Er wird sogar wütend, wenn sie mal ihr Enkelkind besuchen möchte.

Was ich tun möchte:
Da das Reden mit meinem Vater nicht hilft (habe es schon dutzendmal versucht), dachte ich mich an meine Mutter zu wenden und ihr die Pistole auf die Brust zu setzen. Ich dachte an sowas wie:
"Merkst du nicht, dass dein Ehemann dich von deinen eigenen Kindern abschottet und diese vor deinen Augen fertig macht? Willst du das? Willst du immer nur still daneben stehen, alles über dich ergehen lassen und hoffen, dass es vorbeigeht? Wo ist meine Mutter, die mir damals während der Mobbingkrise geholfen hat und sich für mich eingesetzt hat? Wo ist die mutige Mama, die nicht nur still daneben sitzt und hofft sondern aufsteht, Grenzen macht und stark ist? Wenn du nicht stark bist, wird die ganze Familie kaputt gehen. Wir Kinder haben noch Kraft, aber ohne dich funktioniert es nicht. Entweder du stehst hinter dem Rücken deines Ehemanns und verlierst irgendwann den Kontakt zu uns, denn -ganz ehrlich- es wird nicht besser oder du setzt Grenzen, machst deinem Partner klar, dass dir die  Kinder wichtig sind und wenn er es nicht versteht, du ihm entweder die Tür zeigst oder mal für ein paar Wochen Urlaub machst um dich zu finden. Und wenn du Papa um deine Meinung fragst oder mit ihm über dieses Gespräch redest, dann stehst du nicht zu uns Kindern."

Meine Frage:
Sollte ich das (das Gespräch an meine Mutter) erst tun, wenn ich ausziehe oder so früh wie möglich?

freue mich auf eure Antworten. 
Bei Fragen stehe ich gerne zur Verfügung. 

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9. November um 14:54

Ich würde schnellstmöglich ausziehen und den Kontakt zum Vater komplett anbrechen. Ihr seid auch eine Familie ohne Vater.  Die Mutter wirkt so schwach, vermutlich bleibt sie bei ihm. Soll sie. 

wenn du reden willst, dann erst nach deinem Auszug. Zieh schnell aus 

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