Home / Forum / Meine Familie / Unser Kind 8j.hat nicht einen Freund

Unser Kind 8j.hat nicht einen Freund

26. November 2003 um 0:39

Wir wohnen am Rande einer Großstadt in einem Dorf.Das Dorf besteht aus drei teilen,altes Dorf neues Dorf und ein teil ist eingemeindet.da wir leider einen Familien Namen haben,den ich hier jetzt nur einmal als Beispiel dar stelle, ,,Emil Loch" sagt jeder zu ihm , ... ,das ist jetzt erfunden,kommt unserem Namen aber sehr nahe.Emil ist zwar kein Musterschüler aber guter Durchschnitt.Er ist immer nett zu seinen Mitmenschen und man kann sich in jedem Punkt auf ihn verlassen,was in diesem Alter nicht selbstverständlich ist und auch an unserer Erziehung liegt.Seine Mitschüler sind in allen teilen des Dorfes zu finden nur nicht in unserer Umgebung und die meisten sind Busfahrer Kinder.Es sind 28 Kinder in seiner Klasse davon kommen 8 Kinder aus dem alten Dorf die jeden Tag nach der Schule mit einander spielen und das schon seit dem Kindergarten das gibt natürlich eine richtig gute Klicke und schweißt ordentlich zusammen.Das gleiche gilt für die 8 Kinder aus dem neuen Dorf die sich auch täglich sehen und mit einander spielen.Der Rest davon sind 11 Mädchen mit denen er sowieso nicht spielen mag zumal sie ihn nur ärgern.Jetzt bleibt nur noch einer übrig und das ist unser ,,Emil".Die Schüler in seiner Klasse liegen sehr weit über dem Durchschnitt es gibt kaum dreien und vieren.Gedrillt durch die Eltern halten sie diesem Leistungsdruck noch stand.Es wird uns fast täglich mitgeteilt welche Lernmethoden die Eltern einsetzen,z.B.unter eine kalte Dusche stellen,6 Stunden strammes Hausaufgaben machen auch wenn die Kinder noch so weinen,Verbote jeglicher Art nur damit sie bald ihr Abi machen können.
Und jetzt laufen alle Fäden zusammen!
Er geht morgens alleine zur Schule,die ist gleich um die Ecke und hat niemanden der ihn begleitet.
Seine Klassenlehrerin(58)war die Lehrerin meiner Frau.Sie mag Emil nicht besonders gern,weil er das Kind einer Arbeiterfamilie ist.
Durch den Gruppenzwang hat er keine Möglichkeit in eine Klicke herein zu kommen.
Bleibt beim wählen einer Mannschaft immer als letzter über weil ihn niemand
will.
Dann kommt eben noch die ständige Hänselei mit dem Namen hinzu.
Zwei Drittel der Mitschüler schreiben eine 1.Ein Drittel schreibt Zweien unser schreibt,,einmal"eine Drei und fühlt sich als totaler Versager.
Dann geht er wieder alleine nach hause von der Schule und hat wieder niemanden.
Heute Abend hat er herzzerreißend geweint,was mich dazu bewegt hat diese Zeilen zu schreiben.
Er weinte bitterlich und sagte:,,Ich gehe jetzt schon drei Jahre zur Schule.Seid drei Jahren spielt niemand
mit mir in den Pausen,wenn ich mal gefragt habe,haben sie mich verhauen oder weggejagt.Dann sagen sie immer ,,Emil ... zu mir und ich darf nie mit Fußball spielen.Außerdem bin ich in der Schule sowieso schlecht
ich habe ja nur eine 3 geschrieben die anderen alle Einsen und Zweien.Und zu
einem Kindergeburtstag hat mich auch niemand mehr eingeladen mich mag ja sowieso keiner.
Ich habe aber auch keine Lust mich zu schlagen oder mir die Freundschaft zu erkaufen.
Ich möchte so gerne einen richtigen Freund haben!!!
Glaubt aber ja nicht,wir hätten nicht
alles versucht,nur die Kinder können wir nicht ändern.Jeder kennt doch den
Spruch Kinder können so grausam sein.
Vielleicht hat ja jemand ein kleines Wunder für uns.
Vielen Dank jetzt schon euer ,,Emil"

Mehr lesen

26. November 2003 um 6:44

Das ist hart
Leider kann ich auch nicht viel helfen. Habe aber auch einen Nachnahmen, der nicht so toll ist und der war schon so manchen blöden Witz und Lästereien wert. Leider. Als erstes hilft denke ich, ganz doll die volle Liebe der Eltern. Geht er denn in einen Verein, oder so? Vielleicht hilft es ihm ja, ein paar Erfolgserlebnisse zu haben und findet so andere Freunde.
Ich wünsche dem kleinen "Emil" auf jeden Fall alles Gute

