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Unfreiwilliger Umzug nach Bayern

9. April 2013 um 19:01

Hallu..
Mich belastet etwas unheimlich doll..vielleicht kann mir ja jemand helfen.

Also.. Ich bin vor ca 1,5 Jahren von Berlin nach Bayern gezogen , da meine Mutter einen neuen Freund fand,der aber nicht aus Bayern weg wollte,wegen seinem Job. Damals war ich 12 Jahre alt. Ich ging in meiner Heimat in die 6. Klasse /Grundschule ( in Berlin geht die Grundschule bis zur 6.). Durch den UMzug nach Bayern,musste ich ein Schuljahr wiederholen,da dort die
zweite Fremdsprache schon nach der 5. Klasse eingeführt wird( zur Übersicht : Ich wechselte auf ein Gymnasium ). Dort bekam ich promp Probleme mit den Noten. Mein 1,5er Schnitt verschlechterte sich zu einem 2,7er - in Latein bekam ich sogar eine 5 ! In Englisch sah es nicht anders aus - eine 4 nach der anderen. So entschloss ich mich,noch einmal mit meiner besten Freundin zu wiederholen. Ich habe mich verbessert,mein Durchschnitt ist wieder 2,0. Doch der Druck.. Der Druck in Bayern frisst mich langsam aber sicher auf. Klar, Bayern ist schnell.streng und deutlich schwerer als Berlin . Aber das? Hierbei muss ich sagen, ich bekomme keinerlei Unterstützung von meiner Mutter und mit ihrem Lebensgefährten verstehe ich mich nicht wirklich gut.
Mein Vater und ich telefonieren fast täglich (er wohnt in der Schweiz wegen seiner Arbeit bzw. Hat dort eine Wohnung,besucht mich aber regelmäßig) und auch er merkt, wie ich zunehmend depressiv werde. Letztes Wochenende war ich in Berlin , mit meinen Freunden dort bin ich noch immer sehr gut befreundet , und mir wurde plötzlich klar: nur dort fühle ich mich wohl, nur dort ist mein Zuhause und auch nur Dort,möchte ich wieder leben. Der Wunsch und Drang danach wird immer großer.. Seitdem ich dort war, bin ich nur noch am weinen. Die Schule wird auch nicht leichter und ich sehe schon wieder meinen Absturz..
Mein Vater ist auch der Meinung,es war eine Schnapsidee meiner Mutter, nach Bayern zu ziehen. Sie hat weder mich, noch meine kleine Schwester ( welche nun die 2. Klasse besucht und.wiederholen muss ) gefragt , wie WIR das finden. Aber wir haben dort ein Haus.. Und ich ein Pferd.
Nun ja, Daddy und ich versuchen sie nun zu überreden, wenn er das nächste mal kommt.. Bei mir hat sie jedesmal abgeblockt und gesagt,dass ich es vergessen kann , weil sie es ja hier so SCHÖN findet. Aber im Streit mit meinem Stiefvater sagt sie immer,dass sie wieder nach Berlin möchte.
Nun war der Vorschlag meines Vaters, wenn es nicht anders ginge, zum Jugendamt zu gehen und das ich auf ein Internat in Berlin Wechsel, ich möchte aber nicht, dass er so viel Geld für mich ausgibt! Ausserdem möchte ich mein Pferd nicht verkaufen. Ich will, dass alles wieder so wie früher ist ! Doch meine Mutter interessiert sich nicht für meine Meinung bzw meine Wünsche. Ich war auch schon bei der Schulpsychologin, welche mich zu einem richtigen Psychologen überwies, aber das war wegen einer anderen Sache.

Ich bin hin und her gerissen. Aber eins steht fest : Ich WILL wieder nach Berlin. Lieber würde ich sterben als hier weiterzuleben.

Was würdet ihr machen? Habt ihr vielleicht Tips ? Übrigens bin ich nun 14 Jahre alt..

Liebe Grüsse

Jitsu

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12. April 2013 um 19:32

Hi Jitsu
Auch ich musste unfreiwillig den Wohnort wechseln. Ich war damals 14. Es war ganz schlimm, ich habe viel geweint und ich begann meine Eltern dafür zu hassen. Ich würde sowas nie meinen Kindern antun, aber das sage ich auch nur, weil ich erfahren habe, wie schlimm es für mich war. Hätten meine Eltern gewusst, wie sehr wir unter dem Umzug zu leiden hatten, so wären sie nie umgezogen. Deiner Mutter geht es bestimmt ähnlich.
Ich redete damals mit niemandem drüber, dass ich so Heimweh hatte und das war ein Fehler. Es ist gut, dass du deinen Vater hast, der dir helfen will. Nimm die HIlfe an, auch wenn es finanziell viel ist. Er hat es dir vorgeschlagen, also kann er es auch entbehren. Sonst hätte er es dir nicht vorgeschlagen. Vielleicht stellt sich deine Mutter dann quer, weil sie denkt, ein Heim sei nicht gut für dich. Dann müsstest du mit der Jugendarbeiterin/dem Jugendarbeiter reden oder vielleicht habt ihr an der Schule eine/n Schulsozialarbeiter/in, mit der du reden könntest. Die müssen es geheim behalten, was ihnen die Kinder anvertrauen, aber sie könnten dir Tipps geben.
Gib nicht auf, du brauchst deine Freunde!
PS: wie geht deine kleine Schwester damit um? Meiner Schwester ging es genauso schlecht wie mir.

Viel Glück und viele verständnisvolle Erwachsene, die verstehen, was für dich wichtig ist! wünsche ich dir!

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13. April 2013 um 13:23

Hallu
Nun ja. Meiner Mutter tut es überhaupt nicht leid. Sie ist ein sehr egoistischer Mensch- zumindestens mir gegenüber. Meiner Schwester, welche unter ADS leidet, wird hingegen alles vor die Füsse gelegt. Ich und meine Schwester sind verhasst - und das sag ich nicht nur so. Das ist kein Geschwisterhass mehr, sondern richtiger, welcher aus dem Herzen kommt. Ihre Erziehung wurde total vergeigt. Nun ja, die sagt auch sie würde lieber wieder nach Berlin. Vorgestern hatte meine Mutter und mein Stiefvater einen Streit, wo meine Mutter wieder sagte, sie möchte wieder nach Berlin. Ich hab dann auch meinen Wunsch geäussert.
Am nächsten Tag jedoch haben sie gleich wieder Möbel für unser jetziges Haus gekauft. Ich bin total verwirrt.
Mein Vater und ich wollen uns nun mit meiner Mutter zusammensetzen, wenn er mal wieder kommt , und das besprechen, denn ich würde mir einfach wieder ein Leben wie früher wünschen, wo wir , also meine Mom , meine Schwester und ich , in einer Wohnung in Berlin gelebt haben. Ausserdem werde ich nun mit der Schulpsychologin das auch besprechen - denn auch diese hat meinen Psychischen Absturz bemerkt.

Vielen vielen vielen lieben Dank für die Aufmunternde Antwort!

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