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Unser Sohn will nur noch zum Papa

28. Februar 2012 um 13:32

Seit einigen Wochen will unser Sohn Niklas (15 Monate) nur noch zu seinem Papa. Es fängt morgens schon an wenn er wach wird. Er bekommt morgens noch eine Milch und sobald er diese ausgetrunken hat, sind seine ersten Worte Papa. Ich darf ihn nicht aus dem Bett nehmen, nicht waschen, nicht füttern, nicht an- oder auziehen oder sonst irgendwas. Es endet dann oft damit, dass ich ihn fast Zwingen muss. Manchmal muss ich mich schon richtig zusammen reißen, dass ich ihn nicht anschreie oder grober anfasse. Es ist mir zwar noch nie passiert aber machmal fehlt auch nur der letzte Tropfen auf dem heißen Stein.Ich fühle mich richtig schlecht und bin oft am Weinen. Man macht sich Gedanken, was man falsch gemacht hat. Ist man eine schlechte Mutter?

Im Moment ist Niklas krank - Bronchitis - und somit zu Hause. Eigentlich soll er Inhalieren aber das macht er nur mit seinem Papa. Sobald ich das Gerät anschalte, brüllt er wie am Spieß. Ist sein Papa da, ist er das liebste Kind und macht alles.
Sein Papa ist allerding unter der Woche von 06:00 bis ca. 15:00 Uhr Arbeiten. Nachmittags, WE und im Urlaub ist der Papa natürlich für Niklas ganz intensiv da. Ich bin kurz nach der Elternzeit arbeitslos geworden. Somit bin ich den ganzen Tag mit ihm zusammen. Von mir bekommt er auch öfter ein Nein zu hören. Vielleicht auch, weil ich der Strengere Part bei uns bin.

Wer kann mir Tipps geben, wie ich mich verhalten kann? Über Erfahrungsberichte würde ich mich auch freuen.

Gruß Netti3008

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28. Februar 2012 um 19:58

Das ist normal
Hallo,
keine Angst, das ist ganz normal. Und hat auch nichts mit Dir zu tun. Fast alle Kinder machen solche Phasen durch, wo sie mal zum einen, mal zum anderen wollen. Das hat überhaupt nichts damit zu tun, ob der eine oder der andere das bessere Elternteil ist, sondern das ist einfach so. Zum Teil hängt das natürlich damit zusammen, dass der sowieso-immer-da-seiende Elternteil halt nicht so spannend ist wie der, der nur abends vorbeischaut.

Dabei darf man eines nicht vergessen: zum Teil ist das natürlich auch eine "Kampfmittel". Denn ein kleines Kind ist nun mal fremdbestimmt und muss das tun, was ihm die Eltern sagen. Wenn es aber immer nur zu einem hin will und das auch bekommt, dann setzt es seinen Kopf durch. (Und weicht nebenbei die Eltern auf, weil es einen Keil zwischen sie treibt.)

Das ist in dem Alter keine bewusste Sache, sondern läuft beim Kind unterbewusst. Es merkt: ich muss nur genug quengeln, dann setze ich mich durch.

Was Du tun sollst?
1. Ruhig bleiben, das ist nur eine Phase, die geht vorbei.
2. Nicht persönlich nehmen, in ein paar Monaten oder auch nur Wochen geht das andersrum.
3. Konsequent bleiben. Wenn Du etwas angefangen hast, dann ziehst Du es auch durch. Überprüfe auch insgesamt Deine und Eure Haltung: seid Ihr immer konsequent oder gebt Ihr zu oft nach, wenn der Kleine meckert?

Hey und Kopf hoch. Die Trotzphase wird noch viel schlimmer

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28. Februar 2012 um 20:06

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herzlichen glückwunsch! dein kind ist in der sogenannten loslösungsphase
kinder, die im ersten lebensjahr eine sichere bindung zu ihrer primären bezugsperson (mama) aufgebaut haben, lösen sich um den ersten geburtstag herum aus der mutter-kind-dyade, um selbständig zu werden. dafür brauchen sie ein loslösungsvorbild. das ist die sekundäre bezugsperson (papa).
dieser prozess ist immens wichtig für das kind!!!
es entdeckt die welt jetzt mit den eigenen augen
im klartext heißt das für dich: ihr habt im ersten lebensjahr alles richtig gemacht und du als mutter kannst jetzt mal fünfe gerade sein lassen. jetzt ist der papa dran.

du kannst auch einiges nachlesen auf

sicherebindung.at

alles gute

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