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

27. November 2003 um 18:37

Mh..
... also mir ging es nicht besser. ich war ein "lehrerkind" meine gesamte schulzeit war der reinste horror.

aber rückblickend kann ich sagen- das härtet ab fürs spätere leben

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

28. November 2003 um 22:53

Hallo mopi
Deine Anregungen sind im Normalfall wirklich gut,nur die Umstände richten wieder alles zu Grunde.Er hat einen Schulfreund mit gleichen Interessen mit dem er jetzt sehr guten Kontakt hat er wohnt etwas weiter außerhalb des dorfes in einem einsam gelegenem Haus.Leider zieht er jetzt weg und der ltzte Strohhalm geht flöten.Dann hat er noch jemanden zum spielen der des Öfteren mal zu uns kommt und ,,Emil Ashole" fährt auch zu ihm zum spielen.Der Junge sucht des öfteren das Weite weil sein Vater Alkoholiker ist,und wir finden es nicht so berauschend wenn unser da iommer hinfährt weil dort katastrophale Zustände herrschen.Dann kommt noch dazu das er sich in der Schule den anderen anschließt,damit er nicht ausgegrenzt wird.Und auf so einen Freund wie Emil mir sagt,kan er gerne verzichten.Der reicht gerade zum spielen.Mit dem Sport war sehr gut gemieint.Aber was für die Schule gilt gilt natürlich auch für die Freizeit.Man muss immer der Beste sein.Unser geht zum Judo und hat auch spaß daran nur seine Gegner sind seine Schulkameraden und die wiederum werden von den Eltern trainiert,was garnicht mehr zu der Kategorie spaß gehört weil die Eltern früher auch mal einen braunen Gurt hatten.Das sieht auch so im Tennis wie auch im Fußball aus.Schulwechsel steht nicht zur Debatte weil er nach einem Jahr sowieso die Schule in die Großstadt wechselt.Das mit dem Namen ist nicht mehr so schlimm für Emil nur es nervt ungemein weil es auch jeder mitbekommt den er neu kennen lernt und sich automatisch von ihm distanziert, weil ,Kinder sind einfach noch nicht so weit.Ich werde heute noch so auf der Arbeit genannt weil ich meine,das diese Leute irgendwie Komplexe haben.Nur meine Freunde nennen mich nicht so.Nur die hat Emil leider ja noch nicht.

Der springende Punkt ist jetzt,,Ergotherapie".Keine Ahnung was das ist aber sein Schulfreund der nach Bayern zieht hat es auch gemacht die Eltern sagen es hat gut getan muss aber regelmäßig praktiziert werden.

Wir waren bei einer Kinderpsychologin das war der totale Reinfall.;;Haben sie eine Krankenversicherungskarte?Ja haben wir.Dann nehmen sie Platz.Nach einer halben Stunde hat sie das Gespräch beendet und sagt wir sehen uns in ,,7" Monaten wieder.War übriegens eine Empfehlung von seiner Klassenlehrerin.

Wäre dankbar wenn mir mal jemand schildern kann was Ergotherapie sein soll wie so etwas bezahlt wird und wie langwierig so etwas ist.

Vielleicht hat Emil doch noch eine Chance einen Freund zu finden!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

29. November 2003 um 12:14
In Antwort auf teagan_12481159

Das ist hart
Leider kann ich auch nicht viel helfen. Habe aber auch einen Nachnahmen, der nicht so toll ist und der war schon so manchen blöden Witz und Lästereien wert. Leider. Als erstes hilft denke ich, ganz doll die volle Liebe der Eltern. Geht er denn in einen Verein, oder so? Vielleicht hilft es ihm ja, ein paar Erfolgserlebnisse zu haben und findet so andere Freunde.
Ich wünsche dem kleinen "Emil" auf jeden Fall alles Gute

Bei Google gefunden
Ergotherapie für Kinder: Auf spielerische Weise Selbstbewusstsein aufbauen und Neues erlernen
Der Begriff Ergotherapie, früher auch Arbeits- und Beschäftigungstherapie genannt, hat seine Wurzeln im griechischen ergon, was soviel bedeutet die Arbeit, Werk, Tätigkeit.

In den letzten Jahren wird diese Therapieform immer beliebter zum Beispiel in der Neurologie bei der Arbeit mit Schlaganfallpatienten, in der Psychiatrie und eben auch in der Arbeit mit Kindern. Im Gegensatz zur Physiotherapie, bei der vor allem der Körper zum Einsatz kommt, werden hier alle Sinne in die Arbeit mit dem Patienten einbezogen.

Kevin ist 5 Jahre alt und verbreitet in kürzester Zeit Chaos in seiner Umgebung. Kaum betritt er einen Raum, ist dieser mit Spielzeug oder Ähnlichem übersät. Er kann seine Aufmerksamkeit nicht für mehr als ein paar Minuten bei einer Sache halten.

Carmen wirkt wie das genaue Gegenteil von Kevin. Sie ist übermäßig schüchtern und zurückhaltend, ihre Bewegungen sind langsam, und sie braucht ein hohes Maß an Konzentration um eine Sache zu machen. Beiden Kindern könnte aber wahrscheinlich gleichermaßen mit einer Ergotherapie geholfen werden.


Jutta Kappes ist staatlich anerkannte Ergotherapeutin und arbeitet seit einem Jahr in einer freien Praxis in Kerpen bei Köln. Kinder, die ähnliche Probleme haben wie Kevin und Carmen, kommen zu der 24-Jährigen in die Therapie. Einige von ihnen leiden an der Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörung ADD (Aufmerksamkeits-Defizits-Syndrom), worunter beispielsweise auch solche Kinder fallen, die im Volksmund gerne als hyperaktiv bezeichnet werden. Andere sind wahrnehmungsgestört oder in ihrer Entwicklung verzögert. In einem Behandlungszeitraum von 3 bis 18 Monaten können die Kinder in der ergotherapeutischen Arbeit ihre Defizite aufarbeiten, zum Beispiel in Bezug auf Konzentration, fein- oder grobmotorische Fähigkeiten.

Arbeiten am Tisch oder im Bewegungsraum

Wie in vielen anderen ergotherapeutischen Praxen wird auch in der Praxis, in der Jutta Kappes beschäftigt ist, entweder am Tisch oder im Bewegungsraum gearbeitet. Am Tisch wird mit Materialien wie Stein, Ton , Holz oder Papier gewerkt. Den Kindern wird geholfen, ihre Handlungsabfolge zu strukturieren und zu koordinieren. Manche Kinder verstehen nicht, dass sie erst ein Blatt Papier brauchen und die Buntstifte aus dem Schrank nehmen müssen, bevor sie anfangen zu malen, erzählt Jutta Kappes. Die Kinder lernen bei uns, wie sie Materialien verwenden und Werkzeuge handhaben. Eigene Planung und erhöhte Konzentration sind die übergreifenden Ziele der Arbeit. Auch können die Kinder die konkreten Produkte ihrer Arbeit, wie etwa Tontiere, Steinketten oder Holzspiele, mit nach Hause nehmen.

Im Bewegungsraum gibt es spezielle Geräte, die auf die Bedürfnisse der Kinder abgestimmt sind, wie etwa besondere Schaukeln, Klettermöglichkeiten oder große Kissenquader. Den Kindern werden somit Handlungs- und Bewegungsangebote gemacht, die die Basissinne (Körperwahrnehmung, Gleichgewichtssinn, taktile Wahrnehmung) ansprechen und die Wahrnehmungsverarbeitung fördern.

Neben den erlernten und gewachsenen Fähigkeiten und Sicherheiten in den Bewegungsabläufen wird ähnlich wie bei der Arbeit am Tisch - ganz nebenbei das Selbstbewusstsein des Kindes gestärkt. Neue Erfahrungen werden möglich und können als gelernt integriert werden. Eltern berichten dann aus dem Alltag, dass die Kinder sich positiver verhalten, sich z.B. im Kindergarten beim Turnen besser integrieren oder Freunde gefunden haben.

Wie bekommt man Ergotherapie?
Der Hausarzt oder der Facharzt veranlasst die Ergotherapie und stellt die Verordnung aus. Der Arzt kann Einzel- oder Gruppenbehandlungen verordnen, eventuell auch zu Hause. Auch kann die Verordnung thermische Anwendungen oder temporäre Schienen betreffen.


Wer bezahlt die Behandlung?
Die Ergotherapie ist als Heilmittel Bestandteil der medizinischen Grundversorgung. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen auf Verordnung des Arztes.
Der Gesetzgeber schreibt eine Eigenbeteiligung vor.
Kinder, chronisch Kranke und soziale Härtefälle sind von der Zuzahlung befreit.
Bei privat versicherten Patienten übernehmen die privaten Krankenkassen die Kosten in unterschiedlichem Umfang.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Diskussionen dieses Nutzers
Wir machen deinen Tag bunter!
instagram

Das könnte dir auch gefallen